Netzinternes Filesharing

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  • Netzinternes Filesharing

    Hallo. Ich habe ein p2p netz in einem LAN mit einem edonkey server realisiert. Nun wollte ich von eDonkey auf Gnutella2 umsteigen. Bei eDonkey war es relativ einfach. stellst nen Sevrer hin die clients connecten sich und fertig.

    Nun ist das Problem aber, dass Gnutella dezentral ist. Kann man trotzdem irgendwie einen Gnutella Server betreiben? Weiters wollte ich fragen, was WebCache ist.

    Gruß, asterix

    Achja: Sachen wie "Das geht nur im internet" sind keine Antworten. Das Internet ist nichts anderes als ein fettes Lan. Man benutzt im LAN wie auch im internet TCP/IP. Das einzige ist, dass man beim Client die Filterung von LAN Ips deaktivieren muss.
    [SIZE=1]Ich mache viele Klammern fest, an allem was sich klammern lässt: 09-f9-11-02-9d-74-e3-5b-d8-41-56-c5-63-56-88-c0
    Freunde: idefix, NoName, Feuerstein, THXQ[/SIZE][SIZE=1], tischler[/SIZE]
  • hi
    leider kann ich dir nur was über webcache schreiben
    quelle ist planet3dnow



    Die neue WebCache-Funktion
    Planet 3DNow!: Hi und willkommen auf dem "grünen Planeten"!
    Ihr seid die Programmierer des neuen WebCache-Features für den Filesharing-Client eMule. Könnt Ihr kurz erläutern, wie dieses Feature genau funktioniert?

    WebCache-Entwickler: Am einfachsten kann man die Funktionsweise des WebCache-eMule wohl mit einem Beispiel erläutern: Nehmen wir an, es gibt einen Uploader S und drei Downloader A, B und C. Alle Downloader sind bereits in der Upload-Queue des Uploaders. Downloader A und B benutzen den gleichen ISP, C benutzt einen anderen. Welchen Proxy S benutzt (oder ob er überhaupt einen benutzt) ist egal, da zum Upload kein Proxy eingestellt sein muss.

    Nun bekommt Downloader A einen Upload-Slot zugewiesen. A sieht, dass B den gleichen Proxy benutzt und auch den gleichen Teil der Datei noch nicht hat. Deswegen entscheidet sich A für einen Proxy-Transfer. A fordert also den ersten 180k-block von S über den Proxy an. Nachdem der Block heruntergeladen wurde teilt A dem B mit, wo er den ersten Block direkt vom ISP-Proxy-Server runterladen kann und fordert dann den nächsten Block von S. B lädt dann den Block direkt vom Proxy-Server, ohne dass S ihn noch mal hochladen muss.

    Wenn C nun einen Download-Slot erhält sieht er, dass kein weiterer Nutzer den gleichen ISP-Proxy nutzt, der den gleichen Dateiteil noch nicht hat. Deswegen entscheidet sich C für den normalen eMule-Transfer.

    WebCache ist also ein zusätzliches Übertragungsprotokoll, bei dem die übertragenen Teile auf dem ISP-Proxy-Server der Downloader gespeichert werden und von anderen Usern des gleichen ISP direkt dort angefordert werden können, ohne, dass diese Teile erneut hochgeladen werden müssen. Selbstverständlich ist jeder WebCache-eMule weiterhin mit anderen eMules kompatibel.



    Planet 3DNow!: Welche Vorteile bringt das für die User?

    WebCache-Entwickler: Für Uploader, insbesondere für die Releaser, ergibt sich der Vorteil, dass sich die Dateien schnell und effizient im Netz ausbreiten. Dadurch, dass Daten, die einmal auf dem Proxy liegen, mehrmals heruntergeladen werden können, führt der Upload eines Dateiteils dazu, dass gleich mehrere Leute diesen Teil laden und dann weiterverteilen können. Dadurch ergibt sich insbesondere in der ersten Phase eines Releases ein deutlicher Geschwindigkeitszuwachs.

    Diesen Geschwindigkeitszuwachs bekommen natürlich auch die Downloader deutlich zu spüren.





    Planet 3DNow!: Hat der ISP (Internet Service Provider) dadurch irgendwelche Vor- oder Nachteile?

    WebCache-Entwickler: Um diesen Punkt zu beantworten muss zunächst einmal erklärt werden, dass ISPs zwischen teurem externen und billigem internen Datentransfer unterscheiden. Daten, die Nutzer aus 'fremden' ISP-Netzen herunterladen, verursachen dabei höhere Kosten als Daten, die Nutzer aus dem eigenen Netz herunterladen. Die Proxy-Server befinden sich natürlich im eigenen Netz, so dass Proxy -> Client Transfers deutlich günstiger für den ISP sind als Client -> Client Transfers (zumindest solange der Uploader einen anderen ISP hat). Zunächst einmal hat es für die ISPs also Vorteile wenn die User die Proxies nutzen.

    Andererseits darf man natürlich nicht vergessen, dass die Anzahl der P2P-Nutzer und vor allem deren Daten-Transfer-Volumen nicht unerheblich sind. Wenn alle eMule Nutzer einen Webcache-Mod einsetzen, werden die ISPs sicherlich zusätzliche Hardware installieren müssen, um diesem Volumen gerecht zu werden.

    Letztendlich werden wir die Abwägung dieser Vor- und Nachteile den ISPs überlassen müssen. Dies haben wir schon bei der Konzeption des Webcache-Mod berücksichtigt. Deshalb (und auch um uns rechtlich abzusichern) haben wir es den ISPs leicht gemacht den eMule-Traffic zu blockieren. Die Tatsache, dass es inzwischen sogar kommerzielle Produkte (z.B. Peercache) gibt, die im Prinzip einem ähnlichen Zweck dienen wie unser Feature, lässt uns natürlich hoffen, dass sie auch die Vorteile berücksichtigen und sich gegen einen solchen Schritt entscheiden.


    Planet 3DNow!: WebCache und Peercache ist ja nicht das Selbe. Könnt Ihr unseren Lesern einen Überblick geben, wo die Unterschiede liegen, wo die Vor- und Nachteile?

    WebCache-Entwickler: Vom Prinzip her sind sich Peercache und Webcache recht ähnlich. Bei beiden werden die Daten aus anderen Netzen auf den ISP-eigenen Servern gespeichert und von dort aus an die Downloader verteilt. ISPs können somit eine große Menge teuren externen Datentransfer durch billigen internen ersetzen. Dadurch, dass sich Peercache und Webcache in ihrer Funktionsweise so ähnlich sind konnten wir große Teile des Peercache-Codes aus dem original eMule für unser Projekt recyclen (ein grosser Vorteil von Open Source).

    Unterschiede sind vor allem darin zu sehen, dass Webcache eine relativ simple auf der bereits existierenden Proxy-Server-Infrastruktur basierende Lösung ist, während Peercache ein kommerzielles Produkt (von Joltid) ist und sowohl eine zusätzliche Server-Infrastruktur als auch Investitionen in die Software voraussetzt. Dies hat den Vorteil, dass eine vollkommen automatische Konfiguration möglich ist. Allerdings scheinen die nötigen Investitionen auch ein Grund dafür zu sein, dass Peercache bisher noch nicht sehr weit verbreitet ist. Durch die Tatsache, dass der PeerCache-Hersteller sowohl client- als auch serverseitig volle Entscheidungsfreiheit hat, erhält er zusätzliche technische Möglichkeiten. Durch die kann er viel mehr aus dem Caching herausholen (sowohl für den Provider, als auch für den User).

    Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass bei WebCache die Daten verschlüsselt auf dem Server zwischengespeichert werden. Ein selektives Filtern von illegalen Daten ist somit für die ISPs unmöglich, und kann aus diesem Grund auch nicht von ihnen verlangt werden (das durch die Musikindustrie eingeklagte Filtern hatte ja für Napster ein unüberwindbares Problem dargestellt). Somit sind die ISPs vor einer rechtlichen Verfolgung soweit von uns aus möglich abgesichert.

    Wichtig zu erwähnen ist, dass die Verschlüsselung nur zum Schutz der ISPs eingebaut wurde. Für die User schafft sie keinerlei zusätzliche Sicherheit.


    mehr findest du dort
    mfg egon olsen