Bushs Schuhwerfer... Diskussion 

Hero irgendwie tanzen wir im Kreis... Weder Du noch das natürlich seriöse und absolut objektive Anarchopedia können etwas an der Geschichte und der Rolle der USA ändern.

Dass dieses System einige der kleinen Diktaturen die es selbst eingesetzt respektive verursacht hat wieder entsorgt hat (nämlich jene die nicht bedingungslos kollabiert haben) und sich deswegen als Held aufspielt ist nichts neues und verbessert das Bild keineswegs.

Das Wort "Sachzwänge" erinnert an den Sachzwang, den der Räuberhauptman empfindet wenn er seine Beute oder seine Stellung in der Bande verteidigen will.
Geraubtes Gut zu verteidigen ist Notwehr, nee klar. Sachzwänge.

Die Verharmlosung des Ethnozides an den Indianern auf dieser verlinkten Seite ist aber geschmacklos ebenso wie das elegante Übersehen des Schicksals von doch mehr Abermillionen Afrikanern die auf den Sklavenschiffen und Plantagen verreckt sind. Die in der Diaspora in den Massenselbstmord schritten. Genauso wie es die irakischen und aghanischen Gefangenen heute tun und die Opfer der Foltercamps nach dem 2.Wk. ebenso taten. Es hat sich nichts an der Handschrift geändert.

Was die Darstellung der Rolle der USA in Wk I & II angeht,fehlen mir die Worte, wie kann jemand mit Deiner doch nicht nur geringfügig vorhandenen analytischen Kompetenz auf so etwas verweisen?!
 
Was hast du denn mit sochen Äußerungen für Probleme:
Tragisch ist das Schicksal der nordamerikanische Ureinwohner, die entweder direkt von Siedlern ermordet wurden oder die ihrer Lebensgrundlage und Kultur beraubt wurden. Die USA beteiligte sich im Großen Stil am Sklavenhandel und die afroamerikanische Bevölkerung musste Jahrhunderte für ihre Gleichberechtigung kämpfen. Auch heute kann man, wie überall auf der Welt, nicht von einer absoluten Gleichberechtigung sprechen.

Die USA war auch sowohl im 1. als auch im 2. Weltkrieg aktiv und entschied maßgebend deren Ausgang. Die USA haben Europa zusammen mit den anderen Alliierten befreit und Nazideutschland besiegt. Sie sind traditionelles Asylgebiet für politisch Verfolgte.

Haben die USA Deutschland nicht Befreit sonder ein neokolonialen Raubzug gemacht, weil die hier Bodenschätze vermutet haben, oder haben sie auch Hitler genauso wie Saddam aufgerüstet und sind eigentlich dran Schuld?

Die bin mir sehr woh über die Rolle der USA in der aktuellen (und vergangenen) Weltpolitk bewusst und dass da einige zu Tiefst abstoßende Teile dabei sind/waren will ich hier auch in keinster Weise leugnen oder relativieren.

Im Grunde genommen unterscheidet die USA sich in ihrer Außenpolitik aber nicht von andern kapitalistischen Ländern, bloß mit den Unterschied, dass die USA ein sehr großes Land mit einer entspechend starken Wirtschaft sind. Hätte es aber Deutschland/Frankreich/Russland/Takatukaland genützt Saddam Hussein zu unterstützen bzw. im Irak/Afgahnistan militärisch zu intervenieren hätten sie dies genauso getan.

Was du hier versuchst ist die USA als den Grund für alles Schlechte hinzustellen. So nach den Motto: zu erst lebten alle Menschen friedlich miteinander, dann kamen die USA und machte wegen ihrer wahnsinnigen Gier alles kaputt. Deine Erklärungen Deutschland oder der Irak würden nur deshalb und nur dann das Völkerrecht brechen, weil/wenn sie die USA dazu zwingen würde ist unter diesen Hintergrund genauso absurd, wie deine Andeutung Bush sei quasi schlimmer als Hitler.

Insbesonder deine Gegenüberstellung von Deutschland nach den Wir-sind-die-Guten Prinzip ist idiotisch und trifft die Realität in keinster Weise.

So zu tun als wäre die ganze welt nur wegen einem (bzw. zwei) Land (Ländern) so schlecht ist eine verdammt verkürzte Sicht auf kapitalistische Vergesellschaftung.
 
Grundsätzlich finde ich die Argumentation etwas bedenklich, ein Verbrechen dadurch zu relativieren, das irgendwer sonst "es genauso getan hätte".
So funktioniert die Argumentation nicht. Fakt ist sie haben es getan, die anderen nicht. Im übrigen habe ich nicht angedeutet, Bush sei quasi schlimmer als Hitler. Ich habe lediglich Chomskys Schlussfolgerungen zitiert, der die Relationen auf den Punkt gebracht hat.




Nochmals Abraham Lincoln 1864 über das seinerzeitige Ende der sogenannten US-Republik: "..ich sehe für die nahe Zukunft eine Krise herannahen, die mich entmutigt und veranlaßt, für die Sicherheit meines Lands zu zittern. Als ein Ergebnis des Kriegs sind Kapitalgesellschaften auf den Thron gesetzt worden. Es wird eine Ära von Korruption in den höchsten Stellen folgen. Die Geldmacht des Landes wird – um ihre Herrschaft zu verlängern – die öffentliche Meinung bearbeiten, bis aller Reichtum in ein paar Händen angehäuft und die Republik zerstört ist. Ich ängstige mich um die Sicherheit meines Landes mehr als jemals zuvor"

Dieses Werk war spätestens 1914 mit der Gründung der Federal Reserve Bank vollendet.


Zu Deinem ersten Zitat:
Angesichts von doch über 8stelligen Opferzahlen im Fall der Indianer und knapp unter 9stelligen Opferzahlen unter den Schwarzen scheint mir das ein wenig zu viel "understatment", dies vor dem mehr als bedenklichen Hintergrund das in die andere Richtung sehr wohl die Kampfrhetorik fliegt.


Ich will Dir nichts unterstellen, aber genauso mit Nebelgranaten arbeitet man den proimperialen in die Hände. Vielleicht hast Du hehre Motive, ich weiß es nicht.



Zu Deinem zweiten Zitat:
Ein Klares Nein auf den ersten Teil der zweiten Frage. Hier ging es nicht darum irgendwen zu befreien sondern um die Ausweitung der eigenen Macht und die Unterwerfung Europas. Durch vollständige Ausschaltung des temporär wieder erstarkten Deutschlands UND des brit. Empires. Dort wo früher die Engländer die Kolonialherren waren sind durch die sogenannte UN-geführte Entkolonialisierung die US-geführten Konzerne ans Ruder gekommen.
Churchills Sager mit dem geschlachteten falschen Schwein ist zwar legendär, er trifft das Dilemma Englands aber nicht ganz. England hat -so denke ich- einen weit höheren Preis gezahlt als Deutschland. Wenn man die Ausgangspositionen 1918 mit dem Ergebnis 1945 vergleichen will.

Bei der Hitlerfinanzierung kann und will ich mich aber nicht festlegen, einfach weil ich zu wenig weiß um hier den Beweis antreten zu können.
Es gibt wohl Indizien, und aufgrund der Art wie versucht wurde -und auch noch wird- entsprechende Aufdecker zu diskreditieren drängen sich Schlüsse auf, aber das ist für sich kein Beweis. Man könnte es aber einfach machen und angesichts der nachgewiesenen Manipulationen vorher und nachher die Beweislastumkehr schlagend machen.

Abgesehen davon ist das fast nebensächlich.
Die Förderung des polnischen durchaus agressiv expansionistisch angelegten Faschismus, der auch als unfreiwilliges Bauernopfer sein Scherflein zur vollen Eskalation 1939 beigetragen hat ist nachweisbar.
Die Intervention in die britische Innenpolitik ist auch nachgewiesen.

____
Und wichtiger: Die Rolle im 1. Wk. ist vollständig geklärt:
Kriegsbeteiligung als Scheinneutraler, einseitige Waffenlieferungen, Lousitania, Wilsons Friedenslügen die in Versaille & St. Germain endeten etc.) Dieses Diktat war dann die Wurzel für die Radikalisierung, die im 2.Wk mündete. Es wäre ein fataler Fehler, 1. & 2 Wk zu trennen.

Die seltsame frühe Allianz USA / Lenin 1917ff ist auch ein Kapitel für sich. Nachdem die US-Elite niemals direkt Seite an Seite mit dem Zarenreich kämpfen wollte -die "veröffentlichte Meinung" in den USA hätte dies nicht zugelassen- mußte dieser weg.
Dass dadurch wir (also die vereinten Kaiserreiche Österreich-Ungarn und Deutschland) mehr Kräfte im Westen freihatten und die Engländer noch mehr Kredite brauchten war ein Nebennutzen für die USA. Wie auch die europäische Polarisierung, die der Leninismus/Stalinismus später auslöste.


Wichtig:
Ohne die Personelle und materielle Unterstützung Englands durch die Oberneutralen auf Pump wäre der Krieg rasch vorbei gewesen und hätte in einem europatypischen gerechten Frieden gemündet.
Diese Kredite wären aber bei einem solchen Frieden eben nicht eintreibar gewesen, daher die direkte Intervention um das Diktat durchzusetzen. Das kein Frieden war. Der Begriff "Zweite Dreißigjährige Krieg" ist aus gutem Grund entstanden. Und es ist offensichtlich, warum er ausgerechnet in unseren Breitengraden gerne verunglimpft wird, eben aus psychologischem Kalkül.



Nachtrag zu deinem kleinen musikbegleitenden You2be Verweis:
Daran ändern auch die meiner Meinung nach völlig jenseitigen Zirkelschlüsse der Bahamas-Fraktion nichts (sinngemäss ist ja deren Kernaussage, ein logischer Schluss der einen gemeinsamen Nenner mit den falschen Interessengruppen verursacht muss falsch sein. Also die Nazis sind gegen den Irakkrieg, wir müssen deswegen dafür sein. Sie definieren sich also über die Nazis und haben keine autonome selbst entwickelte Meinung. Dass man auch das Richtige aus den falschen Gründen und das Falsche aus den richtigen Gründen wollen kann, entgeht ihnen dabei völlig. Dazu S. Holmes: "Wenn man alle logischen Lösungen eines Problems eliminiert, ist die unlogische obwohl unmöglich unweigerlich richtig ")

In Systemzusammenhängen analysiert sind diese Herren eine fünfte Kolonne und würden sie denn je als Bedrohung ernstgenommen werden (und nicht wie meistens als ein paar abgedrehte Nazis, die sich einen Spass erlauben, eingestuft) sie wären eine Zielscheibe der Ressitance. Völlig zurecht meine ich.
Schau Dir besser Dutschke an als diese auf einem Auge blinden Scheuklappenträger ist mein Rat dazu. Hier findest Du ihn:
http://www.youtube.com/results?search_query=dutschke&search_type=&aq=0&oq=dutsch


Ich habe doch jüdische Genossen und ihre Meinung zu den ADs ist eine große Hilfe, daher tue ich sie kund:

1) Das unbefugte Führen der israelische Flagge ist ein Handeln unter falscher Flagge
2) Das verwenden der israelische Flagge gemeinsam mit Transpis im Stil von "Bomber Harris do it again" ist ein unverhohlener Aufruf zum Rassenhass. So etwas richtet mehr Schaden an, als es Flugblätter im schlimmsten Stürmerstil könnten.
Das ist auch eine Verunglimpfung dieses jüdischen Symbols
4) Dies weil das Judentum sicher nichts mit Harris und seinem Kumpel Rhodes zu schaffen hatte.
5) Die jüdische Flagge weht über den Linken, Uri Avnery, der Friedensbewegung der Solidarisierung mit israelischen KriegsdienstverweigerInnen und sicher nicht bei jenen die sich mit der Minderheit der imperialistischen religiösen Ultranationalisten und Rassisten im Knesset verbrüdern
6) Es gibt genug echte Antifaschisten und jüdische Holocaustübelebende und Widerständler die gegen so etwas mobil machen. Vor allem wegen der Verunglimpfung des Judentums. Und die und ihre Familien haben in ihrem Leben bei weitem mehr Tatsachen gegen den Antisemitismus geschaffen, auch im Kärntner Abwehrkampf, als die ADs und Bahamas Lehnwörter beherrschen.
7) Die einzig richtige Antwort auf ADs ist das gute alte "o.a.M.".
8) Ein Gewerkschaftsräumkommando unter Führung jüdischer Funktionäre wäre rasch mobilisiert um diesem Spuk ein Ende zu bereiten, sollte er hier im Süden auftreten.
9) Spätestens wenn der erste jüd. Gewerkschaftler im Zuge der Auseinandersetzung mit ADs zu Boden geht, und er würde es logischerweise darauf anlegen ist eine weitere Tatsache gegen den Antisemitismus und die ADs geschaffen und der letzte Zuschauer auf der Straße hat verstanden, daß die ADs sicher nichts mit Israel und den Juden zu schaffen haben und in einen Topf gehören.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nur falls es nicht bekannt sein sollte ;)
Schuhe werfen entspricht in der arabischen Welt in etwas den Eier,
die ein gewisser Kohlkopf sich vor Jahren hier mal eingehandelt hat ;)

Quasi ein Ausdruck der höchsten Verachtung,
Richtig so :)

Ansonsten @ youngster :) SI
Die Klage dazu wird übrigens ja schon vorbereitet.
Und bei Karacic hat's ja auch etwas länger gedauert :devil:
 
wieviele leute wurden noch gleich im irak und afghanistan mit schuhen (oder warn's doch granaten) beworfen worden und sind dabei umgekommen?
:rolleyes:

wie schade dass in dem schuh der auf Bush geworfen wurde keine Granate drin war :D

egal...online kann man auch schon schuhe auf Bush werfen.Googlet einfach nach "sock and awe"


:löl:
 
Grundsätzlich finde ich die Argumentation etwas bedenklich, ein Verbrechen dadurch zu relativieren, das irgendwer sonst "es genauso getan hätte".
Wenn du so tust, als ob die USA das einzige Land wären, welches fahig wäre "etwas Böses" zu tun dann nicht.

So funktioniert die Argumentation nicht. Fakt ist sie haben es getan, die anderen nicht. Im übrigen habe ich nicht angedeutet, Bush sei quasi schlimmer als Hitler. Ich habe lediglich Chomskys Schlussfolgerungen zitiert, der die Relationen auf den Punkt gebracht hat.
schau mal hier:
Hitler bekam im 1. Weltkrieg als Melder selbst eine Ladung Kampfgas ab und fürchtete deswegen Gas im Krieg.
Wohingegen Bush Kampfgas (incl Psychokampfstoffe und CO-Fluten von Bunkern und unterirdischen Anlagen), Atombomben und toxische Uranmunition als normalen Teil der Kampfhandlungen betrachtet und zumindest in Afghanistan und dem Irak die Fehl- und Missgeburten dank des Urans und vergleichbarerer Segnungen der Zivilisation sprunghaft angestiegen sind und noch weiter ansteigen.

Zu Deinem zweiten Zitat:
Ein Klares Nein auf den ersten Teil der zweiten Frage. Hier ging es nicht darum irgendwen zu befreien sondern um die Ausweitung der eigenen Macht
Überlegen wir mal:
D vorher: Fascho-Diktator
D nachher: halbwegs-funktionierende Demokratie
Das ist für mich sehr wohl eine Befreiung.
Das die Allierten das nicht gemacht haben, weil sie Spaß dran hatten ist natürlich klar.

Nachtrag zu deinem kleinen musikbegleitenden You2be Verweis:
Daran ändern auch die meiner Meinung nach völlig jenseitigen Zirkelschlüsse der Bahamas-Fraktion nichts (sinngemäss ist ja deren Kernaussage, ein logischer Schluss der einen gemeinsamen Nenner mit den falschen Interessengruppen verursacht muss falsch sein. Also die Nazis sind gegen den Irakkrieg, wir müssen deswegen dafür sein. Sie definieren sich also über die Nazis und haben keine autonome selbst entwickelte Meinung.

Ich bin kein ad, ansonsten hätte ich auch sicherlich kein peacezeichen im avatar, abier die Ausslage ist trozdem falsch.
Die Ads definieren sich über ihren Wunsch nach (kosmopolitischer und individuller) Zivilisation und aus der Erkenntnis herraus, dass Verschiedene Formen der nicht-Zivilisation zum (Vernichtungs)-Antisemitismus führen (können).

Der Punkt ist allerdings, dass die Friedensbewegung ausergewöhnlich stark auf die USA fixiert sind. Gibt in den letzten Jahren genug Beispiele von krigerischen Auseinandersetzungen mit teilweise Erheblich mehr Toten als im Irak, beidenen von der Friedensbewegung überhauptnichts zu hören war oder noch schlimmer die eigene Regierungs als positves Gegenstück zur USA gesehen wurde.

Als Spitze des Eisberges gab es einen dt. Arzt, der sich geweigert amerikanische Patienten zu behandeln, weil die ja den Irakkrieg angefangen haben.
Das ist natürlich nicht der Normalfall, aber es ist schon verwunderlich, dass e neuerdings Amerika-Bashing (und eben keine Kritik) zum guten Ton gehören zu scheint.

Zu den Ads ist noch zu sagen, dass sie durch diverse Sprüche das Antisemtismus-Problem in D sicher nicht lösen, allerdings war die Entstehung der Ads bei eine übelst verkürtzen Antiimerialismus ("USA-SA-SS", "Intifada bis zum Sieg" ,"Sieg im Völkerkrieg") auch nicht besonders verwunderlich.
 
Das ist für mich sehr wohl eine Befreiung.
Ahja. Ohne Dutschkes Argumentation -die ich im übrigen für richtig halte- aufgreifen zu müssen, verweise ich dezent mal auf die vorher gebrachten Analysen von Chomsky, v. Bülow und auf Hans Herbert von Arnims "Das System" und bezeichne das "halbwegs-funktionierend" als Trugschluss, der guten Willens und reinen Gewissens nicht einmal mehr von den Protagonisten des Systems argumentiert werden kann, sobald und sofern diese genügend Einsicht haben. Abraham Lincolns Worte über die Korrumpiertheit der USA gelten natürlich auch für alle von diesem System infizierten Subsysteme.

....genug Beispiele von kriegerischen Auseinandersetzungen mit .... mehr Toten als im Irak, ....eigene Regierungs als positves Gegenstück zur USA ....
Ich nehme an Du verweist auf andere Opfer der sogenannten Entkolonialisierung? Hier durfte man sich -zumindest bis zur Kongointervention der EU- durchaus in unseren Breitengraden auf die Schulter klopfen. Für die "grand nation" sah es historisch bedingt etwas anders aus.


"....aber es ist schon verwunderlich, dass e neuerdings Amerika-Bashing (und eben keine Kritik) zum guten Ton gehören zu scheint..."
Ich denke mit den USA verhält es sich wie mit dem Napoleonischen Imperium, das einzig gute an Ihnen ist, dass sie Kräfte freisetzen und wie ein Katalysator auf den Rest wirken. Ob und wie gut Obama als Nebelwerfer Placebos verteilen kann, ist die nächste Frage, zum Spass werden sie ihn nacht vorne geschickt haben. Aber das Problembewusstsein ist zumindest vorhanden.


Die Selbstdefinition der ADs aber (die zwar etwas OT ist) wirkt auf mich etwas verklärt. Abgesehen davon ist dies eine -für US-Flaggenschwinger typische- Anmassung, die Zivilisation definieren zu wollen und die Antisemitismus-Sau als Argumentationskrücke dabei durchs Dorf zu treiben, während sie selbst den Antisemitismus schüren, der sie dann zu bestätigen scheint.
Selbstverständlich haben sie kein Recht anderen ihre Zivilisationsdefinition aufs Aug zu drücken, und zu bestimmen wer nicht zivilisiert ist. Ihre "Befürchtungen" (so sie denn in Teilen ehrlich gemeint sind) widersprechen ihrer Argumentation und ihrer Agitation, die an fleischgewordene dumpfe antisemitische Zerrbilder erinnert. Der Zivilisations-Begriff der Gottesstaatler hat wohl ebenso wie jener der Baathisten ein Existentrecht in seinem Raum.

"...übelst verkürtzen Antiimerialismus "USA-SA-SS",.."
Der Spruch "USA-SA-SS" ist von der SDS in der Vietnamfrage gebraucht worden. Gerechtfertigt, zumindest soweit, als sie den Spruch als taugliches Mittel zur Schaffung eines Problembewusstseins in den Massen und zur Stigmatisierung der USA ansahen.

Wobei ja Chomskys Spruch mit dem Nürnberger Galgen (s.o.) diese Aussage bestätigt.

Wie auch die Instrumentalisierung des 11.9 mit "Patriot Act" etc., die ja an den 9.11. mit "Ermächtigungsgesetz" etc erinnert. In beiden Fällen gibt es einen Historikerstreit um den "wahren Verursacher", der aber irrelevant in Systemzusammenhängen ist. Ob die USA oder das Dt.R. eine eigene Verschwörung angezettelt haben oder nur von eine Fremde instrumentatlisierten und von ihr profitierten macht im Ergebnis für die "Freund-Feind" Frage wenig Unterschied.


"Intifada bis zum Sieg" "Sieg im Völkerkrieg"
Das klingt doch stark nach Projektion. Es wäre interessant, was geschähe, wenn bekannter würde, wer die 1813er Fackel in die allierten Kolonien getragen hat....
 
Das wird ne Geldstrafe geben. Und wenn überhaupt 1 oder 2 Tage Gefängniss. Auch Bush ist nur ein Mensch.

Ich find ehrlichgesagt aber ein positives Zeichen, wenn solche Leute sich nichtmehr in die Luft jagen müssen um der westlichen Welt zu zeigen was sie von ihr halten.
Wenn jeder Terrorist nur Schuhe werfen würde, bräuchten wir dort keinen einzigen Soldaten :)


Wir hatten sowas ähnliches übrigens auch in Deutschland. Ex-Bundeskanzler Kiesinger hat sich eine Ohrfeige von einer Frau eingefangen weil er mal Mitglied in der NSDAP war
 
… Wir hatten sowas ähnliches übrigens auch in Deutschland. Ex-Bundeskanzler Kiesinger hat sich eine Ohrfeige von einer Frau eingefangen weil er mal Mitglied in der NSDAP war
Die deutsche Journalistin Beate Klarsfeld – die Frau, auf die Du dich beziehst und die diesen Altnazi am 7. November 1968 in Berlin ohrfeigte – beschäftigte sich mit der Ausklärung und Verfolgung von Naziverbreche(r)n . So kam sie nahezu zwangsläufig auch zu dem Namen Kurt Georg Kiesinger.
Der frühe christliche NSDAP-Mann (PG seit Februar 1933, Mgl.-Nr. 2633930) Kurt Georg Kiesinger war – neben anderen NAZI-Größen – ein würdiger Repräsentant der Bonner Republik:

Im Jahr 1940 nahm er eine Stellung im Reichsaußenministerium unter Ribbentrop an. Dort stieg er zum stellvertretenden Leiter der Rundfunkpolitischen Abteilung auf, die für die Überwachung und Beeinflussung des ausländischen Rundfunks zuständig war. Unter anderem war er für die Verbindung zum Reichspropagandaministerium von Joseph Goebbels zuständig.
Er war also keinesfalls "Mr. Nobody" in der NAZI-Hierarchie.

Na gut: Wenigstens was er kein SED-Mitglied!
 
Habe es gestern (?) in den Nachrichten gesehen, dass wenn er frei kommt zum Millionär wird, weil die Frauen ihn mit vielen Geschenken beglücken wollen :D

Ist ja auch mal nicht schlecht, beschmeiss den Präsidenten, gehe in den Knast und danach hast du das Los :D
 
Das die US-Kollaborateure den jungen Herrn inzwischen monatelang gefoltert haben ist ja nicht der Rede wert, oder etwa doch..
 
Zitat Sierb: "Wenn jeder Terrorist nur Schuhe werfen würde, bräuchten wir dort keinen einzigen Soldaten"

Wie recht du hast. Irgendwie hat die ganze Geschichte eine sehr humoristische Seite. Ich muss jetzt noch lachen, wenn ich daran denke. Vielleicht müssten mehr Konflikte auf diese Art gelöst werden. Bush und die Flagge haben es mit Schamröte überlebt und der Schuhwerfer ist als gefeierter Held wieder auf freiem Fuss (auch wenn er das Ganze vielleicht nicht ohne Narben überstanden hat).

PS: Ich würde die USA auch nicht als Vorzeigedemokratie ins Feld führen, zuviel Blut klebt an ihrer Fahne. Aber sie sind auch nicht das Grundübel auf Erden. Etwas mehr Differenziertheit wäre hilfreich. Gruss freefloating.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Meine Meinung: Dem Werfer nehme ich ab, daß ihm aus Empörung der Schuh "aus der Hand geglitten" ist, - im Gegensatz zu anderen Aktionen von "Attentätern" oder "Zerstörern" (von Kunstwerken etc.), die entweder bekloppt waren/sind oder aus Geltungsdrang in die Geschichte eingehen wollten/wollen.
Amerika und Bush haben mich schwer enttäuscht und desillusioniert, - ich hoffe, Obama gelingt es, den Imageschaden wieder zu bereinigen ...
 

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