Frage zum Strafrecht

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  • Frage zum Strafrecht

    hallo...
    ich weiß nich genau obs in dem forum hier richtig is aber ich hab sonst kein passenderes gefunden....

    ich hatte wirtschaft/recht als leistungskurs in der schule und ein kumpel von mir hat mich das gefragt aber ich hab keine ahnung und interessieren würde es mich auch.

    Situation:
    A kauft von B geklaute ware. er weiß nicht dass sie geklaut ist, müsste dies aber anhand des preises sich denken können.

    Laut BGB ist klar dass das eigentum nicht auf A übergeht(weil es b ja auch schon nicht hatte) und dieser nur der besitzer wird. Sollte das ganze auffliegen muss A die ware ohne gegenleistung zurückgeben.

    meine frage ist jetzt wie die sache strafrechtlich aussieht. B bekommt wegen diebstahl ärger dass is klar aber mit welchen konsequenzen hat A zu rechnen?

    danke für eure antworten!

    (bitte hier nicht über moralische aspekte oder persönliche meinungen diskutieren, sondern nur wie es wirklich is.. danke)
  • hi,
    und wie heist es doch so schön,unwissenheit schützt vor strafe nicht,und die strafe würd ich mal sagen sieht so aus das A eine anzeige wegen hehlerei bekommt,aber im enddeffekt ist das egal es haben beide die ar...karte gezogen.hehe , greets jo
    .... wenn du abends in den himmel schaust,dann denke an ihn....

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    Haltet euch an den Ehrencodex hier im Board
  • Ganz so simpel ist es nicht:

    Im Zweifelsfall kommt es auf die UMSTÄNDE des Erwerbs an, damit das Gericht bzw, ein ermittelnder Staatsanwalt beurteilen kann, ob der Käufer zwingend annehmen musste, dass es sich um Hehlerware handelt.

    Übrigens: man kann zwar kein Eigentum an gestohlener Ware erwerben (---> Rückgabe ohne Entschädigung), aber: wer diese Ware gutgläubig weiterveräußert hat, ist nicht zum Schadensersatz verpflichtet.
    Beispiel: Käufer A kauft von Anbieter Z ein Radio im guten Glauben. Wird festgestellt, dass das Radio geklaut war, muss Käufer A es zurückgeben ohne Ersatz. Hat A inzwischen das Radio selber weiterveräußert an Käufer B, muss er den Veräußerungsgewinn nicht an den ursprünglichen Besitzer abführen. Kann er den Käufer B nicht namentlich benennen (z.B. Flohmarkt-Verkauf), so bleibt auch das folgenfrei. Allerdings kann eine Hausdurchsuchung folgen, wenn die Ermittlungsbehörden den Verkauf nicht als glaubhaft sehen.

    Alles klar soweit? Hoffe doch! :D

    Zurück zum eigentlichen Thema:
    Beispiel: Man kauft über eine Internet-Auktionsplattform, wie z.B. EBAY, einen Artikel als Schnäppchen, so kann man i.d.R. davon ausgehen, nicht als Hehler oder wissentlichen Diebesgut-Käufer belangt zu werden. Eben weil in EBAY auch Schnäppchen ständig möglich sind.

    Verkauft aber z.B. jemand als vermeintlicher Händler bei EBAY eine neue Digitalkamera zum halben üblichen Preis als Direktkauf, wird es schon komplizierter. Hier kann ein böswilliger Staatsanwalt durchaus dem Käufer unterstellen, dass er annehmen musste, es handelt sich nicht um korrekte Ware (Sorgfaltspflicht). Also vorab den Anbieter nach der Korrektheit des Angebots befragen.

    Noch offensichtlicher wird es, wenn jemand z.B. einen Notebook-PC neuester Bauart über eine 'zufällige' Kneipenbekanntschaft erwirbt. Wenn bei dem Gerät keinerlei Zubehör, Verpackung, Garantiekarte, Handbuch oder Software
    dabei ist und es, bei einem aktuellen Neupreis von z.B. 1.500 Euro, für nur 600 Euro angeboten wird, dann muss der Käufer fast zwangsläufig von einem
    nicht legalen Handel ausgehen. So zumindest wird es ein Staatsanwalt formulieren.

    Wenn die Behörden dann noch ein freunschaftliches Verhältnis zwischen Käufer und Verkäufer nachweisen können, hat man nun wirklich bald mit einem Strafverfahren zu rechnen.

    Um einem drohenden Verfahren zu entgehen bzw. ihm unbefleckt zu entsteigen, muss man halt betonen, dass man vom wahren Wert der Sache keine Ahnung hatte, eh' immer leichtgläubig wäre, an das Gute im Menschen glauben würde und dachte, der Verkäufer bräuchte halt dringend Geld und man könne ungestraft ein Schnäppchen machen.


    Ähnlich verhält es sich im Übrigen auch mit Schmuggelware, z.B. Zigaretten-Stangen.

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    Verschiebe das mal ins Plauder-Forum, da es mit Politik nicht wirklich was zu tun hat.