@ Faehnrich 
Vmtl. kennst Du mich hier aus dem hiesigen Net- oder Boardzusammenhang noch nicht so gut,
um bzgl. meines durchaus existierenden Mitleids für ALLE Betroffenen nicht auch zwischen meinen bisherigen Zeilen zu lesen.
Mit dem von mir gebrauchten Begriff des "erschüttert sein" wollte ich übrigens auch das Bedauern um jetzt Betroffene wie auch anderer Ereignisse mit einschließen.
Allerdings bin ich mir (nicht nur hier) zu schade,
wortreich verbales 'Mitgefühl' auszudrücken,
anstatt konkret an der Aufarbeitung bzw. an der zukünftigen Verhinderung solcher Taten möglichst konstruktiv mit zu wirken.
Solche Menschen als krank zu bezeichnen, ist zwar grundsätzlich richtig,
zeigt aber einerseits auch ein erschreckendes Bild unserer Gesellschaft,
die auch hier eher 'Krankes' ausgrenzt als helfend beizustehen.
Wichtiger ist mir aus meiner jetzigen, ja distanzierten Position dann zumindest eher das sachliche Verstehen um die Zusammenhänge und auch das Aufzeigen von Unterlassungen.
Zu Gewalt beinhaltenden Spielen habe ich mich ja eigentlich bereits deutlich genug geäußert. Denn nichts in unserem Leben oder Handeln bleibt ohne Auswirkungen, auch wenn sich dies teils auch erst nach langer Zeit, u.a. auch einmal sehr negativ zeigt.
Zu ergänzen wäre dazu vllt. nur noch, dass Diejenigen, welche die Auswirkungen realer Gewalt z.B. bei Unfällen (Rettungsdienste etc.) oder gewaltätigen bzw. kriegerischen Auseinandersetzungen (z.B. als Journalist bzw. unbeteiligte Zivilisten) selbst erlebt haben,
zu solchen virtuellen (blutigen) Spielereien bzw. Konstrukten ein eher distanzierteres Verhältnis haben
Von daher auch mein evtl. missverständlicher Eingangssatz # 138

.
Aber es ist m.M.n. schon mehr als unverfroren, wie scheinheilig und teils ohne fundierte Kenntnisse und Recherchen sich sowohl manche Medienvertreter, Politiker wie auch u.a. hier Beteiligte zum Thema äußern,
und dabei auch hier eher Unterzuordnendes (wie ein kaum untersuchter PC-Inhalt mit tw. Egoshootern/Pornos) massiv hervorheben und Offentsichtlicheres dabei eher vernachlässigen.
Wie z.B. der absolut unverantwortliche Umgang mit Waffen eines anscheinend sogar im entsprechenden Schützenverein mit Aufsichtsaufgaben betrauten väterlichen Waffennarrs,
der seinen ja offensichtlich psychisch labilen Sohn auch noch sowohl den Umgang als auch den Zugang zu derart gefährlichen Waffen ermöglicht hat.
(Übrigens das 4. Mal in D, das Zusammenhänge mit Sportwaffenbesitzern zu Derartigem geführt haben.)
Der 'offensichtlichen' Ahnungslosigkeit - oder sollte ich sagen Gleichgültigkeit - der dörflichen Nachbarschaft, der Schützenvereinsmitglieder und auch ehemaliger Mitschüler etc.,
steht doch z.B. auch die zielgerichtete Tötung von vielen Mädchen aus seinem Ortsteil gegenüber, welches jetzt auch weitergehende Rückschlüsse zuließe.
Das zudem nach einem Therapieabbruch anscheinend kaum weitergehende Schritte von Eltern, Ärzten etc. unternommen wurden und regelrecht rechtfertigend von Allen auf das introvertierte und einzelgängerische Wesen des Jungen verwiesen wird und auch ehemalige Mitschüler/Nachbarn die Schuld an der Ausgrenzung/Isolation seiner Person eher ihm selbst zuschreiben, lässt doch zudem tief blicken.
Es ist eben das allgemein anerkannte Credo unserer Gesellschaft, sich tunlichst um sich selbst zu kümmern und gefälligst Andere dabei nicht mit hinein zu ziehen...
Wenn dies dann aus welchen konkreten Gründen einmal in extremste Situationen mündet,
wird zuallererst gerne nach Schuldigen ganz woanders gesucht
und eigene Verantwortlichkeiten weit von sich gewiesen...
Leider auch hier wiedermal...
Von daher zeigen sich bei mir hier auch keine wie auch immer gearteten 'Krokodilstränen'
oder eher inhaltloses Entsetzen oder Bedauern.
Aber das hierbei wiederum gesellschaftliches Miteinander - sogar hier im eher dörflichen Rahmen - völlig versagt hat
und nebenbei auch die staatliche Kontrolle z.B. von Waffengesetzen komplett ohne Belang war,
ist zwar aus anderen Zusammenhängen auch schon (länger) bekannt,
wird aber so, wie das Thema jetzt auch wieder einmal 'behandelt' wird,
auch in naher Zukunft eher ganz schnell wieder nur 'mediale' Geschichte sein.
Leider

...halt bis zum nächsten 'Vorfall'
Die von Dir hier übrigens angesprochene Dunkelziffer unentdeckter bzw. evtl. rechtzeitig noch verhinderter Fälle sollte zwar auch nachdenklich stimmen...
Ich befürchte aber auch dabei einen ähnlichen Umgang wie bisher...
Nämlich eher ein Verdrängen und gar Vergessen.
Gruß
muesli
PS
@ Hudson
Danke für Dein Welcome back

Aber ... !
Gegenüber Kennzeichnungspflichten bin ich auch eher allergisch

Ein paar wohlmeinende Worte und Infos an betroffene Mitmenschen, Schüler, Lehrer etc. sollten zur Wahrung gesellschaftlicher Belange doch wohl eher helfen, gelle ...
Empfehle zu diesem Punkt eher ein -> Edith
