GoSoft schrieb:
"Womöglich waren doppelt so viele Personen infiziert wie angenommen."
Na, wenn eine Dunkelziffer von 50 % in Vergangenheit wie Zukunft reicht(e)

Im Durchschnitt mag das vllt. zutreffen, aber ...
Vielleicht sollte man auch nochmals deutlich ins Bewusstsein rufen:
-
Tests haben lediglich eine sehr variable Trefferquote, die sowohl in Richtung Negativ- wie Positivergebnis ausschlagen kann und zudem nur eine Gültigkeit von max. 36 Stunden haben.
- Auch eine
Impfung schützt lediglich vor schweren Krankheitsverläufen in weiter oben genannten, zudem noch variablen Prozentzahlen.
- Eine
Impfung schützt nicht vor Ansteckung und/oder Weitergabe von Virenlast, auch wenn das Risiko der Weitergabe von Virenlast je nach Verhaltensweise (Maskennutzung, Abstand, Hygiene etc.) vermindert wird. Wie stark hängt vom individuellen Umgang ab.
-Eine
aktuelle Immunisierung bedeutet niemals auch einen
Schutz vor Mutationen, da Viren sich auch auf Immunantworten des menschlichen Körpers anpassen können (siehe u.a. die Debatte um eine 3. Impfung und wann?).
Während des Prozesses (Massenimpfung) zur Erreichung von Herdenimmunisierung stehen dem Virus praktisch alle Trainingsmöglichkeiten zu weiteren erfolgreichen Mutationen zur Verfügung. Von nicht erfolgreichen Mutationen bekommen wir eh kaum etwas mit, da zumeist selbst wissenschaftlich eher seltener entdeckt.
Sofern also Menschen glauben, dass mit einem zeitweiligen Absinken oder eben einer Stagnation mit geringen Werten von Inzidenz-, Krankenhaus- und Todeszahlen eine Pandemie "schon" weitgehend besiegt wäre, und damit maßgebliche Gegenkonzepte außen-acht gelassen werden können, legt die die beste Grundlage für weitere Infektionswellen.
Öffnungen/Erleichterungen, wie jetzt z.B. in NRW oder Sachsen oder bei Reisebeschränkungen etc. sind beste Voraussetzungen für ein erneutes Ansteigen von Risikowerten, wie ja derzeit schon wieder exponentiell zu beobachten ist, wenn auch in D "noch" auf niedrigem Niveau.
Was sich aber in Wochen schon wieder gravierend ändern kann.
Wobei
global gesehen die
vierte Welle mit der Deltavariante schon in vollem Gang ist.
Nur eine Frage der Zeit, wann und wie stark diese Welle auch Deutschland und noch nicht betroffene Nachbarländer treffen wird?
Und nein, das ist keine Panikmache, sondern schlicht Orientierung an der Fakten- und Sachlage.
Was zu weiteren damit direkt zusammenhängenden Komplexen führt.
Und auch wenn - scheinbar "nur" - tagesaktuelle Ereignisse manche Aspekte in den Hintergrund drängen, sollte auch bewusst sein:
-
Medizinische Pandemien, meteorologische Extremereignisse - wie Hitze, Trockenheit, Starkregen, Überschwemmungen - sowie
Raubau an Ressourcen von Land, Wasser etc. sind Auswirkungen von menschlichem Eingreifen in Jahrtausend alte Prozesse!
Mit einem gravierenden Unterschied zur Vergangenheit.
Sie sind durch menschliches Eingreifen jetzt nicht mehr (bzw. weitgehend kaum noch) reversibel!
Man kann maximal solche Auswirkungen nur immer wieder "versuchen" erträglicher zu machen.
But I doubt ist
Denn die Frage dabei ist doch auch, für welche Menschengruppen, und für wie viele Personen von diesen Menschengruppen?
Die soziale Komponente und auch deren absehbaren Folgen mit Revolten, Plünderungen etc. will ich hier gar nicht weiter ausführen. Siehe dazu doch aktuelle Nachrichten aus dem Ausland.
Wobei die Frage sich auch gar nicht stellt, ob "Mensch" diese Auswirkungen irgendwie (technisch) "aussitzen" kann bzw. könnte.
Alle genannten Aspekte werden ja nicht Jahrzehnte, sondern Jahrhunderte und teilweise noch länger anhalten.
Und wer den Versprechungen von Politik und Wirtschaft nur allzu gern folgen möchte, die dies Erwünschte (u.a. Stichwort "Wohlstand") ja immer wieder in abgewandelter Form versprechen und damit dem "Wunschdenken" vieler Menschen folgen, dem sei hier ganz ernsthaft versichert:
Die Zeiten, wo Wünschen mal geholfen haben mag, sind für die Mehrheit der jetzigen Menschheit längst vorbei!
so long
Ach ja
"Naturgesetze sind nicht verhandelbar" - ZDFmediathek