Hallo!
Hab mir den Film auch gestern grad angeschaut, zum 2ten mal. Das ertse mal hab ich ihn noch ned so verstanden, doch jetzt is es um einiges klarer.
Der Hauptdarsteller hat ein ZU normales Leben, einen ZU normalen Job und eigentlich ist er mit seinem Leben unzufrieden. Das Problem, er will es nicht wahrhaben... Es entsteht ein psychischer Konflikt in ihm, er will aus dieser, seiner, Welt ausbreche, glaubt aber nicht, dass er es schaffen kann. Was macht man in so einem Fall? Genau, man sucht sich jemanden der es kann. Dieser Jemand ist im Film die zweite Persönlichkeit, dargestellt von Brad Pit.
Bei vielen Szenen denkt man sich, es wäre unmöglich, dass er zwischen den beiden Persönlichkeiten wechseln kann, bei genauerem hinschaun wird dann aber einiges klarer. "Wird" er nämlich zu Tyler, so kommt es ihm nicht so vor, als sei er das selbst, sondern als würde er nur zusehen. (z.B. die Szene in der der Polizeichef am Klo überfallen wird. Er steht ganz im Hintergrund, niemand bemerkt ihn. Der einzige der ihn ganz zum Schluss anspricht ist wieder nur Tyler.) Das kann man sehr oft beobachten und jedesmal sieht man, der Beobachtende steht immer im Hintergrund, "ist nicht da".
Dann wäre da die Frau, der Name fällt mir grad nicht ein, auch hier sieht man, wie er sich selbst beobachtet. Er würde nie glauben, selbst so zu Handeln, so eine Beziehung einzugehen, darum ist er nur stiller Beobachter SEINES Handelns ("Das warme Zentrum") Hier merkt man wie Tyler stärker wird, er verbietet, dass über ihn gesprochen wird! So sichert er seine Existenz...
Dann, das was mich am meisten verwirrt hat. Wie können die beiden Persönlichkeiten miteinander Diskutieren, ohne dass sich andere Leute darüber wundern. Ganz einfach, der Streit findet nur in seinem Kopf statt. Man sieht das ganz kurz in einer Rückblende auf die Handverbrennungs-Szene (oder so

..). Beim ersten Mal ist es ein heftiger Streit zwischen den beiden, beim zweiten Mal sieht man wie er ganz still sitzt und auf seine Hand starrt. (z.B.: Die Diskussion im Auto, in dem sie dann den Unfall haben. Die beiden, die hinten saßen, hätten das doch komisch finden müssen, oder? Aber das Einzige, was er zu den beiden sagt ist, "Was wollt ihr tun bevor ihr sterbt?" , mehr nicht...)
Das Ende, wo er sich durch die Wange schießt ist meiner Meinung nach ein wenig übertrieben, es soll, glaub ich, die Erkenntnis ("Er hat die Pistole nicht, ich habe sie" und die Loslösung (der Schuss) von seinem zweiten ICH darstellen.
Achja, einzig und allein Tyler ist in seiner Fantasie entstanden, sonst war alles real. (Tipp: NOCHMAL ANSCHAUN!!!

)
So, jetzt aber genug, der Film hat mich nur so fasziniert und dass ich gleich auf anhieb die Frage hier finde fast noch mehr. Das musste ich jetzt los werden :hy:
Wahrscheinlich gibts auf Wikipedia auch noch massig viel drüber, ich bin mit meiner Theorie aber ganz zufrieden
cYA!