Kirch droht Insolvenz

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  • Kirch droht Insolvenz

    27.3.2002 8:18
    Kirch droht Insolvenz
    [FPoe] Die Medienunternehmer Rupert Murdoch und Silvio Berlusconi sind unter den aktuellen Umständen nicht bereit, die Kirch-Gruppe zu retten, damit droht nun doch die Insolvenz.

    Bei einem Treffen mit den Gläubigerbanken konnten sich die Vertreter von Murdoch und Berlusconi am Dienstag Presseberichten zufolge nicht einigen. "Im Augenblick ist ein Bankrott von Kirch wahrscheinlicher als eine sofortige Übernahme durch uns", zitiert die Financial Times Deutschland einen Vertreter der Investorengruppe.

    Berlusconis Mediaset, Murdochs News Corp., die Bank Lehman Brothers und der saudische Prinz Al-Walid halten bereits Anteile von zwei bis drei Prozent an Kirch Media, in der die Fernsehsender Pro Sieben, Sat 1 und Kabel 1 sowie die Film- und Sportrechte von Kirch gebündelt sind.

    Die Banken sind mittlerweile bericht, sich auf ein Drittel der Anteile zu beschränken. Bisher wollten sie für die Kapitalspritze von 800 Mio. Euro rund 60 Prozent an Kirch Media. Knapp über 50 Prozent sollen nun die Investoren erhalten. Auf Mediaset und News Corp. würden so jeweils rund 20 Prozent entfallen. Leo Kirch würden in diesem Szenario noch 14 Prozent bleiben.

    Um fällige Rechnungen zu bezahlen, benötigt Kirch der Financial Times Deutschland zufolge rund 200 Mio. Euro. Sollte er dieses Geld in den nächsten 24 Stunden nicht auftreiben, müsse er Insolvenz anmelden. Die Gläubigerbanken sind im Grundsatz bereit, zu helfen, um die Insolvenz zu vermeiden. Sie wollen aber, dass sich auch die Investoren an einem Überbrückungskredit beteiligen. Diese lehnen das bisher ab.