Hallo McKilroy,
Ich habe ja bewußt gesagt, daß die MASSE der Leute das Angebot bestimmt.
Wenn die Massen sich eben dazu verleiten lassen... Dann würde ich sagen, liegt es, vorsichtig ausgedrückt, meiner Meinung nach weniger an den 'bösen' Konzernen, sondern eher an den konsumhungrigen Endverbrauchern. Wie gesagt, sobald die Masse der Endverbraucher solche Angebote ignorieren würde, wäre es auch vorbei damit.
Edit: hab den Speichernknopf zu früh erwischt. also weiter im Text:
Wenn ich z.B. in meinem Freundeskreis gerade als aktuelles Beispiel sehe, wie die sich am neuen Vista gegenseitig regelrecht aufgeilen 'wie super toll das ist'.... Einer hat sogar seinen 1 Jahre alten PC in den Recycling hof gebracht ( wie doof ist das denn....), weil er unbedingt Vista 'gebraucht' hat.
Zum Thema Auto habe ich auch noch drei Beispiele wie Konzerne auf das Kundenverhalten reagieren. Ein negatives, ein positives und eins mit der Erklärung, daß ein 2 Liter Auto nicht unbedingt der Schlüssel zum ökologischen Erfolg ist: Also ein bischen von allem.
Negativ:
Laut Zulassungsstatistik stieg die durchschnittliche Motorleistung der neuzugelassenen Fahrzeuge -trotz steigender Spritpreise - in den vergangenen Jahren bei uns stetig an.
Also will doch der Käufer immer mehr PS unter der Haube, statt weniger Spritverbrauch mit derselben Motorleistung, sonst würden diese Autos doch nicht verkauft.
Positiv:
Letztes Jahr hat Ford-USA verkündet, ein Produktionswerk für Pickup-Trucks zu schließen, weil die Nachfrage nach sehr Leistungsstarken V8-Pickups (mein Kommentar: idiotische Spritvernichter, die kein Mensch wirklich braucht) regelrecht eingebrochen ist. Damit ist wohl selbst für die breite Masse der Amis, die Schmerzgrenze des Spritverbrauchs erreicht.
Nicht umsonst haben sämtliche amerikanischen Autobauer derzeit so rießen Absatz-Probleme, weil die Bevölkerung inzwischen mehr und mehr zu den asiatischen Autobauern wechselt.
'Öko'-Auto:
Es gab ja bis ca. Mitte 2005 den 3 Liter Lupo von VW (Modelbezeichnung 3L), und auch den A2 der Schwesterfirma Audi.
der Lupo hat als erstes Serienauto die 3 Liter sprit je 100 km einhalten können. Die 3 Liter Sprit sind ja ne Supersache, aber um das einhalten zu können, mußte VW wg. dem Gewicht auf Aluminium und sogar Magnesium zurückgreifen, etliche kompliziertere und teurere Techniken einbauen, daß das funktioniert hat.
Energetisch gesehen ist so ein Auto in der Produktion sehr viel umweltschädlicher als ein normales Auto (Alu und Magnesium sind in der Herstellung richtige Stromfresser) und wirklich wegen der Materialeigenschaften nicht leicht zu handhaben.
flüssiges Magnesium brennt z.B. wenn es mit Luft in Kontakt gerät. Deswegen sehr komplexer und auch teurer, und nicht gerade umweltfreundlicher Herstellungsprozess. Ich habe das mal in einem Bericht vom steirischen Motorenwerk von BMW gesehen. Das ist nicht nur ne Sprechblase der Hersteller.
Magnesium und Aluminium sind auch deutlich teurere Rohstoffe als Stahl.
Der teurere, kompliziertere Herstellungsprozess, schlägt sich dann auch natürlich wieder im Verkaufspreis nieder. Damit sind solche 2 Liter Öko-Autos ökonomisch wie auch ökologisch unterm Strich (bis zum Ende der Laufzeit) meistens teurer, als normale Autos.
Hinzu kommt noch, daß du ein Problem haben dürftest ne Familie mit 3 Kinder in einem Lupo unterzubringen.