Speicherkapazität
Zeitliche Entwicklung der Speicherkapazität, logarithmische Skalierung
Die Speicherkapazität einer Festplatte ist die Gesamtzahl an Bits (0 oder 1), die durch die ansteuernde Software, also meist das Betriebssystem oder vielmehr dessen Gerätetreiber, adressiert werden können. Die Kapazität wird normalerweise in Byte gemessen, 8 Bit bilden 1 Byte. Bei der Aufzeichnung erfolgt durch den gewöhnlich im Festplattengehäuse eingebauten Controller eine weitere Kodierung der Daten, weshalb kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den gespeicherten Daten und der daraus folgenden Magnetisierung der Plattenoberfläche besteht.
Der Übersichtlichkeit halber wird die Anzahl Bits in Kilo-, Mega-, Giga- und Terabit bzw. -byte angegeben. Vor allem Festplattenhersteller definieren bei der Angabe der Kapazität ein Gigabyte mathematisch nach Potenzen zur Basis 10, also als 109 Byte = 10003 Byte = 1.000.000.000 Byte. Dem gegenüber steht die Umrechnung von Computerprogrammen, die auf dem traditionellen System, den Potenzen zur Basis 2, basierte: ein Gigabyte wird hier meist als 230 Byte = 10243 Byte = 1.073.741.824 Byte behandelt. Zur Unterscheidung hat die IEC dafür die Bezeichnung Gibibyte eingeführt, welche sich jedoch nicht durchgesetzt hat. Die daraus resultierenden unterschiedlichen Größenangaben für die Speicherkapazität lassen sich anhand von Binärpräfixen unterscheiden.