Macht jemand Selbstverteidigung?

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  • Macht jemand Selbstverteidigung?

    Hi, wie lange und welche Erfahrungen habt ihr mit Selbstverteidigungssystemen gemacht? Ich mache seit kurzer Zeit Wing-Tsun und Ninjutsu, davor hatte ich einige Monate in Kung-Fu und JuJutsu investiert. Was macht ihr und seit wann? Habt ihr damit schon praktische Erfahrung sammeln können? Welches Verteidigungssystem ist eurer Meinung für welchen Typen geeignet?

    Hier ist eine Übersicht über verschiedene Kampfkünste

    Kampfkünste im Vergleich
    Um was geht es?

    Es kommen immer wieder Gespräche vor, in denen man nach der besten Kampfkunst sucht. Daher wollte ich hier einmal etwas Licht ins Dunkle bringen.

    Es gibt zu viele Kampfkünste mit unzähligen von Stilen, daher Liste ich hier nur einige der bekannteren auf, wobei ich kurz erkläre, worum es sich handelt und einige positive und negative Punkte aufzähle.

    Bei dieser Auflistung geht es nur um den reinen Selbstverteidigungsaspekt! Dies ist nähmlich der wahrscheinlich grösste "Streitpunkt" unter Kollegen wenn es um den Vergleich und die Effektivität von Kampfkünsten, Kampfsportarten oder Selbstverteidigungssystemen geht.

    (Ich vermische teilweise einfachheitshalber die Ausdrücke "Kampfsport", "Kampfkunst" und "Selbstverteidigungssystem", aber es besteht dennoch ein Unterschied!)


    Die beste Kampfkunst.....

    ....gibt es nicht. Jede Kampfkunst hat ihre Stärken, aber auch genauso ihre Schwächen, daher gibt es keine ultimative und unbesiegbare Kampfsportart.

    Bevor man sich für eine Kampfkunst entscheidet, sollte man sich überlegen, warum man das tun möchte. Will man dadurch Gesundheit erhalten und Energien sammeln können, entscheidet man sich wohl am besten für Tai Chi oder des gleichen. Möchte man jedoch an Turnieren sein Können an den Mann bringen, ist Judo bestimmt eine gute Wahl. Vielleicht möchte man auch einfach Fun haben oder seine Körperbeherrschung steigern, dann ist beispielsweise Capoeira das richtige.

    Jeder muss selber wissen was er erreichen möchte, aber wenn es um den Schutz auf der Strasse geht, gehen die Meinungen auseinander. Viele halten die Kampfkunst die sie selber Betreiben als die Beste, was auch zeigt dass sie mit Herz und Seele dabei sind, aber man sollte dennoch etwas tolerant gegenüber Meinungen sein und "seine" Kampfkunst nicht über andere stellen.

    Ein Kampfsport ist nur dann effektiv, wenn man es auch anwenden kann. Nur weil jemand Kung Fu macht, heisst das nicht dass er es auch wirklich beherrscht. Jeder Mensch hat das gewisse Kribbeln im Bauch wenn er merkt, das eine Situation eskaliert, und manche scheitern schon daran, so dass sie sozusagen das erlerne wie vergessen haben.


    Wing Tsun


    Wing Tsun ist ein sehr realistisches Selbstverteidigungssystem das auf jegliche überflüssigen Bewegungen verzichtet. Der Kampf findet dabei in der Nahdistanz statt. Ein sehr typisches Element von Wing Tsun sind die Kettenfauststösse, bei denen ein geübter Wing Tsun'ler ca. 8-10 Schläge pro Sekunde schafft. Also ca. 30 Schläge innerhalb von 3 Sekunden!


    Einzigartig ist auch das Chi Sao, die klebenden Arme. Man schlägt eine Art Brücke zum Gegner und bleib mit seinen Armen an ihm Kleben, somit gibt er uns mit jeder Bewegung seiner Arme ein Impuls, sodass man sich nicht mehr auf seine Augen verlassen muss.

    Wing Tsun ist speziallisiert auf den Infight, also den Kampf auf der Nahdistanz. Gerät man mit einem der dieses chinesische Selbstverteidigungssystem beherrscht in den Infight, hat man fast keine Chance mehr. Dafür werden aber die anderen drei Distanzen (Trittdistanz, Schlagdistang, Bodenkampf) etwas vernachlässigt, wobei vorallem der Bodenkampf ein sehr wichtiger Teil bei einem Strassenkampf ist. Studien zufolge enden ca 95% aller Strassenschlägereien nach wenigen Sekunden auf dem Boden. Wing Tsun versucht die Situation gar nicht so weit kommen zu lassen, daher wird auch nicht soviel Gewicht darauf gelegt.

    Wing Tsun ist sehr effektiv und ist für jeden geeignet, da keine körperlichen Voraussetzungen verlangt werden. Für die Schläge braucht man auch nicht viel Kraft, denn im Wing Tsun nimmt man die Kraft des Gegners auf, setzt seine eigene noch drauf und schlägt dan mit dieser ganzen zu.

    Es wird weder die Kondition noch die Kraft trainiert, weil sowieso 90 % der Kämpfe ein schnelles Ende haben, aber dennoch könnte man die fehlende Kondition als Nachteil sehen, falls ein Kampf mal nicht so schnell vorbei ist. Ausserdem wäre ein gewisses Mass an Sparring nicht schlecht, womit man das Gefühl bekäme, wie es ist, wenn jemand "richtig" auf einen los geht. Auch wird man somit nicht abgehärtet und kann viel weniger einstecken als beispielsweise ein Thai Boxer. Aber Wing Tsun ist so konzipiert, dass der Kampf schnell vorbei ist und man selber nicht schwer getroffen wird. Dieses Sparring gibt es aber schliesslich auch nicht in vielen anderen Künsten, weder im Aikido noch im traditionellen Karate.

    Im Gegensatz zu anderen Kampfkünsten erfolgen im Wing Tsun verschiedene Bewegungen gleichzeitig, d.h. wärend man einen Schlag abwehrt, schlägt man selber zu. Schläge werden auch durch konternde Gegenschläge abgewendet.

    Wing Tsun benötigt kaum Platz, kann also im Zug, in einer Bar oder sonst wo angewendet werden.

    Nebenbei erwähnt: Bruce Lee hat mit Wing Tsun angefangen und hat dann eine eigene Selbstverteidigung zusammengestellt in dem er aus 26 Kampfkünsten die effektivsten Elemente rausnahm.Er nannte seinen Stil Jeet Kune Do.



    Fazit:

    Wing Tsun ist sehr Effektiv um sich zu verteidigen. Der Infight ist kaum zu übertreffen und das gelernte ist schon nach kurzer Zeit anwendbar.
    Leider werden die drei anderen Distanzen vernachlässigt und man hat kein Sparring. Aber es geht ja nicht um Wettkämpfe wo man Schläge über einige Runden aushalten muss, sondern um ein schnelles Ende auf der Strasse! Und für das ist es bestens geeignet, nicht zuletzt weil man im Training auch lernt, verschiedene Situationen zu erkennen und richtig zu reagieren.
    Ausserdem beanspruchen die Bewegungen nicht viel Platz, daher kann man sich auch auf engem Raum (Bar, Zug, Disco...)





    Thaiboxen

    Thaiboxer sind wohl eine der gefürchtetsten Gegner. Neben einem durchtrainierten und abgehärteten Körper haben Thaiboxer auch sehr gute Reflexe und Kondition.

    Thaiboxen ist wohl eins der besten Kampfsportarten die es gibt, was nicht zuletzt auch am Sparring liegt. Durch das Sparring lernen Thaiboxer den vollen Kontakt mit einer Person, was ihnen dann auf der Strasse zugute kommt. Im Gegensatz zum Kickboxen dürfen auch Ellbogen und die Knie verwendet werden, welche echt zerstörerisch sein können. Man sagt, dass ein Ellbogen- oder Kniestoss eine etwa 10 - 20 mal grössere Wirkung hat als ein Fauststoss oder Tritt. Eine Faust im Gesicht tut weh, aber ein Ellbogen kann echte Verletzungen hervorrufen.

    Dieser Kampfsport hat wenige, aber sehr effektive Techniken. Er besitzt über einen hervorragenden Infight, gerade wegen den Ellbogen- und Kniestössen. Aber auch die Schlag- und Trittdistanz wird trainiert, nur der Bodenkampf wird total vernachlässigt. Ich sah vor einigen Wochen einen Kampf zwischen einem Thaiboxer und einem Brazilian Jiu-Jitsu-ka und der Thaiboxer ging kläglich unter. Sein Tritt wurde abgefangen und schon waren beide am Boden; der Thaiboxer hatte keine Chance. Daher ist dies ein Minuspunkt, da die meisten Strassenkämpfe ja auf dem Boden enden.

    Die Thaiboxer können nicht nur gut austeilen, sondern mindestens genau so gut einstecken, was sie zu "maschineartigen" Kämpfern macht. Es ist aber zu erwähnen, dass in Europa eine entschärfte Variante Trainiert wird! Die richtigen Kämpfer von Thailand haben aber nur ein kurzes Leben, weil das Training den Körper schädigt.

    Der wohl gefürchtetste Angriff ist der Low-Kick. Er ist bekannt als der Stärkste Tritt den es gibt. Anscheinend kann man sich das gar nicht vorstellen, wenn man nicht selber einmal einen abgefangen hat! Auch ich nicht. Schliesslich sieht dieser Kick nicht einmal so spektakulär aus.

    Leider ist Thaiboxen nicht jedermanns Sache. Man braucht eine gehörige Portion Kondition und Fitness. Das Training ist hart und es kommt nicht selten vor dass man mit einem blauen Auge nachhause kommt. Mann muss im Training immer voll dabei sein, sonst bekommt man aufs Maul (beim Sparring). Ein Bekannter von mir hörte auf, weil es zuviel Zeit beanspruchte, und mit seinem normalen Job nicht vereinbar war.

    Thaiboxen wird oft als "Untergrund-Kampfsport" bezeichnet. Es ist eher brutal und agressiv, daher haben nicht viele Eltern freude wenn ihre Kinder mit der Idee ankommen, sie wollen damit anfangen.

    Da es Turniere in diesem Kampfsport gibt, muss man sich an einige Regeln halten, was auf der Strasse ein Nachteil ist. Manchmal werden diese Punkte die man bei Turnieren nicht treffen darf, in einem Strassenkampf ganz vergessen. Man kommt gar nicht darauf.



    Fazit:

    Thaiboxen beinhaltet ein hartes Training, und ist somit sehr Zeitaufwendig. Um ein gewisses Mass an Abhärtung zu besitzen dauert es eine Weile und ein blaues Auge ist keie Seltenheit. Es gibt nur wenige, aber sehr effektive Techniken, welche jedoch auf einen Turnierkampf abgestimmt sind. Es gibt gewisse Regeln, was auf der Strasse ein Nachteil sein könnte. Der Infight ist ausgezeichnet und auch die Schlag- und Trittdistanz sind Teil des Thaiboxens. Nur der Bodenkampf wird vernachlässigt, was einen Minuspunkt in Sachen Selbstverteidigung gibt.

    Für jemanden der sich auf der Strasse einfach verteidigen möchte, ist Thaiboxen wahrscheinlich nicht das richtige.




    Boxen

    Viele denken: Warum sollte ich Boxen machen, mache ich doch gleich lieber Kick- oder Thaiboxen!

    Das Training ähnelt sich unter diesen drei Kampfsportarten, aber beim Boxen trainienrt man wirklich nur die Schläge. Damit verbunden auch die Schlagkraft und verschiedene Techniken. Auf der Strasse kannst Du sozusagen alle Kicks vom Kickboxen vergessen, die über die Gürtellienie hinauszielen. Dennoch trainiert man sehr stark die Beine. Im Boxen konzentriert man sich auf die Schläge, daher sind Boxer Schlagtechnisch meist den Kick-und Thaiboxern überlegen. Sie sind genau so hart, genau so schnell und daher sehr gefährliche Gegner.

    Boxer sollte man nie unterschätzen. Vielleicht mag sich der eine oder andere erinnern, als Andy Hug (Thaibox-/Karate-/K1-Weltmeister) gegen Mike Bernardo (Damals 6. in der Box-Weltrangliste) verlor. Er brach sich gegen den Boxer mehrere Rippen, verknackste sich den Fuss und erlitt einen Trommelfellriss. Da konnten ihm auch seine Kicks nicht retten, da er einfach nur so mit Schlägen tracktiert wurde.

    Oder auch Mike Tyson, für einige DIE Kampfmaschine überhaupt! Oder wer kennt nicht Muhammad Ali, die Klitschkos, oder....Rocky

    Boxen ist im gesamten gesehen sehr gut für die Strasse geeignet. Man kann sich damit gut verteidigen, und auch wenn man einmal eine Faust aufs Auge kriegt, macht dies einem Boxer nicht viel aus. Das training ist hart, aber vorallem das Sparring ist sehr realitätsnah.


    Karate


    Traditionelles Karate (Shotokan....): Ich will niemandem auf den Fuss treten, aber das traditionelle Karate ist für die Selbstverteidigung nicht sehr geeignet. Es wird auf das "One Strike - One Kill"-System aufgebaut, was einfach nicht sicher ist. Man kann darf sich auf der Strasse nicht nur auf sein Glück verlassen! Ausserdem verstehe ich nicht, warum man die passive Hand immer zur Hüfte zurückzieht. Wenn ich einen Schlag Blocke, ziehe ich die nicht blockende Hand an die Hüfte. Doch mein Körper ist offen für jeglichen Angriff. Die Nahdistanz und der Bodenkampf werden sozusagen ausgelassen, wobei diese die wichtigsten sid wenn es um die Selbstverteidigung auf der Strasse geht. Es wird halt mehr auf die Genauigkeit und Ästhetik geschaut.

    Dennoch kann man nicht alle in einen Topf werfen. Auch die des traditionellen Karates haben ihre Stärken. Ausserdem sollte man die traditionellen Stile nicht falsch verstehen, denn sie beinhalten viel Tradition, Geschichte und diese Menschen sind meist einfach total nette Leute.

    Wer sich auf der Strasse verteidigen will, wählt jedoch besser etwas anderes.




    Vollkontakt Karate (Kyokushinkai...): Bei dieser Art des Karates geht es anders zur Sache. Es ist ein Vollkontakt-Kampfsport ähnlich dem Kickboxen, doch sind die Fausttechniken dem des Kickboxens etwas unterlegen. Dieses Karate ist knallhart was das Training anbelangt. Es werden bei Kämpfen keine Handschuhe getragen und Ellbogen- wie auch Kniestösse sind ebenfalls erlaubt. Leider gehört auch hier der Bodenkampf nicht zum Standard. Im Allgemeinen ist es aber bestimmt keine schlechte Wahl um sich auf der Strasse verteidigen zu können.

    Übrigens: Auch Andy Hug hat früher Kyokushinkai trainiert.


    Tae Kwon Do


    Tae Kwon Do lässt sich am besten mit Karate vergleichen, mit dem Unterschied, dass man viel mehr mit den Beinen macht. Tae Kwon Dokas sind bekannt für ihre vielen Tritte, wobei dies auch die einzige Distanz ist, in der sie sich richtig wohl fühlen.

    Tae Kwon Do ist ein Turniersport und sind wirklich gute kämpfer. Wenn man nicht an sie rankommt und sie ihre Distanz beibehalten können, sind es Gegner die nur sehr schwierig zu besiegen sind. Doch auf der Strasse sieht alles ganz anders aus. Für gute Tritte muss nicht nur die Distanz stimmen, sondern auch der Untergrund (auf eis?), das Schuhwerk, die Hosen..... Wenn die Hosen einfach keine hohen Tritte zulassen ist man angeschmiert.

    Ich finde Tae Kwon Do eine coole Sache, weil ich gerne mit den Beinen Arbeite, aber für den Kampf auf der Strasse ist es eher ungeeignet.



    Brazilian Jiu-Jitsu


    Brazilian Jiu Jitsu hat nichts mit seinem Namen zu tun. Dieser Kampfsport richtet sich hauptsächlich auf den Kampf am Boden wo es unübertroffen ist. Ich sah vor einigen Wochen einen Kampf zwischen einem Thaiboxer und einem Brazilian Jiu-Jitsu-Ka und der Thaiboxer ging kläglich unter. Sein Tritt wurde abgefangen und schon waren beide am Boden; der Thaiboxer hatte keine Chance. Rickson Gracie wird von vielen als der beste Kämpfer aller Zeiten gehalten. Er gewann über 450 Kämpfe darunter auch etliche "Vale Tudo's". Er forderte sogar Mike Tyson zu einem Kampf, doch dieser kniff.

    Brazilian Jiu-Jitsu ist auf der Strasse sehr effektiv, da ja wie schon einige male erwähnt die meisten Kämpfe nach einigen Sekunden auf dem Boden enden.
    Warum machen dann nicht alle Brazilian Jiu-Jitsu wenn es so effektiv ist? Der Haken ist: Wer sich am Boden mit einem Angreifer beschäftigt, ist nicht geschützt vor weitereren Kämpfer! Ein Brazilian Jiu-Jitsu-ka kann nur gegen einen Gegner kämpfen. Und wie es halt meistens ist, wird man auf der Strasse nicht nur von einem angegriffen bzw. die Person hat noch Freunde die hinter ihm stehen.

    Ich würde empfehlen zwei Kampfsportarten zu kombineren, zum beispiel Thaiboxen und diese Kampfkunst. dann würden sich die Lücken schliessen.

    Allem in allem halte ich Brazilian Jiu-Jitsu für eine überaus effektive Selbstverteidigungsform die gut als ergänzung ist, doch auf der Strasse sollte man schon wenigstens eine Möglichkeit haben, sich gegen mehrere wehren zu können.

    Im Brazilian Jiu-Jitsu ist es das Ziel, den Angreifer auf den Boden zu kriegen, aber ich denke, man sollte versuchen sich solange wie möglich auf den Beinen halten zu können. Aber für den Fall das man doch mal am Boden endet, sollte man schon einige Techniken beherrschen.


    Capoeira


    Eine oft gestellte Frage ist, ob man Capoeira auch im Notfall anwenden könnte. Ich bin selber begeisterter Capoeirista, aber ich würde sagen: NEIN.
    Sicher, früher haben die Sklaven durch Capoeira ihre Freiheit gewonnen und es wurde sogar verboten, weil es mit Kriminalität gleichgesetzt wurde. Aber hier in Europa wird Capoeira einfach nicht "richtig" trainiert. Ausserdem hat es immer mehr mit einer Show zu tun, was man an den Saltos, Schrauben und Backflips sieht. Diese sind in einem Strassenkampf schlicht nicht zu gebrauchen. Es ist eine Kampfkunst, keine Frage, aber es wird immer mehr zum Funsport. Früher kämpften die Banden mit Rasierklingen und Messern. Stellt euch einen solchen "Tornado" vor der mit Klingen um sich schwingt!

    Um sich wirklich gegen erfahrene Thaiboxer oder Wing Tsun'ler zur Wehr setzten zu können, braucht es ein imenses Pensum an Training. Ich habe mal gelesen, dass man sogar härter trenieren müsste als ein Shaolin um Capoeira auch einsetzten zu können. Ein Capoeirista der dies schon jahrzehnte lang macht, ist jedoch ein starker Gegner, denn er beherrscht seinen körper wie nur wenige.

    Man lernt im Training schon wie es ist wenn man mit einem anderen kämpft, jedoch wüsste ich nicht genau, wie ich Capoeira gegen einen "starren" Karateka anwenden sollte. Ein grosses Problem ist sicherlich der grosse Raum der Capoeira benötigt, ausserdem sind die meisten Angriffe schnell durchschaubar. Wie wehrt man sich mit Capoeira in einem Zug? oder einer Bar?

    Capoeira besitzt zwar über ein ausgeklügeltes, hinterlistiges System, aber wenn es auf der Strasse hart auf hart kommt, wird man damit wohl nicht bestehen. Wenn man von einem Typen auf der Strasse angegriffen wird kann man keine Ginga mehr machen, und ein Tritt (die meisten sind Wirbeltritte) sind zu langsam oder vorhersehbar.

    Capoeira macht Spass, keinen zweifel, aber wenn man sich auf der Strasse einfach nur verteidigen will, ist dies nicht die richtige Kampfkunst.





    Vale Tudo


    Viele meinen Vale Tudo sei etwas vom Effektivsten. Ich muss dem in einer Hinsicht rechtgeben: einen Realitätsnäheren Kampfsport gibt es nich, da kommt nicht mal Thaiboxen oder des gleichen hin. Man kämpft mit blosen Fäusten und durch die Jahre wurde auch der Bodenkampf als wahrscheinlich wichtigster Teil miteinbezogen.

    Ich sah mal einen Kampf zwishcen einem der Vale Tudo macht, und einem Wing Tsun'ler.... Der WT'ler hatte keine Chance. Sein Gegner rannte auf ihn zu, riss ihn zu Boden und schlug auf seinen Kopf ein.

    Das hört sich jetzt natürlich super an, aber die Nachteile des Bodenkampfes in einem Streetfight habe ich schon bei Brazilian Jiu Jitsu erklärt. Vale Tudo beinhaltet aber zusätzlich noch Schläge, ja auch Tritte. Was könnte man dagegen sagen?

    Sicherlich sind die Kämpfe ziemlich Brutal, also wirklich an der Grenze des legalen, aber es sind doch immer wieder Kämpfe zwischen zwei Personen, also nicht gegen mehrere. Ausserdem gibt es, auch wenn viele dies nicht unterstützen, Regeln. Man darf nicht beissen, oder auch Fingerstösse in die Augen sind nicht erlaubt.

    Wenn man auf der Strass vom Angreifer zu Boden gerissen wird, dann man versuchen in seinen Arm zu beissen, im die Augen auszukratzen! Dies ist aber beim Vale Tudo nicht erlaubt! Daher kann man auch nicht sagen, dies ist eine Kampfsportart, die man nicht besiegen kann.

    Ausserdem ist Vale Tudo kaum für einen Normalbürger geeignet, und Schulen lassen sich in der Schweiz auch nur schwer finden.

    Ich denke nicht, das dies die Ultimative Selbstverteidigungs-System ist, aber es werden alle Distanzen trainiert, was einem sicherlich gewisse Vorteile in einem Realen Kampf bringen wird.


    capoeira-switzerland.ch/exklusiv.html

    silverado
  • Ich habe mal eine ganze zeit lang Judo gemacht.
    Nach und nach hab ich aber dann den spaß daran verlohren. Da ich nie so richtig meine aggressionen loslassen konnte :(

    Naja jetzt gibts Rugby vom feinsten :D
  • Jo hab lange Zeit Wing-Tsun und Thai-Chi (Gesundheit *fg*) gemacht. Wing-Tsun ist so ziemlich mit das beste meiner Meinung nach, hab mir die anderen "bekannten" Sachen wie Judo, Tekwando und Karate auch mal angesehen. Zur Erklärung Thai-Chi ist eher Mentales Training und ist zur Stärkung des Geistes gedacht, fand ich als Kombination sehr angenehm zu Wing-Tsun. Hab beides ca 6 Jahre gemacht. Wobei das Thema "Selbstverteidigung" natürlich im Vordergrund stehen sollte obwohl ich es bevorzugt habe, weil es eher Aggressiv war im Vergleich zu den "bekannten" Sachen.
  • Judo hab ich auch ne Zeit lang gemacht....

    eigentlich wegen der Fitness da wenn dich jemand dumm anmacht es dir nicht viel hilft eine "Sportart" als Selbstverteidigung zu benutzen.

    Bsp: Dich macht jemand dumm an, sagen wir er ist betrunken...
    Er schlägt dir unter die Gürtel Linie und da kann man leider nicht
    sagen das das nicht erlaubt ist.... .
    Es hilft viel wen man allgemein Fit.Im notfall kann man dann immernoch
    rennen. :)
  • Ganz so ist es nicht chinese, oftmals bedrängen dich die Schlägertypen. Da hilft dann kein Wegrennen. Außerdem sind oft noch andere betroffen, die man schützen will. Vorallem will man seine Souveränität bewahren. Man kann doch nicht vor jedem Angeber wegrennen. Nebenbei Ninjutsu und Wing-Tsun sind keine Kampsportarten. Demnach ist auch gibt es auch keine sportlichen Regeln, nur das eigene Gewissen.

    silverado
  • Meiner Meinung nach sind nur noch Capoeira und Ninjutsu richtige Kampfkuenste. Der Rest ist doch schon zu sehr verkomerzialiesiert worden und daher nur noch Sport. Habe frueher selbst jahrelang Judo gemacht. Nach der Wende bin ich dann zu Ninjutsu gewechselt. Seit 2 Jahren mache ich garnichts mehr.

    @Chinese: Es gibt auch im Judo sehr wirkungsvolle Techniken um potenzielle Gegener auszuschalten.

    Bin aber auch heute immer noch der Meinung es ist nur der Kampf wirklich gewonnen den man nicht austragen musste!

    Gruss Schinderhannes
    Erst wenn der letzte FTP Server kostenpflichtig, der letzte GNU-Sourcecode
    verkauft, der letzte Algorithmus patentiert, der letzte Netzknoten
    verkommerzialisert ist, werdet Ihr merken, dass Geld nicht von alleine
    programmiert.
  • Also ich mache seit 4jahren intensiv Taekwondo
    hatte einen sehr harten trainer
    daher hab ich auch sehr intensiv geübt
    hatte nach 4wochen den weissgelben gürtel
    woche danach kam ein wettkampf
    den konnte ich aber nur mit gelb machen
    da hat mich mein trainer noch grad bei nem
    anderen verein prüfung machen lassen
    und schon stand mein erster gegner mir
    gegenüber
    aber ich hab dennoch gold bekommen
    also ich würde judo als verteidigungsspsortart
    auf jeden fall abraten
    da du zu viel werfen musst
    und dazu hast du eher selten die chance
    in meiner schule wissen nur sehr wenige dass
    ich taekwondo mache. genau genommen
    nur mein bester freund. alle halten mich eher
    für schwach. aber wenn man taekwondo sehr
    gut beherrscht, bin momentan schwarz, 2Dan,
    dann ist das eine der besten. bisher hab ich mich
    schon mit vielen leuten auseinandergesetzt und
    fast immer gewonnen. nur wenn halt 5leute dastehen
    und alles ausgebidlete kickboxer sind, sollte man
    halt nur noch gucken, dass man sich so klein wie möglich
    zusammenlegt und den kopf schützt.
    ich sprech aus erfahrung.*leider*
    naja, bin erst 14 und damit hab ich halt auch noch nachteile
    wegen meinem körper
    ausserdem bin ich momentan in meiner pubertären phase
    daher halt sehr viel von hormonen gesteuert und mache
    auch viele fehler
    mein momentaner trainer berücksichtigt das aber..
    Artemis
  • oh man nur sportler hier.
    also ich hatte vor der wende knapp 3 jahre lang gerungen,war sogar vize ddr meister in berlin.
    nach der wende musste die sportschule schliessen und ich wechselte da mal zum wing tsun was ich nach mai tai "weis nich obs richtig geschrieben is" als beste kampfsportart halte,obwohl es eigentlich von ner frau erfunden wurde.da war dann auch nach ca 2 jahren schluss.
    danach lebte ich erstmal meine jugend aus bis ich mit body building anfing was ich fast 5 jahre lang durchzog,nebenbei war ich noch ungefähr eineinhalb jahre beim kickboxen,zum ausgleich,kann ich nur empfehlen.
    und jetze bin ich nen bissl faul,mache halt nur fitness bis body building,aber ich glaube auch das es reicht was ich früher gelernt habe.

    so das wars schon

    mfg
  • Man was alles an Sportsleute hier sind her da kann ich mit meinen 2 Jahren schwimmverein nicht mithalten ^^
    aber mein Bruder war 1 Jahr lang beim Takewondo und da war ich halt auch manchmal dabei weil ich ihn abholen muste und des halte ich mal für den größten scheiß weil das ihm überhaupt nix gebracht hat....außer natürlich das der Verein mehr Geld in der tasche hat ;)
    Die anderen Sportarten müsste ich mir mal ansehen aber dazu bin ich viiieellll zu faul :D :D :D

    MfG Mutator
  • ich mach seit 3 jahren WING TSCHUN hab jetzt den 3. schülergrad und mach bald den 4 geh 4 mal die woche zum training
    stockkampf ist teil der prüfung zum 3.schülergrad

    ich sag immer hauptsache es macht spaß


    also vom wt gibt es ja verschiedene stile und schreibweisen bevor einer fragt mein stil wird so wie oben genannt geschrieben

    ich mach es weil es mir spaß macht und ich mein körper damit ein wenig fit halte
  • Also ich hab mal kurze Zeit Kung-Fu gemacht (ca. 1 Monat).Judo auch 1 Monat und Karate 10 Jahre lang. Was am besten für die Straße ist. Das ist Aikido, Thai-Kick Boxen und Jui-jutsu. Eigen Erfahrungen habe ich noch nicht selber mit Karate gemacht.Aber ich denke mal das es Effektiv ist.


    MFG


    Caespa
  • entschuldige mal aber du musst mir auch nicht glauben
    hast einen gesunden menschenverstand
    überleg mal wie viele prüfungen ich im jahr mache ???
    ich sag es dir
    4 prüfungen 1pro quartal
    das ist schon eXxXtrem
    aber vllt sagt dir der begriff taekwondo swistall was
    dort entsteht ein leistungskader
    ich mache schon seit meinem 8.lebensjahr taekwondo
    bin jetzt 15 geworden letzte woche
    und gehe min. 3-4 zum training die woche
    meistens mehr
    hat die bundesverwaltung nrw extra ein sportinternat
    gesponsert
    und zur meinung von Mut4t0r: diese meinung über taekwondo teilen echt nicht viele
    du warst sehr wahrscheinlich nicht so wirklich in der materie drin oder aber der trainer war beschissen.
    meine cousine ist vor 4wochen von einem penner tätlich angegriffen worden
    dabei ist sie damit konfontiert worden, dass es auch schlechte menschen gibt.
    ich habe aber schon viele turniere mitgemacht und weiss daher, dass es leute gibt, die dir einfach nur wehtun wollen. mit brutalster gewalt. daher denk ich vor allem dass jede kampfsportart ein bisschen sinn macht.
    aber zur selbstverteidigung ist taekwondo meiner ansicht nach sehr gut.
    im kampf nimmt man keine einstudierten formen oder ähnliches
    man hört nur auf sich selbst. einfach nach gefühl
    da das im kampf trainiert wird kann zumindest ich dass auch in einem strassenkampf einsetzen
  • Artemis schrieb:


    aber wenn man taekwondo sehr
    gut beherrscht, bin momentan schwarz, 2Dan,
    dann ist das eine der besten.


    und wieder ein beitrag von dir, der nur von scheiße überquillt :D

    zum thread:
    hab mal 4 jahre wing tsun gemacht. mußte dann wg der schule aufhören und habs bis jetz noch nicht wider angefangen, sollt ich mal machen :D
    hat echt fun gemacht!
    [font="Fixedsys"][/font]

    [COLOR="Purple"]Du fehlst uns Laforge[/color] - [COLOR="Silver"]21.08.2004[/color]
    [COLOR="Purple"]Keine Straße ist lang mit einem Freund an deiner Seite[/color]
  • sooooo....
    also ich mach seit über 11 jahren ju-jutsu. ich würde nicht sagen, dass diese art von selbstverteidigung effiktiv ist aber sie hält fit und man ist nicht so unvorbereitet, wenns hart auf hart kommt. natürlich muss man auch sagen, dass erst durch jahre langes trainning die routine und der automatismus/reflexe kommt bzw kommen.

    aber eine mischung aus ju-jutsu, wing tsun, muay thai und escrima ist das beste :D

    duplex
    [font="Fixedsys"]
    Neulinge! * Regeln! * Suchfunktion!
    Freesoft-Board IRC! * Freesoft-Board Teamspeak![/font]
    Erfolg heißt, einmal mehr aufstehen, als hinfallen!
  • würde mich echt mal interessieren wo mein beitrag vor scheisse überquillt
    das was du zitiert hast
    beinhaltet nur dass wenn man eine offensiv/defensiv kampfsportart gut beherrscht
    damit schon vorteile hat
  • Hier scheinen viel zu vergessen, das es bei KEINER klassischen asiatischen Kampfkunst um die 'Vorbereitung auf nen Strassenkampf' geht
    Dafür gibts dann sog. Selbstverteidiguns-Kurse, da fließen sicherlich aus vielen anderen Sportarten Elemente mit ein.

    Aber jeder gute Trainer einer asiatischen Kampfkunst wird peinlich darauf achten, dass auch der 'Geist' der Sportart gelehrt wird.

    Wer dabei nur an die nächste Prügelei auf der Strasse denkt hat in den Sportarten nichts verloren!

    mfg
  • Artemis schrieb:

    würde mich echt mal interessieren wo mein beitrag vor scheisse überquillt
    das was du zitiert hast
    beinhaltet nur dass wenn man eine offensiv/defensiv kampfsportart gut beherrscht
    damit schon vorteile hat


    das du mit deinen 15 jahren träger des 2 dans bist kauft dir keiner ab der ein bisserl plan von der materie hat :D

    überhaupt schreibst du in deinem ersten post dass du seit 4 jahren teakwondo machst. in deinem 2 post schreibst du, du bist 15 und machst deinen sport seit du 8 bist... hast du mathe in deiner schule gehabt?!
    [font="Fixedsys"][/font]

    [COLOR="Purple"]Du fehlst uns Laforge[/color] - [COLOR="Silver"]21.08.2004[/color]
    [COLOR="Purple"]Keine Straße ist lang mit einem Freund an deiner Seite[/color]
  • silverado schrieb:

    Die effektivste Selbstverteidigungsmethode ist übrigens der Angriff.

    silverado


    lol
    wasn das fürn quatsch?!

    Der Geist siegt immer noch über den Körper ;)
    In diesem Sinne, in meinen Augen ist es mehr als armselig sich auf der Strasse oder in der Schule zu prügeln.
    Ich kann stolz behaupten, dass ich mich noch nie wegen irgendwas prügeln mußte und das soll auch so bleiben.

    Ist vielleicht auch eine Frage des Intellekts?!
  • Habe 4 Jahre lang Kickboxen gemacht, und würde sagen, dass es extrem gut für die Kontition, Schnelligkeit, Schlagkraft und Gelenkigkeit ist.! Jedoch würde ich niemals einem in die "Fresse" schlagen, die Straf und Zivilrechtlichen Strafen sprechen einfach gegen solche Aktionen. Es sollte sich jedoch jeder Mensch mit etwas Selbstverdeitigung beschäftigen.!

    Ich kann nur sagen, dass Kickboxen kein "kommerzieller" Sport in dem Sinne ist, da es je nach Kampfpartner ziemlich zur Sache geht!
  • Habe selbst, Taekwondo gemacht...
    ist nicht schlecht,bringt selbstvertraun wenn man des training ernst nimmt...

    aber nach 4 Jahren schon nen schwarzen Gurt inkl. 2 Dan geht schon garned...

    ich hab den sport 4 jahre gemacht und hatte grad mal Blau...
  • Kappa schrieb:

    ... das es bei KEINER klassischen asiatischen Kampfkunst um die 'Vorbereitung auf nen Strassenkampf' geht...


    Es gibt einen kleine aber feinen Unterschied zwischen Kampfsport und Kampfkunst. Extremste Beispiel ist dabei Karate fuer den Kampfsport.
    Im umgekehrten Sinne ist Ninjutsu fur die Kriegskunst.

    Gruss Schinderhannes
    Erst wenn der letzte FTP Server kostenpflichtig, der letzte GNU-Sourcecode
    verkauft, der letzte Algorithmus patentiert, der letzte Netzknoten
    verkommerzialisert ist, werdet Ihr merken, dass Geld nicht von alleine
    programmiert.