Du scheinst da etwas zu verwechseln,
Buswusel. Was hat die Rechtschreibreform mit dem ganzen Multi-Kulti-Kram, wie du ihn nennst, zu tun? Eigentlich nichts.
Außerdem scheinst du mir etwas zu reformfeindlich zu sein. Vieles liegt hier im Argen und dagegen helfen unter anderem Reformen. Natürlich müssen Reformen sinnvoll sein und vieles von dem, was einem als 'Reform' angedreht wird, ist nicht einmal das Papier wert, auf dem es gedruckt ist.
So ist es auch bei der Rechtschreibreform, die ich komplett ablehne, weil die in meinen Augen keine Verbesserung darstellt - eher im Gegenteil.
Das Einschleichen von fremden Redewendungen in eine Sprache hat mit der Rechtschreibreform nichts zu tun. Schon immer gab es Dialekte, einen Jargon für jedwede Zielgruppe, Anglizismen, eine Gossensprache und vieles mehr. Gerade bei den Anglizismen stecken oft wirtschaftliche Interessen dahinter. Cerealien verkaufen sich nun einmal mittlerweile besser als Getreide (weiß überhaupt noch jemand, was Getreide ist?).
Den Trend zum Multi-Kulturellen begrüße ich unbedingt, stellt der doch eine echte Bereicherung dar. Schlecht angebrachte Anglizismen hingegen widern mich an. Aber mit Multi-Kulti haben sie nichts am Hut. Erstens fehlt die Kultur und zweitens ist es kein Multi, kein Mit- und Nebeneinander, sondern ein Verdrängen sonnvoller deutscher Begriffe.
Nicht, daß man mich hier falsch versteht, per se habe ich nichts gegen Anglizismen. Nie käme ich auf die Idee 'Motherboard' eindeutschen zu wollen und deutsche Abkürzungen wie ZPE (Zentrale Prozessor-Einheit) statt CPU finde ich albern. Wir leben in einem globalen Zeitalter, dem auch die deutsche Sprache Rechnung tragen muß, aber was zu weit geht, das geht eben zu weit.
Gruß Konradin