Erpressungs-Trojaner Locky schlägt offenbar koordiniert zu Allgemein 

Eidi

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Aktuell grassiert ein neuer Verschlüsselungs-Trojaner namens Locky, der über 300 Euro von seinen Opfern erpresst. heise Security liegen mehrere Berichte von Lesern vor, bei denen die Ransomware mitunter zehntausende Dateien verschlüsselt hat. Anscheinend schlummerte Locky bereits seit einiger Zeit auf den Windows-Rechnern der Opfer, um dann am vergangenen Montag erstmals koordiniert zuzuschlagen.

Ransomware als Schläfer
Nach dem Verschlüsseln öffnet Locky eine Textdatei mit dem Erpresserbrief. Möglicherweise schlummerte Locky eine Weile auf den inifzierten Rechnern, ehe es zentral den Befehl bekam, das digitale Hab und Gut der Opfer zu verschlüsseln: Ein Leser berichtet uns, dass der Schädling bei mehreren seiner Kunden, die er als IT-Dienstleister betreut, am gestrigen Montag um 15:06 zugeschlagen hat. Dahinter könnte durchaus System stecken: Die Täter hatten so die Möglichkeit, Ihre bis Dato unbekannte Schad-Software auf möglichst viele Rechner zu verteilen, ehe sie zuschlagen.

Locky löscht Schattenkopien
Perfiderweise löscht die Ransomware sämtliche Schattenkopien, indem sie das Windows-Tool vssadmin.exe mit den Parametern "Delete Shadows /All /Quiet" aufruft. Die von Windows automatisch angelegten Schattenkopien sind nach einer Ransomware-Infektion manchmal ein Weg, die ursprünglichen Dateien wiederherzustellen, ohne das Lösegeld zahlen zu müssen.
Dass die neue Ransomware zugeschlagen hat, erkennt man daran, dass sich auf der Platte Dateien mit kryptischen Namen und der Endung .locky befinden – statt der persönlichen Daten, die man am Speicherort erwartet hat. Im Ordner findet man zudem eine Datei namens _Locky_recover_instructions.txt, die Locky auch mit dem Editor zu öffnen versucht.

RSA und AES
Die Opfer der Ransomware sollen im Tor-Netz die "special software" Locky Decryptor kaufen, um ihre Daten zu entschlüsseln. Der Inhalt der Datei macht den Betroffenen wenig Hoffnung: Laut den Tätern verschlüsselt Locky mit RSA mit 2048 Bit Schlüssellänge und AES mit 128 Bit. Wenn das stimmt und die Entwickler bei der Krypto-Implementierung nicht gepatzt haben, besteht keine Hoffnung, die verschlüsselten Dateien zu retten. Eine unabhängige Analyse der von Locky eingesetzten Verschlüsselung steht derzeit noch aus. Aktuell ist kein Weg bekannt, die von Locky verschlüsselten Dateien ohne Zahlung des Lösegelds zu retten.

Quelle und weitere Infos: Erpressungs-Trojaner Locky schlägt offenbar koordiniert zu | heise Security


 
Auch wenn Linux Desktops auf Grund ihrer anteilsmäßig geringen Verbreitung nur in Sonderfällen betroffen sind, sollten auch Linux User den Sicherheitsempfehlungen folgen. In folgenden Situationen sind auch Linux Systeme betroffen:
  • Greifen infizierte Windows Clients mit Schreibrechten auf Samba Shares zu, sind auch die dort liegenden Dateien potentielle Ziele der Verschlüsselung.
  • Greifen Linux User per WINE auf eine infizierte Basis zu, kann der Schadcode (exe) auch Dateien beeinflussen, auf die der aktuelle Benutzer mittels WINE Schreibzugriff hat.
Der aktuell zuschlagende "Locky" betrifft z.Zt. nur Windows Systeme (Ausnahmen: s.o.), weil die genutzten Office Scripte anscheinend eine "Windows exe" läd und nutzt. Es ist ein Leichtes, diesen Aufruf so zu modifizieren, dass eine entsprechende Verschlüsselung mittels eine gegen Linux Libraries gelinkte binary ausgeführt wird.

Warum ist das bisher nicht passiert?
  • Einerseits ist die Anzahl der Linux Desktops verschwindent gering um Vergleich zu den genutzten Windows Clients
  • Zudem sind nur Daten betroffen, auf die der angemeldete User Schreibberechtigungen hat

Insgesamt eine beunruhigende Situation. Ich kann nur allen empfehlen sehr umsichtig mit Links auf fremde Webseiten und fremden Dateianhängen zu sein!
 
Vorsorge gegen Krypto-Trojaner Locky



Legen Sie regelmäßig Backups Ihrer wichtigen Dateien an. Der Backup-Datenträger darf nicht dauerhaft mit dem Rechner verbunden sein, da er sonst ebenfalls verschlüsselt wird.

und alles doppelt sichern auf verschiedenen platten an verschiedenen tagen



Wir hatten am 1. Dezember den vvv.virus (Teslacrypt) eingefangen, einen unmittelbaren Vorgänger von Locky.
Mitarbeiterin hatte img.zip in einer mail geklickt.

zum glück hat der virus bei den ältesten ordnern wie #2008
angefangen und ist nicht fertig geworden bis 18:00 uhr als die computer
ausgeschaltet wurden und nicht weitergemacht bein Neustart.

hat sich über das gesamte netzwerk verbreitet.
die trojaner fragen nicht nach zugangsberechtigung im Netzwerk und fressen sich überall durch.

für den vvv-trojaner gibts anscheinend nach 2 monaten eine Rettungsmöglichkeit zum entschlüsseln aber der neue trojaner ist weiterentwickelter.
TeslaCrypt 2.0 entschlüsselt | heise Security
 
z.Zt. wird ein Locky-Blocker von Malwarebytes angeboten, der aktiv vor dem gefährlichen Locky Ransomware-Trojaner schützen soll. Das Tool schützt Sie zudem noch vor anderer Ransomware.
Bitte beachten Sie, dass das Anti-Ransomware-Tool nur PCs schützen kann, die noch nicht von Locky befallen sind. Haben Sie den Locky Ransomware-Trojaner bereits auf dem Rechner, gibt es aktuell noch keine Möglichkeit die Daten wieder zu entsperren.

Locky.webp

Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass es sich noch um eine Beta-Version der Software handelt, die noch instabil sein kann und möglicherweise Fehler enthält. Malwarebytes empfiehlt, die Software nicht auf einem arbeitsrelevanten Produktions-System zu installieren.

Quelle - chip
 
Gefährlichen Word-Trojaner vermeiden: Einstellungen für Word und Outlook

Es geistert ein neuartiger Verschlüsselungs-Trojaner namens «Locky» herum. Bei einer Infektion gehen alle Dateien verloren. Deswegen sollten Sie einiges beachten.
von Simon Gröflin 22.02.2016


Seit Anfang Woche verbreitet sich ein neuer Verschlüsselungs-Trojaner mit rasender Geschwindigkeit. Dem Sicherheitsforscher Kevin Beaumont zufolge soll «Locky» allein in Deutschland über 5000 Rechner pro Stunde infizieren. Auch das Fraunhofer-Institut in Bayreuth soll zu den Opfern zählen. Laut Angaben der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) des Bundes auf Anfrage von Inside-IT ist der Schädling zwar noch nicht in der Schweiz angekommen. Einmal ins System eingedrungen, verschlüsselt die Ransomware jedoch sämtliche Dateien des befallenen Rechners. Die Entschlüsselung soll dann nur gegen Bezahlung eines Betrags möglich sein. Konkret erfolgt die Infizierung über Spam-Mails mit einer Word- oder Excel-Datei im Anhang. Leider erkennen noch nicht alle Antivirenprogramme das Makro-Script, das beim Öffnen der Datei automatisch ausgeführt wird. Mit ein paar Vorsichtsmassnahmen können Sie sich jedoch wirksam schützen.

Makro-Codes sind Programme, die bestimmte Aufgaben unter Office automatisieren. Wenn Sie Locky das Einfallstor nicht sperrangelweit offen lassen wollen, konfigurieren Sie Word und Outlook am besten so, dass Makro-Codes nicht ohne Nachfrage ausgeführt werden. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

1. Öffnen Sie Outlook. Bei Outlook 2010/2013 klicken Sie oben auf Start.

2. Öffnen Sie die Optionen, dann das Trust Center (Sicherheitscenter) bzw. die Einstellungen für das Trust Center.

Öffnen Sie links aus der Auswahl die Makroeinstellungen.
Passen Sie die Makroeinstellungen nach Ihren Bedürfnissen an. Als Alltagsanwender wählt man am besten die Einstellung «Alle Makros ohne Benachrichtigung deaktivieren»

Passen Sie die Makroeinstellungen nach Ihren Bedürfnissen an. Als Alltagsanwender wählt man am besten die Einstellung «Alle Makros ohne Benachrichtigung deaktivieren»

Sie können nun eine geeignete Auswahl vornehmen. Wenn Sie z.B. als Otto Normalanwender ohnehin keine Makros brauchen, empfehlen wir die Einstellung Alle Makros ohne Benachrichtigung deaktivieren. Wenn Sie oft mit Makros hantieren, eignet sich eher die Einstellung Benachrichtigungen für alle Makros. So werden Sie jedes Makro einzeln autorisieren müssen.

Diese Einstellungen sollten Sie am besten im gleichen Verfahren auch für Word und Excel vornehmen. Leider bietet Office hierfür keine globalen Einstellungen.


Wenn der Rechner bereits infiziert ist, hilft nur noch eines: Trennen Sie den PC sofort vom Netzwerk, um eine Verbreitung der Schad-Software zu verhindern. Eine Systemwiederherstellung ist leider nicht möglich. Es empfiehlt sich eine saubere Neuinstallation. Die Daten sind dann leider verloren, sofern Sie zuvor nicht regelmässig Backups vorgenommen haben. Zahlen Sie aber keinesfalls den Erpressern Geld. Es ist nicht gesagt, dass Versprochenes gehalten wird. Man kann in einem solchen Fall höchstens warten. Nach einer gewissen Zeit werden manchmal die Verschlüsselungsalgorithmen gefunden.

Allgemeine Malware-Prävention

Allgemein empfehlen sich natürlich - wie immer - die üblichen Sicherheitsvorkehrungen. Dazu gehören regelmässige Daten-Backups und aktuelle Schutzprogramme. Inbesondere Betriebssystem, Office, Browser und Plug-Ins sollten laufend aktualisiert werden. Öffnen Sie grundsätzlich keine Dateianhänge von Mails, bei deren Vertrauenswürdigkeit auch nur die geringsten Zweifel bestehen.

Quelle: Gefährlichen Word-Trojaner vermeiden: Einstellungen für Word und Outlook


PS:

Locky: Erpresser-Trojaner kommt über Javascript – Virenscanner machtlos?

Die Verantwortlichen hinter dem Erpresser-Trojaner Locky finden neue Verbreitungsmöglichkeiten: weiterhin per Spam-Mail, nun jedoch via Javascript-Anhang. Über 50 Virenscanner schlagen dabei nicht an.


Wer E-Mails mit Datei-Anhängen bekommt, muss besonders vorsichtig sein. Diese Regel gilt eigentlich seit jeher, wir müssen sie seit dem ersten Auftauchen des Erpresser-Trojaners Locky in der vergangenen Woche aber nochmals betonen. Hat sich der Schädling bislang via Makro-Code in präparierten Word-Dateien versteckt, lauert nun auch eine Ansteckungsgefahr via Javascript. Ein entsprechender Code verbirgt sich laut einem Fund des britischen IT-Sicherheitsexperten Kevin Beaumont in einer Zip-Datei, die Spammer per E-Mail versenden. Der Code führt einen Downloader aus, den keines von über 50 Virenprogrammen des Online-Scanners virustotal.com als schädlich einstuft.

Der Downloader lädt im Hintergrund die Locky-Dateien auf den Rechner des Opfers. Verschleierungstechniken verhindern, dass Virenscanner den Datentransfer auslesen können. Ist Locky heruntergeladen, nimmt das Unheil gemäß bisherigen Fällen seinen Lauf. Der Trojaner verschlüsselt wichtige Daten auf dem Rechner und fordert per Desktop-Einblendung die Zahlung eines Lösegeldes, damit die Daten wieder entschlüsselt werden. Gefordert wird dabei ein Lösegeld von einem halben Bitcoin. Was sich wenig anhört, sind aktuell fast 200 Euro - pro Rechner! Denn anders als bisherige, sogenannte Krypto-Locker verbreitet sich Locky auch noch selbständig im Netzwerk und findet so weitere Opfer.

Die von Beaumont gefundene und analysierte Spam-Mail scheint von einem Wursthersteller aus Ludwigslust zu kommen. Die Mail ist offenbar Teil einer großen Spam-Welle, denn viele Nutzer sollen bereits beim besagten Unternehmen angerufen, sich beschwert und Schadensersatz gefordert haben, wie heise.de berichtet. Dabei hat die Firma weder mit dem Trojaner noch etwas mit dem Versand der Spam-Mails zu tun.

24.2.2016 von The-Khoa Nguyen
Quelle:
Locky: Erpresser-Trojaner kommt über Javascript – Virenscanner machtlos? - PC Magazin




Locky: Trojaner tarnt sich als Fax- und Drucker-Benachrichtigungen

Die Cyberkriminellen hinter dem Locky-Trojaner drehen auf. Nach Rechnungen folgen vorgebliche Benachrichtigungen für empfangene Fax-Dokumente und Scans von Multifunktionsdruckern.
Der Locky-Trojaner verschlüsselt Ihre Dateien und fordert für die Entsperrung ein Lösegeld!

Der Locky-Trojaner gefährdet Internetnutzer mit neuen Maschen. Anscheinend haben die verantwortlichen Cyberkriminellen einen so durchschlagenden Erfolg mit dem Schädling, dass praktisch täglich neue Verbreitungsformen auftauchen. Nutzer sollten gewarnt und stets auf der Hut sein.

Nachdem falsche Rechnungen unter anderem im Namen eines Lebensmittelherstellers verschickt wurden, folgen gefährliche E-Mails, die sich als Fax-Benachrichtigung eines Providers oder als Benachrichtigung eines Multifunktionsdruckers für ein gescanntes und online verschicktes Bild tarnen.


Fax als E-Mail

Den Redakteuren von heise.de liegen verschiedene Spam-Mails vor, die den Erpresser-Trojaner Locky enthalten. In einigen Fällen wird der Name des VoIP-Providers Sipgate missbraucht. Angeblich stehe ein empfangenes Fax bereit (Betreff: „Neues Fax von … „), für das der Nutzer lediglich den Mail-Anhang öffnen müsse.

Als Vorlage für die Spam-Mail dient offenbar eine echte Benachrichtigung des Anbieters, sie wurde täuschend echt nachgebildet. Nutzer sollten auf keinen Fall den Anhang öffnen. Sollten Sie Sipgate-Kunde sein und ein Fax erwarten, dann schauen Sie lieber direkt in Ihr Benutzerprofil über den Browser.


E-Mails vom Drucker?

Andere E-Mails geben vor, von einem Multifunktionsgerät (Drucker, Scanner und Kopierer) versendet worden zu sein. Moderne Geräte bieten entsprechende Funktionen an, gescannte Inhalte direkt per E-Mail zu verschicken. Entsprechend heißt es im Betreff einfach: „Scanned Image“.

Als Absender wird das Konto „admin“ mit der Domain des Empfängers nach dem „@“-Zeichen angegeben. Unachtsame Nutzer, die häufig E-Mail-Funktionen von Druckern nutzen, können darauf schnell reinfallen. Nehmen Sie sich ab sofort lieber die Zeit, entsprechende E-Mails genauer zu prüfen: etwa auf die richtige Absenderadresse, richtige Betreffzeilen und mehr.

Laut der E-Mail des vorgeblichen Multifunktionsgeräts sei eine PDF-Datei anhängend. Doch diese Datei beherbergt kein eingescanntes Bild, sondern ein Skript, das den Trojaner Locky startet. Das gleiche gilt für das eingangs erwähnte „Fax“. Der Schädling verschlüsselt wichtige Daten auf einem System und gibt sie erst wieder frei, wenn das Opfer ein Lösegeld zahlt. Zuvor verbereitete sich Locky über Makro-Codes in Spam-Mails. Was Sie gegen eine Locky-Infektion tun können, verraten wir in einem separaten Artikel.

25.2.2016 von The-Khoa Nguyen
Quelle:
Locky: Trojaner tarnt sich als Fax- und Drucker-Benachrichtigungen - PC Magazin
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
2.3.2016 - Neue Locky-Welle im Umlauf: Angebliche BKA-Warnung vor "Locky" ist selbst ein Trojaner
Aktuell kursiert eine neue Spam-Welle, in der vorgegeben wird, die E-Mails würden vom Bundeskriminalamt (BKA) stammen. Darin wird angeblich über die Locky-Ransomware informiert, wofür man sich aufgrund zahlreicher Nachfragen entschieden habe. Im Anhang der E-Mail befinde sich demnach auch ein Removal-Tool, mit dem sich Nutzer, die von Locky betroffen sind, von der Plage befreien können sollen.


Das ist aber natürlich nicht der Fall, berichtet das österreichische Blog Mimikama. Die Datei namens "BKA Locky Removal Kit.exe" enthält vielmehr selbst Malware. Was diese genau tut, ist derzeit noch unklar. Allerdings scheint sie den Herstellern der einschlägigen Virenscanner bereits aufgefallen zu sein. Sicherheits-Tools, die auf dem aktuellsten Stand sind, erkennen die Malware bereits recht zuverlässig und verhindern einen Start der angehängten Datei.

Quelle
 
Locky-Warnung: Erpressungs-Trojaner macht wieder die Runde


Locky hat seit Ende Mai scheinbar Ruhe gegeben. Sicherheitsforscher entdeckten jetzt aber eine neue Spam-Welle, die den Erpressungs-Trojaner verteilt.

Sicherheitsforscher von proofpoint.com haben festgestellt, dass Cyberkriminelle über ein reaktiviertes Botnetz wieder Spam-Mails verschicken, die den Erpressungs-Trojaner Locky beherbergen. Bei Locky handelt es sich um eine Ransomware, die Daten eines befallenen Rechners verschlüsselt und erst wieder freigibt, wenn das Opfer eine Lösegeldsumme zahlt. Zur Begrifflichkeit: Ransom ist Englisch und bedeutet Lösegeld.

Das besagte Botnetz mit dem Namen „Necurs“ wurde Ende Mai 2016 abgeschaltet. Ab diesem Zeitpunkt ließen Infektionen von Rechnern mit Locky und anderen Schädlingen merklich nach. Vor rund einer Woche wurde „Necurs“ anscheinend wieder aktiviert. Seit diesem Zeitpunkt treibt Locky wieder sein Unwesen. Bei einem Botnetz handelt es sich um einen Zusammenschluss aus unzähligen gekaperten Rechnern in Privathaushalten und Firmen, die Cyberkriminelle für die Verteilung von Schädlingen missbrauchen.

Die Sicherheitsforscher von proofpoint.com warnen vor neuen Formen von E-Mails, die bereits im Februar 2016 für eine Menge Ärger gesorgt haben. Solche E-Mails tarnten sich als Online-Bewerbungen mit einem schädlichen Anhang. Öffnet der Empfänger diese anhängenden Anlagen, beginnt Locky mit der Verschlüsselung wichtiger Daten – sowohl des Systems als auch von Privatdateien des Opfers. Das Gefährliche an Locky ist, dass sich der Trojaner selbständig in Netzwerken verbreiten kann. Im Februar wurden so beispielsweise große Teile des Fraunhofer Instituts in Bayreuth lahmgelegt. Die Opferzahlen wuchsen täglich im vier- bis fünfstelligen Bereich.

Passen Sie bei E-Mail-Anhängen fremder Absender also zwingend auf. Öffnen Sie keine Mail-Anhänge, bei denen Sie nicht hundertprozentig sicher sind, dass es sich beim Absender um eine zuverlässige Quelle handelt. Machen Sie zudem Backups Ihres Systems, um im Fall der Fälle keinen Datenverlust zu erleiden.

27.6.2016 von The-Khoa Nguyen


Quelle:
Locky-Warnung: Erpressungs-Trojaner macht wieder die Runde - PC Magazin
 
Erpressungs-Trojaner Locky nun mit Autopilot

Sicherheitsforschern zufolge kann Locky sein Schadenswerk jetzt auch offline ohne Kontakt zum Command-and-Control-Server der Kriminellen verrichten.

Die Ransomware Locky hat dazugelernt und kann nun auch Daten auf Windows-Computern verschlüsseln, die nicht an das Internet angebunden sind, erläutern Sicherheitsforscher von Avira. In vorigen Versionen konnte der Schädling auf Offline-Systemen nichts ausrichten, da die Drahtzieher die Verschlüsselung erst über einen vom Command-and-Control-Server (C&C) aus gesendeten Befehl anstoßen konnten.

Der neue Ansatz bringt zudem mit sich, dass Locky für Offline-Opfer keine individuellen RSA-Schlüssel (Public Key) für die Verschlüsselung erzeugt. In der Vergangenheit wurde der für die Entschlüsselung benötigte geheime Schlüssel außer der Reichweite der Opfer auf dem C&C-Server verwahrt. Wo sich dieser nun befindet, ist derzeit nicht bekannt.

Nicht nur Vorteile
Ohne C&C-Server können die Kriminellen noch besser im Verborgenen arbeiten, schließlich benötigen sie keine kostenintensive Server-Infrastruktur mehr, deren Standort sie verschleiern müssen. Für die Bezahlung des Lösegelds setzt Locky aber weiterhin auf URLs, die auf Hidden Services in das anonymisierte Tor-Netzwerk verweisen.
Strafverfolgungsbehörden haben ohne C&C-Server noch weniger Ansatzpunkte für Ermittlungen. Doch die Umstellung bringt nicht nur Vorteile für die Kriminellen mit sich und sie müssen auf Infektions-Statistiken der C&C-Server verzichten.

Neuer Loader

In der Regel versuchen Kriminelle Opfer mit gefälschten E-Mails dazu zu bringen, den Datei-Anhang dieser Mails zu öffnen, um so eine Infektion einzuleiten. Doch im Anhang befindet sich nicht direkt der Schädling, sondern ein Office-Dokument mit Makro-Code oder ein Skript, das nach dem Öffnen den Schädling auf den Computer holt. Dafür kommen sogenannte Loader zum Einsatz.

Neuerdings soll Locky über den Quant Loader auf Computer gelangen, berichten Sicherheitsforscher von Forcepoint. Der Loader werde in russischen Untergrund-Foren zum Verkauf angeboten und wirbt neben dem Download von Schädlingen unter anderem auch mit der Möglichkeit, Nutzer-Rechte erhöhen zu können. Letzteres können die Sicherheitsforscher aber nicht bestätigen.

Zudem lockt der Anbieter damit, dass der Quant Loader von Grund auf neu entwickelt wurde und sich effektiv vor Viren-Wächtern verstecken kann. Einer Analyse von Forcepoint zufolge ist das aber nicht der Fall und der Quant Loader baut auf dem Code des Madness DDoS Systems auf, das bereits von vielen Viren-Wächtern erkannt wird.


Quelle: Erpressungs-Trojaner Locky nun mit Autopilot |
heise Security
 
Erpressungs-Trojaner Locky kennzeichnet verschlüsselte Dateien mit .odin

Wenn plötzlich kryptische Dateinamen à la 473FGD-S732-TSDH.odin auf einem Windows-Computer auftauchen, dann hat die neue Locky-Variante zugeschlagen.

Ransomware-Experten von Bleepingcomputer.com sind auf eine neue Locky-Version gestoßen, die verschlüsselte Dateien mit der Namenserweiterung .odin versieht. Ältere Varianten haben als Geisel genommene Dateien mit der Endung .locky beziehungsweise .zepto gekennzeichnet.

Nach wie vor versucht die Bande hinter dem Verschlüsselungs-Trojaner Opfer mit betrügerischen E-Mails inklusive Anhang aufs Glatteis zu führen. Wer den Anhang öffnet, fängt sich den Schädling umgehend ein. Anschließend startet Locky die Verschlüsselung und platziert seine Erpresser-Botschaft auf betroffenen Computern.

Seit neuestem kann Locky sein Schadenswerk auch auf Computern verrichten, die nicht an das Internet angebunden sind. In der Vergangenheit konnte der Prozess erst anlaufen, wenn die Command-and-Control-Server den entsprechenden Befehl gesendet haben.

Aktuell gibt es noch kein kostenloses Entschlüsselungs-Tool, um von Locky gefangene Dateien ohne Lösegeldzahlung zu befreien.


Quelle: Erpressungs-Trojaner Locky kennzeichnet verschlüsselte Dateien mit .odin | heise online
 
Ransomware: Locky in neuer Version aufgetaucht

Die Sicherheitsexperten von G DATA haben erneut den Erpressertrojaner Locky analysiert. Der Erpressertrojaner Locky sorgte vor rund acht Monaten schon für Aufsehen bei Computerbenutzern und in den Medien. Nun verbreitet sich erneut eine Weiterentwicklung des gefährlichen Schädlings.

Ransomware Locky in neuem Gewand

Der weiterentwickelte Nachfahre der Ransomware Locky wurde von den G DATA Sicherheitsexperten analysiert. Sie stellten fest, dass von ihm verschlüsselte Dateien die Dateiendung .ODIN erhalten.

Die Malware-Analysten von G DATA haben die Ransomware genauer unter die Lupe genommen und präsentieren ihre Ergebnisse im SecurityBlog. Benutzer der aktuellen G DATA Sicherheitslösungen sind geschützt: der untersuchte Schadcode wird als Script.Trojan-Downloader.Locky.CQ bzw. Win32.Trojan-Ransom.Locky.CQ erkannt.


Quelle: Ransomware: Locky in neuer Version aufgetaucht | Tojaner-Info.de
 
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