Edel (teuer) kompakt geschlossen 

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susi63

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Hallo,

Weihnachten steht an und ich möchte meinem Liebsten, der schon eine Pentax Dslr (ist das richtig?) besitzt eine kleine, gute Kompakte schenken.
Video sollte auch möglich sein.
Ich habe nun viel im Internet gelesen und benötige ein wenig Beratung.

Der Preis sollte max 500 Euro sein.
zur Auswahl stehen:

Panasonic Lx 7 hier gefällt mir persönlich die Schnelligkeit
Fuji X20 klasse Design
Canon G16/15 sieht sehr robust aus
Olympus X10/20
Sony RX 100, Sie soll nicht so gut bei Nässe funktionieren, aber schön klein und schnuckelig.

Natürlich wäre ein Sucher nicht schlecht.
Ich bin ein wenig unschlüssig, ob ich die Vorgängermodelle wählen kann? oder vielleicht warten bis nächstes Jahr Weihnachten, wenn die jetzigen Modelle einiges billiger sein werden.
Wie ist allgemein die Wertigkeit und Zuverlässigkeit dieser Kameras?

Danke und Gruß
Susi
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Niemals würde ich jemandem, der bereits eine DSLR besitzt, eine Kompakte ohne Rückfrage schenken. Denn wer bereits auf ein System gesetzt hat, der wird nicht unbedingt auf ein anderes setzen, sondern das bisherige erweitern wollen (weiteres Objektiv etc.).

Im Einzelfall kann dies natürlich anders sein. Ein Argument für eine Kompakte wäre z.B. die Tatsache, daß sie als 'Immer-dabei-Knipse' dienen kann, wenn eine DSLR einfach zu sperrig ist. Gut, zum Fotoausflug nimmt man dann die DSLR mit, während die Kompakte dann als ständiger Begleiter dient.

Allerdings gibt es auch dafür eine Alternative, nämlich die Olympus Pen oder deren Panasonic-Pendants. Ihr Vorteil ist der grössere Sensor gegenüber einer Kompakten und die Tatsache, daß man die Obkektive (wie bei der DSLR) wechseln kann. Mit einem Pancake sind die Abmessungen (z.B. der PM1/PM2) nicht viel grösser als bei einer Kompakten (es ist auch denkbar, der Body in der einen und das Objektiv in der anderen Jackentasche), man kann aber grundsätzlich auch auf andere Objektive ausweichen.

Ich persönlich bin auf tragbares Equipment umgestiegen, da ich erkannt habe, daß ich kein Lastesel bin. (Ich verfüge sowohl über drei PM1 und eine PL2, als auch über Kompakte wie die LX3).

Die LX3 ist mir sehr ans Herz gewachsen, liefert sie durchweg brauchbare Ergebnisse, wenn man ihre Grenzen kennt und sie richtig einsetzt. Die Formatumschaltung ist ein nettes Feature, an das man sich gut gewöhnen kann. Sie ist recht lichtstark und dabei sehr kompakt. Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, daß sie über keinen Tele verfügt, dafür stimmt dann aber der Rest.

Die beiden Nachfolgemodelle LX5 und LX7 unterscheiden sich dadurch, daß der Brennweitenbereich (bei ähnlichen Abmessungen) bis zum Portraittele ausgeweitet wurde und die LX7 ist noch einmal deutlich lichtstärker.

Aufstecksucher sind leider recht teuer und an eine Modellreihe gebunden, aber sowohl für die Pens (für mich persönlich unverzichtbar) als auch für die LX3-7 verfügbar.

Die anderen von dir genannten Modelle kenne ich nicht aus eigener Praxis. Aber wenn du konkrete Fragen hast, dann stelle sie.

lg Konradin

P.S. Anmerkungen sowohl zu der LX3 als auch den Pens hier im Forum in meinen Blogs.
 
Dankeschön für die ausführliche Antwort!

Wechselobjektive sollten es keine sein, entstehen ja weitere Kosten.
Lese ich richtig, dass Du ein Fan der Lumix bist?
Wie ist die Haltbarkeit der Lumix?

Gruß
Susi
 
Das mit den Wechselobjektiven stimmt - je nach Betrachtungsweise - nicht so ganz. Wenn ich mir für €100,- eine gebrauchte PM1 zulegen und dazu ein Pancake für unter €150,-, dann habe ich für eine Koplettkamera knapp €250,- ausgegeben. Freilich mit der Option, sie zu erweitern, auch wenn ich eigentlich nicht vorhabe (es gibt immer wieder einmal eine Lücke zwischen Kompakt und DSLR, die man dann doch ganz gern geschlossen hätte.) Und von den Kosten her ist es egal, ob man €250,- für ein einziges Teil ausgibt oder für zwei.

Aber etwas anderes ist eine Überlegung wert. Wie kompakt muss eine Kompakte eigentlich sein, damit sie auch tatsächlich genutzt wird und nicht anschliessend sinnlos herumliegt? Diese Frage beantwortet jeder für sich anders.

Doch nun zur Lumix LX3. Ich besitze davon gleich zwei Stück. Eine davon ist äusserlich schon etwas ramponiert, weil sie im Laufe der Jahre einiges mitgemacht hat, was andere Kameras nicht so Problemlos verkraften. Das sehr wertige Metallgehäuse hat auf der einen Seite eine Delle, welche die Kamera wohl vor mehr bewahrt hat. Man kann auch sagen, man hätte Nägel mit ihr einschlagen können. Aber sie funktioniert klaglos wie sie soll und selbst der Fokus sitzt immer noch. Was will man mehr?

Ich benutze sie viel für Landschaftsaufnahmen, auch in der Dämmerung. Selbst Panoramen und HDR sind kein Problem. Sie liegt sehr gut in der Hand und es gelingt mir, 3er-Belichtungsserien freihand zu machen, welche sich anschliessend am PC problemlos zu einem HDR-Einzelbild zusammentzen lassen. Von einem freistehenden Baum habe ich einige Dutzend Einzelbilder gemacht (auch freihand) und mit ICE zu einem 120-MegaPixel-Bild zusammengerechnet. Solange sich das Bildmotiv nicht bewegt, solange funktioniert so etwas einwandfrei.

Ein beleuchtetes Haus bei Dämmerung oder gar im Dunkeln? Kein Problem, einen Stromkasten als Unterlage genommen oder ein kleines Taschenstativ, das mühelos in die Hemdentasche passt. Das hat man natürlich nur bei einer Kompakten, denn je schwerer die Kamera, desto schwerer und sperriger auch das Stativ.

Ein weiteres Zubehörteil ist für mich nahezu unverzichtbar geworden, nämlich ein Aufschraubtubus. Diesen gibt es von Fremdherstellern mit einem Filterdurchmesser von 46mm oder 52mm. Die eine LX3 benutze ich mit Tubus und Weitwinkelkonverter (ein Original, speziell für die Optik der LX3 berechnet), bei der anderen LX3 benutze ich den Tubus entweder, weil ich eine Filter benötige (meist Pol-, Grau- oder Verlaufsfilter) oder mit einem UV-Filter als Regenschutz bei mässig starkem Regen.

Das Handling der LX3 ist ausgezeichnet, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, was aber nicht allzu schwer fällt. Auch für Nahaufnahmen ist die LX3 eine gute Wahl.

Eine der Besonderheiten der LX3 ist die verlustfreie Formatumschaltung, die ich bei anderen Kameras inzwischen schmerzlich vermisse. Das heisst, der Bildausschnitt wird nicht wie bei anderen Kameras einfach beschnitten, sondern ein Breitbild ist tatsächlich breiter, wenn auch auf Kosten der Höhe. Die Bilddiagonale und somit die Brennweite bleibt dabei erhalten.

Der Vorteil: Bei einem Einzelbildpanorama, aber auch bei einer Innenaufnahme mit sehr wenig Platz ist mir der horizontale Bildwinkel wichtig, während ich die Höhe halbwegs vernachlässigen kann. So bekomme ich mehr Bildentscheidendes mit auf das Bild. Das heisst, bei einem Sonnenuntergang am Meer mehr Horizont.

Mit der LX3 bin im Rahmen ihrer gebotenen Möglichkeiten ich rundum zufrieden. Dennoch würde ich eine von ihnen irgendwann ganz gern durch eine LX7 ersetzen, und zwar aus zwei Gründen. Erstens ist die LX7 noch einmal deutlich lichtstärker, also mit einem noch etwas besseren Freistellungspotential und zweitens ist der Brennweitenbereich etwas grösser (was in einem moderaten Maß ja nicht verkehrt ist).

Noch einmal zurück zur Haltbarkeit. Beide LX3 habe ich gebraucht erstanden und beide funktionieren nach Jahren noch tadellos; eine davon im Dauereinsatz unter teilweise recht rauhen Bedingungen (Regen und selbst moderate Stürze).
 
Die Panasonic ist sehr gut laut deiner Aussage. Hast Du oder Andere zufällig auch Erfahrung mit der Fuji x20, die gefällt mir immer am besten?

Gruß
Susi
 
Nein, mit der Fuji x20 habe ich keine Erfahrungen. Aber es gibt einen konkreten Grund, warum sie für mich nicht die erste Wahl sein kann: sie ist mir für eine Kompakte nämlich entschieden zu sperrig und zu schwer.

Lumix LX3: 265g
Sony x20: 380g
Olympus PM1: 263g
Olympus PM1 mit Pancake: 318-350g, je nachdem, welches

Die LX3 lässt sich nun einmal deutlich besser unterbringen als die x20 und wenn es schon etwas mehr sein darf, dann kann ich auch gleich eine PM1 mit einem Pancake einpacken. Diese Kombination wiegt immer noch weniger als die x20 allein und ich habe die Option, ein weiteres Objektiv in der anderen Jackentasche mitzunehmen - und dies bei einem deutlich grösseren Sensor (4/3" gegenüber 2/3", also rund die 4fache Sensorfläche).

Bei der LX3 bin ich übrigens gelandet, weil ich kein aktuelles Modell haben wollte, sondern aus finanziellen Gründen dessen Vorgänger. Also habe ich nicht die Preise und das Preis-Leistungsverhältnis der aktuellen Modelle verglichen, sondern die Preise (und die Verfügbarkeit) deren Vorgänger. Und ich habe wahrlich keine schlechte Wahl getroffen.
 
Das sind gewichtige Argumente. Da gehe ich doch nun zu dem Photohändler meines Vertrauens. Danke für die Infos
Gruß
Susi
 
Es gilt ein einfacher Grundsatz: die beste Kamera ist immer diejenige, welche man dabei hat.

Nun sind die Menschen aber verschieden. Der eine hat für alle Fälle immer seinen Koffer dabei, während der andere schon bei einer Kompakten stöhnt. Dies muss der Beschenkte letztendlich selbst entscheiden, da hilft auch der Rat keines Fotohändlers weiter.

Ebenso ist es mit dem Handling, gerade bei den kleinen Kameras. Nicht jedem liegt jedes Modell gleich gut in der Hand. Ich z.B. komme trotz grosser Hände erstaunlich gut auch mit Kleinen klar (wenngleich es manchmal durchaus schon etwas Disziplin erfordert). Ausprobieren muß dies jeder selbst, auch hier kann ein Fotohändler wenig weiterhelfen.

Das Vernünftigste wäre es wohl, den zu Beschenkenden einzuweihen, damit er nicht hinterher vor dem Dilemma steht 'lieb gemeint, aber leider doch nutzlos'. Die Alternative wäre, mit dem Händler ein Rückgabe- oder Umtauschrecht bei Nichtgefallen auszumachen.
 
Hallo, nochmals Danke

Ja, ich war beim Photohändler und hatte das Glück dass er Alle vorrätig hatte.
Gute Bilder machen sie alle habe ich mir sagen lassen, alles andere sei Geschmacksfrage. So lass ich meinen Gatten entscheiden, mit Gutschein.

Vielen Dank für eure Hilfe
Noch eine Frage:
Muss ich hier im Forum etwas umstellen falls ich gefunden habe was ich brauche?

Gruß Susi
 
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