Eidi
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Aktuell grassiert ein neuer Verschlüsselungs-Trojaner namens Locky, der über 300 Euro von seinen Opfern erpresst. heise Security liegen mehrere Berichte von Lesern vor, bei denen die Ransomware mitunter zehntausende Dateien verschlüsselt hat. Anscheinend schlummerte Locky bereits seit einiger Zeit auf den Windows-Rechnern der Opfer, um dann am vergangenen Montag erstmals koordiniert zuzuschlagen.
Ransomware als Schläfer
Nach dem Verschlüsseln öffnet Locky eine Textdatei mit dem Erpresserbrief. Möglicherweise schlummerte Locky eine Weile auf den inifzierten Rechnern, ehe es zentral den Befehl bekam, das digitale Hab und Gut der Opfer zu verschlüsseln: Ein Leser berichtet uns, dass der Schädling bei mehreren seiner Kunden, die er als IT-Dienstleister betreut, am gestrigen Montag um 15:06 zugeschlagen hat. Dahinter könnte durchaus System stecken: Die Täter hatten so die Möglichkeit, Ihre bis Dato unbekannte Schad-Software auf möglichst viele Rechner zu verteilen, ehe sie zuschlagen.
Locky löscht Schattenkopien
Perfiderweise löscht die Ransomware sämtliche Schattenkopien, indem sie das Windows-Tool vssadmin.exe mit den Parametern "Delete Shadows /All /Quiet" aufruft. Die von Windows automatisch angelegten Schattenkopien sind nach einer Ransomware-Infektion manchmal ein Weg, die ursprünglichen Dateien wiederherzustellen, ohne das Lösegeld zahlen zu müssen.
Dass die neue Ransomware zugeschlagen hat, erkennt man daran, dass sich auf der Platte Dateien mit kryptischen Namen und der Endung .locky befinden – statt der persönlichen Daten, die man am Speicherort erwartet hat. Im Ordner findet man zudem eine Datei namens _Locky_recover_instructions.txt, die Locky auch mit dem Editor zu öffnen versucht.
RSA und AES
Die Opfer der Ransomware sollen im Tor-Netz die "special software" Locky Decryptor kaufen, um ihre Daten zu entschlüsseln. Der Inhalt der Datei macht den Betroffenen wenig Hoffnung: Laut den Tätern verschlüsselt Locky mit RSA mit 2048 Bit Schlüssellänge und AES mit 128 Bit. Wenn das stimmt und die Entwickler bei der Krypto-Implementierung nicht gepatzt haben, besteht keine Hoffnung, die verschlüsselten Dateien zu retten. Eine unabhängige Analyse der von Locky eingesetzten Verschlüsselung steht derzeit noch aus. Aktuell ist kein Weg bekannt, die von Locky verschlüsselten Dateien ohne Zahlung des Lösegelds zu retten.
Quelle und weitere Infos: Erpressungs-Trojaner Locky schlägt offenbar koordiniert zu | heise Security
Ransomware als Schläfer
Nach dem Verschlüsseln öffnet Locky eine Textdatei mit dem Erpresserbrief. Möglicherweise schlummerte Locky eine Weile auf den inifzierten Rechnern, ehe es zentral den Befehl bekam, das digitale Hab und Gut der Opfer zu verschlüsseln: Ein Leser berichtet uns, dass der Schädling bei mehreren seiner Kunden, die er als IT-Dienstleister betreut, am gestrigen Montag um 15:06 zugeschlagen hat. Dahinter könnte durchaus System stecken: Die Täter hatten so die Möglichkeit, Ihre bis Dato unbekannte Schad-Software auf möglichst viele Rechner zu verteilen, ehe sie zuschlagen.
Locky löscht Schattenkopien
Perfiderweise löscht die Ransomware sämtliche Schattenkopien, indem sie das Windows-Tool vssadmin.exe mit den Parametern "Delete Shadows /All /Quiet" aufruft. Die von Windows automatisch angelegten Schattenkopien sind nach einer Ransomware-Infektion manchmal ein Weg, die ursprünglichen Dateien wiederherzustellen, ohne das Lösegeld zahlen zu müssen.
Dass die neue Ransomware zugeschlagen hat, erkennt man daran, dass sich auf der Platte Dateien mit kryptischen Namen und der Endung .locky befinden – statt der persönlichen Daten, die man am Speicherort erwartet hat. Im Ordner findet man zudem eine Datei namens _Locky_recover_instructions.txt, die Locky auch mit dem Editor zu öffnen versucht.
RSA und AES
Die Opfer der Ransomware sollen im Tor-Netz die "special software" Locky Decryptor kaufen, um ihre Daten zu entschlüsseln. Der Inhalt der Datei macht den Betroffenen wenig Hoffnung: Laut den Tätern verschlüsselt Locky mit RSA mit 2048 Bit Schlüssellänge und AES mit 128 Bit. Wenn das stimmt und die Entwickler bei der Krypto-Implementierung nicht gepatzt haben, besteht keine Hoffnung, die verschlüsselten Dateien zu retten. Eine unabhängige Analyse der von Locky eingesetzten Verschlüsselung steht derzeit noch aus. Aktuell ist kein Weg bekannt, die von Locky verschlüsselten Dateien ohne Zahlung des Lösegelds zu retten.
Quelle und weitere Infos: Erpressungs-Trojaner Locky schlägt offenbar koordiniert zu | heise Security
