Die Jugend von heute !?! Thema 

  • Ersteller Ersteller Refagott
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
R

Refagott

Hallo
Ich habe Donnerstag eine Erfahrung gemacht, die mich doch langsam zweifeln lässt an der Jugend von heute.
Folgendes hab ich erlebt.

Ich kenne jemanden, 18 Jahre alt,der hat eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen. Er fragte mich, ob ich ihm ein paar Tipps geben kann, da morgen das Vorstellungsgespräch stattfindet. Klar sag ich kein Problem.
Also fragte ich, wo ist denn die Firma?
Antwort: Naja, irgendwo in der Nähe von Ort XY, das weiß ich nicht so genau.
Ok, meinte ich kein Problem. Wie heißt denn die Firma?
Antwort: Ähm, Also da muss ich zu hause noch einmal nachgucken. Ich weiß nur das der Bruder meiner Freundin da arbeitet.
Ok, denke ich so bei mir, vielleicht hat er kurzfristig eine Zusage bekommen oder so viele Bewerbungen geschrieben, das er es nicht mehr weiß.
Als was hast du dich denn Beworben?
Antwort: So genau weiß ich das nicht. Es ist irgendwas handwerkliches. Da kann ich mich später weiterbilden und bin dann Statiker....

Aaaaaahhhhh Hilfe. Was zum Teufel soll das. In welcher Traumwelt leben die Jugendlichen.
Ich lese gerade das Buch „Generation doof“ und habe es bisher für Satire gehalten. Ich glaube aber das Buch spiegelt doch die Realität wieder.
Es sei noch dazu gesagt, Der Junge hat gerade Abi gemacht.....

Ich bin ja nun auch nicht mehr der jüngste und habe in meiner Erziehung wohl andere Werte kennen gelernt aber das die Jugend heute so gar kein Interesse zeigt finde ich schlimm.

Bitte, bitte schreib wenigstens einer was positives, damit mein Weltbild nicht vollendens zusammenbricht.


Lg Ralf
 
Hallo Refagott,
ich kann dir aus meiner beruflichen und privaten Erfahrung sagen - es gibt solche und solche. Ich selbst habe bei Bewerbern, Jugendliche, schreckliche Dinge erlebt. Ich hab sogar schon einen Bewerber nach 30 sec. aus einem Bewerbungsgespräch rausgeschmissen da dieser in Klamotten ankam die man schon aus 10m Entfernung riechen konnte und zudem war dieser Junge Mann besoffen. Morgens 7 Uhr in Deutschland.
Da ich selbst Kinder habe und diese sich teilweise im Bewerbungsalter befinden weiß ich wovon ich rede. Wir haben immer versucht Werte wie Ehrlichkeit, Respekt, Pünktlichkeit, Fleiß ..... usw. zu vermitteln. Ich denke das haben wir auch recht gut hinbekommen ohne dass wir uns vorwerfen lassen müssen dass dies nur mit Härte und Strenge geht.

Doch das große Problem gegen das man immer ankämpfen muss sind die heutigen Vorbilder. Jugendliche die gerade erst mal stehen können werden zu Stars weil sie vielleicht mal einen Ton treffen, Leute werden heute Schauspieler genannt die gerade in die Kamera lachen können usw. usw. Dort wird doch der Jugend vermittelt wie einfach alles ist. Oder hast du mal bei GZSZ, nur mal als Beispiel zu nennen, dass dort jemand richtig Probleme hat. Keiner hat Geldprobleme, das wichtigste ist die Freizeitgestaltung, jeder p..... mit jedem. Irgendwie ist alles ganz easy. Kennst du auch nur eine Serie, ansatzweise bei der Lindenstraße, wo die "alten Werte" eine Rolle spielen.
Ich will damit nicht sagen dass alles schlecht ist, aber wesentlich entscheidend ist was im Elternhaus vorgelebt wird.

So das wars. Nur zur Info. Ich bin Jahrgang 68 wenn auch manch einer der "jungen" der das liest denkt was schreibt den da für ein Opa.

Gruß Lefasa
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann meine Vorposter beide bestätigen, hier http://www.freesoft-board.to/f20/info-genauso-war-das-frueher-34876.html rein schauen erklärt auch einiges.

Wir haben eben nicht Stundenlang vor Konsolen oder Computern rumgehangen.

Wir haben uns auch nicht mit 12 die Hucke voll gesoffen.

Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und nicht nur irgendeinen Mist.

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen.
Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung.
Mit alldem wussten wir umzugehen.


Ich denke das der Jugend teilweise zuviel und auf der anderen Seite zu wenig abverlangt wird.

Heute ist die Mama nicht mehr Zuhause, nein denn sie muß mit arbeiten.
 
Ich denke das haben wir auch recht gut hinbekommen ohne dass wir uns vorwerfen lassen müssen dass dies nur mit Härte und Strenge geht.

Naja, das kann man allgemein aber keineswegs so sagen. Ich find persönlich (auch wenn ich "erst" 23 bin), dass die Mehrheit der Jugend keine wahren Werte auf den Weg mitbekommen hat....... Anstädiges Verhalten gehört hetzutage schon fast zur Rarität.


Doch das große Problem gegen das man immer ankämpfen muss sind die heutigen Vorbilder.

Naja, eigentlich sollten die Eltern eine Vorbildfunktion haben und Einfluss von Außen ein wenig kontrollieren bzw. begrenzen (natürlich nicht übertreiben).
Ansonsten wär ich gleich beim Thema Musik (vorwiegend Rap): Was für Sachen werden da vermittelt?! So nach dem Motto: du brauchst keine Schule, kiff ein wenig, arbeite nicht und werde trotzdem reich und so ein Dreck (sorry für das Wort).
Was diese geistfreien Sendungen angeht, kann ich dir nur zustimmen. Jeder ist Chef, jeder hat Geld und Probleme, die in Wirklichkeit keine sind.

Ich betrachte die Jugend negativ und könnte dafür 1000de Beispiele nennen. Ich will mich am Sonntag aber nicht aufregen. ;) :D

Gruß

Cataract
 
Eltern sind immer eine Vorbildfunktion im positiven wie im negativen. Leider ist das manchen Eltern nicht bewusst dass dies so ist. Die prägenden Jahre für ein Kind sind die ersten Lebensjahre. Es bringt nichts wenn man als Eltern merkt dass etwas nicht stimmt wenn das Kind schon 10 Jahre alt ist. Dann ist eigentlich schon vieles gelaufen was die spätere Persönlichkeit ausmacht.

Aber so negativ wie du die Jugend siehst ist sie doch nicht. Das Wesen des Menschen ist immer sich alles negative einzuprägen und sich schneller daran zu erinnern als an das positive.

Und zum Thema Musik. Ich hörte und höre auch immer noch Heavy Metal. Das war und ist immer noch für meine Eltern etwas mit dem sie nichts anfangen konnten. Wenn du dir die Texte von manchen Gruppen durchliest dann kann ich dir sagen das was heute gesungen wird ist in aller Regel nur Wiederholung. Nur wir hatten den Vorteil dass nahezu alle Gruppen in englisch gesungen haben und das das die meisten Eltern nicht verstanden haben.
Die Musik ist nicht der entscheidende Faktor. Man muss dies im Leben alles richtig einordnen und damit umgehen können. Doch diese Vorraussetzungen werden viel früher geschaffen.
 
Solange ein Geld scheffelnde Asozialer mehr Vorbild ist als jemand, der sich auch um die Belange seiner Mitmenschen kümmert, wundert mich nicht mehr viel.

So lange man es hinnimmt, daß derjenige, welcher sich durch die Leistung anderer Menschen dumm und dämlich verdient und dann, wenn der Rubel nicht mehr so rollt, diese fallen lässt wie eine heiße Kartoffel und ihnen am Ende gar noch die Schuld dafür in die Schuhe schiebt, solange brauchen wir uns über eine 'Generation Doof' nicht wundern. Nicht wir sind daran schuld, wenn es nicht mehr läuft, nicht wir sind schuld, wenn den nachfolgenden Generationen keine Werte mehr vermittelt werden, schuld sind einzig und allein die Terroristen - wer denn sonst?

Die Terroristen sind daran schuld, daß es uns hierzulande nicht mehr so gut geht wie früher. Die Terroristen sind daran schuld, daß wir nur noch aufeinander herumhacken, anstatt konstruktiv zusammenzuhalten. Die Terroristen sind daran schuld, wenn hier Bildung klein geschrieben wird; die Bibel der Neuzeit heißt 'Wikipedia'. Die Terroristen sind daran schuld, daß wir allmählich verblöden und die Terroristen sind auch daran schuld, daß wir mittlerweile Fernsehkonsum mit Bildung verwechseln. Wer sollte denn sonst daran schuld sein, wenn nicht die Terroristen?

Eine Jugend, die nur noch darauf aus ist, Geld zu scheffeln und Schnäppchen zu machen, eine Welt, in der Jugendliche nichts mehr lernen müssen, weil es einfacher ist, sich einfach im Internet Fragen beantworten zu lassen, eine Jugend, die außer Geld und Karriere keine Freunde mehr hat, dafür aber klare Freindbilder, der ist kaum mehr zu helfen.

Zum Glück gibt es noch Ausnahme-Jugendliche, deren Lebensstil nicht von der Seifenoper-Mentalität geprägt wird, aber scheinbar werden es immer weniger und selbst vor Kindern macht der Trend nicht Halt.

Früher würde Nachwuchs als Kanonenfutter gebraucht. Das ist zum Glück heute nicht mehr der Fall. Stattdessen wird er gebraucht, um die Gewinne einer Median-Mafia sicherzustellen, die erst dann Ruhe geben wird, wenn auch der letzte Kind auf dem weiten Erdball mit einem Klingelton-Abo versorgt ist.

Gruß Konradin
 
Zu dem was Konradin gepostet hat kann man nur eins sagen:



Bravo!!!

Besser hät ich es nicht sagen können
 
Ich bin selber Baujahr 1990 (sprich, 19 Jahre alt) und muss den meißten Punkten hier rechtgeben...

Cataract schrieb:
Was für Sachen werden da vermittelt?! So nach dem Motto: du brauchst keine Schule, kiff ein wenig, arbeite nicht und werde trotzdem reich und so ein Dreck (sorry für das Wort).
Vorurteil ahoi.... du kannst net geich alle Rap-Songs auf eine Stufe stellen weil so What-Ever-gangster (like Bushido) irgend nen mist erzählen....


Zu Konradin kann ich nur sagen: Du hast recht

Aber was soll denn sonst noch aus der Jugend werden? Guckt euch die Jungs an (Aggresiv, saufen nur, faul) guckt euch die Mädels an (Laufen meißt Nuttig rum, saufen auch, sind auch faul)
 
Guckt euch die Jungs an (Aggresiv, saufen nur, faul) guckt euch die Mädels an (Laufen meißt Nuttig rum, saufen auch, sind auch faul)

Naja, Vorurteil...... es stimmt zumindest teilweise. Wenn man es zeitlich betrachtet: Wann kam der Wandel der Jugend?? Ist das nur ein Zufall, dass sich seit diesem Zeitpunkt die meisten Menschen in Richtung Rap "gedreht haben"?!?
Klar hat man früher auch aggresive Musik gehört (z.B. Metal), es gab aber bei weitem nicht so viele soziale "Ausfälle" wie jetzt. Wenn ich mir so einen Sido, Bushido und wie sie alle heißen anhöre, werd ich das Gefühl nicht los, dass es mittlerweile "In" ist, sich wie ein aggresiver, aroganter Assi zu benehmen.
Und es hängt nicht mit der Arbeitslosigkeit zusammen: wer arbeitslos ist, ist nicht gleich assozial (um es gleich vorweg zu sagen).

Ich denke, hier sind die Eltern gefragt, dass sich ihre Kinder so anziehen und welche Manieren sie haben. Unter diesem Aspekt kann man (passimistisch betrachtet) nix mehr rückgängig machen.
Und wenn ich dran denke, dass solche Typen bald in Büros sitzen, in der Politik mitmischen oder womöglich meine Vorgesetzten sind --> :würg:
 
Nein, ich widerspreche Euch, die Jugend ist nicht besser oder schlechter,als die Jugend aller Generationen vor uns.
Immer hat sich die ältere Generation (ich bin auch älter) über den Wertezerfall der Jugend den Mund zerrissen und fanden alles ummöglich, was sie machen und glorifizierten die "Gute alte Zeit". Das ist an unzähligen Beispielen aus der jüngeren und älteren Geschichte belegt.
Ich habe als Dozent, Vorgesetzter u.s.w. genügend gute und schlechte Beispiele gefunden, der einzige Unterschied ist, es geht alles extrem schneller und Sachen die früher mit 18 Jahren gemacht worden sind, werden eher und intensiver ausgeübt. Das Leben an sich ist schneller, härter geworden und die Stufen der Menschheitsentwicklung gehen in einem kürzeren Zeitpunkt ineinander über.
Fazit, es ist alles Gleich, aber es ist Anders,auf einem anderen Niveau, da es schneller ist.
 
Refagott schrieb:
In welcher Traumwelt leben die Jugendlichen.

In einem die wir Erwachsenen ihnen anbieten und in dem wo die Jugendlichen keinen Vertrauen mehr zu unserem System mehr haben, die durch Erwachsenen versagt wurde.
Schaut doch mal in den Schulen, was bittet sie ihnen?,außer das sie Mega schwere Schultaschen mit sich schleppen, Bundesjugendspiele ist doch bereits ein Fremdwort für sie, viele Kinder können heute nicht mal schwimmen und wenn sie mal laufen um den Bus nicht zu verpassen, hängt ihnen die Lunge aus dem Hals.

Wir schieben aber dafür gerne die Schuld an Sido,Bushido,Alkohol oder den Medien, aber wer erzieht unsere Kind, die Raper,die Glotze,PC oder letztendlich das Handy ?
Wenn wir unsere Erziehung natürlich auf solches überlassen, anstatt selbst in die Hand zu nehmen,dann sollten wir uns nicht wundern, dass aus den Kindern/Jugendliche sozusagen Vollpfosten werden.

Wir sollten sie fördern anstatt uns zu fragen,in welcher Traumwelt sie leben.



Gruß
Paderborner ♂
 
Hallo Refagott
Ich muss dir leider recht geben, viele Jugendlich Intersiert ihre Zukunft garnicht. Aber eins noch es sind nicht alle Jugendlichen nicht so z.B. ich. Ich habe ein Ausbildungsvertrag System- und Kommunikationstechniker die ich im August starten werde und danach werde ich mein Fachabi machen und studieren und ich bin 17 und weiß schon was ich mit meiner zukunft machen werde
 
Die "vielen verdorbenen Jugendlichen" sind nur das was ihnen vorgelebt wird.
1. Erkenntniss : Mit ehrlicher Arbeit kommst du nicht mehr weit.(wenn man welche hat)

2. Erkenntnis : Betrüge, Klaue, Täusche->wenn man dich erwischt, naund Strafe minimal (Politik/Wirtschaft machts vor)

3. Erkenntniss : Lüge um dein Ziel zu erreichen. (siehe Politik)

4. Erkenntniss : Warum in der Schule anstrengen hat doch eh alles keinen Sinn (wenn schon die Eltern deprimiert joblos zu Hause sitzen)

Nicht TV Sendern würde ich die Schuld in die Schuhe schieben, die verdienen mit dem Vorgaukeln der "heilen Welt" nur ihr Geld, und die Jugendlichen können sehr wohl differenzieren das "GZSZ" nicht das Real Life sind.

Was das RL ist, wird ihnen von der ganzen Gesellschaft vorgelebt -> da liegt das Übel. Und warum ist das alles so ? -> Dafür könnte man einen extra-Thread eröffnen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Ähnliche Themen

E
Antworten
8
Aufrufe
1K
P
  • Gesperrt
  • Diskussion 
Antworten
2
Aufrufe
971
Phönix
P
K
  • Gesperrt
  • Diskussion 
2
Antworten
33
Aufrufe
3K
Mr.Slate
M
Zurück
Oben Unten