Beim Elektroauto mit Akkuspeicher wird von Seiten vieler Politiker und der Industrie gerne so getan, als würde es sich dabei um Null-Emissions-Fahrzeuge handeln.
Bei der Berechnung von Emissionen muss man aber zwingend die Primärenergie betrachten, aus der schlussendlich Strom erzeugt wird. Das kann ein Atomkraftwerk oder auch ein Kohlekraftwerk sein und dann sieht die Umweltbilanz eines E-Autos plötzlich ganz mau aus!
Nimmt man dann noch den Wirkungsgrad von der eingesetzten Primärenergie bis hin zur Nutzenergie des E-Autos, dann ist das eigentlich eine energetische und ökologische Katastrophe. In Frage käme daher nur, den Strom für E-Autos aus regenerativen Primärenergiequellen zu gewinnen. Diese Aufgabe ist aber beileibe nicht einfach zu lösen.
Wie henry277 schon schrieb, stellt das Laden der Autoakkus, vor allem in Städten bzw. Ballungszentren, eine kaum lösbare Aufgabe dar. Ein weiteres Problem hat sich letzten Winter aufgezeigt. Bei knackigen Minustemperaturen sinkt die Reichweite reiner E-Akku-Antriebe auf nicht mal die Hälfte. Das reicht dann vielen Arbeitnehmern nicht mehr, um von zu Hause zur Arbeit und wieder zurück zu kommen.
Meines Erachtens wäre die Brennstoffzelle wirkungsvoller. Daimler hatte doch letztes Jahr eine weltweite Tournee mit seinen B-Klasse Fuel-Cell Autos gemacht und der Test verlief doch prima. Wasserstoff kann man ebenfalls aus Strom erzeugen und bildet quasi ein unerschöpfliches Potential. Die Reichweite eines Brennstoffzellen-Fahrzeugs ist akzeptabel.
Brennstoffzellenfahrzeug
Wenn man es schaffen könnte, den Wasserstoff mit Hilfe von Strom aus regenerativer Primärenergie zu gewinnen, dann bliebe noch das Problem des Aufbaus einer Infrastruktur für die Endverbraucher, sprich Autofahrer. Das sehe ich aber als kleineres Problem an, im Vergleich zu benötigten zig Millionen von Elektrozapfstellen für Elektro-Akku-Fahrzeuge.