Aussichten Mathematik/Chemiestudium geschlossen 

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Fresh D.

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Hallo Leute,

kann mir jemand etwas zu den Berufs und Zukunftsaussichten eines Mathematik / Chemiestudiums sagen? Wie sieht da der Markt aus, glaubt ihr das solche Leute in Zukunft gebraucht werden?
Ich überlege mir in welche Richtung ich den gehen möchte und dachte an diese beiden Fächer.
Zu Mathe: Ich gehör nicht zu denen die Mathe studieren wollen weil es kein NC hat sondern weil das einfach das ist was ich an besten kann. Ich schreib ohne was zu lernen 13-15 Punkte.
 
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Ich kann Dir nur raten, das zu studieren was deinen Neigungen entspricht.
Ich habe damals den Fehler gemacht, nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten mein Studienfach auszusuchen, und mußte auf halbem Wege abbrechen weil das einfach nichts für mich war.

Deine Berufsaussichten hängen ohnehin nicht nur vom Arbeitsmarkt sondern vielmehr von deinen persönlichen Eigenschaften ab.
Dann kannst du besser gleich das studieren was dir gefällt. Dann kannst du wenigstens durch Authentizität überzeugen.

mfg
 
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Ich will dir ja nicht die Hoffnung vermiesen aber ein Mathematikstudium ist auch mit 13-15 noch immer nicht leicht. Ich hatte in Mathe fast durchgängig 15 und mir fällt Mathe trotzdem nicht leicht, wobei noch hinzkommt, das ich nicht Mathe sondern Physik studiere. Die einzigen, die bei uns mit Mathe keine Probleme haben, sind diejenigen, die von einem Spezialgymnasium kommen.

Mathe im Studium ist einfach komplett anders. Es geht halt einfach nicht mehr ums rechnen sondern ums beweisen. In ersten Semester Mathe wars schon mal ein Highlight eine größere Zahl als 2 zu sehen.

Also ich will dir das Mathematikstudium keinesfalls ausreden aber auf jeden Fall solltest du dich nochmal eingehend erkundigen und am besten dich mal mit Mathematikstudenten unterhalten. Es sind schon sehr viele auf die Nase gefallen, wie ich auch an den Abbrecherquoten bei unseren Mathestudenten sehe.

Solltest du das Studium dann geschafft haben, hast du aber auf jeden Fall gute Jobaussichten. Meistens wirst du natürlich fachfremd eingesetzt (Risikoberatung, Versicherungen, Optimierungen).
 
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Beide Studienrichtungen sehen jetzt und auch in naher Zukunft ganz gut aus. Es gibt immer noch einen Naturwissenschafter Mangel, und die Absolventenzahlen sind immer noch niedrig (steigen seit ein paar Jahren aber stetig). Also gute Aussichten.

Rodan hat aber recht, wenn er sagt Mathe studium hat mit Abi mathe nix zu tun. Da wird hergelitten was das zeug hält. Am ende gibt es keine Lösung mehr auf Mathematische Fragen, sonder nur Mathematische beschreibungen irgendwelcher Probleme. Wenn man das mag ist das natürlich super, wenn es mehr ums rechnen und das Lösen von Probleme gehen soll, wäre Chemie sicher besser.

Am besten fragt man Diplomanden aus dem Bereich der einen interessiert.
 
ich selbst studiere mathe, bin eigentlich auch recht glücklich damit, auch wenns wie schon gesagt wurde kein zuckerschlecken ist, aber man kann auch durchkommen ohne tag und nacht zu lernen, ist halt eher verständnis, das man für mathe braucht, kein wissen wie bei medizin oder anderen fächern

bei chemie, naja ich weiß nicht so recht, ich hab von mehreren verschiedenen unis gehört, dass nen chemiker nichts zu lachen hat, soll heißen, die ham da vielleicht keinen nc drauf, aber die studienbedingungen sind grah, also 300 leute im hörsaal und ende des semesters hat die hälfte aufgehört
naja, würd vielleicht im vorraus bei deiner uni mal in der chemiefachschaft mal nachfragen, wie gut man da chemie studieren kann, und obs empfohlen wird

und bezüglich neigung oder nicht studieren, man sollte sich ja schon in die richtung entscheiden, die einem liegt, aber man sollte nicht jedes murksfach wählen, nur weil man denkt, das hat man drauf... denn am ende kann man damit dann nichts anfangen, und viel zeit ist verbraucht

und dann noch zu dem kommentar vom physiker hier, bin auch nebenfach physiker und die mathematik, die in der physik benutzt ist, ist öfter mal wischiwaschi, da ist dann die mathematik dahinter nicht das problem, sondern wie die physiker es einem beibringen
 
Nuja, Mathe liegt mir schon ziemlich. Mein Mathelehrer attestiert mir ein Verständnis, dass er (wörtliches Zitat) " in 30 Jahren als Lehrer noch nicht gesehen hat". Ich mach Sachen, für die sogar Leher nen TR brauchen noch ohne mit der Wimper zu zucken im Kopf.
Es ist einfach "mein" Fach, Chemie ist auch gut aber in Physik mus ich mich dann schon etwas anstrengen, dass liegt mir nicht so wirklich.
Deswegen würd ichs ungern Studieren. Das Optimum wäre wenn man Mathe und Chemie verbinden könnte.
 
...
und dann noch zu dem kommentar vom physiker hier, bin auch nebenfach physiker und die mathematik, die in der physik benutzt ist, ist öfter mal wischiwaschi, da ist dann die mathematik dahinter nicht das problem, sondern wie die physiker es einem beibringen

Jaa das Sagen unsere Mathematiker genauso... In der Physik teilt sich halt 0/0 ohne Probleme^^. Mir gings auch nicht um die Mathematik in der Physik sonder um die Mathematik die ich als Fach habe. Und die wird bei uns von den Mathematikern gehalten. Also halt das ganz normale Algebra, Analysis, Numerik, Funktionentheorie, DGL, ect. pp. Und ich denk das ist durchaus vergleichbar mit einem Mathematikstudium, wobei das natürlich nochmal verschärfter ist.

Saßt du schonmal in einer Vorlesung über Quantenmechanik (Theoretische Physik)? Ich denke nicht das wischiwaschi Mathematik ist.
 
Es ist einfach "mein" Fach

na also, warum fragst du uns dann, wenn du es doch weißt, dass es das beste für dich ist?

wegen dem verbinden fällt mir jetzt auf anhieb nichts ein.
um deinen "ganzen spaß" mit mathe zu haben solltest du schon ein ganz normales mathestudium machen.
chemie müsstest du dann viell. noch extra studieren
 
Wenn es dir liegt, dann mach es einfach.

Ist logischerweise und wie auch schon gesagt wurde, nicht leicht. Es kann sein, dass es dir vorkommt, als ob du noch nie richtig Mathe gehabt hättest. Aber natürlich zu schaffen.

Die wirtschaftlichen Aussichten sind meiner Meinung nach sehr gut, weil man ein weites Spektrum abdeckt und ein Mathestudium einen gewissen Stellenwert hat.

Ein Tipp:

Such dir deine Uni sehr gut aus. Da gibt es Unterschiede, die man sich kaum vorstellen kann.
 
Hey,

ich studiere selbst auch Mathematik.
Ich hatte in der Schule leider nur Grundkurs Mathematik und da auch keine herausragend guten Noten.
Außerdem wurde ich von zahlreichen Leuten darauf hingewiesen, dass eine Mathematik Studium sehr schwer und zeitaufwendig ist.
Trotzdem habe ich das Studium gewagt, weil mich die Sachen doch irgendwie interessiert haben und mir nach dem Grundkurs irgendwie noch was gefehlt hat.
Solltest du auch dieses Interesse besitzen, dann kann ich dir nur zum Studium raten, denn wenn du dich dafür interessiert investierst du die Zeit gerne.
Außerdem wird dir im Mathe Studium schnell klar, ob es dir gefällt oder nicht. Die Prüfungen sind relativ schwer und gleich zu Beginn wird ordentlich aufs Tempo gedrückt.
Wer da nicht mithält fliegt aus dem Rennen und falls du auch darunter bist, dann weißt du wenigstens, dass das Studium nichts für dich war.
Ist immer noch besser, wie bei vielen anderen Studiengängen wo erst nach 4 Semestern mal ne schwere Prüfung kommt und dann reihenweise Leute wieder ganz von vorne anfangen müssen
 
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Ich dachte an die Uni Tübingen, komm aus dem Raum Stuttgart. Oder gibts da bessere Alternativen in der Umgebung +- 150 km?
 
Wie schon etliche vor mir sagten, studiere unbedingt das, was Dir am meisten liegt und Dir auch Spass macht.
Allerdings mußt Du einkalkulieren, dass ein Mathe-Studium nichts mit Gymnasium-Mathematik zu tun hat. Wobei mir persönlich Analysis noch ziemlich leicht fiel, mußte ich in Linearer Algebra schon etwas mehr tun. Aber schon während des Grundstudiums belegte ich noch die Grundlagenfächer in Physik. Da die Mathe-Scheine voll auf das Physik-Studium angerechnet wurden, machte ich 3 Semester nach dem Mathe-Diplom auch noch das Physik-Diplom.
Heute arbeite ich als Physiker, aber auch die Berufsaussichen für Mathematiker waren zumindest vor 2 Jahren hervorragend. Hauptsächlich bei Banken und Versicherungen.
 
Die Uni in Tübingen ist auf jeden Fall eine gute Adresse.
Sie hat eine der besten deutschen Mathe-Fakultäten und einen sehr guten Ruf.
Wenn du eh aus der Gegend kommst, dürfte das sicherlich eine gute Wahl sein.
Vielleicht findest du ja jemanden, der dort studiert/hat - wäre vielleicht noch besser für Erfahrungsberichte.
 
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Ich geister nächste Woche eh durch Tübingen, mach da ein Praktikum an der Uni Klinik. Ich werd mal in die Mathematisch Physikalische Fakultät reinschneien und mich da mal umsehen und mich vllt mit jemandem unterhalten.
 
Zapata schrieb:
???
Auch nicht in der Grundschule.

Bitte was? Wie willst du denn bitte 0/0 berechnen? Ist das 1 oder 0 oder unendlich? Ich glaub das ist eine bisschen komplexer als du dir das vorstellst. Im Normalfall macht man dann eine Grenzwertbetrachtung. Und das ist sicherlich nicht trivial.
 
was nen zufall, ich bin an der uni tübingen :)

wie das in zukunft mit dem bachelor mathestudium aussieht kann ich dir leider nicht sagen, aber als diplomer muss man nicht herrausragend sein um da weiterzukommen. in manchen klausuren zu anfang des studiums hat man die hälfte der benötigten punkte allein durch das rechnen des euklidischen algorithmusses erreicht. also man sollte auf die klausuren schon lernen, aber im grunde muss man wirklich wenig draufhaben, um doch noch durchzufallen

bezüglich deines taschenrechnerkopfes muss ich dich eventuell enttäuschen, mathe in der uni ist nicht das was es in der schule war
da wird nichts mit taschenrechner gerechnet
sondern es ist viel mehr eine schulung in logischem denken, aus gegebenen definitionen neue dinge zu beweisen. wobei es im grundstudium auch noch immer wieder übungsaufgaben gibt, in denen man tatsächlich nur rechnen muss (aber das ist rechnen, dass man wenn dann lieber auffm blatt macht, und das ohne taschenrechner). wenn du willst, kannst du dir auch mal auf mathematik-tuebingen-forum • Foren-Übersicht im forum die scripte zu den vorlesungen lineare algebra 1 und analysis 1 anschaun. im grunde sind die vorlesungen so aufgebaut, dass man sie auch komplett ohne jegliches mathematisches vorwissen besuchen kann, da es wirklich elementar anfängt. nur wird es dann recht schnell sehr anspruchsvoll. aber ich denke, wenn du schon mathematische neigungen hast, wird nen mathestudium das richtige für dich sein
wann willst du denn damit anfangen? nächstes jahr?
ausserdem bist du eher auf lehramt oder bachelor aus?

ach und wegen chemie, ich kenn da einen, der chemiker ist, und von dem hab ich unter anderem diese sachen, vonwegen in chemie wird während des studiums gesiebt, gehört. würde dir wirklich raten bevor du das anfängst mal mit einem chemiker hier aus tübingen zu reden. wenn dir physik nicht liegt, kannst du dir auch mal gedanken machen, ob du vielleicht info als nebenfach wählen willst. da wird zwar auch stark gesiebt, aber die mathematiker/physiker, die ich kenn, die das als nebenfach haben, ham das alle geschafft. ausserdem ist chemie meines wissens recht zeitintensiv, d.h. versuchstage mit protokollen und so...
ansonsten gibt es noch philosophie als nebenfach zur mathematik, wobei ich nicht genau weiß, ob das einem im späteren leben was bringt ;)


@rodan
seit diesem semester sitz ich in qm drin, bisher isses die beste physikvorlesung, die ich hören durfte, wobei die physiker doch gerne mal ungenaue notationen benutzen, sodass ich für ne eigentlich leichte übungsaufgabe mehrere stunden gebraucht habe, nur weil ich mit der notation nichts anfangen konnte...
das mathe für phsiker weiß ich nicht, ob man das wirklich vergleichen kann, als mathematiker hat man zu jedem der themen ne eigene vorlesung, die schön strukturiert ist, für die physiker wird ja im grunde alles nötige zusammengepackt, so dass vielleicht auch teile die die physiker nicht brauchen weggelassen werden, die aber zum leichteren verständnis der vorlesung doch angebracht wären...
 
Ich kann deinen Ausführungen zum Studium nur zustimmen.
Ich selber studiere bereits nach dem Bachelor/Mastersystem, welches wohl dann auch auf Fresh D. zukommen wird.
Im Unterschied zum Diplomstudiengang musst du jetzt deutlich mehr Prüfungen schreiben.
So konnte man z.B. bei uns vorher in der Vorlesung Numerik immer durch das Bearbeiten der Übungsaufgaben einen Schein für die erfolgreiche Teilnahme erhalten.
Mittlerweile wird dort auch eine Abschlussprüfung geschrieben, deren Note in deine Endnote einfließt.
Alles in allem sind die Vorlesungen gleich geblieben, doch die Zahl der Prüfungen ist gestiegen.
Dies sollte dich allerdings nicht abschrecken, da das Problem nicht spezifisch für den Mathematik Studiengang ist.
 
@rodan
seit diesem semester sitz ich in qm drin, bisher isses die beste physikvorlesung, die ich hören durfte, wobei die physiker doch gerne mal ungenaue notationen benutzen, ...

.. auch teile die die physiker nicht brauchen weggelassen werden, die aber zum leichteren verständnis der vorlesung doch angebracht wären...

QM ist doch wirklich was schönes^^. Die Notation ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig aber man gewöhnt sich dran. Bei uns steht Theoretische Physik seit dem ersten Semester auf dem Studenplan, irgendwann blickt man es.

Ich wollte auch nicht behaupten, das wir nur ansatzweise Mathematik in der Tiefe eines Mathematikstudiums haben. Aber ich musste mich doch gegen den Vorwurf wehren, das wir nur wischiwaschi Mathe hören würden.
 
Nuja bin erst in der 12ten und muss cshuan ob mich der Bund noch will^^. Je nach Lage geh ich auch vielleicht ein Jahr ins Ausland. Der Thread war eher dazu gedacht das eine oder andere über die Studiengänge zu hören.
Das hab ich jeztt und ich denk das es dann am Ende doch Mahte wird. Aber passiren kann ja noch viel^^
Wenn dann am 21.12.2012 die Welt untergeht ists eh hinfällig mit dem Studium.

Danke jedenfalls für eure Hilfe

@mod Bitte Closen
 
Inhaltlich kann ich nichts zum Thema Mathestudium sagen (will ich auch gar nicht, war meiner Einschätzung nach auch gar nicht deine Frage).

Rein faktisch ist es aber so, dass in naher Zukunft (5 - 10 Jahre) ein großer Bedarf an Absolventen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich besteht. Eine genaue Prognose für Fachrichtungen kann man nicht abgeben, aber allgemein gesehen ist ein Studium um Mathe/Chemie/Physik - aber auch Ingeneurswissenschaften - nicht verkehrt und unter Arbeitsmarktsgesichtspunkten keine schlechte Wahl. Derzeit ist es so, dass im naturwissenschaftlichen Bereich unterdurchschnittlich weniger Studienanfänger beginnen und es daher in oben genannter naher Zukunft durchaus einen größeren Bedarf geben könnte, der möglicherweise gut mit deinem Ausbildungsende harmonieren dürfte :)
 
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