Deutschland unterstützt Hollywood

  • Wirtschaft & Finanzen

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  • Deutschland unterstützt Hollywood

    Hi,





    Steuerwahnsinn - deutsche Steuerzahler
    finanzieren Hollywood-Filme

    In dieser Woche werden bei dem Filmfestspielen in Berlin viele neue Filme aus Hollywood vorgestellt, die mit deutschem Geld finanziert wurden. Das hat Methode: In den vergangenen Jahren sind in aller Stille mehr als zwölf Milliarden Euro aus Deutschland nach Hollywood geflossen. ... Angesichts leerer öffentlicher Kassen nicht nur steuerpolitischer, sondern auch volkswirtschaftlicher Unsinn, sagen Experten. In Deutschland liegt die Filmförderung danieder, doch das Finanzamt finanziert die amerikanische Filmindustrie mit Milliarden.

    Was würde geschehen, wenn das Steuergeld aus Germany ausbliebe?

    Schuyler M. Moore, Filmfinanzierungsexperte Stroock & Stroock & Lavan, Hollywood: "Das wäre eine Katastrophe, eine absolute Katastrophe. Allein die Vorstellung ist eine Katastrophe."

    Reporter: "Was würde Hollywood dann machen?"

    Schuyler M. Moore: "Nun, wir säßen in der Tinte. Die unabhängige Filmbranche wäre dann am Ende, weil sie diese Gelder als Kapital dringend braucht. Und seit fünf Jahren fungiert Deutschland als die Finanzierungsquelle schlechthin. Wenn sie erschwinden würde, dann verschwände auch ein Großteil der Hollywood-Filmbranche."

    ARD, Monitor Nr. 499 am 13.02.2003





    Kann das sein?

    Ich bin auf diesen Artikel zufällig gestoßen, da ich gerade ein Referat über die Staatsverschuldung schreibe.

    Wenn man den Schuldenberg in Deutschland mal betrachtet von 1 402 081 606 516 € (Stand: 09.11.04 19.22 Uhr/ oder aktuell steuerzahler.de )
    der auch noch jede Sekunde um 2 660 € wächst halte ich das für eine Schweinerei, der Verantwortlichen.

    Nicht, dass ich Hollywoodproduktionen nicht mag, aber müssen ausgerechnet wir Deutschen dafür grad stehen, wenn den Schauspieler übermäßige Gehälter gezahlt werden, wo wir doch selber keines haben?

    Das will irgendwie nicht in meinen Kopf.


    mfg Scrat
  • Wer mehr über die Finanzierung von Hollywood ("Stupid German Money") wissen will:

    messetreff.com/mg-b/04service/service01d.htm
    medienmaerkte.de/artikel/kino/040502_filmfonds.html

    Gruß,
    Commander Keen
    Ich habe das Wort "Europa" immer im Munde derjenigen Politiker
    gefunden, die von anderen Mächten etwas verlangten, was sie im
    eigenen Namen nicht zu fordern wagten. [SIZE="1"](Nov. 1876)[/SIZE]
    [SIZE="1"]Otto von Bismarck[/SIZE]
  • Commander Keens Links folgen und verstehen, dass nicht der deutsche Staat, sondern Anleger und Fondsgesellschaften diese Investitionen tätigen.

    Zum Vergleich: Die Amis (genauer: Anleger, Kapitalgesellschaften, Fonds etc.) haben deutsche Wasserwerke, E-Werke, Strassenbahnen etc. gekauft (geleast) und vermieten die an die ursprünglichen Betreiber zurück. Völliger Quatsch, der den amerikanischen Steuerzahler Milliarden Dollars an ausgebliebenen Steuern kostet, weil diese Investitionen in den USA abschreibungsfähig sind.

    Da gibt's, auch innerhalb der EU, genügend so finanzpolitischen Schwachsinn. Die Polen z.B. werben in DE Firmen bzw. deren Arbeitsplätze ab und über die EU finanziert Deutschland, als größter Nettozahler der Gemeinschaft, die Ansiedlung von Industriearbeitsplätzen in Polen noch mit.

    Würde man diese ganzen Subventionen und Steuererleichterungen hin und her abschaffen, bliebe für die Allgemeinheit genug übrig und man könnte z.B. endlich wieder Kindergärten und Schulen finanziell besser ausstatten.
  • Also das hört sich echt brutal an, aber unter welchem Gesichtspunkt wird denn Hollywood subventioniert, oder mit was werden diese Investitionen denn begründet, die Hollywood-Filme haben in unseren Kinos doch ohnehin schon nahezu eine Monopolstellung.....

    Wird denn Deutschland zumindest an den Gewinnen beteiligt, die bei dem Ausstrahlen und Verkaufen des Filmes entstehen, wäre doch nur angemessen, vor allem da doch die meisten Deutschen diese Hollywood-Filme garnicht gucken.....
  • Wenn das wirklich stimmt (was ich mir noch nicht so recht vorstellen kann) müsste das publik gemacht werden. Ich werde mir mal die Artikel von Keen durchlesen und schaun ob das tatsächlich zutreffen kann … :)
  • Doc Lion schrieb:



    Zum Vergleich: Die Amis (genauer: Anleger, Kapitalgesellschaften, Fonds etc.) haben deutsche Wasserwerke, E-Werke, Strassenbahnen etc. gekauft (geleast) und vermieten die an die ursprünglichen Betreiber zurück. Völliger Quatsch, der den amerikanischen Steuerzahler Milliarden Dollars an ausgebliebenen Steuern kostet, weil diese Investitionen in den USA abschreibungsfähig sind.



    Ich sehe darin eher noch ein Problem für uns Deutsche. Durch die privatisierungs "Geilheit" des Bundes und der Länder, werden wichtige Versorgungsleistungen wie E-Werk und Wasserwerk bzw. Wasseraufbereitungsanlagen in die Hände von privaten Firmen gegeben. Kann man mir dadurch noch die Sicherheit geben, dass die Firmen weiterhin die selbe Qualität liefern bzw. einen fairen "stabilen" Preis anbieten? Ich denke nicht, den Firmen geht es eher um eine gute Bilanz, schicke Rentabilitätskennzahlen und überproportionale Gehälter. Das bedeutet, dass sich nur Leute Wasser leisten können, die es auch bezahlen können.

    Zu den Filmfonds muss man sagen, dass sie so ähnlich sind wie Schiffbeteiligung, also die sogenannten Verlustbeteiligungen. Viele Leute sehen darin nur den Steuerspareffekt und pumpen das Geld lieber ins Ausland z.B. zu den indischen Schiffsverschrotter/recycler. Dabei vergessen sie, dass eben dieses Geld unserem dt. Haushalt fehlt und somit alle den Gürtel enger schnallen müssen.
  • Stuntaz schrieb:

    Ich sehe darin eher noch ein Problem für uns Deutsche. Durch die privatisierungs "Geilheit" des Bundes und der Länder, werden wichtige Versorgungsleistungen wie E-Werk und Wasserwerk bzw. Wasseraufbereitungsanlagen in die Hände von privaten Firmen gegeben. Kann man mir dadurch noch die Sicherheit geben, dass die Firmen weiterhin die selbe Qualität liefern bzw. einen fairen "stabilen" Preis anbieten? Ich denke nicht, den Firmen geht es eher um eine gute Bilanz, schicke Rentabilitätskennzahlen und überproportionale Gehälter. Das bedeutet, dass sich nur Leute Wasser leisten können, die es auch bezahlen können.

    Zu den Filmfonds muss man sagen, dass sie so ähnlich sind wie Schiffbeteiligung, also die sogenannten Verlustbeteiligungen. Viele Leute sehen darin nur den Steuerspareffekt und pumpen das Geld lieber ins Ausland z.B. zu den indischen Schiffsverschrotter/recycler. Dabei vergessen sie, dass eben dieses Geld unserem dt. Haushalt fehlt und somit alle den Gürtel enger schnallen müssen.


    Hallo? Selbe Qualität liefern? Wir leben in DE. Nirgendswo anders gibt's soviel Qualitätskontrollen, Verordnungen und Gesetze... Da kann nicht viel schief gehen.

    "Durch die privatisierungs "Geilheit" des Bundes und der Länder" Was bleibt uns den anderes übrig? Jeder will seine zu hohe Rente, sein Arbeitslosengeld, sein Sozigeld, WOhngeld etc... Das muss alles bezahlt werden. Da die Wirtschaft zur Zeit kaum wächst, kommen weniger Steuern aufs Konto von Vater Staat. Damit unsere Finanzminister sich nicht noch mehr verschuldet, muss er Teile von Telekom etc.. verkaufen ;)

    @Thema:

    Wer weis, ob das stimmt oder ob das nicht einfach wieder nur negative Stimmungsmache ist. Abwarten. VIelleicht gibt's ja mal paar Beweise...

    MfG
  • Ich hatte nicht behauptet, dass es keine Qualitätskontrollen gibt! Ich meinte nur, dass ich der staatl. Wasserversorger darauf bedacht ist möglichst alle Bürger zu versorgen. Der rentabilitätsmäßig orientierte private Wasserversorger ist eher darauf aus, auf dem Markt einen möglichst hohen Preis zu erzielen. Ist doch auch klar!?!


    Außerdem sind die jetzt kurzfristigen Verkäufe oder besser der "Ausverkauf" von staatl. Kapitalanlagen (Aktien/Immobielien/Dienstleistung) nur für einen Augenblick ein Geldsegen. In 1 Jahr ist das Geld wieder aufgebraucht und der Staat muss sich noch stärker verschulden, da er keinerlei "liquiedirbare" Kapitalanlagen mehr sein eigen nennt. Dann muss wieder Verschuldet werden.

    Was auf lange Sicht Kapital bringen würde, wäre ein relativ einfach zu bewerkstelligende Sache => Kursänderung bei der Europa Politik.
    Warum muss eigentlich immer das Deutschland als größter EU - Nettozahler herhalten? Andere Länder stehen viel besser da und müssen das nicht weiter geben. Nur weil die BRD die Meisten Einwohner hat ist kein Argument, sonst müsste die BRD im Europarat auch die Mehrheit und den Vorsitz führen bzw. im Europa Parlament die größte Mehrheit der Abgeordneten stellen. Aber das tun wir nicht, also warum sollen wir immer mehr bezahlen?? Die Briten haben innerhalb der EU viel mehr Macht, dank ihrer Miss Thatcher. Diese Frau wäre ein gutes Vorbild für Schröder. Sie ließ sich nicht in die Suppe spucken von ihren Feinden noch ihren Anhängern.

    Hartz IV ist bei uns ein Zuckerbrot im Gegensatz zu dem was für "soziale Reformen" in England in den Krisenjahren durchgeführt wurden.
  • hi,

    wenn das stimmt, wär schon klasse, die meisten hollywood-stars kennen deutschland gar nicht oder nur von einzelnen premieren und dabei bezahlen wir deren gehälter.

    immerhin ist das deutsche geld bei den meisten hollywood-produktionen gut angelegt, da dieser schlicht erfolgreicher sind als deutsche produktionen.

    trotzdem würde eine grössere förderung des deutschen films sicher nicht schaden, da viele filme aus DE deutlich anspruchsvoller sind und ein höheres niveau als hollywood haben.

    mfg
  • freddykrueger schrieb:

    deutschland is doch schon derbst verschuldet oder ? ^^"

    Wenn dir nicht mehr zu dem Thema einfällt, solltest du das Posten hier unterlassen :rolleyes:

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    classter schrieb:

    ...immerhin ist das deutsche geld bei den meisten hollywood-produktionen gut angelegt, da dieser schlicht erfolgreicher sind als deutsche produktionen.
    ...

    So ein Quatsch!! :rolleyes:
    Die deutsche Finanzierung von US-Filmproduktionen kostet den deutschen Steuerzahler deshalb Geld, da diese Investitionen der Anleger steuerbegünstigt sind und somit dem deutschen Fiskus Milliarden an Steuern entgehen.

    An dem nachfolgenden Erfolg einer Hollywood-Produktion ist der deutsche Staat dann aber so gut wie gar nicht beteiligt. Die Gewinne fließen in die Taschen der Produktionsfirmen und der Schauspieler, nicht in unseren Steuersäckel!!

    Es gehört DRINGEND abgeschafft, dass Auslandsinvestitionen dieser Art auch noch steuerbegünstigt sind!! Statt dessen streiten die Doofköppe in Berlin lieber ums Dosenpfand und seine Umsetzung oder bauen Brücken im Nirwana für den Bauern und nen Radfahrer - für lediglich gut 30 Mio. Euro :depp:

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    Hier nochmals der Bericht aus dem Link von Commander Keen:

    Mehr als 9 Milliarden Euro Eigenkapital haben deutsche Anleger seit 1999 in so genannte Medienfonds investiert. Diese Art der Geldanlage macht dank steuerlicher Vorteile inzwischen 17 Prozent des Marktes von geschlossenen Investmentfonds in Deutschland aus. Trotz strengerer Gesetze flossen im vergangenen Jahr erneut 1,7 Milliarden Euro aus Deutschland in Filmproduktionen. Etwa 80 Prozent dieser Gelder wandern in die USA, in Deutschland bleibt nur wenig. Der Finanzminister hat das Nachsehen, die deutsche Filmbranche auch...

    Steuersparmodelle auf der Basis von Filmfinanzierungen haben in Deutschland eine lange Tradition und sollten ursprünglich dem Aufbau einer deutschen Filmindustrie dienen. Bereits in den 70-er Jahren entstanden die berüchtigten Abschreibungsfilme, in die wohlhabende Investoren – meist Freiberufler oder Unternehmen – ihr Geld vor allem deshalb steckten, weil sie elegant Verluste produzierten. Filmfonds bieten Anlegern gleich zwei erfolgversprechende Optionen: Einerseits helfen sie kräftig beim Steuersparen, andererseits verheißen sie – oft zu unrecht – Traumrenditen.

    Ü Begehrte Verlustabschreibung

    Dabei funktioniert das Steuersparmodell folgendermaßen: Das deutsche Steuerrecht schreibt zwingend vor, dass Kosten für die Produktion von Filmen sofort komplett abgeschrieben werden müssen, weil Filme als immaterielle Wirtschaftsgüter gelten. Damit firmieren Investoren von Filmfonds, die meistens in Form von ineinander verschachtelten Kommanditgesellschaften organisiert sind, nicht als Anleger, sondern als Filmproduzenten und können den gesamten Anlagebetrag auf einen Schlag von der Steuer absetzen. Wer also eine Summe in einen Filmfonds investiert, kann diese sofort steuermindernd komplett als Verlust geltend machen, da die Erträge im Gewinnfall erst später anfallen. In einigen Jahren, wenn aus den Fondsgeldern Filme entstanden sind, ist der Investor vielleicht pensioniert und damit in einer niedrigeren Steuerklasse. Dann kann er sich über Renditen freuen, die ihm fondsfinanzierte Filme wie „Mission Impossible“ oder „Terminator“ bringen sollen. Lange Laufzeiten von fünf bis zwanzig Jahren verschleiern oft den Geld-Rückfluss.

    Bis zu 35 Anbieter von Medienfonds haben in den vergangenen Jahren um die Gunst der Investoren geworben. 18 dieser Unternehmen haben sich zum Verband Deutscher Medienfonds e.V. zusammengeschlossen. Nicht alle Fonds erwirtschaften übrigens tatsächlich auch das große Geld: Vor Steuern beträgt die Rendite meist nur 1 Prozent. Die Verlustzuweisungen aber lassen die in den Prospekten versprochenen 10 oder mehr Prozent Gewinn für die Anleger dennoch Wirklichkeit werden. In der Vergangenheit wurde sogar oft Geld von Investoren eingesammelt, ohne dass feststand, für welche Filmprojekte es eingesetzt werden sollte.

    Ü Millionen-Beträge für Hollywood

    Allein von 1997 bis heute steckten deutsche Investoren mehr als 10 Milliarden Euro in etwa 120 so genannte Film- oder Medienfonds, wovon mindestens siebzig Prozent ins Ausland flossen. Das meiste Geld landete in den USA, nur etwa 10 bis 15 Prozent in Deutschland: Dabei steigen viele Anleger aus dem Geschäft nach ihrer Steuerminderung rasch wieder aus, ohne auf die Verwertung der Filmrechte zu warten. „Stupid German Money“ heißen diese Investitionen aus Deutschland bei den Hollywood-Bossen. Dass deutsche Anleger Hollywood-Filme finanzieren, hat Tradition. Von insgesamt 157 für einen Oscar nominierten Streifen wurden 46 mit Geld aus deutschen Filmfonds gedreht. Im vergangenen Jahr steckte in 13 der mit Oscars prämierten Werke Geld aus Deutschland. Filme wie „Der Herr der Ringe“, „Chicago“, „Terminator“, „Mission Impossible“ oder „Gangs of New York“ wurden so vom Bundesfinanzministerium unterstütz – auf Kosten der Steuerzahler. Egal ob „Herr der Ringe“ oder „Gangs of New York“: Immer waren deutsche Millionen-Summen mit im Spiel, von denen bis zur Hälfte von den Finanzämtern an die Anleger zurückerstattet wurden. Inzwischen stammen etwa 20 Prozent aller Mittel für Hollywood-Produktionen aus Deutschland. Die Gewinner sind US-Produzenten und Anleger aus Deutschland, der Verlierer ist Bundesfinanzminister Hans Eichel.

    [...]

    Das Erfolgsmodell der Filmfonds für die Anleger ist einfach: So bringen 50.000 Euro Anlage in Filmfonds, die sich maximal mit anderen Einkünften verrechnen lassen, im ersten Jahr für Spitzenverdiener bei der aktuellen Steuerbelastung von bis zu 51,2 Prozent eine Steuerersparnis von 25.600 Euro. Wie gewaltig die Steuergeschenke des deutschen Fiskus sind, macht folgendes Beispiel deutlich: Mit nur 64.000 Euro eigenem Geld konnte ein Spitzenverdiener mühelos 150.000 Euro zur Finanzierung vom dritten Teil von „Der Herr der Ringe“ beitragen. Und das ging so: Eine so genannte Inhaber-Schuldverschreibung macht es möglich, dass der Investor, ohne selbst gezahlt zu haben, die höhere Summe als Steuerverlust angeben kann. Bei einem Spitzensteuersatz wurden so 64.000 Euro eingesetzt und mit der nächsten Steuererklärung flossen 79.000 Euro zurück. Das bedeutet eine Rendite von knapp 24 Prozent.

    Ü Korrektur durch Medien-Erlasse

    Mit zwei so genannten Medien-Erlassen hat das Bundesfinanzministerium in den vergangenen drei Jahren versucht, das Geschäft mit den Filmfonds einzudämmen: Seit 2001 dürfen Verluste aus den Medienfonds nur noch in einer Höhe von maximal 50.000 Euro mit Gewinnen aus anderen Einkommensarten verrechnet werden (§2, Abs. 3 Satz 3 EStG). Außerdem gelten die Abschreibungsregeln nicht mehr für so genannte Leasing-Medienfonds, die rein auf die Finanzierung beschränkt sind und weder Produktions- noch Vermarktungsrisiko tragen. Wenn der Anleger heute ein fertiges Filmkonzept nur noch abnickt, gilt er als „Erwerber“ und kann die Kosten lediglich über 50 Jahre verteilt abschreiben. Denn für solche Leasingfonds fallen die Steuervorteile weg.

    Im Sommer vergangenen Jahres wurde der Medienerlass des Bundesfinanzministers nach entsprechenden Urteilen des Bundesfinanzhofes neu gefasst. Seit Januar werden demnach nur noch Filmfonds als Abschreibungsmodelle akzeptiert, bei denen gewährleistet ist, dass die Anleger auch konkrete Einflussmöglichkeiten auf alle wesentlichen Elemente der Filmproduktion haben. Das bedeutet, dass die Initiatoren der Medienfonds die Investoren aktiv beteiligen müssen. Das gilt „insbesondere für die Auswahl des Filmstoffs, des Drehbuchs, die Besetzung, die Kalkulation der anfallenden Kosten, den Drehplan und die Finanzierung“. Die Möglichkeit zur Einflussnahme muss sich „zeitlich über die Phase vor Beginn der Dreharbeiten, die Dreharbeiten selbst und die Phase nach Abschluss der Dreharbeiten (Post-Produktion) erstrecken“. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass nur diejenigen steuerliche Vorteile erlangen können, die auch aktiv am Herstellungsprozess von Filmen beteiligt sind (Herstellergarantie).

    Ü Kulturministerin setzt auf Entgegenkommen

    Doch auch nach dem jüngsten Medienerlass hat die Investmentbranche eine Lösung parat: Die Anbieter legen Fonds auf, bei denen Investoren ihre so genannte Herstellereigenschaft an Beiräte delegieren. Grundsätzlich behalten Filmfonds also ihre steuerrechtlichen Privilegien. Einige Fondsanbieter haben sich außerdem eine andere Strategie ausgedacht, um die verschärften Regeln des zweiten Medienerlasses zu umgehen. So sollen die Anleger des aktuellen Fonds namens „Media Stream“ nicht mehr in die Produktion, sondern nur noch in die Vermarktung von Filmen investieren.

    Kulturministerin Christina Weiss hofft inzwischen auf ein freiwilliges Entgegenkommen der Branche und möchte sie zu einer Selbstverpflichtung bewegen. Inhalt dieses Treueschwurs soll sein, dass künftig nicht mehr nur 5 bis 10 Prozent des Fondskapitals in deutsche Produktionen fließen, sondern deutlich mehr.


    Quelle:
    >>>KLICK MICH!<<<
  • theone schrieb:

    Also ich finde das keine Mensch für eine einzige arbeit ( Filmrolle oder Song ...) so viel Geld bekommen sollte!!!

    Überall wird gespart nur in hollywood nicht dort wirft man das geld zum fenster hinaus
    ...

    Mal wieder hat dein Beitrag nichts mit dem Thema zu tun! :rolleyes: