Das Meer in mir

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  • Das Meer in mir

    Ich muß sagen, ich war schon etwas entäuscht, als nicht Hirschbiegels "Der Untergang" den Oscar für den besten fremdsprachigen Film erhielt sondern Amenábars "Das Meer in mir". Jedoch kann ich die Entscheidung der Oscar Juroren nachvollziehen, denn ich habe schon lange keinen so intensiven und zu Herzen gehenden Film gesehn, der zudem noch ein wie ich finde brisantes Thema - die Sterbehilfe thematisiert. Herausragend die schauspielerische Leistung von Javier Bardem (gute Maskenbildner, die aus ihm den älteren Ramon zauberten), der den querschnittsgelähmten Ramon verkörpert. Die Bilder wenn Ramon in seiner Phantasie seinen Körper verlässt und über das spanische Land/Küste fliegt, sind von einer solchen Intensität, daß man vor Faszination im Kinosessel förmlich versinkt.

    Der Film weiß durch seine Tragik als auch durch die teilweise recht bittersüße Komik vorzüglich zu amüsieren.
    Selbst hartgesottene Männer werden hier die ein oder andere Träne vergießen können, sofern sie sich nicht zu schade sind Gefühle zu zeigen.

    Der Film bietet reichlich Diskussionsstoff, ob nicht der einzelne über sein Leben/Tod selber entscheiden darf oder ob der Staat intervenieren soll/muß.

    Die musikalische Untermalung tat ihr übriges um den Film noch zusätzlich aufzuwerten !

    Ganz großes Kino, daß zu Recht div. Preise insbesondere den Oscar abgeräumt hat !

    8/10