Dass irgendein Laptop länger hält als ein anderer hat auch nur mit der Qualität der Hardware und nicht mit dem Hersteller zu tun. Wenn man ein PC-Laptop mit vergleichbarer Quaität haben möchte, ist der Preis für ein Macbook Pro häufig gar nicht mehr so viel höher. Z.B. kostet ein 15" Elitebook von HP auch schnell mal 1600,- EUR, dafür bekommst Du ein vergleichbares Macbook Pro auch.
[\quote]
Tatsächlich habe ich für mein Elitebook gerade mal 1000 Euro hingelegt und es ist tatsächlich von der Leistung einem Macbook Pro überlegen. Und das Gehäuse des Laptops ist qualitativ einfach wesentlich hochwertiger als das eines Macbooks (Ich hatte vorher eines und es hat sich einfach schon nach wenigen Wochen nicht mehr wertig angefühlt). Und meiner Meinung nach ist auch die Verarbeitungsqualität des Gehäuses ein entscheidendes Argument, sofern man ein Gerät will, was einem auch in n Jahren noch dienen kann.
Den Tipp OS X auf einem nicht-Apple Laptop zu installieren kannst Du getrost in der Pfeife rauchen. 1. befindest Du Dich damit in einer rechtlichen Grauzone und 2. ist das ein Riesen-Handstand. Außerdem droht Dir bei jedem Update der komplette Systemausfall.
Umgekehrt kann man - völlig legal - auf jedem Intel-Mac auch Windows installieren.
Wo ist das bitte rechtliche Grauzone? Wenn man das OS legal kauft, dann darf man es auch auf seinem Gerät installieren. Und nur, weil Apple lieber nur seine überteuerten Preise einnehmen will, heist das noch lange nicht, dass man das nicht trotzdem legal machen darf.
Der Installationsaufwand mag etwas größer (und vor allem auch: es nicht wert!) sein, aber trotzdem würde ich es nicht für einen Riesenhandstand halten.
Und der Umkehrschluss ist im Übrigen auch falsch. Bei mir zumindest hat Windows nach der Installation auf einem Macbook (inklusive Installation der Apple-Treiber) leider trotzdem das Touchpad nicht in vollem Umfang nutzen konnte. Und das lag definitv daran, dass die Apple-Treiber das Touchpad nicht vernünftig implementierten - ob absichtlich oder nicht, lass ich mal in den Raum gestellt, ich will Apple hier ja schliesslich nicht unterstellen, gezielt Mitbewerber schlecht zu machen!
Achja und Pflege bzw. Vernachlässigung. Darauf gehe ich jetzt gar nicht ein, das ist einfach auch völliger Blödsinn.
Stimmt. Wer ein MacBook hat, verbringt nun mal eh mehr Zeit damit, alles mögliche zu Putzen und zu Reinigen.
Aber die Hardware-Software-Konstellation ist leider einfach gut.
Habe ich halt genau andersrum erfahren: Bei mir hat sich das MacBook, was ich hatte, leider nie so verhalten, wie ich wollte. Selbst simpelste Aufgaben waren im Vergleich zu Windows wesentlich aufwendiger auszuführen. Am Ende musste es leider darauf klarkommen, dass es nur noch für IM genutzt wurde. Mit allen anderen Aufgaben war es einfach überfordert! (Soviel auch zum Thema super Hardware-Software-Paarung: Schon nen simpler Task und schon dreht der Lüfter auf und alles beginnt zu stocken...)
Also tatsächlich kann ich leider nur sagen, dass Mac-basierte Systeme leider keine gute Mensch-Maschinen-Interaktion bieten. Stattdessen wird man als Nutzer in absolut unbequeme Denkmuster gezwungen. Klar, wenn man dann in diesen Denkmustern erst mal etabliert (also von Apple an deren Firma angepasst wurde), dann findet man das auf einmal super und alles andere voll doof. Tatsächlich muss ich, reflektierend über mein Verhalten zu Zeiten, wo ich noch mein MacBook hatte, leider sagen, dass ich durchaus eine gewisse kognitive Dissonanz an den Tag gelegt habe.
Bezüglich der Firmenpolitik kann ich noch hinzufügen: Für ein gebrochenes Display - was eigentlich auch ein Garantiefall gewesen wäre und von dieser tollen Apple-Care-Versicherung abgedeckt gewesen sein sollte - wollte Apple 800€ für eine Reparatur haben. Aus "Kullanz" sind sie dann auf 500€ runter gegangen. Tolle Preise. Ich hab dann dankend abgelehnt und das Display selbst gegen gleiches Modell von eBay (für 120€ neu!) ausgetauscht.
Auch zur Firmenpolitik gehörend: Apple baut sein OS X auf dem Darwin-Kernel auf, einem modifizierten Linux-Kernel. Entsprechend muss Apple auch in der Linux-Community aktiv sein. Tatsächlich hat Apple in den letzten 10 Jahren nur sehr wenige Beiträge, die man glaub ich sogar an einer Hand abzählen konnte, zum Linux-Kernel geleistet. Gleichzeitig bedient sich Apple aber gern und umfangreich aus dem Linux-Code um sein eigenes System zu verbessern. Man könnte praktisch sagen, dass sich Apple da mit fremden Lorbeeren schmückt. Gleichzeitig dürfte jeder erkennen, warum Apple in der Linux-Gemeinde sehr unbeliebt ist.
Ach ja. Mein Macbook hab ich dann irgendwann komplett neu installiert und meiner Mutter geschenkt. Nach einem dreiviertel Jahr ihr Kommentar dazu: "Ich find das einfach unglaublich mühsam." Mehr muss man dazu ja wohl nicht sagen.
Um das Ganze abzuschliessen: Mac oder nicht ist tatsächlich ein sehr umfangreiches Streitthema. Sobald jemand etwas gegen Apple sagt, kommen alle Apple-User an und versuchen einen, von Apple zu überzeugen. Dabei werden auch gerne Argumente ignoriert und einfach sinnfreie Diskussionen geführt. Am Ende muss jeder selbst entscheiden, ob er sich gerne einer elitären Gesellschaft anschliessen möchte oder eben nicht. Aber ich möchte jedem, der eine Anschaffung eines MacBooks erwägt, ernsthaft dazu raten, vorher das OS gründlich und umfangreich zu testen um herauszufinden, ob er - oder sie - damit wirklich klar kommt. Und das geht tatsächlich am Besten, wenn man sich entweder irgendwo ein MacBook für ne Woche ausleiht und versucht, damit zu Arbeiten, oder eben auf seinem jetzigen Rechner einmal OS X installiert.