Aktien jetzt verkaufen oder weiter halten? geschlossen 

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

FeliX_22

Stammuser
Registriert
Juli 2002
Beiträge
1.620
Hallo Leute!

Ich brauch mal nen Tipp, wie ich weiter vorgehen soll. So wie ich das sehe, habe ich folgende Möglichkeiten:

  • jetzt verkaufen und ein paar Hundert Euro in der Tasche haben
  • - das Geld wieder reinvestieren um noch schneller noch mehr Geld zu haben
  • - von dem Geld das tolle Smartphone kaufen, das ich so gern hätte :D
  • noch mindestens bis zum Ende des Jahres warten, bevor ich überhaupt ans Verkaufen denke

Also ich frage nicht wofür ich mich entscheiden soll, sondern wovon meine Entscheidung noch abhängt, außer dass ich darauf spekuliere, dass der Kurs immer weiter steigen wird. Und mit Dividenden ist nichts.

Gruß

FeliX_22
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Eine weitere Option ist die Reinvestition der Gewinne in andere Aktien, um das Portfolio weiter zu diversifizieren ;)

Ich persönlich halte es so, daß, wenn der Kurs gut gestiegen ist, ich die Stops nachziehe. Wenn der Kurs fällt und den Stop auslöst, dann ist es eben so. Anschließend schau ich nach neuen Anlagemöglichkeiten.
 
Verstehe. Das fällt dann unter "das Geld wieder reinvestieren um noch schneller noch mehr Geld zu haben".

Also dann frage ich nochmal konkret nach, weil ich absoluter Neuling in dem Gebiet bin und mir eher durch Zufall was in die Hände gekommen ist:

Was bringt es mir denn, wenn ich theoretisch Hunderte von Euro spare und spare, aber mit dem Geld nichts anfangen kann, weil ich erst mal was verkaufen müsste, um tatsächlich Geld zu haben?

Eine Möglichkeit wäre, dass ich z. B. immer am Monatsanfang etwas verkaufe. Oder ich behalte eine bestimmte, selbst festgelegt Untergrenze als Aktien und alles was darüber geht "darf" ich dann verkaufen um Geld in der Tasche zu haben (das ich reinvestieren oder verprassen darf).

Vor 3 Wochen zum Beispiel, habe ich etwas verkauft und habe ein klein wenig Geld bekommen. Aus heutiger Sicht war das unklug, weil der Kurs heute viel besser ist. Damals habe ich den Verkauf aber so gerechtfertigt: Ich habe erst jetzt damit angefangen und mache das noch jahrelang so weiter, ich weiß nicht wie sich der Kurs entwickeln wird. Also kann ich langfristig gesehen den "Gewinn" von ein paar Tagen verprassen. Diese Ausrede/Rechtfertigung zieht aber nur ein Mal. :D Allerdings habe ich durch den Verkauf noch mehr Aktien durch Reinvestition, war also doch nicht so unklug von mir :D

Ich hoffe ich habe mich überall verständlich ausgedrückt. Mir ist klar, dass jeder selbst wissen muss, was er letztendlich tut. Nur ein paar Entscheidungshilfen, die wären nett :)


Gruß

FeliX_22
 
Im Nachhinein ist man immer klüger ;) Dieses "hätte ich bloß" wird Dir aber nicht weiterhelfen.
Es ist natürlich sinnvoll und wichtig, vergangene Trades nochmal revue passieren zu lassen ("warum kaufte ich", "warum verkaufte ich" etc), aber es muß auch seine Grenzen haben. Du wirst nie perfekt handeln können - falls doch, gib mir bescheid und werde mein Fondmanager :D

Wenn Du das nächste Mal tradest, solltest Du bereits noch vor Eintritt bereits eine Exitstrategie haben: wo setzt Du den Stop, wann nimmst Du Gewinne mit und wieviel (zB nur 50% der Aktien verkaufen, den Rest weiter halten), ziehst Du den Stop nach etc. Und an diese Strategie sollte man sich auch dringend halten, falls nicht wichtige Gründe dagegensprechen. Ansonsten neigt man schnell zu emotionalen Handlungen, die normalerweise teuer werden :D

Und um das Geld nicht zu schnell zu verprassen, empfiehlt es sich, die Risikoposition pro Trade einzuschränken. Über 2% gehen schon schwer Richtung Zockermentalität.
Noch schnell eine Beispielrechnung:
Kapital: €50.000
Aktienkurs: €100
Stop: €92
Risiko: 2%

Anzahl der Aktien bei 2% Risiko: 50.000 * ,02 / (100-92) = 125 Stück -> €12.500

Im schlimmsten Fall hast Du dann 2% Deines Kapitals verloren (€1.000), nicht mehr (von Gebühren mal abgesehen).
 
... zB nur 50% der Aktien verkaufen, den Rest weiter halten ...

Aha, genau sowas meinte ich. So ein Gedanke kam mir auch mal. War also nicht verkehrt :) Wie du mittlerweile sicher bemerkt hast, bin ich da echt unerfahren, muss mich noch in so viel Zeug einlesen. Auf jeden Fall Danke schon mal für die Tipps bisher :) Vielleicht hab ich irgendwann auch so viel Kapital :eek:

Gruß

FeliX_22
 
Hallo FeliX_22
Ich empfehle dir das Smartphone :D. Immerhin hättest du dir dann einen Herzenswunsch erfüllt und hast erst noch etwas Handfestes für dein Geld bekommen. :)

Ich gebe es ehrlich zu - von der Börse halte ich (als ehemaliger Banker) gar nichts mehr. Sie ist ein grosses Spielkasino und nur wenige gewinnen, aber viele verlieren. Es kann lange gut gehen doch plötzlich rollen die Rubel davon..... wenn du es trotzdem nicht bleiben lassen kannst, dann bist du mit twinkys Rat nicht schlecht bedient, damit könntest du einen allfälligen Schaden eingrenzen. ;).

Gruss freefloating
 
Ich rate dazu, erst mal eine Vorstellung zu entwickeln, was man überhaupt will. Geht es darum Geld gewinnbringend anzulegen oder will man sich lieber etwas davon gönnen. Das eine schließt das andere nicht aus, aber dann muss man sich trotzdem erst einmal klar darüber sein, wieviel Geld man wofür einsetzen möchte.
Mit Aktien habe ich, wie viele andere auch, schon schlechte Erfahrungen gemacht. Ein Erfolgsrezept ist bei mir aber hängen geblieben: Mach nicht das was alle anderen machen! Verkaufe (wenn Du in der Gewinnzone bist) Aktien, die gut dastehen und kaufe bei günstigen Kursen Aktien von Unternehmen, die nicht so einfach "untergehen" (z.B. Dax-Werte). Das Geschwätz von irgendwelchen Gurus kannst Du getrost ignorieren.

Liebe Grüße von Sab
 
Kann mir jemand ein gutes Buch / ebook zum Thema CFD empfehlen?

@freefloating
Glaub ich dir gerne, aber ich denk da muss jeder selbst seine Erfahrungen machen.

@Sabine_M
Ziel: Finanzielle Unabhängigkeit :D

Gruß

FeliX_22
 
In den nächsten 2 Jahren ist damit zu rechnen dass der Euro kaputt geht. Das bedeutet wir bekommen eine neue Währung.
Da deine Aktien auf Euro lauten, sind sie erstmal nichts mehr wert, denn eine Währungsreform sorgt erstmal für kräftige Verluste an den Finanz-und Kapitalmärkten. Das bedeutet dass die Kurse für Aktien stark sinken werden.

Da Aktien jedoch Sachkapital sind, also einen realen Anteil am Unternehmen verbriefen, werden die Kurswerte der Aktien nicht wertlos.
Einige Unternehmen werden dabei pleite gehen! Wenn du Aktien von diesen Unternehmen hast verlierst du alles (Totalverlust). Die anderen Unternehmen, die die Währungsreform überleben, werden irgendwann ihren alten Wert wieder aufholen. Das kann jedoch viele Jahre dauern...
 
Diese ganze Zockerei mit Aktien sollte man verbieten. Überhaupt ist das ganze Zinssystem was für den Ars.. Wenn es das nicht gäbe hätten wir so einen Mist wie Finanzkrise nicht.
 
@jensfrobisch
Obwohl ich deinen Ausführungen teilweise zustimmen kann, finde ich doch, dass du ziemlich übertreibst. Aber du hast schon recht, dass es nicht besser wird, siehe dazu ESM Wie eine planwirtschaftliche Schuldenwährung Vermögen und Moral zerstört (5/5) - YouTube. Es wird keine neue Währung geben, aber die Leute werden noch ärmer werden. Kennt man ja.

@firefoxi
Tatsache ist aber, dass wir alle Geld brauchen, ob wir wollen oder nicht. Entweder du gehst harter und ehrlicher Arbeit nach, wirst damit glücklich aber nicht reich, oder du nutzt die Mechanismen, die gegeben sind, um "dein Geld für dich arbeiten zu lassen". Das nennt sich Kapitalismus oder so ähnlich. Und du bist mittendrin.

@twinky
Ich bin noch weit davon entfernt mich mit CFDs auszukennen. Hab mir paar Bücher besorgt. Ja, ist schwierig. Aber die Sache mit den Aktien für lange Zeit zu halten - da fühlte ich mich nicht wohl. Lieber habe ich ein Depot und handle nur wenn mir danach ist. Handle ich nicht, hab ich keine Kosten/Verluste. Im Moment handle ich mit Spielgeld (Demo-Account) und finde die Sache ist es wert, Zeit zu investieren um zu lernen. Ach und CFDs sind gar nicht teuer. Ich kann selbst entscheiden, für wieviel Euro ich z.B. in den DAX einsteige. Die Stückzahl muss ja nicht ganzzahlig sein. Oder mit teuer meinst du die Kosten beim Broker, aber die sind bei der richtigen Ausstiegstechnik vernachlässigbar - sagt meine schlaue pdf.

Gruß

FeliX_22
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mit "teuer" meine ich im Vergleich zu Alternativen; hebeln kann man auch mit Optionen, dann zwar mit Fälligkeit, aber die kann man vernachlässigen. Optionen lassen sich zudem leichter absichern.
Übrigens sind auch die besten Ausstiegstechniken nicht gegen Overnight Gaps gefeit. Bei einem zu großen Hebel bist Du dann mal schnell pleite, noch bevor Du aufwachst.

Wenn Du etwas über Aktien lernen möchtest, kauf Dir ein paar gute Statistikbücher. Ich selbst war anfangs auch immer auf der Suche nach möglichst schnellem Erfolg (da helfen Hebel ;) ) und verlässlichen Ein- und Ausstiegssignalen. Tatsächlich liegt das Geld aber im Money- und Riskmanagement - wenn Du hier versagst, nützt alles andere nichts.
 
Dann hast du wohl keine Bücher von Joe Ross gelesen. :)

- Ich handle nur, wenn ich einen Trend erkenne, der "mein" Trend ist - der meinen Regeln entspricht.
- Ich halte keine Position über Nacht, weil ich noch ruhig schlafen will.
- Ich warte nicht auf DEN Gewinn, sondern mache beständig kleine Gewinne und noch kleinere Verluste.

Statistiken? Ich weiß nicht, die sagen doch nichts über den Einzelnen aus.

Als nächstes werde ich "Joe Ross, Mark Cherlin - Aktientrading Band 2: Management und Psychologie" lesen.

Die schwierige Aufgabe ist also nicht viel Zeit zu investieren um viel zu lesen und zu verstehen, sondern vor allen Dingen die richtige Einstellung und die nötige Disziplin aufzubringen.

Gruß

FeliX_22
 
Ross und seine Ross-Haken sind mir bekannt. Seine Bücher habe ich früher auch verschlungen.
Deine Einstellung ist löblich, läßt sich aber nicht mit Hebelprodukten vereinbaren. Und handle erstmal mit richtigem Geld, dann merkst Du, was Psychologie eigentlich bedeutet. Vielleicht bist Du ja anders als alle anderen, aber eine Serie von Verlusttrades läßt einen schnell irrational werden; eine Serie von Gewinntrades sogar noch viel schneller.

Statistik läßt sich selbstverständlich auch mit nur einer einzelnen Zeitreihe betreiben.
 
Meine Fragen sind damit beantwortet. Sollte noch jemand was wichtiges zum Thema sagen wollen, bitte eine PN an mich, dann mach ich den Thread wieder auf. Ich freue mich über weitere Tipps, aber erst Mal hab ich genug Stoff zum Lesen.

Danke an twinky und die Anderen fürs beteiligen :)

Gruß

FeliX_22
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben Unten