Ich kann nur sagen: Schön, wenn das wahr würde! Die PKV ist nach wie vor der Grund, warum so viele Gutverdiener aus dem "Solidarsystem Krankenversicherung" ausscheren, damit gehen den Kassen die richtig guten Beitragszahler verloren, die auch noch dazu weniger krank sind und die Leistungsträger der Gesellschaft. Aber warum sollte man das weiter zulassen? Damit ein paar kleine PKVen sich daran sattverdienen? Ich finde das müsste abgeschafft werden, damit endlich wirklich solidarisch in diesem KV-System gewirtschaftet wird. Kein Wunder, dass die AOKen und die anderen, die jeden aufnehmen müssen immer am Rande der Pleite sind: die zahlungskräftigen gehen raus, legen die Ersparnisse auf Halde oder aufs Konto und freuen sich, dass sie bei den Ärzten auch noch bevorzugt behandelt werden, während der Wald und Wiesen Mensch bei AOK drei Wochen auf einen Facharzt warten muss.
Daneben sei's aber noch gesagt: Wer sich privat versichert ist nicht nur selbst schuld, sondern sollte wirklich das Ersparte zum Kassenbeitrag anlegen und sammeln: Er braucht's nämlich irgendwann. Zum Beispiel, wenn er/sie richtig krank wird und z.B. einen Rollstuhl braucht, der steht nämlich nicht im Hilfsmittelkatalog drin, auch und schon gar kein E-Rollstuhl, Duschstuhl, Pflegebett und alles, was an Hilfsmitteln so nötig ist wenn man richtig krank und/oder alt und/oder behindert wird. Man muss ja wissen, irgendwo muss das was die PKVen billiger macht, ja eingespart werden. Hab schon genug Lehrer, Polizisten oder Beamte und anderweitig privat Versicherte gesehen, die dann plötzlich die Augen groß machten als ihnen das klar wurde und nicht das Ersparte auf Halde lag. Da kommen dann die großen Beträge zusammen, für die der PKV-Mensch vorsorgen muss.
Aber viel schlimmer ist eben das Ausscheren -Können aus dem Solidarsystem, das dadurch schon lange keins mehr ist.
Wenn man das unterbunden hätte, wären wir alle einen Schritt weiter.
Aber da ist die Lobby der PKVen vor, die wird schon verhindern, dass es dazu kommt. Weder eine SPD noch eine CDU Regierung hat das je geschafft, ebensowenig wie die Abschaffung der Pharma-Pfründe, die weiter mehr als 60% der Kosten im System ausmachen.
Allerdings glaube ich nicht, dass diese o.a. Allianz-Pläne eine wirkliche Alternative sind, das ist doch nichts anderes als PKV in anderem Gewand! Ich meine, das darf nicht in der Hand einer rein wirtschaftlich orientierten Versicherung sein, sondern muss auch irgendwie kontrolliert werden können - also wie eine GKV mit unterschiedlich besetzten Gremien, die auch sozial orientiert handeln, nicht allein wirtschaftlich. Mit der Allianz haben wir nur eine abgespeckte PKV "für alle" - wo sich wieder nur die BEsserverdiener die guten Leistungen kaufen können, also weiterhin ein 2-Klassen-System.
Gruß McJupp