Audi glaube ich, testet schon länger ein Fahren ohne Fahrer. Was auch schon sehr gut funktioniert.
Technisch sind wir bestimmt weiter als wir "Außenstehende" wissen.
Das Eine hat mit dem Anderen aber nichts zu tun. Die Steuerung eines Autos durch den Stadtverkehr (incl. Fussgänger und Radfahrer) ist wesentlich komplexer als die (recht lineare) Steuerung eines Massenbeförderungsmittels.
Noch die Strassenbahn musste sich den Verkehrsraum teilweise mit anderen Verkehrsmitteln teilen, U-Bahnen hingegen bleiben abgeschottet unter sich. Keine kreuzenden Fussgänger, keine überholen wollende Radfahrer, keine drängelnden Autofahrer.
Die automatische Steuerung eines Autos läuft letztendlich auf nichts anderes hinaus als die Bevormundung des Menschen, der glaubt, daß er mit diesem fährt, während er in Wirklichkeit gefahren wird.
Wäre es auf Dauer nicht einfacher, Menschen einen Chip einzupflanzen, der in deren Steuerungsmöglichkeiten so eingreift, daß diese sich zwangsläufig kollisionsfrei bewegen müssen? Ausserdem wären diese dann auch ausreichend kontrollierbar und der Kampf gegen den Terrorismus wäre dann so gut wie gewonnen (und zwar vom Terror selbst).
Mir wäre es übrigens
nicht lieber gewesen, wenn das Problem, das zum Absturz führte, rein technischer Natur gewesen wäre, denn ich halte nichts von der Devise 'Augen zu und durch'.
So hat eben jeder die Chance darauf, zu zeigen, was er letzten Endes vom Umgang mit Menschen hält. Der Eine macht seinen Wahlkampf auf dem Rücken einer toten Schulklasse, während der andere sein Mitleid über die Angehörigen giesst und dabei auf den Schuldigen deutet.
Ich finde, die wahren Abgründe menschlichen Verhaltens (wie immer man dies auch definieren mag) findet man weniger im Copiloten als in diversen Netzwerken.