Friedensnobelpreis an die OPCW Diskussion 

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StaryWojownik

Endlich ein Lichtblick: Diesmal wurde der Friedensnobelpreis nicht an einen Kriegstreiber und Betreiber von Folterstätten wie Obama, oder einer Angriffskriegsvereinigung wie der Europäischen Union verliehen.
Der Friedensnobelpreis dieses Jahres ging an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Eine recht aktuelle Entscheidung, ist doch diese an die Vereinten Nationen angeschlossene Institution momentan für die Vernichtung der Chemiewaffen in Syrien zuständig. Wie ich als bekannt vorrausetzen darf (???), wurde durch den von Russland vermittelten OPCW-Beitritt der Arabischen Republik der von US-Amerika, „one of the leading terrorist states in the world“ (Noam Chomsky), geplante und unmittelbar bevorstehende Angriff der Nordatlantischen Terrororganisation gegen Syrien verhindert.

Ich halte dies für einen - wenn auch sehr späten - Schritt in die richtige Richtung.

Was haltet ihr von dieser Kehrtwendung des Nobelpreis Komitees?

Let`s talk about (lasst uns darüber plaudern) ...
 
Die Entscheidung zugunsten der OPCW hat mich ehrlich gesagt überrascht; wenn auch in positivem Sinne.

Was daraus wird? Warten wir's ab.
 
Empfinde die Entscheidung für die OPCW auch als positive Überraschung.
Damit sollte das Nobelpreis Komitee sicher sein können, eine richtige Entscheidung getroffen zu haben und es handelt sich dabei um keine "Vorschussbeweihräucherung". Die OPCW hat sich das mehr als verdient!
 
Ich muss sagen, dass ich die OPCW vorher überhaupt nicht kannte und auch jetzt fast nichts über die Organisation weiß. Das wird wohl vielen Leuten so gehen.
 
Ich muss sagen, dass ich die OPCW vorher überhaupt nicht kannte und auch jetzt fast nichts über die Organisation weiß. [...]
Dann hat die Verleihung des Friedensnobelpreises an diese Organisation – hier aktuell ihre Tätigkeit in Syrien – diese zumindest ein bisschen ins Rampenlicht gebracht:

Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons - Wikipedia, the free encyclopedia
Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons

Hierzu (evtl.) auch von Interesse:

„Across Syria, the heroic efforts of the Syrian Arab Army against western-backed terrorists are liberating vast areas from this demonic scourge, returning law and order and safety to the beleaguered civilians. Meanwhile the weapons inspectors praise the Syrian authorities for their cooperation, while stating that access to certain sites was blocked by insurgents.
The Organization for the Prohibition of Chemical Weapons has stated that the Syrian authorities are cooperating and facilitating its work in providing access to various sites, while at the same time, the Organization admits that access to other sites is being blocked by terrorist activity from armed gangs.
The hotel where the team is staying was attacked on Saturday with terrorist attacks using mortar shells, fired from positions occupied by western-backed opposition forces who refuse to adhere to the ceasefire called by the Syrian authorities to allow the inspectors access to the sites they wish to visit.“

Syria: Terrorists take a pounding - English pravda.ru
 
Naja, wenn diese Organisation den vereinten Nationen angeschlossen ist, dann dürfte es, in meinen Augen, nicht so weit her sein mit der Seriösität. Irgendwie ist alles von der UN Blendwerk. Die bekommen doch nichts auf die Reihe, was der Welt wirklich helfen würde. Allein deren Struktur ist doch alles andere als demokratisch. Wirkliche Entscheidung kann nur der Sicherheitsrad treffen, und dort sind nur wenige Länder vertreten. Nichtmal Indien oder Brasilien haben dort eine Stimme. Das sagt doch alles über diesen Haufen ...
 
Ich würde sagen, das ist wohl seit langem wieder einmal eine sinnvolle Preisvergabe beim Friedensnobelpreis. Das es diesmal an eine Organisation geht und nicht an eine Einzelperson, finde ich gar nicht schlecht. Die Vergabe an eine Einzelperson scheint mir eh sehr heikel zu sein, ganz besonders wenn es sich um Politiker handelt. Bei der Preisvergabe an Obama hatte ich zudem den Eindruck, als wolle man damit (etwas manipulative) Vorschusslorbeeren verteilen.
 
[...]Bei der Preisvergabe an Obama hatte ich zudem den Eindruck, als wolle man damit (etwas manipulative) Vorschusslorbeeren verteilen.
Hat sich doch für den solcherart „Gesalbten“ ausgezahlt. Wobei sich mir die Frage stellt, ob diese „Auszeichnung“ bereits in der Wahlkampfplanung enthalten war.
 
Ja, das könnte man fast meinen. Ob es sich ausgezahlt hat oder nicht, dünkt mich noch schwer zu beurteilen. Wenn ich als Präsident den Nobelpreis bekäme, würde mich das enorm unter Druck setzen und mich in meinen Entscheidungen zusätzlich einschränken. Die allgemeine Erwartungshaltung ist dann ja noch grösser als sonst schon. ;)
 
Seit der Preiverleihung an Obama, nehme ich dieses Komitee leider nicht mehr ernst. Frieden und Freiheit gehören für mich unweigerlich zusammen. Guantanamo lässt grüßen...
 
Wenn Friedensnobelpreise an Kriegswütige wie Sadat und Begin zugesprochen werden ist es doch kein Wunder wenn Obama sich auch damit rühmt, wo sich die tatsächlichen Helden wie Edward Snowden verstecken müssen.

Frage mich warum Bush keins bekam. ;)

Man müsste die Leute zur Verantwortung ziehen, die Nobelpreis verteilen wie Bonbons beim Karneval.
 
[...]Man müsste die Leute zur Verantwortung ziehen, die Nobelpreis verteilen wie Bonbons beim Karneval.
Aber, aber ...
Wer wird denn dieses Polittheater so ernst nehmen ...

Am Nobelpreis ist nichts „nobel“; die Verleihung desselben – egal in welcher Disziplin – ist ein politischer Akt, durchgeführt von politischen Akteuren mit (vor)bestimmter politischer Zielsetzung und erwünschter Signalwirkung.
 
Seit der Preiverleihung an Obama, nehme ich dieses Komitee leider nicht mehr ernst.

Ja, muss ich auch leider sagen, Obama war (ist) ein großer Irrtum.
Vor allem wenn man ihn mit seinem Landsmann Martin Luther King vergleicht.

Aber deswegen die ganze Idee in Frage zu stellen? Ich weiss nicht, jeder macht Fehler.
 
[...]Aber deswegen die ganze Idee in Frage zu stellen?
Könnte es sein, dass sich die Kritiker nicht an der Idee (The Will), sondern an der Praxis stören? Hier geht es vor allem um die eindeutige politische Botschaft.

Mit der Selbstverständlichkeit, mit der z. B. Monster wie Henry Kissinger (Henry Kissinger: A diplomatic colossus who is still a key influence in US amid Syria crisis - Profiles - People - The Independent - Welcome to the "Henry Kissinger: Unindicted Terrorist" file!) und der Kriegstreiber und Massentöter Obama ausgezeichnet wurden, lässt doch starke Zweifel am – zumindest moralischen – Wert dieser „Auszeichnungen“ aufkommen.

Bei dieser Art von Preisvergabe würde es mich nicht wundern, wenn ein bekannter – von vielen bewunderter – großdeutscher Politiker (ich glaube mich seines Vornamens zu erinnern: Adolf) posthum mit dem Friedensnobelpreis „geehrt“ würde.

Ich weiss nicht, jeder macht Fehler.
Es macht wohl einen klitzekleinen Unterschied, ob, z. b. eines Fehlers wegen, die Suppe versalzen ist, ober – eines durchaus vermeidbaren Fehlers wegen – Millionen Menschen gegen ihren Willen vorzeitig sterben müssen. Zumal die oben erwähnten „Fehlenden“ (Nobelpreiskomitee) sich in einer Position befinden, wo von Fachleuten der unterschiedlichsten Bereichs vor einer Entscheidung jede nur mögliche Entwicklung ausgelotet wird.

Meine Meinung: Sie machen keine Fehler! Weder das Nobelpreiskomitee, noch die US-amerikanischen Politiker.
 
Ich würde mich über Malala als Siegerin noch ein bisschen mehr freuen, aber Hauptsache einen würdigen und keinen peinlichen Sieger dieses Jahr!
 

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