LukZen schrieb:
eben. wenn ich eure posts mal zusammen fassen darf:
suche große momente in deinem leben und koste sie voll aus, denn sie kommen nicht wieder. lasse dich dabei nicht von schlechten, unangenehmen gefühlen oder erinnerungen irritieren.
Ich möchte ja kein Holz ins Feuer legen, aber mit einer Aufforderung nach der aktiven Suche von großen Momenten kann ich mich nicht anfreunden.
Deinen letzten Post (LukZen) fand ich als Zusammenfassung schöner.
Wenn man aktiv nach "großen Momenten" strebt, heißt das doch,
man will die momentane Situation/das momentane Lebensgefühl verändern/verbessern etc.
Was hat man denn für einen Grund etwas zu verändern?
Doch nur weil man nicht zufrieden ist und denkt,
es könnte ja noch besser sein oder werden.
Was kommt denn nach dem nächsten großen Moment?
Strebt man nach dem nächsten?
Ist man denn immer noch nicht zufrieden?
Aber der "große Moment sollte mich doch zufrieden machen?
Wenn ich aber nicht zufrieden bin, wozu war er dann gut?
Wäre es dann nicht besser das Glück im hier und jetzt zu finden?
An dieser Stelle ist vieleicht ein guter Zeitpunkt für eine kurze Ausführung zu meinem Nick:
Der "Kausalitätssatz" ist nicht raumzeitlich strukturiert.
Raum und Zeit (das lässt sich bereits bei Kant nachlesen) sind Kategorien des Denkens.
Das Denken verknüpft reflektiertes und objektiviertes Erleben und ordnet dies zu einer gedanklichen Vorstellung raumzeitlich strukturiert an - als Vorstellung.
Die Wirklichkeit ist aber nur raumzeitlos hier und jetzt - alles andere quasi "nur" mental, also gedacht,
raumzeitlich strukturiert vorgestellt und insofern eben nicht wirklich,
was übrigens durch quantenphyikalische Experimente zumindest auch bestätigt bzw. abgestützt wird.
Anders gesagt: Eine raumzeitlich materiell existierende Welt ist keine Realität,
sondern "nur" eine gedankliche, eine mentale Vorstellung - hier und jetzt.
Du liest jetzt diese Buchstaben auf einem Monitor - das nenne ich "etwas" geistig bewusst wahrnehmen (= Außenwelt).
Auch Deine Gedanken und Gefühle nimmst Du wahr (= Innenwelt).
Wahrnehmen tust Du ausschliesslich hier und jetzt - niemals gestern oder morgen.
Die Sonne geht auch nicht morgen auf, sondern sie geht immer nur jetzt auf und auch immer nur jetzt unter und steht immer nur jetzt im Zenit...
Alles wirkliche ist immer nur jetzt, jenseits von Raum und Zeit.
Vorstellungen sind mental und deswegen nur als wahrgenommener Gedanke hier und jetzt wirklich.
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Ein wenig Kopffutter für den Sonntag
