Ich finde das 3-teilige System eigentlich ganz gut. Dass die Ergebnisse aus den PISA- Tests v.a. in den skandinavischen Ländern z.T. deutlich besser sind, als bei uns, hat IMO viel weniger mit dem 3-teiligen System oder mit dem (frühen) Wechsel ins Gymnasium zu tun, als vielmehr mit der Ausgestaltung der Schulbildung.
So sind z.B. in Finnland die Klassen meist deutlich kleiner:
Finnland & PISA-Studie
so daß (auch) für schwächere Schüler eine viel bessere Betreuung möglich ist.
Damit erübrigen sich auch die teilweise dogmatischen Diskussionen, ob nun ein Schulwechsel in der 4. 5. oder späteren Klasse stattfinden sollte.
Ich durfte z.B. erst nach der 5. Klasse ins Gym. wechseln, obwohl damals standardmässig nach der 4. Kl. normal war (BaWü), kam aber im Gym. wieder in die 5., hatte dadurch also 1 Jahr verloren.
Ich finde einen frühen wechsel eher besser, weil mehr Zeit in der weiterführenden Schule mit dem etwas strafferen Stoffplan bleibt.
Übrigens find ich 12 Jahre bis zum Abi ausreichend. Aus "meiner" Jungengruppe von 3 Leutchen haben das 2 genau so gemacht (1x Klasse übersprungen, 1x Europaschule, die prinzipiell 12 Schuljahre hat(te))
Notfalls müsste halt der Lehrplan um überflüssiges bereinigt werden, sowie mehr Wert auf didaktische Fähigkeiten der Lehrkräfte gelegt werden.
Und kleinere Klassen sowieso!
Zudem ist m.M.n. der Nachweis ausreichender deutscher Sprachkenntnisse bei der Einschulung absolut nötig. Hilfreich könnte dabei vll. eine Art verpflichtende (kostenfreie) Vorschule sein (s.Finnland)
Hmm, war wieder länglich, aber vielleicht hat jemand dazu ja noch ne Meinung?
bernie15