Gert Ledig Autor 

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Gert Ledig

Über den Autor

Gert Ledig, geboren am 4. November 1921 in Leipzig, wuchs in Wien auf. Mit 18 meldete er sich freiwillig zur Wehrmacht. Der Kampf um Leningrad 1942, in dem er mehrfach verwundet wurde, versetzte ihm einen Schock. Seine Erlebnisse verarbeitete er später in dem Roman Die Stalinorgel (1955). Zurückgeschickt in die Heimat, ließ er sich zum Schiffsbauingenieur ausbilden, und von 1944 an besuchte er für die Kriegsmarine bayerische Zulieferbetriebe. Dabei geriet er mehrmals in Luftangriffe - eine Erfahrung, die ihn ebenfalls nicht mehr losließ und ihren Niederschlag in dem Roman Vergeltung (1956) fand. Mit dessen aufsehenerregender Wiederveröffentlichung 1999 ist die Wiederentdeckung des Autors eingeleitet worden. Gert Ledig ist am 1. Juni 1999 in Landsberg am Lech gestorben.

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Ledig, Gert - Die Stalinorgel - Roman
Ledig, Gert - Faustrecht - Roman
Ledig, Gert - Vergeltung - Roman

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Buchbeschreibung: Die Stalinorgel
Die Stalinorgel ist das erste Werk des deutschen Schriftstellers Gert Ledig. Das Buch zählt zu den Antikriegsromanen. Es handelt von den Kämpfen an der Ostfront in der Nähe von Leningrad aus der Sicht eines deutschen sowie eines russischen Bataillons.
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Buchbeschreibung: Faustrecht
In »Faustrecht« wirft Ledig einen harten, unsentimentalen Blick auf die unmittelbaren Nachkriegsmonate in Deutschland und auf die beiden Kriegsverlierer Robert und Edel. Widerwillig stimmen sie dem Vorschlag ihres skrupellosen Freundes Hai zu, einen amerikanischen Jeep zu überfallen. Doch alles läuft schief, und Edel wird tödlich verletzt. Inmitten von Schutt und Trümmern ihrer Häuser bewegen sich Ledigs von den Umständen getriebene Figuren und schwanken zwischen Not und Freundschaft, Rachsucht und Feigheit.
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Buchbeschreibung: Vergeltung
Worum es geht
Das Grauen des Luftkriegs
Was Gert Ledig mit Vergeltung 1956 an Ungeheuerlichem vorlegte, konnte ein Großteil des Publikums und der Kritik nicht verkraften. In der Tat ist dieser Kriegsroman ein überaus hartes, grausames Buch. Im Gegensatz zu vielen anderen Werken über den Zweiten Weltkrieg, die weit ausholen, um einen historischen Kontext herzustellen, und schließlich das Grauen besänftigen, konzentriert sich Ledig auf die Beschreibung einer guten Stunde brutalen Bombenhagels. Er entfesselt ein Pandämonium der Zerstörung: oben die Bomber, unten die Toten sowie die ums Überleben kämpfenden Menschen. Ledig kommentiert nicht, er schildert die Ereignisse nur, und das in einer atem- und schonungslosen Sprache, die dem Rhythmus der Fliegerstaffeln folgt. Menschen und Ereignisse wechseln im Takt der einschlagenden Brandbomben. Einzelschicksale verschmelzen, Opfer und Täter wechseln ihre Rollen, und am Ende sind die meisten Menschen tot. Kein Grund zur Hoffnung, nur unendliches Leid und grenzenlose Verwüstung.
Vergeltung gehört zu den schockierendsten Romanen über die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg.
Eine deutsche Stadt wird 69 Minuten lang bombardiert. Während in der Luft ein amerikanischer Soldat die Bomben abwirft, abgeschossen wird und per Fallschirm in der Stadt landet, bricht über die Menschen am Boden ein Inferno herein.
Ledig zeigt die Leiden der Bombenopfer in drastischen Bildern: Kein blutiges Detail wird ausgespart.
Die Erzählweise des Romans beeindruckt: Der Blick des Erzählers folgt nicht einem Protagonisten, sondern gleitet von Einzelschicksal zu Einzelschicksal.
 
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