Unterhaltungsindustrie "beschenken"?

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  • Unterhaltungsindustrie "beschenken"?

    US-Aktivisten wollen Unterhaltungsindustrie "beschenken"
    Gute Kinder bekommen Süßigkeiten, böse Kinder ein Stück Kohle. Diesem Weihnachtsbrauch wollen die US-amerikanischen "Musik-Aktivisten" von Downhill Battle nachkommen und für jede 100 US-Dollar, die im Dezember beispielsweise an die Electronic Frontier Foundation (EFF) gespendet werden, je ein Stück Kohle an den Verband der US-amerikanischen Plattenfirmen RIAA sowie an das Pendant der Filmindustrie MPAA schicken.

    "Die RIAA und die MPAA haben sich dieses Jahr schlecht benommen", finden die Aktivisten. Die Aktion sei "kein Scherz", heißt es weiter auf ihrer Website. Man werde die Adressen der Verbände ausfindig machen und ihnen die Kohle zuschicken. Die "Guten" seien die EFF, die Organisation Public Knowledge und IPAC, die sich für die Online-Rechte der Bürger einsetzten.

    Die RIAA hat inzwischen insgesamt 7700 Tauschbörsen-Teilnehmer verklagt. Die US-amerikanische Filmindustrie in Gestalt der MPAA hat vor kurzem BitTorrent-Serverbetreiber ins juristische Visier genommen. Die Aktivisten meinen, damit gingen die Verbände gegen digitale Rechte der Bürger vor. Voriges Jahr hatten die Betreiber der Website Downhillbattle.org einen P2P-Verteidigungsfonds ins Leben gerufen. (anw/c't)

    Quelle: heise.de

    Was meint ihr dazu?

    Ich denke es ist doch recht dämlich. denn z.b.
    Die Aktivisten meinen, damit gingen die Verbände gegen digitale Rechte der Bürger vor
    ... àhm, gegen die Digitalen Rechte? Seit wann schert sich irgendjemand über die Digitalen rechte? Dann wird dämnächst das FBI und CIA verklagt weil sie im mIrc nach teroristischen Anhaltspunkten suchen? :confused: :confused:
  • Son Mist gibs auch fast nur in Amerika :D .
    Ne Spaß beiseite, wie hier schon vorgegangen wird zum einen gegen Tauschbörsenuser, zum anderen gegen die Plattenfirmen ist wirklich erbärmlich. Anstatt Ideen zu entwickeln, die Raubkopiererei in ihrer Urform langsam absinken lassen würden (niedrigere CD-Preis, höhere Rohlingspreise) wird nach Strich und Faden so schnell und so viel wie möglich gegen Nutzer vorgegangen, um die anderen zu "schocken". Anstatt sich mit diesen sogenannten Aktivisten zusammenzusetzen und Ideen auszutauschen, versuchen sich beide Parteien gegenseitig auszuschalten (mit Kohle :D ).
    Nun ja aber einerseits sind die Aktivisten ja verdammt schlau, machen einen ganz schönen Gewinn wenn sie pro hundert Dollar nur einen Kohlestein schicken :D .
    Die spinnen die Amis... :löl:
  • Ich weiss nicht genau, ob ihr beide überhaupt begriffen habt, worum es da überhaupt geht und dass die Aktivisten von Downhill Battle VERHINDERN wollen, dass die mächtigen Lobbys von Musik- und Filmindustrie jegliche Tauschbörsen verbieten lassen und alle User kriminalisieren wollen.

    Es geht hier auch gegen ungehemmte Datenschnüffelei der Verbände, wie RIAA. Und das Stück Kohle ist doch nur ein SYMBOL!!

    DESTINATOR schrieb:

    ...
    Die spinnen, die Amis...

    So pauschal kann man es in diesem Fall bestimmt nicht sagen. Die Aktivisten haben mit ihrer Aktion medienwirksam auf sich aufmerksam gemacht - zu Recht, wie ich meine.
  • Klar aufmerksam machen auf solch ein Problem ist ein Weg, 100 Dollar dafür kassieren ein anderer. Ich denke man kann diesen Protest aus diesen Gründen eben nicht ernst nehmen. So wie ich ja erwähnt habe sollte man sich nicht bekriegen sondern sich zusammensetzen und einen Ausweg aus der Misere finden. Aber genau das kriegen die Amis scheinbar nie auf die Reihe deshalb mein "Die Amis spinnen"...
  • Aber ist es denn in Deutschland anders?

    Hier jammert doch die Musikindustrie ununterbrochen über Raubkopien etc. im Kino sehe ich Plakate, auf denen Leute angeprangert werden, die angeblich Filme im Kino auf ihre Kamera mitgeschnitten haben, das ist doch genau der selbe Konfrontationskurs wie in den USA.

    Einen runden Tisch, bei dem Raubkopierer, Marketingdesignerund Industrie, oder wer damit noch alles zu schaffen hat, hat es bei uns auch noch nicht gegeben, spinnen wir deswegen auch?
  • DESTINATOR schrieb:

    Klar aufmerksam machen auf solch ein Problem ist ein Weg, 100 Dollar dafür kassieren ein anderer. ...

    Ich weiss jetzt nicht, WER gerade auf der Leitung steht:
    die 100 Dollar sind für die Aktivisten wichtig, wollen sie auch nur annähernd eine Chance gegen die Musik- und Filmkonzerne bzw. deren Verbände, wie RIAA, haben!

    Ich sehe den 'Gewinn' in diesem Fall nicht als verwerflich an.
  • Doc Lion schrieb:

    ...
    Ich sehe den 'Gewinn' in diesem Fall nicht als verwerflich an.


    Stimmt, dieser Gewinn wird ja auch für Aufklärung, Kampagnien (bestimmt falsch geschrieben, oda; Deutsch ist eine Schwäche von vielen) oder Gerichtskosten...

    Der wird keiner den grossen Reibach erwirtschaften (bzw. ergaunern ;) )

    MfG
  • ja die Amis machen was gegen die Bevormundung der Unternehmen, was passiert hier in Deutschland zum Schutz unserer Rechte? Wir labern blöd über die Amis. Und das soll was bringen? Gibt es hier groß irgendwer oder irgendwas, dass sich offensiv für unsere Rechte einsetzt in der Beziehung? Ich jedenfalls wüsste nix!

    Schon aus Protest kauf ich keine Musikcd`s. Gut bei Filmen siehts anders aus, da komm ich im Media-Markt nie so richtig dran vorbei ... . Kommt beispielsweise bald Blade 3 raus, hol ich mir Blade 1 + 2 irgendwo in nem Geschäft.

    Wir sollten mehr für unsere Rechte kämpfen, schon weil wir das nicht machen, können die Arbeitsplätze jede Menge abbauen.

    Mfg Flash169