Inzwischen bewegt sich diese Diskussion auf einer breiteren Ebene, als sie vielleicht ursprünglich gedacht war - was dieses Thema ja auch hergibt.
Die Fragestellung "denken Männer nur an Sex" kann ich ganz ehrlich nur für mich mit einem klaren "nein" beantworten. Ich sehe diese Fragestellung aber auch eher als freche Motivation auf dieses Thema zu reagieren - und das ist aus meiner Sicht geglückt.
Im Detail möchte ich eher auf die direkten Fragestellungen des TE eingehen
... wie hormongesteuert wir eigentlich sind? ...
Aus meiner Wahrnehmung arbeiten in den meisten Menschen mehrere Motivationsquellen. Dazu gehören:
- Instinkte
- Erfahrungen
- rationale Abwägungen
- Wünsche
- hormonelle Einflüsse
- ...
in welcher Form und in welchem Maß diese Quellen unsere Reaktionen beeinflussen, oder gar beherrschen, hängt stark von der psychischen Verfassung des jeweils Betroffenen ab und lässt sich nicht verallgemeinern.
... Im Alltag geht es mir immer wieder so, dass sich das Thema Sexualität im Kontakt mit Frauen in meine Gedanken einschleicht, obwohl es dort vielleicht in dem Moment gar nicht hinpasst...
aus meiner Sicht ein nachvollziehbarer Effekt. Ausschlaggebend ist, wie dieser "Emotionsblitz" sich auf dein Verhalten auswirkt. Schwierig stelle ich mir das vor, wenn jemand durch so eine Situation dauerhaft "blockiert" wird. Es gibt aber auch Möglichkeiten mit dieser Situation umzugehen, ohne seine Gefühle ganz zu löschen. Professionalität kann auch etwas Spielerisches in sich tragen, ohne dass es auf einer sexistischen Ebene ausgetragen wird. Der Grat ist hierbei denkbar schmal und die Möglichkeiten hängen von deiner sonstigen Ausstrahlung und dem Vertrauensverhältnis mit der Person ab, die dieses Gefühlschaos in dir auslöst. Sich seinem spontanem Gefühl vorbehaltslos und rücksichtslos hinzugeben ist sicherlich ein schlechter Weg
... Wie geht es andern Männern? ...
Ich bin in meiner 15-jährigen Tätigkeit als Dozent nur ein einziges Mal in einem Seminar von der Ausstrahlung einer Person so gefangen genommen worden, dass es mir schwerfiel, den roten Faden nicht zu verlieren.
Letztendlich siegte hier die Ratio über das Gefühl und ich brachte die Veranstaltung zu einem "interessanten" Ende

-> zwischenmenschliche Folgen hatte dieses Ereignis übrigens nicht
/Bog