mad.de
LifeTime Premium
- Registriert
- Juni 2018
- Beiträge
- 4.292
Das Bayerische Rote Kreuz hat heikle Gesundheitsdaten an Facebook übermittelt. Sie nutzten Pixel als Marketing-Werkzeug.
Ausgerechnet ein Blutspendedienst hat Facebooks Marketing-Pixel eingesetzt. Damit sind Daten an das soziale Netzwerk übertragen worden, die Aufschluss über Krankheiten von Nutzern geben können. Das Bayerische Rote Kreuz hat etwa nachgefragt, ob jemand HIV-infiziert ist, Drogen konsumiert, Diabetes hat und schwanger ist oder war.
Für Facebook beziehungsweise Werbetreibende, die über Facebook Konsumenten erreichen wollen, sind diese Daten sicherlich besonders interessant. Lässt sich damit doch beispielsweise passgenau Werbung für etwa ein neues Gerät zum Messen des Blutzuckerspiegels ausspielen. Zwar ist die Übertragung der Daten inzwischen abgeschaltet, wie viele Menschen die heiklen Fragen beantwortet haben, ist jedoch laut Süddeutscher Zeitung, die den Fall aufgedeckt hat, unklar.
Klare Zuordnung der Daten
Die Daten wurden bei einem Vorcheck auf der Seite des Blutspendedienstes (BSD), einer Tochter des Bayerischen Roten Kreuz, erhoben. Weil die Seite auch noch fehlerhaft konfiguriert war, wurden die Daten automatisch weitergeleitet. Dem Unternehmen könnte dadurch mindestens ein Bußgeld wegen eines Verstoßes gegen die Datenschutz-Grundverordnung drohen. Zwar wurden die Fragen nicht mit übermittelt, aber: "Die Antworten lassen sich eindeutig über ihre Reihenfolge und die Zahl der Klicks erschließen", heißt es bei der Süddeutschen.
Facebooks Tool ist umstritten. Kürzlich bekam die Zeit online den Big Brother Award 2019 für den Einsatz des Tools. Facebook hingegen hat sich gerade erst gegen das Bundeskartellamt in Deutschland durchsetzen können. Das Unternehmen muss Daten nicht entbündeln. Wie sie mit den Daten der betroffenen Blutspender umgehen werden, ist bislang unklar. heise online wartet auf Rückmeldung von Facebook.
Quelle: Daten von Blutspendern an Facebook übermittelt | heise online
Ausgerechnet ein Blutspendedienst hat Facebooks Marketing-Pixel eingesetzt. Damit sind Daten an das soziale Netzwerk übertragen worden, die Aufschluss über Krankheiten von Nutzern geben können. Das Bayerische Rote Kreuz hat etwa nachgefragt, ob jemand HIV-infiziert ist, Drogen konsumiert, Diabetes hat und schwanger ist oder war.
Für Facebook beziehungsweise Werbetreibende, die über Facebook Konsumenten erreichen wollen, sind diese Daten sicherlich besonders interessant. Lässt sich damit doch beispielsweise passgenau Werbung für etwa ein neues Gerät zum Messen des Blutzuckerspiegels ausspielen. Zwar ist die Übertragung der Daten inzwischen abgeschaltet, wie viele Menschen die heiklen Fragen beantwortet haben, ist jedoch laut Süddeutscher Zeitung, die den Fall aufgedeckt hat, unklar.
Klare Zuordnung der Daten
Die Daten wurden bei einem Vorcheck auf der Seite des Blutspendedienstes (BSD), einer Tochter des Bayerischen Roten Kreuz, erhoben. Weil die Seite auch noch fehlerhaft konfiguriert war, wurden die Daten automatisch weitergeleitet. Dem Unternehmen könnte dadurch mindestens ein Bußgeld wegen eines Verstoßes gegen die Datenschutz-Grundverordnung drohen. Zwar wurden die Fragen nicht mit übermittelt, aber: "Die Antworten lassen sich eindeutig über ihre Reihenfolge und die Zahl der Klicks erschließen", heißt es bei der Süddeutschen.
Facebooks Tool ist umstritten. Kürzlich bekam die Zeit online den Big Brother Award 2019 für den Einsatz des Tools. Facebook hingegen hat sich gerade erst gegen das Bundeskartellamt in Deutschland durchsetzen können. Das Unternehmen muss Daten nicht entbündeln. Wie sie mit den Daten der betroffenen Blutspender umgehen werden, ist bislang unklar. heise online wartet auf Rückmeldung von Facebook.
Quelle: Daten von Blutspendern an Facebook übermittelt | heise online