...
- sinnlose arbeit (gab es schon immer und wird es immer geben)
oder
- jeder arbeitet weniger stunden in der woche um die arbeit gerecht auf alle zu verteilen (...
wenn wir uns die gesamtheit des systemes ansehen, dann müssen wir einfach tiefer schaun und uns den ursprung, die einzelnen betrachten.
effektivität gründet sich auf die motivation und den fleiß der arbeitenden klasse. je mehr ein jeder "wirtschaftlich" arbeitet wird, desto besser funktioniert das system.
wie kann ich also menschen zur arbeit bewegen? für das system ist es am besten jeden einzelnen auszusaugen (arbeitstechnisch).
ich kann es nur wenn ich die menschen belohne (durch geldauszahlung) oder durch bestrafung. stichwort ist hier positive oder negative konditionierung. wie wir bereits aus der biologie wissen ist die positive konditionierung die effektivere methode, deshalb werden die menschen auch nicht direkt zur arbeit gezwungen (ausnahme das arbeitsamt - ironisch gemeint).
theoretisch ist sinnvolle arbeit eine produktive arbeit (güterproduktion), aber ich benötige auch vertriebsstrukturen, überwachungsstrukturen usw.
die wirtschaft muss zudem auch noch die natur des menschen mit einbinden und in auch kontrollieren (z.b. polizei nötig, um straftaten zu verhindern). diese menschliche natur muss in jedem politischen und wirtschaftlichen system berücksichtigt werden!
was dein beispiel mit den supermärkten angeht, so spiegelt es super die freie marktwirtschaft wieder. wir benötigen konkurrenz, um den besten preis für die produkte zu realisieren.
märkte die einen überhöhten preis anbieten werden von anderen unterboten und ausgestochen (sie können es sich nicht leisten bei gleichem gut und service einen hohen preis zu fordern). märkte die zu günstig ihre waren anbieten können nicht dauerhaft existieren. am ende pendelt sich somit der preis ein und schafft ein gleichgewicht.
der konsument entscheidet ebenso wie wichtig ihm die ware ist.
beispiel:
ich kaufe ein brot für 1,-€. das brot ist mir als 1,-€ wert. tage später steigt der preis auf 1,50€ und ich kaufe es immer noch (es ist mir auch diesem preis wert). ein anderer kauf das brot auch für 1,-€, aber 1,50€ ist ihm zuviel. also steigt der andere auf ein anderes gut um (er substituiert das gut/ die ware brot) und kauft nun lieber für 1,50€ brötchen. es folgt, das die nachfrage an brot abnimmt und auf dauer der preis fällt bis sich angebot und nachfrage treffen. die betriebe die das brot also noch mit gewinn produzieren können, werden das brot produziern und sind effektiv (andere suchen sich einen neuen markt).
jedes gut/ware kann subsituiert werden, dies geschieht nach individuellen maßstäben. da man aber den "endpreis" eines gutes/einer ware nie genau bestimmen kann erfolgt ein ständiger preiskampf bzw. eine preisbewegung.
folglich beleiben nur effektiv produzierte waren am markt, denn nur sie können sich gegen andere durchsetzen!
jetzt aber das problem an der geschichte!
wir leben nicht in einer freien marktwirtschaft, sondern in einer sozialen marktwirtschaft in die der staat massiv eingreift! das bedeutet, dass mechanismen der freien marktwirtschaft ausgehebelt werden und an effektivität verlieren.
sobald der staat einen preis festsetzt, eine arbeitszeit, einen mindestlohn usw. wird das marktgleichgewicht gestört.
der staat versucht als wohlwollender dikator etwas gutes für seine bürger zu bewirken, aber er verschlechtert die im endeffekt die güterversorgung.
beispiel:
sozialer wohnungsbau
der staat betreibt sozialen wohnungsbau um schlechter gestellte bürger mit wohnmöglichkeiten zu versorgen. (klingt gut, ist aber schlecht)
würde der staat dieses geld, die zuschüsse aber den bürgern als mietzuschüsse auszahlen, dann könnten sie auch etwas teurere wohnungen anmieten und der markt würde bei einer höheren nachfrage auch mehr wohnungen anbieten können. der mietpreis würde klettern, aber nicht um die höhe der zuschüsse. am ende würden die bürger freie wohnungswahl haben und etwas mehr geld in der taschen. auch gibt es unter den zu fördernden bürgern unterschiedliche interessen und schwerpunkte, d.h. sie würden trotz der zuschüsse unterschiedliche wohnpreise akzeptieren und somit in unterschiedlichen gegenden leben wollen.
dieses thema ist etwas komplex und die beschriebenen fälle kann man besser durch grafiken darstellen um sie zu verdeutlichen.
freie marktwirtschaft -> basiert auf dem egoismus der einzelnen individuen die zusammen die gesellschaft bilden. unter berücksichtigung der menschlichen natur.
soziale marktwirtschaft -> ist die freie marktwirtschaft unter berücksichtigung der sozialen ebene. die "verlierer" der freien marktwirtschaft werden hierbei berücksichtigt!
egoismus in der Marktwirtschaft -> ich will mehr als die anderen, also muss ich mehr leisten und bin produktiver
arbeits-
motivation -> geld
geld -> gibt den wert meiner bemühungen, meiner arbeit wieder. belohnung für mein tun (positive konditionierung). mit geld kann ich also auch individuelle wünsche erfüllen.
arbeitsamt in der sozialen marktwirtschaft -> versucht die arbeitslosen in arbeit zu bekommen und wendet dabei auch strafmaßnahmen an (negative konditionierung)
das komplexe an der sache ist das einzelne individuum, da die menschen so verschieden sind muss der markt sich ständig aufs neue auf die leute einstellen und bleibt ewig in bewegung. der markt kann und wird nie ideal sein, aber er tendiert immer in diese richtung.
ich kann hier nicht alles in einzelheiten beschreiben, aber es gibt sehr gute volkswirtschaftsbücher die es können. am besten kann man es anhand von grafiken erkennen und begreifen.
bitte nicht falsch verstehen, aber ich persönlich bin für die soziale marktwirtschaft!
leider haben wir immer wieder politiker die es nicht richtig begreifen und beschlüsse fällen die völlig uneffektiv sind.
auch der verwaltungsapparat in der BRD, wie auch in anderen ländern ist zu sehr ausgebaut.
aber es ist tatsächlich besser wenn menschen ünnötig arbeiten, als dass sie als sozialverlierer zuhause ir dasein fristen und verkommen. so halten sich viele bürger als nützliches rad im system und sind für sich zufrieden (auch wenn es nicht förderlich fürs system ist).
moderne produtionsverfahren sparen arbeit ein. folge und frage:
weniger effektives arbeiten oder mehr uneffektives arbeiten?
wir haben die wahl!
zur zeit sieht es aber eher so in der BRD aus als ob die bürger die in arbeit sind mehr arbeiten müssen und die arbeitslosenzahlen weiter steigen.
wir sollten über gerechte arbeitsverteilung sprechen und anschließend über die effektivität der arbeit.
erst viel mit arbeit zu mehr selbstbewußtsein und zu einer lebensverwirklichung bringen durch gerechtere arbeitsverteilung und kürzere arbeitszeiten und dann die uneffektive arbeit bekämpfen zu einer weiteren arbeitszeitverkürzung.
ich bin kein systemkritiker, ich möchte nur dass das system besser angewendet wird!!!
ich stehe hinter der sozialen marktwirtschaft! der trend heute in der BRD geht jedoch mehr und mehr von der sozialen in die freie marktwirtschaft über bzw. wendet die soziale komponente mehr als uneffektiv an!
wer wendet es an?
unsere volksvertreter!