Ich denke das Eifersucht hauptsächlich dann entsteht, wenn es einem eher darum geht, geliebt zu werden, als zu lieben. Wenn die Liebe des anderen von einem wegzugehen scheint und auf etwas anderes gerichtet ist, hat man dann das Gefühl, etwas zu verlieren, weil man die Liebe des anderen ja vorher auch benutzt hat, um sich zu stärken. Und natürlich ist man dann auf denjenigen eifersüchtig, der angeblich die Liebe wegnimmt. Weil den anderen liebt man ja auch scheinbar. Oder will man nur geliebt werden und sich sicher fühlen? Oder liebt man nur, weil man geliebt wird, und die innere "Schwäche" scheinbar erlaubt wird? Vielleicht ist Eifersucht ja sogar ein Zeichen von emotionaler Unterentwicklung, von der ich mich bestimmt nicht ausschließen will. Jemand der wirklich bedingungslos lieben kann, kennt auch keine Eifersucht. Nur geht das halt nur, wenn man sich selber lieben kann und man ein inneres zuhause hat, in dem Gefühle nicht bewertet sondern wertfrei beobachtet werden können. Nur wo hätten wir das in unserem perversen ystem lernen können? Im Kinderwagen? Im Kindergarten? In der Schule? Überall werden wir bewertet, von Leuten, die nicht wissen, wer sie selber sind, und deswegen bewerten müssen, und so ihre Scham auf andere übertragen müssen. Also gehen wir auch so mit uns selber um und die Unmöglichkeit uns selber zu lieben dient uns als der Filter, mit dem wir die Aussenwelt wahrnehmen. Nur meine Meinung und Erfahrung...