Förderung der DPF-Autos

  • Steuern & Abgaben

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  • Förderung der DPF-Autos

    Wie ihr bestimmt mitbekommen habt, lodert ja derzeit das Gerede um die Dieselpartikelfilter in Neuwagen wie nie zuvor.

    Die Bundesregierung möchte dies auch fördern, indem sie im ersten Jahr bei NW 350€ und bei GW 250€ Steuern erlassen.

    Ich finde dies recht uninteressant, da es sich in meinen Augen nicht rechnet, wenn der Aufpreis 600€ und der erstattete Preis bei ca. der Hälfte liegt. Was anderes ist das natürlich, wenn die Partikelfilter mal in Serie gehen. Da dies zur Zeit aber nicht so ist, möchte ich das nicht berücksichtigen.

    Jetzt eben die Frage an euch - ist dies wirtschaftlich interessant ??? Meint ihr, es gibt Leute die der Umwelt wegen diesen Mehrpreis in Kauf nehmen ???


    So long :D

    <-<-< Finger weg von meiner Paranoia >->->
  • Klar, umweltbewusste Fahrer gab's damals schon bei der Einführung des Katalysators für Ottomotoren. Ich hab seit 6 Monaten einen neuen Wagen und es war klar, dass es (wieder) ein Diesel sein sollte. Ebenso klar war, dass der Dieselruß-Partikelfilter vorhanden sein MUSS!

    Und tatsächlich kommt weder am kühlen Morgen noch sonstwann eine Qualmwolke aus dem Auspuff, das typisch verußte Endrohr fehlt ebenso.

    Auf die Nutzungsdauer des Autos gesehen, ist die Ausgabe für eine sauberere Umwelt gering. Bei meinem Fahrzeug war der DPF serienmäßig vorhanden, im Gegensatz zu Mercedes und BMW, die letzten Herbst saftige Aufpreise dafür haben wollten. Aber ich hätte auf jeden Fall auch einen Mehrpreis bezahlt. Hersteller, die sowas nicht im Angebot haben (und hatten) waren bei mir bei der Vorauswahl gleich ausgeschieden.

    Man sollte aber auch an die LKW denken, und besonders den Dreckschleudern aus Osteuropa gleich die rote Karte zeigen
  • Würde ich mir in nächster Zeit ein Auto kaufen, hätte dieses wahrscheinlich auch solch einen Filter. Die "paar" hundert € kann man meiner Meinung nach auch noch investieren, wenn man sich einen Wagen zulegt. Es schont die Umwelt und das wird mal dringend nötig. Auch, wenn, wie Doc Lion schon gesagt hat, nicht besonders hoch ausfallen wird, ist es imo dennoch eine gute Sache.

    Und mit den LKWs aus Osteuropa kann ich ihm auch nur zustimmen.
  • Es ist schon ein Schritt in die richtige Richtung. Aber leider wie immer nur halbherzig. Der wichtigst Schritt, nämlich drastische Senkung des Verbrauches, wird nicht in dem Maße realisiert, wie es möglich wäre.

    Aber es wird viel einzelne Leute geben, denen der Umweltschutz wichtig ist, und die deshalb durchaus bereit sind, einige Euro zusätzlich zu zahlen, wenn dadurch die Umwelt geschont wird.
  • Nochmals eine generelle Anmerkung:
    Viele Autokäufer bzw. -Besitzer investieren bedenkenlos viel Geld für die optische Erscheinung, die Musikanlage oder das Tuning ihres Fahrzeugs. Neuwagenkäufer nehmen gerne hier und da etwas mehr Luxus und die schöneren Felgen bzw. die edle Lederausstattung. Alles Dinge, die man nicht braucht, um mit dem Auto fahren zu können.

    Von daher sehe ich eine kleine Investition in Sachen Umwelt, wie den DPF, als begrüßenswert. Von den Gesamtkosten pro Jahr eines Mittelklasse-PKWs und über mehrere Jahre gesehen, macht ein Russfilter keinen nennenswerten Posten auf der Rechnung.

    Wie McKilroy schon sagte: Vebrauchsreduzierung ist das nächste. Dem entgegen stehen immer stärker motorisierte Autos mit großvolumigen Aggregaten. Eventuell durch moderne Technik erzielte Spriteinsparung wird durch die großen Motoren aber wieder aufgefressen!
  • Servus an alle
    Ich denke auch, dass der Aufpreis für ein Filter kein großes Problem darstellt. Bei dem Kauf eines Autos, was man ja nicht all zu oft macht, denke ich kommt es auf die paar 100 Euro nicht an. Besonders, wenn man weiß, dass man das Auto sehr lange fährt.
    Wie is das eigentlich nochmal im Frankreich, wie subventioniert dort der Staat die Filter, weil doch glaube ich alle französischen Hertseller ihre Autos mit Filter austatten.

    Das einige LKWs auf unseren Strassen solche Drecksschleudern sind, finde ich auch ein großes Problem. Vor ca. 2 Monate hat bei uns in der nähe auf der Autobahn ein osteuropäischer LKW auf 40km Öl verloren. Es kam zu zahlreichen Unfällen und zur Komplettsperrung der Autobahn. Der angerichtete Schaden war unglaublich hoch. Und die höhe des Schadens für die Umwelt, möchte ich gar nicht wissen.
  • Man muss ja auch langsichtig denken. Nach zwei jahren hat man den DPF schon mal raus, rein kosten mässig. Ausserdem, desto mehr ihn benutzen, desto mehr wird die umwelt geschont
  • Chester_D1 schrieb:

    Man muss ja auch langsichtig denken. Nach zwei jahren hat man den DPF schon mal raus, rein kosten mässig. Ausserdem, desto mehr ihn benutzen, desto mehr wird die umwelt geschont


    Nein - da beisst sich eben die Katze in den Schwanz !!!

    Die Erstattung bzw. Minderung der Steuer bekommst du nur im ersten Jahr !!!

    Daher ja auch meine Frage, ob ihr das machen würdet, obwohl es sich finanziell nicht rechnet ;)


    So long :D

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  • Ich glaube nicht, dass sich viele Leute Dieselpartikelfilter kaufen würden, wenn es sich nicht rechnet !
    Für 600 € bekommt man schon eine bessere Stereoanlage, die ich ebenfalls vorziehen würde !
    Anstatt Geld in die Forschung von Dieselpartikelfiltern zu stecken sollte man doch besser nach alternativen Energiequellen Forschen !

    mfG sebavampir
  • sebavampir schrieb:


    Anstatt Geld in die Forschung von Dieselpartikelfiltern zu stecken sollte man doch besser nach alternativen Energiequellen Forschen !

    mfG sebavampir


    Naja ... das wird ja trotzdem gefördert !!! Toyota z.B. bietet in Form des "Prius" ja schon das erste Hybridfahrzeug an :)

    Kombiniert mit nem Verbrauch zwischen 4-5 L und das als Benziner !!!


    So long :D

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  • Sdw19 schrieb:

    ...Daher ja auch meine Frage, ob ihr das machen würdet, obwohl es sich finanziell nicht rechnet ;) ...

    Das zu beurteilen ist nicht ganz einfach.

    Denk mal weiter:
    Wenn du das Fahrzeug nach ein paar Jahren verkaufen willst, dann wirst du MIT Russfilter deutlich mehr für das Fahrzeug erzielen, als ohne. Wenn es wie bisher geht, werden PKWs mit niedrigerer Schadstoffnorm steuerlich dann schlechter gestellt.

    Beim KAT damals haben auch alle gejammert über die Zusatzkosten. Wenige Jahre und Steuererhöhungen später, konnte man PKWs mit Benzinmotor OHNE Katalysator kaum noch verkaufen, da unrentabel.

    Aber um deine Frage DIREKT zu beantworten: JA, ich würde den Mehrpreis für besseren Umweltschutz auch in Kauf nehmen, ohne dass es sich steuerlich rechnen würde!
  • Ich stimme Doc Lion da zu. In ein paar Jahren wird das Pflicht und spätestens dann rentiert sich die Investition...
    Von der positiven Wirkung für die Umwelt mal abgesehen, ist es eigentlich für jeden Dieselfahrer schon jetzt Pflicht...
  • Doc Lion schrieb:

    Denk mal weiter:
    Wenn du das Fahrzeug nach ein paar Jahren verkaufen willst, dann wirst du MIT Russfilter deutlich mehr für das Fahrzeug erzielen, als ohne. Wenn es wie bisher geht, werden PKWs mit niedrigerer Schadstoffnorm steuerlich dann schlechter gestellt.

    Beim KAT damals haben auch alle gejammert über die Zusatzkosten. Wenige Jahre und Steuererhöhungen später, konnte man PKWs mit Benzinmotor OHNE Katalysator kaum noch verkaufen, da unrentabel.


    Den Gesichtspunkt hatte ich ehrlich gesagt, noch gar nicht berücksichtigt - muss dir da aber vollkommen recht geben !!!

    Auf den Vergleich KAT - DPF bin ich bis jetzt noch gar nicht gekommen ...


    So long :D

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  • Ich glaube nicht, dass man soviel Geld freiwillig dafür ausgeben würde. Auf jeden Fall müssen diese Partikelfilter in allen neuen Autos serienmäßig eingebaut sein und die Nachrüstung eines solchen Filters sollte nicht allzu teuer sein, damit möglichst viel sich einen Filter der Umwelt zuliebe zulegen können.
  • kai-ebel schrieb:

    Ich glaube nicht, dass man soviel Geld freiwillig dafür ausgeben würde. ....

    Nur weil du das nicht machen würdest, heisst es doch nicht, dass andere Menschen nicht bereit dafür sind, etwas mehr Geld in ein Neufahrzeug zu investieren!
  • Bei diesem ganzen Rummel um den Dieselpartikelfilter müssen einige wichtige Aspekte beachtet werden.

    Ein DPF erzeugt polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe "PAKs" in stark erhöhten Mengen. Diese lagern sich an die Rußpartikel an und werden während der Regeneration freigegeben. Um die PAKs - insbesondere Benzpyrene - zu entfernen, müsste dem Rußfilter eigentlich noch ein Katalysator nachschalten werden.
    Noch zu erwähnen sind Dioxine die beim verbrennen der PAKS entstehen können. Da die notwendige Regenerationstemperatur ca. 500°C beträgt müsste ein Liter zusätzlich eingespritzt werden. Somit schmiltzt der Treibstoffvorteil - was den Verbrauch angeht - immer weiter.

    Wie siehts hier eigentlich mit anderen innovativen Alternativen wie "Homogeneous Charge Compression Ignition“ (HCCI) aus? Hat jemand genauere informative Fakten dazu?
    "Glück bedeutet nicht, das zu kriegen, was wir wollen, sondern das zu wollen, was wir kriegen."


  • ich denke schon dass es wirtschaftlich interessant sein wird, aber das auch nur wen du den wagen mind. 3 jahre fahren willst, ansonsten rechnet es sich nicht aus. man müsste die einbaukosten und die steuern noch drastischer senken
  • Also ich kann mir nicht vorstellen, dass die Vörderung solcher Autos allzu viel für die Umwelt bringt, da ich nicht glaube, dass genügend Leute nur wegen der Umwelt auf solche Autos umsteigen
  • bei serienmäßigem einbau in neuwagen ist das sicher sinnvoll und auf alle fälle lohnenswert. bei nachrüstung der filter seh ich ein problem: damit das system funktioniert, müssen filter und motor aufeinenader abgestimmt werden. das ist bei neuwagen kein problem, bei nachrüsten jedoch fast unmöglich. nachgerüstete filter erreichen deshalb nur wirkungsgrade von 20-30% der serienmäßigen einbauten; teilweise kann sich aufgrund von dieselmehrverbrauch durch die mangelnde abstimmung die umweltbilanz sogar verschlechtern. ich bin daher gegen die nachrüstung von filtern, aber für den verpflichtenden einbau in neuwagen.
  • Ich halte den DPF ab Werk für eine sinnvolle Sache, ansonsten kann ich mich meinem "Vorposter" (doofes Wort ;) ) nur anschließen. In alten/älteren Fahrzeugen finde ich den nachträglichen Einbau von DPF nicht besonders sinnvoll aus genannten Gründen.

    Desweiteren muss man sagen, dass die DPF in PKWs keine entscheidende Verbesserung zustandebringen, da der Feinstaub der in Industrie und durch zum Teil auch in der Landwirtschaft zusammen einen Prozentanteil von 80 Prozent ausmachen.