Kürzungen für die Rechtsmedizin

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  • Kürzungen für die Rechtsmedizin

    Hi,
    wollte mal wissen, was ihr davon haltet, das der Staat fast alle Gelder und Unterstützungen für die Rechsmedizin kürzt. Viele Institute der Rechtsmedizin werden geschlossen, wie neulich das in Aachen und die drei in Berlin die bald zusammen gelegt werden. Was meint ihr werden dadurch immer mehr Morde nicht richitg aufgeklährt? Eine Studie hat bewiesen, dass jeder 3 Mord in Deutschland nicht entdeckt wird, da die Toten nicht wirklich untersucht werden. Es wird als Todesgrund angeben, das der Tod auf natürliche weise eintrat. Schreibt mal bitte eure Meinung dazu. Weil ich das Thema sehr wichtig und interessant.

    MfG NoName
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    NoName - Qualität braucht keinen Namen
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  • Das ist eine schweinerei vom deutschen staat!, ich bin der Meinung das die Rechtsmedizin sehr wichtig ist, und damit kann man morde aufklären, aber das ist typisch Deutschland hier werden die Kriminellen besser geschützt als die Opfer!
    Es zeigt auch immer wieder das man mithilfe der Rechtsmedizin morde auflklären kann die viele Jahre zurückliegen, nicht nur durch DNA Analyse.
    [SIZE=2]Das Homogene Volk ist dumm, aber das einzelne individium nicht.[/SIZE]
  • ich würde es sehr wichtig finden, zu wissen warum mein freund oder angehöriger gestorben ist. deswegen finde ich es nicht so schön, dass der staat die gelder und die unterstützung kürzt.
    klar ist natürlich, dass ein identifizierten toter ein toter ist und auch durch die gerichtsmedizin nicht mehr lebendig wird, man kann aber den täter eventuel fassen (regelmäßigkeit,...). in dem punkt unterstützt ja die gerichtsmedizin die kripo.

    greez duplex
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  • duplex schrieb:

    ich würde es sehr wichtig finden, zu wissen warum mein freund oder angehöriger gestorben ist.


    Das wird doch von dem Doc am Unfallort festgelegt, nur leider ist es so das in 60 % der fälle der Tote nicht genau untersucht wird und so bestätigt wird es ein Narürlicher Tot war. Und das auch nur weil die Mittel fehlen um Docs darauf vorzubereiten einen Tot fest zu stellen. Früher als die Mittel noch vorhanden waren kam jeder Student der Medizin in die Rechtsmedizin und ihm wurde geziegt wie man einen Tot bestimmen kann. heute dagegen werden Lehrfilme gezeigt die eigendlich nicht viel bringen.

    MfG NoName
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  • Das ist leider eher ein Verschulden der Haus- bzw Notärzte als vom Staat.
    Damit die Leute erst mal in die Rechtsmedizin kommen, muß dem Typen an der Front erst mal was spanisch vorkommen.
    Daran ist es aber gescheitert. Die Rechtsmedizin ist nicht ausgelastet und kann dadurch nicht kosteneffizient arbeiten. Dadurch die zusammenschlüsse (Aachen mit Köln und die 3 in Berlin).
    Eine Gesetzesänderung das jeder von einem Rechtsmediziner untersucht werden muß würde abhilfe schaffen AAABER!!! Dann könnten die niedergelassenen keine Totenschau mehr abrechnen und das würde ja eine Mindereinnahme bedeuten.
    Liebe Grüße
    Alfred


    A mind is like a parachute - it doesn't work, when it's not open

    Up1
  • In der Tat sind Haus- und Notärzte oft völlig unzureichend ausgebildet, Todesursachen genauer ergründen zu können. Von daher werden, vor allem bei älteren Menschen, leichtfertig Totenscheine ausgestellt, die jeglichen Verdacht eines unnatürlichen Todes vermissen lassen.

    Von daher wäre sogar ein Ausbau der Rechtsmedizin, ähnlich wie in den USA, gefragt. Zuviele gewaltsame Tötungen werden heutzutage nicht entdeckt. Sicher auch ein falscher Bereich, in dem Einsparungen gemacht werden sollen.
  • Dafür fehlt aber wiederum die Rechtsgrundlage. Allein durch die ausschließlich Totenschau von Rechts/ Gerichtsmedizinern könnte eine, wenn man den Hochrechnungen glauben kann, nahezu verzehnfachung der Aufklärungsrate zur Vollge haben.
    Liebe Grüße
    Alfred


    A mind is like a parachute - it doesn't work, when it's not open

    Up1
  • Hallo zusammen,

    1. Die Verknappung der finanziellen Mittel und die Abschaffung rechtsmedizinischer Institute wird meiner Meinung nach ein Ansteigen der Rate unentdeckter Morde nach sich ziehen.

    2. @Doc Lion: so einfach ist die Praxis eben leider auch nicht, Ausbildung hin, Ausbildung her. Nur als Beispiel: Ein durch einen Schlaganfall verstummter, an einer weit-fortgeschrittenen Krebserkrankung leidender Patient liegt tot im Bett. Wie willst Du hier zwischen natürlicher und unnatürlicher Todesursache zweifelsfrei entscheiden? Selbst eine gerichtsmedizinische Obduktion würde Dich unter Umständen keinen Deut weiterbringen, falls der Patient medikamentös "vergiftet" wurde. Bei allen Toten alle zur Verfügung stehenden Mittel anzuwenden, um jegliche Zweifel wissenschaftlich auszuräumen, ist schon aufgrund rein finanzieller Gründe nicht zu realisieren!

    3. Um eine Leichenschau effizient zu gestalten, braucht man unter anderem auch Zeit. Und Zeit ist bekanntlich auch Geld - und Geld stand bislang nicht ausreichend in diesem Sektor zur Verfügung und wird in Zukunft noch weniger zur Verfügung stehen.

    4. @Jodofus: Ein Verschulden liegt nicht ausschliesslich bei den die Leichenschau durchführenden Ärzten. Nehmen wir als Beispiel einen Verkehrsunfall, bei dem ein junger Fahranfänger tödlich verunglückt. Der anwesende Notarzt bescheinigt eine ungeklärte Todesursache, der daraufhin hinzugezogene Staatsanwalt mit letztendlicher Entscheidungsgewalt hält eine Obduktion für nicht-erforderlich ...

    Mit oben genannten Punkten wollte ich nurmal die andere Seite aufzeigen, die "andere Seite der Medaille", - es ist leider in der Realität oft nicht so leicht ...
    Nichtsdestotrotz fordere ich von jedem Arzt, der eine Leichenschau durchführt, daß er diesbezüglich ausreichend geschult ist und daß er dies mit der geforderten Sorgfalt tut. Vom Staat fordere ich, daß er die notwendigen Ressourcen in ausreichender Menge zur Verfügung stellt. Daß Mängel bei der Umsetzung oben aufgezeigter Forderungen existieren, ist - denke ich - hinlänglich bekannt!

    Danke an diejenigen, die sich die Zeit genommen haben, dieses Posting kritisch durchzulesen.

    nagravision :)
  • Jo, ich find auch beSCH...eiden.
    Denn wenn die Morde nicht aufgeklärt werden, dann gibts immer mehr Verbrecher, die frei rumlaufen. Und das bedeutet, dass die Mordrate stark ansteigt.
    Ich finde dass der Staat für unsere Sicherheit sorgen müsste. Und deshalb darf er da nicht einfach Geldquellen streichen.
  • ich find wenn jemand im krankenhaus stirbt braucht man keine obduktion machen, warum auch...und so verpasst mann ja wohl die toten die durch sterbehilfe gestorben sind...und des is ja auch mord nachdem gesetz oder nich?
    und ich glaub die studie stimmt nich!weil es einfach keinen perfekten mord gibt(hab ich immer gedacht...)und wenn doch dann sind des ganz schön viele...
  • Doc Lion schrieb:

    Eben, wie konnte sonst dieser Pfleger (im Allgäu, glaub ich) mindestens 29 Menschen töten, bevor seine kranke Einstellung bemerkt wurde?


    Jo, ich denk das ist ein gutes Beispiel. Und @ babacitystyle: Ich denk schon dass es oft Morde in Krankenhäusern gibt. Oder schaust du keine Krimis?
    Wenn Zeugen irgendwie im Krankenhaus liegen, oder so. Aber auch ältere Leute könnten umgebracht werden, um zum Beispiel zurückzukehren. Wenns die Erben zum Beispiel nicht abwarten können. Also es gibt definitiv schon Morde im Krankenhaus. Und bei auffälligen Sachen müsste das eigentlich alles entdeckt werden.
    mfg
  • cyborg5 schrieb:

    ...... Und bei auffälligen Sachen müsste das eigentlich alles entdeckt werden......


    ja aber das ist es ja meistens nicht. Die Morde sind schon gut gemacht, aber ein Fachman wie ein Rechtsmediziner würde es erkennen und nicht als einen Natürlichen tot durch gehen lassen.

    MfG NoName
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    NoName - Qualität braucht keinen Namen
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  • Naja, natürlich sieht das keiner gerne, wenn Mittel gekürzt werden, aber überall werden die Mittel gekürzt, warum nicht auch in der Rechtsmedizin.
    Jede Hoschschule weißt nicht mehr wo sie das Geld hernehmen soll vor lauter Kürzungen.
    Aber das Problem an der Auklärung liegt daran, man kann nun mal nicht jede Leiche stondenlang überprüfen kann.
    1. hat der Arzt daran keine Interesse, wer zahlt ihm das denn?
    2. Die Krankenkassen könnten das nicht auch noch zahlen?
    Wie stellt ihr euch das denn vor? Woran soll der Arzt denn jetzt erkennen, ob der Oma ein Kissen ins Gesicht gehalten wurde oder einen Herzstillstand hatte. Soll der Arzt die Frau aufschneiden und auf Spuren in der Lunge untersuchen? Na das macht mal bei den 1000den von Sterbefällen täglich.
    Deutschland ist am Boden, hat kein Geld mehr.
    Natürlich führe ich Selbstgespräche - dann weiss ich wenigstens, dass ich mich mit einem gebildeten Menschen unterhalte.
  • Leider immer brisanter!

    Ich bin der Auffassung, dass man gerade die Mittel für Rechtsmedizin nicht kürzen sollte, weil wirklich eine unmittelbare Auswirkung darin besteht, dass weniger Morde entdeckt und somit auch aufgeklärt werden.

    Wenn eine Tat als Mord erkannt wird, ist die Aufklärungsrate sehr hoch, allerdings wenn die Mittel für die Rechtsmedizin gekürzt werden, befürchte ich, dass diese Taten dann nicht erkannt werden und somit auch eine strafbare Tat, wenn auch indirekt unterstützt wird von unserer Politik!

    MfG
  • dass jeder 3 Mord in Deutschland nicht entdeckt wird, da die Toten nicht wirklich untersucht werden


    Das hat aber nichts mit den Kürzungen bei der Rechtsmedizin zu tun. Die Totenscheine werden ja von den Haus- oder Krankenhausärzten ausgestellt. Und wenn die halt keine zweigelhaften Umstände erkennen, dann geht die Leiche erst gar nicht zur Rechtsmedizin.

    Nichtsdestotrotz finde ich es unmöglich, dass in dieser Sparte gespart wird. Aber das wird in den nächsten Jahren noch schlimmer werden.