Im Prinzip ist das natürlich möglich, ist aber nicht ganz so einfach wie sichs zuerst anhört.
1. Kupferrohr geht schon mal gar nicht, eben weil es Kupfer ist. Ergibt eine elektrochemische Reaktion, die die Fische so sicher nicht mögen. Auch die vorgeschlagenen Wärmetauscher verstopfen bzw. setzen sich zu schnell mit den Sedimenten des Aquariums zu. Hier muss ein Liebig- oder Schlangenkühler her.
2. Den gleichen Kreislauf für beides geht auch nicht; der Wärmetauscher am Prozessor setzt sich aus den gleichen Gründen zu. Also Primär- und Sekundärkreislauf, passt auch zum Liebigkühler.
3. Temperaturregelung
Das dürfte wohl die größte Herausforderung sein. Das Aquariumwasser muss 27°C +/- 1° haben, aber die Schwankung muss über einen längeren Zeitraum (ca. 1-2 Std.) erfolgen, sonst nehmen's die Fische übel.
Wenn wir grosszügig rechnen ergibt sich folgendes:
Angenommen, du hast ein 100l Becken und dein Prozessor hat eine Verlustleistung von 80 Watt.
Wasser hat eine spez. Wärmekapazität von ca. 4200
Wir benutzen die Formel Wärme Q = cWasser x m x (T - T0) und setzen folgendes ein:
Wärmemenge Q = 4200 x 100l x 1° = 420000
t= Q/P = 420000/80 = 5250 s
5250/60 = 87,5 min
Mit anderen Worten, nach 1 Std. und 18 min Rechnerbetrieb ist dein Aquarium um das max. eine Grad aufgeheizt und du musst deinen Rechner ausschalten (oder anders kühlen).
Natürlich gibt das Becken in der Zeit auch wieder Wärme ab (Abhängig von Umgebungstemperatur) und der Prozessor verbraucht auch nicht ständig 80 Watt (abhängig von den Aufgaben), aber mit diese Berechnung hast du doch schon mal eine gewisse Vorstellung.
Es sind wohl doch einfach zu viele Faktoren um dies relativ einfach zu lösen, deshalb mein Rat: Leite die Abluft deines Rechners gegen das Aquarium, das spart auch Heizstrom und ist viel einfacher.
Trotzdem aber, muss ich sagen, der Ansatz war gut, TOLLE IDEE!
:hit: