Der dritten Welt helfen - Aber wie? geschlossen 

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Meine Meinung?

Kein Geld mehr reinpumpen in diese Regionen... das bringt nix den wirklich Armen dort... Entweder versickert es in den oberen 10.000 oder es hilft dabei, mehr Kriege zu führen...


Meiner Meinung nach sollte dort richtige Entwicklungshilfe geleistet werden... Die Leute dort brauchen Maschinen, um Boden urbar zu machen, um selbst produzieren zu können, um sich selbst ernähren zu können...
DAS ist die Hilfe, die hilft, dort das Elend zu lindern. Geld bringt nix...
Das schlimme ist ja auch, dass reiche Nationen den fruchtbaren Boden für eigene Zwecke missbrauchen, das muss auch aufhören...

Von mir aus noch: Technik gegen Bodenschätze... So haben beide Parteien was dazu und die "Reichen" sind bestrebt, sinnvoll zu investieren...

Wie komisch, dass die Amis so plötzlich den enormen Reichtum an Bodenschäätzen Afghanistans erwähnen... Jetzt wo ihr Einfluss abnimmt und alle sie nur noch raushaben wollen...
 
Ich halte von der jetzigen Entwicklungshilfe nichts. Da diese bei denen die sie brauchen nichts ankommt.
Meine Meinung ist man sollte erstmal ein paar einfache Industrie Anlagen, also keine High-End voll Computergesteuerte Anlage, hinstellen damit sie von der hohen Arbeitslosigkeit runter kommen und das sie die Nahrung und die Mittel für den Täglichen Bedarf selbst produzieren und somit unabhängiger von den Industrie Nationen werden.
 
Helfen kann man wirklich am besten so wie Uludag das beschrieben hat. Es gibt genug Vereine die so etwas fördern. Macht z.B. bei uns die Feuerwehr im Nebenort auch. Und diese Leute freuen sich immer über ehrenamtliche Helfer. Man kann halt eben auch alte Kleidung etc da abgeben. Ich mag es einfach nicht Sachen auf den Müll zu werfen.
 
Zitat von DonCorleone:
Man hilft denen am besten, wenn man ihnen nicht hilft.
Spenden schaffen Abhängigkeit und sind Leistung ohne Gegenleistung.

So ganz falsch ist diese These nicht.

Zitat von Konradin:
Falsch. Natürlich ist es unsinnig, Abhängigkeiten zu schaffen. Die beste Hilfe ist natürlich Hilfe zur Selbsthilfe. Warum jemanden zeitlebens mit Fisch versorgen müssen, wenn man ihm stattdessen zeigen kann, wie man angelt. Aber verhungern lassen muß man ihn auch keineswegs, weil man sich scheut, ihn gegebenenfalls von der Angel abhängig zu machen.

Wo hat denn die Hilfe zur Selbsthilfe wirklich funktioniert? Ich kenne einige ehemalige Entwicklungshelfer, die heute, 20 Jahre nach ihrem Einsatz, das Ganze sehr nüchtern sehen.

Die Wasser-Pumpen, die mit Fördergeldern gebaut wurden, laufen schon lange nicht mehr.
Die meisten landwirtschaftlichen Projekte funktionieren nur, wenn die Entwicklungshelfer vor Ort sind. Nach nur 2 Jahre ohne "fremde Hilfe" sind die meisten Projekte tot und verwaist.

Woran es liegt? Zum großen Teil einfach daran, daß dort eine andere Mentalität herrscht. Und auch an der nicht nur in den Entwicklungsländern herrschenden Korruption. Sobald nicht genügend Kontrolle da ist, findet sich schnell jemand, der den Gewinn in der eigenen Tasche verschwinden läßt. Das ist dann der Tod der mühsam mit Spenden- oder Fördergeldern aufgebauten Projekte.

Also ständig vor Ort sein, und immer für Kontrolle sorgen, das kann es doch auch nicht sein. Schon deshalb nicht, weil sich der "Helfer" irgend wann unbeliebt macht. Wer läßt sich denn schon gerne und auf Dauer von einem "Fremden" etwas sagen?

So lange sich vor Ort alles zum Positiven bewegt, z.B. durch ein besseres Nahrungsangebot, wird das Tun der Entwicklungshelfer gefeiert.
Wenns aber um die Verteilung der Arbeit geht, wo dann auch gesagt wird, wer was machen soll, da scheiden sich schon die Geister. Die anfängliche Begeisterung schwindet dann sehr schnell.

Und wenn der Entwicklungshelfer wieder nach Hause geht, ist selten jemand da, der seine Stelle wirklich ausfüllt. Neid und Mißgunst tun ihr Übriges, die Arbeit war umsonst.

Trotz aller Rückschläge ist die Hilfe zur Selbsthilfe der einzig richtige Weg.
Wenn der Threadstarter Otze helfen will, dann soll er sich ein gutes Projekt ausdenken und dieses am Besten selbst vor Ort der Bevölkerung schmackhaft machen.

Spontan fällt mir da der "Sonnenofen" ein. In den Randzonen der Sahara findet man kaum brennbares Material. Sonne ist aber im Überfluß da. Mit so einem relativ preiswerten, leicht herstellbarem "Sonnenofen" (auch Solarkocher, Solarofen) ist den Menschen sehr geholfen, weil sie kein Brennmaterial suchen müssen, um ihre Speisen zuzubereiten.

Von Sach oder Geldspenden halte ich wenig. Diese machen nur dann Sinn, wenn der Spendenempfänger bekannt ist und man dessen Bedürfnisse kennt.

Zitat von macemoney:
Meine Meinung ist man sollte erstmal ein paar einfache Industrie Anlagen, also keine High-End voll Computergesteuerte Anlage, hinstellen damit sie von der hohen Arbeitslosigkeit runter kommen und das sie die Nahrung und die Mittel für den Täglichen Bedarf selbst produzieren und somit unabhängiger von den Industrie Nationen werden.

Genau das ist der Weg, mit dem du den "armen Ländern" am Wenigsten hilfst. Das mag zwar gut gemeint sein, bringt aber nur neue Abhängigkeiten.

Wir sehen heute doch sehr genau, was uns die Industrialisierung und der Kapitalismus mit dem Wachstumswahn gebracht hat. Einen scheinbaren Wohlstand mit Gütern, die niemand wirklich braucht. Auf Kosten der Umwelt und der dritten Welt. Mit dem rasanten Aufstieg Chinas zur Industrienation Nummer 1 fängst doch bei uns an zu bröckeln. Wir müssen mit China konkurrenzfähig werden, also werden unsere Löhne bald auf China-Niveau sein!

Sollen denn die "armen Länder" unsere Fehler wiederholen?


Gruß, nannu
 
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