was nen zufall, ich bin an der uni tübingen
wie das in zukunft mit dem bachelor mathestudium aussieht kann ich dir leider nicht sagen, aber als diplomer muss man nicht herrausragend sein um da weiterzukommen. in manchen klausuren zu anfang des studiums hat man die hälfte der benötigten punkte allein durch das rechnen des euklidischen algorithmusses erreicht. also man sollte auf die klausuren schon lernen, aber im grunde muss man wirklich wenig draufhaben, um doch noch durchzufallen
bezüglich deines taschenrechnerkopfes muss ich dich eventuell enttäuschen, mathe in der uni ist nicht das was es in der schule war
da wird nichts mit taschenrechner gerechnet
sondern es ist viel mehr eine schulung in logischem denken, aus gegebenen definitionen neue dinge zu beweisen. wobei es im grundstudium auch noch immer wieder übungsaufgaben gibt, in denen man tatsächlich nur rechnen muss (aber das ist rechnen, dass man wenn dann lieber auffm blatt macht, und das ohne taschenrechner). wenn du willst, kannst du dir auch mal auf
mathematik-tuebingen-forum • Foren-Übersicht im forum die scripte zu den vorlesungen lineare algebra 1 und analysis 1 anschaun. im grunde sind die vorlesungen so aufgebaut, dass man sie auch komplett ohne jegliches mathematisches vorwissen besuchen kann, da es wirklich elementar anfängt. nur wird es dann recht schnell sehr anspruchsvoll. aber ich denke, wenn du schon mathematische neigungen hast, wird nen mathestudium das richtige für dich sein
wann willst du denn damit anfangen? nächstes jahr?
ausserdem bist du eher auf lehramt oder bachelor aus?
ach und wegen chemie, ich kenn da einen, der chemiker ist, und von dem hab ich unter anderem diese sachen, vonwegen in chemie wird während des studiums gesiebt, gehört. würde dir wirklich raten bevor du das anfängst mal mit einem chemiker hier aus tübingen zu reden. wenn dir physik nicht liegt, kannst du dir auch mal gedanken machen, ob du vielleicht info als nebenfach wählen willst. da wird zwar auch stark gesiebt, aber die mathematiker/physiker, die ich kenn, die das als nebenfach haben, ham das alle geschafft. ausserdem ist chemie meines wissens recht zeitintensiv, d.h. versuchstage mit protokollen und so...
ansonsten gibt es noch philosophie als nebenfach zur mathematik, wobei ich nicht genau weiß, ob das einem im späteren leben was bringt
@rodan
seit diesem semester sitz ich in qm drin, bisher isses die beste physikvorlesung, die ich hören durfte, wobei die physiker doch gerne mal ungenaue notationen benutzen, sodass ich für ne eigentlich leichte übungsaufgabe mehrere stunden gebraucht habe, nur weil ich mit der notation nichts anfangen konnte...
das mathe für phsiker weiß ich nicht, ob man das wirklich vergleichen kann, als mathematiker hat man zu jedem der themen ne eigene vorlesung, die schön strukturiert ist, für die physiker wird ja im grunde alles nötige zusammengepackt, so dass vielleicht auch teile die die physiker nicht brauchen weggelassen werden, die aber zum leichteren verständnis der vorlesung doch angebracht wären...