Konradin
Registered +
- Registriert
- März 2008
- Beiträge
- 2.942
Zunächst einmal ein liebes Hallo an alle, welche dieser Themenbereich interessiert und die gern Meinungen austauschen und darüber ernsthaft diskutieren wollen. Ich weiß, daß es einen offenen Thread zu diesem Thema bereits gibt, und zwar hier. Dennoch mache ich hiermit einen neuen auf. Meine Beweggründe im Einzelnen:
1. Ich finde die Reduzierung des Themas einzig und allein auf die Frage 'ist Abtreibung Mord' grundsätzlich kontraproduktiv. Dazu hätte eine schlichte Umfrage mit den drei Alternativen 'ja/nein/hängt von den Umständen ab' genügt.
2. Ein aus einem über 10 Jahre alten (übrigens äußerst tendenziösen) Text bestehender Beitrag mit einem einzeiligen Statementen ist in meinen Augen für eine ernsthafte Diskussion etwas wenig. Der Threadstarter hätte sich ruhig etwas mehr Mühe geben dürfen. Von und Diskussionwilligen wird ja auch mit Fug und Recht erwartet, daß unsere Beiträge aus mehr als aus lieblos aus dem Internet gefundenen Artikelschnipseln besteht. Ebenso wird erwartet, daß man zu seiner Meinung steht. Begründungen werden übrigens auch gern gesehen.
3. Ein Threadstarter, der ein Thema initiiert, sich aber innerhalb eines ganzen Monats nicht ein einziges Mal zu Wort meldet, ja, nicht einmal hier einloggt (Letzte Aktivität: 11.02.2009 07:01) disqualifiziert sich dadurch für ein ernstes Thema. Es sieht für mich ganz klar so aus, daß er sich eigens hier angemeldet hat, um durch seine Beitrag gegen die Abtreibung zu missionieren ohne Stellung dazu abgeben zu müssen. Ich finde es nicht ok, ein Thema zu starten und sich anschließend sofort zu verdrücken. Deswegen bitte ich auch den zuständigen Mod darum, den Thread von wes_craven mit Hinweis und Link auf diesen Thread zu schließen.
4. Wie gesagt, schon den Ansatz des alten Threads fand ich wenig gelungen. Erfahrungsgemäß artet so etwas dahingehend aus, daß radikale Abtreibungsgegner ihre Position schon per se als Begründung ansehen, sich auf der anderen Seite aber mit keiner noch so präzisen Begründung der Gegenseite zufriedengeben. Wohlgemerkt, es geht mir nicht darum, den anderen zu überzeugen oder sich selbst überzeugen zu lassen. Aber es geht sehr wohl darum, die andere Meinung als solche stehen lassen zu können, sofern sie auch nur ansatzweise konsistent ist.
5. Ein Hinweis an alle selbsternannten Moralapostel: der Standpunkt, nur die eigene Moral sei moralisch vertretbar ist sowohl moralisch als auch philosophisch gesehen ausgesprochen töricht.
6. Mir geht es hie NICHT um das ungeborene Leben an sich, sondern um die Relation vom ungeborenen Leben zum bereits geborenen. Es geht mir um die Situation der werdenden Mutter, die (mögliche) zu erwartende Situation des werdenden Kindes, aber auch die gesellschaftliche SItuation. Der ethisch-moralische Aspekt ist bei weitem nicht der einzig zu berücksichtigende.
7. Da die Beteiligung im alten Thread recht hoch war und sich zum Schluß gar einige sehr gut ausgearbeitete Beiträge befanden investiere auch ich ein wenig meiner Zeit in diese Thema und mache diesen Thread in der Hoffnung auf, daß diese Basis dem Thema sachlich gerechter wird als der alte Thread.
Meine Meinung zu diesem Thema habe ich ja bereits in einer frühen Phase des alten Threads kundgetan. In dieser Hinsicht sehe ich mich also nicht unter Zugzwang. Dennoch ein kurzes Beispiel, um meine persönliche Position zu verdeutlichen:
Gelegentlich kommt es vor, daß Neugeborene in der Mülltonne tot aufgefunden werden. Ich finde so etwas ohne Worte. Auch und gerade in Zeiten wie dene der Babyklappe. Wie verzweifelt muß eine Mutter sein, ihr Kind auf diese Weise zu 'entsorgen'?
Mir geht es bei dieser Betrachtung keineswegs in erster Linie um den Blickwinkel der Mutter. In meinen Augen wäre es für das Neugeborene erheblich humaner gewesen, rechtzeitig abgetrieben zu werden, als bis zur Geburt mit anschließender 'Müllkippen-Entsorgung' heranwachsen zu müssen. Dieses unsägliche Leid hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen!
Ich bitte um rege Beteiligung.
Gruß Konradin
1. Ich finde die Reduzierung des Themas einzig und allein auf die Frage 'ist Abtreibung Mord' grundsätzlich kontraproduktiv. Dazu hätte eine schlichte Umfrage mit den drei Alternativen 'ja/nein/hängt von den Umständen ab' genügt.
2. Ein aus einem über 10 Jahre alten (übrigens äußerst tendenziösen) Text bestehender Beitrag mit einem einzeiligen Statementen ist in meinen Augen für eine ernsthafte Diskussion etwas wenig. Der Threadstarter hätte sich ruhig etwas mehr Mühe geben dürfen. Von und Diskussionwilligen wird ja auch mit Fug und Recht erwartet, daß unsere Beiträge aus mehr als aus lieblos aus dem Internet gefundenen Artikelschnipseln besteht. Ebenso wird erwartet, daß man zu seiner Meinung steht. Begründungen werden übrigens auch gern gesehen.
3. Ein Threadstarter, der ein Thema initiiert, sich aber innerhalb eines ganzen Monats nicht ein einziges Mal zu Wort meldet, ja, nicht einmal hier einloggt (Letzte Aktivität: 11.02.2009 07:01) disqualifiziert sich dadurch für ein ernstes Thema. Es sieht für mich ganz klar so aus, daß er sich eigens hier angemeldet hat, um durch seine Beitrag gegen die Abtreibung zu missionieren ohne Stellung dazu abgeben zu müssen. Ich finde es nicht ok, ein Thema zu starten und sich anschließend sofort zu verdrücken. Deswegen bitte ich auch den zuständigen Mod darum, den Thread von wes_craven mit Hinweis und Link auf diesen Thread zu schließen.
4. Wie gesagt, schon den Ansatz des alten Threads fand ich wenig gelungen. Erfahrungsgemäß artet so etwas dahingehend aus, daß radikale Abtreibungsgegner ihre Position schon per se als Begründung ansehen, sich auf der anderen Seite aber mit keiner noch so präzisen Begründung der Gegenseite zufriedengeben. Wohlgemerkt, es geht mir nicht darum, den anderen zu überzeugen oder sich selbst überzeugen zu lassen. Aber es geht sehr wohl darum, die andere Meinung als solche stehen lassen zu können, sofern sie auch nur ansatzweise konsistent ist.
5. Ein Hinweis an alle selbsternannten Moralapostel: der Standpunkt, nur die eigene Moral sei moralisch vertretbar ist sowohl moralisch als auch philosophisch gesehen ausgesprochen töricht.
6. Mir geht es hie NICHT um das ungeborene Leben an sich, sondern um die Relation vom ungeborenen Leben zum bereits geborenen. Es geht mir um die Situation der werdenden Mutter, die (mögliche) zu erwartende Situation des werdenden Kindes, aber auch die gesellschaftliche SItuation. Der ethisch-moralische Aspekt ist bei weitem nicht der einzig zu berücksichtigende.
7. Da die Beteiligung im alten Thread recht hoch war und sich zum Schluß gar einige sehr gut ausgearbeitete Beiträge befanden investiere auch ich ein wenig meiner Zeit in diese Thema und mache diesen Thread in der Hoffnung auf, daß diese Basis dem Thema sachlich gerechter wird als der alte Thread.
Meine Meinung zu diesem Thema habe ich ja bereits in einer frühen Phase des alten Threads kundgetan. In dieser Hinsicht sehe ich mich also nicht unter Zugzwang. Dennoch ein kurzes Beispiel, um meine persönliche Position zu verdeutlichen:
Gelegentlich kommt es vor, daß Neugeborene in der Mülltonne tot aufgefunden werden. Ich finde so etwas ohne Worte. Auch und gerade in Zeiten wie dene der Babyklappe. Wie verzweifelt muß eine Mutter sein, ihr Kind auf diese Weise zu 'entsorgen'?
Mir geht es bei dieser Betrachtung keineswegs in erster Linie um den Blickwinkel der Mutter. In meinen Augen wäre es für das Neugeborene erheblich humaner gewesen, rechtzeitig abgetrieben zu werden, als bis zur Geburt mit anschließender 'Müllkippen-Entsorgung' heranwachsen zu müssen. Dieses unsägliche Leid hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen!
Ich bitte um rege Beteiligung.
Gruß Konradin

