Hi,
ich finde die Umweltplakette schwachsinnig. Zum Umweltschutz an sich trägt sie nicht bei, da die Schadgase einfach woanders ausgestoßen werden. Den Feinstaub wird man auch kaum reduzieren können, da ja wirklich viele Autos eine Plakette bekommen. Andere, deren Auto keines bekommt und die auf dieses angewiesen sind, zum Beispiel Handwerker mit etwas älteren Kleintransportern, werden aus den Städten ausgeschlossen und müssen riesige Neuinvestitionen machen. Ganz nebenbei kassiert der Staat noch eine Menge Geld.
Da müsste sich der Bund doch mal andere Maßnahmen überlegen, Autos umweltfreundlicher zu machen und z.B. mehr in die Forschung inverstieren.
Gruß,
yc32
Daran wird geforscht. Alternative Antriebe sind aber noch weit weg von der Serienreife (z.B. etwa 10 Jahre bei Wasserstoff Antrieb).
Außerdem wiedersprichst du mit dem Argument dass sich Handwerker das nicht leisten können dir selbst. Wieso sollten sie dann ein super modernes Auto mit Wasserstoff kaufen, wenn ihre alte Karre noch fährt?
Außerdem bekommen nur die wenigsten Diesel Fahrzeuge die Plakete nicht. Alle Benziner bekommen sie.
Und was das "nicht leisten können" angeht: So teuer kommt einem Handwerker ein neues (von mir aus auch ein gebrauchtes) Auto nicht, Wenn man bedenkt, dass er das Auto abschreiben kann und auch die MWSt. wiederbekommt.
Und wenn das wirklich so ist, wie du sagst, dass solche Handwerker auf ihre 30 Jahre alten Kleintransporter angewiesen sind, ist es dann so, dass jeder Handwerker dessen Auto kaputt geht automatisch Pleite ist?
Die Option des Partikelfilter-Nachrüstens gibt es ja auch noch.
Und dann noch gleich was zum Grundverständnis der Plakete. Wie man hier liest scheinen sich die meisten ja nichtmal die Mühe gemacht zu haben, nachzulesen wofür die Plakete ist. Ist ja auch viel bequemer gleich zu motzen anstatt erstmal zu schaun um was es geht.
Sie dient nicht dem Klimaschutz und ist auch keine Umweltplakete. Es geht darum die ernorme Belastung der Innenstädte mit Feinstaub zu reduzieren. Dieser wird nur von alten Dieselfahrzeugen ohne Partikelfilter ausgestoßen. Und auf Grund der hohen Anzahl solcher Autos auf kleinen Raum, war die Belastung der Luft mit Feinstaub in vielen Großstädten weit über dem Grenzwert. Damit ist es auch nicht ganz so schlimm, wenn die Autos auf dem Land fahren, weil da schlicht weniger auf einem Haufen sind und sich die Abgase besser verteilen und damit nicht so viel eingeatmet werden können. Und da Feinstaub nach derzeitigen Kenntnisstand Krebs auslöst, halte ich es für sehr gut, dass man etwas gegen diese Belastung tut.
Und damit ist auch dein Zweitakter völlig egal, da der nämlich keinen Feinstaub produziert. Dass er stinkt und Unmengen an CO2 und CO ausstößt und dass 2-Takter schon lange verboten gehören, steht da auf einem anderen Blatt. (@Konradin)
Ich glaube die die hier am lautesten Schrein, sind die, die am meisten über die Politiker schimpfen würden, die schon lange etwas hätten tun müssen, da sie es ja schon lange wußten, wenn in 10 Jahren die Anzahl der Krebsfälle steigt und das auf Feinstaub zurückgeführt werden kann.