Ok, ich versuchs mal, ist sehr komplex das Thema:
Vorab: mit speziellen Fahrradnavis und Tourenplanern hab ich noch keine Erfahrung gesamelt.
Auto Navis haben den Nachteil, dass sie deine Position nur auf der Straße anzeigen, Feldwege usw eher unbekannt sind. Dafür sind die Dinger routingfähig, d.h. du kannst dir von A nach B eine Route berechnen lassen. Mit ein bisschen Glück ist auch mal ein offizieller Radweg dabei, meist wird es Straße sein. Für ne Radtour vlt noch ok, für MTB z.b. NO WAY!
Papierkarten sind gut und schön, aber wenn du schonmal in einem unbekannten Gebiet versucht hast, deine aktuelle Position zu bestimmen, dann weisst du das dies nicht so einfach ist.
Outdoornavis sind nicht routingfähig, zeigen i.d.R deine aktuelle Position auf einer topografischen Karte an. Da weisst du schonmal automatisch, wo du bist. Die Strecke wird als "Track" auf der Karte angezeigt und du musst halt sehn, dass du dich immer mit deiner Position auf dem "Track" bewegst. Oder du navigierst anhand von "Routenpunkten", dann zeigt dir dein Navi immer die Luftlinie zum nächsten Routenpunkt an (Gibt auch Proggis, die das akustisch können). Ist beides durchaus Fahradtauglich.
Ob die ausgewählten Wege fahrbar sind, ist eigentlich nur eine Frage deiner Fahrtechnik

, im zweifelsfall muss halt mal geschoben oder getragen werden. Hat mich nie gestört. Musst entweder deine Touren vorher am PC zusammenstellen und aufs Navi spielen, oder kannst auch fertige Strecken aus dem Web laden (GIDF.de) Kannst auch Strecken aufzeichnen und später wiederverwenden oder mit anderen austauschen. Nachteil ist der relativ kleine Kartenausschnitt auf dem Display und die teilweise schlechte Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung.
Wenn du das Navi permanent sehen willst, wirst du an einem spritzwassergeschützten und stoßfesten Outdoorgerät (z.b. Garmin) nicht vorbei kommen.
Ich hab allerdings auch gute Erfahrungen mit PDA/Smartphone und einer Wasserdichten Hülle gemacht. Das hatte für mich den Vorteil, dass ich keine neue Hardware kaufen musste. Hab meinen Loox 500 in einer Plastikhülle in der Seitentasche vom Rucksack, so, dass ich während der Fahrt rankomme. Den Strick von der Plastikhülle hab ich am Schulterriemen festgemacht, falls mir das teil mal aus der Hand rutscht. Direkt am Lenker war mir zu unsicher und zu aufwändig, gibts aber auch (Amorcase) Im Zweifelsfall halte ich halt mal an. War auf diese Art und Weise schon in total unbekannten Gebiet unterwegs und fand es geil. Dass das Teil kaputt ist, wenn man drauf fällt muss sicher nicht gesondert werwähnt werden, also Fahrweise anpassen

. Eine Papierkarte hab ich trotzdem meist dabei, wenn ich in unbekannten Gebieten rumfahre.
Um das Chaos perfekt zu machen noch die Anmerkung, dass es sowohl pixel- als auch vektororientiertes Kartenmaterial gibt und natürlich die entsprechenden Programme dafür. Vektorkarten (z.b. Garmin Topo3 D) lassen sich beliebig zoomen und zeigen je nach zoomstufe mehr oder weniger Details.
Pixelkarten (z.b. Top50 von den Landesvermessungsämtern) sind praktisch gescante Papierkarten. Bei der geringen Auflösung eines PDA ist dort natürlich Zoomen nur begrenzt möglich, dort wechselt man einfach zwischen Karten in unterschiedlichen Maßstäben, um mehr oder weniger Details zu sehen.
Wenn du mehr wissen willst google mal nach: pocketnavigation, navifriends, mtb-news, geocaching, usw, dort gibt es leute, die sich richtig gut auskennen
Programme und Karten findest du sogar hier
Ach ja, wenn du nur den Weg zum nächsten Bäcker oder Eisdiele suchst, dann frag einfach die Leute am Straßenrand...
hoffe, ein wenig geholfen zu haben
LG dor Honzek
noch was, wenn du überhaupt keine NaviHardware besitzt, nur noch der Hinweis, dass das Zeug mal fix paar hundert Euro kosten kann, Offizielle Software... ach was, hier ist das FSB!
