Emily Kimelman Autor 

henrystorm

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Emily Kimelman

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Emily Kimelman über sich:
Ich schreibe, weil ich gerne lese... aber ich habe einen besonderen Geschmack. Ich liebe es, Zeit in fiktionalen Welten zu verbringen, in denen die Gerechtigkeit mit äußerster Härte durchgesetzt wird.
Meine Lieblingsgeschichten sind roh und nahe am Leben, mit Protagonistinnen, die mir wie eine gute Freundin vorkommt, mit heldenhaften Haustieren, mit Handlungen, die mit einem Paukenschlag enden, und mit langen Serien, damit das immer Abenteuer weitergehen kann.
Wenn Sie mein Buch bis hier her durchgelesen haben, dann gehe ich davon aus, dass wir einen ähnlichen Geschmack haben.

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Emily Kimelman - Sydney Rye 01 - Entfesselt
Emily Kimelman - Sydney Rye 03 - Unersättlich

Format: epub, mobi

Entfesselt:
Diese Kugel krachte durch seine Brust, verfehlte nur knapp sein Herz und trat durch sein Schulterblatt wieder aus, das sie dabei komplett zertrümmerte. Bewusstlos blieb der Hund auf dem Boden meiner Wohnung liegen. Unglaublicherweise hatte die Kugel ihn nicht getötet.
Vor zehn Jahren adoptierte ich Blue, um mir selbst ein Geschenk zu machen, nachdem ich mich an einem heißen Frühsommerabend von meinem Freund getrennt hatte – bei offenem Fenster und eifrig lauschenden Nachbarn. Am nächsten Morgen ging ich direkt zum Tierheim in Bushwick, Brooklyn. Artikel über die Anschaffung des ersten Hundes raten grundsätzlich davon ab, im Affekt zu handeln. Man soll sich ausgiebig auf sein neues Familienmitglied vorbereiten, die Verantwortungen und Herausforderungen verstehen, die es mit sich bringt, mit einem Hund zu leben. Wie es sich verhält, wenn man lediglich etwas braucht, das einem Halt gibt, wird dabei allerdings nie angesprochen.
Ich bat den Mann vom Tierheim, mir die größten Hunde zu zeigen, die er damals hatte. Er zeigte mir ein paar sieben Wochen alte Rottweiler-Schäferhund-Mischlingswelpen, von denen er sagte, dass sie später eine recht stattliche Größe erreichen würden. Dann führte er mich weiter zu einem sechs Monate alten Schäferhund, der ebenfalls noch um einiges wachsen sollte. Und schließlich zeigte er mir Blue, den damals größten Hund im ganzen Tierheim.
Er war so groß wie eine dänische Dogge, allerdings viel schlanker, mit der Schnauze eines Collies, der Zeichnung eines sibirischen Huskys, den Ohren und dem Schwanz eines Schäferhunds und dem Körper eines Wolfs; eines seiner Augen war blau, das andere braun. So saß er da, unfähig, sich ganz hinzulegen oder voll aufzusetzen, und sah mich durch die Gitterstäbe an. Ich war auf der Stelle verliebt.
„Ich sage Ihnen, Lady, er ist hübsch anzusehen, aber sehr launisch. Außerdem haart er, und zwar so richtig. Ich glaube nicht, dass Sie diesen Hund wollen.“ Aber ich hatte mich bereits entschieden. Dieser Hund war das schönste Wesen, das ich je gesehen hatte.
Ich nahm Blue mit nach Hause, wo wir zehn Jahre lang miteinander lebten. Während des Großteils dieser Zeit war er mein einziger Gefährte. Aber als ich Blue zum ersten Mal sah, was inzwischen eine Ewigkeit her ist, hatte ich Freunde und Familie. Ich arbeitete in einem beschissenen Coffee Shop. Ich war jung und verloren; ich war ganz normal.
Damals, zu der Zeit, in der diese Geschichte beginnt und bevor ich jemals einen Leichnam gesehen hatte, bevor Blue mir das Leben rettete und ich wusste, wie es sich anfühlte, einen Menschen kaltblütig umzubringen, war ich noch Joy Humboldt.
DEN NAMEN SYDNEY RYE HATTE ICH NOCH NIE GEHÖRT.
**Der Hund stirbt nicht.**
**Falls Sie Probleme mit „starker“ Sprache, außerehelichem Sex oder LGBTQ+-Charakteren haben, dann lesen Sie dieses Buch nicht.**
 
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