Hans Hellmut Kirst Autor 

Wonderman100

Poweruser
Registriert
Juni 2018
Beiträge
11.908
Hans Hellmut Kirst.webp

Hans Hellmut Kirst

Über den Autor

Hans Hellmut Kirst wurde als Sohn eines Polizeibeamten geboren. Infolge der dienstlichen Versetzungen seines Vaters verbrachte er seine Jugendzeit an unterschiedlichen Orten in Ostpreußen. Nach dem Besuch des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums in Osterode trat er 1931 in die Höhere Handelsschule über. 1932 arbeitete er im Rechnungsbüro des Ritterguts Mühlen. Auf Wunsch seines Vaters wurde er 1933 Berufssoldat der Reichswehr und war dann in der Luftwaffe bei der Flugabwehr in Königsberg stationiert. In den folgenden Jahren stieg er vom Unteroffizier zum Wachtmeister und Hauptwachtmeister auf.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Kirst zum Leutnant und Oberleutnant befördert und war ab August 1944 zuerst an der Luftkriegsschule VI in Kitzingen und ab Mitte April 1945 an der Flak-Artillerie-Schule IV im oberbayerischen Altenstadt Nationalsozialistischer Führungsoffizier (NSFO) und Lehrer für Kriegsgeschichte. Der spätere bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß war ebenfalls im Rang eines Oberleutnants in Altenstadt stationiert. Strauß bezichtigte Kirst 1945 bei der US-amerikanischen Besatzungsmacht, ein Anhänger des Nationalsozialismus gewesen zu sein. Kirst verbrachte neun Monate in einem US-Internierungslager in Garmisch. Dort entstanden auch seine ersten literarischen Aufzeichnungen. Obwohl Kirst als politisch ‚unbelastet‘ entlassen wurde, verhängte Strauß als Landrat und Vorsitzender der Spruchkammer ein zweijähriges Schreibverbot gegen ihn. In dieser Zeit begannen die jahrelang erbittert geführten Auseinandersetzungen zwischen den beiden.

1947 zog Kirst nach München und war nach anfänglichen Gelegenheitsarbeiten (Gärtner, Straßenarbeiter, Dramaturg, Gemeindeschreiber) dort bis 1972 Filmkritiker der Tageszeitung Münchner Mittag (heute: Münchner Merkur). 1950 publizierte er seinen ersten Roman, Wir nannten ihn Galgenstrick. 1954 landete er mit seiner Romantrilogie 08/15, den Erlebnissen des Gefreiten/Wachtmeisters/Leutnants Asch, einen internationalen Bucherfolg, der mit Joachim Fuchsberger in der Hauptrolle ebenfalls erfolgreich verfilmt wurde.

Kirst verfasste etwa 60 Romane und wurde ein deutscher Bestsellerautor. Er schrieb Kriminalromane und setzte sich zugleich mit der Bewältigung des Nationalsozialismus auseinander, von seinen Kritikern wurde er allerdings der Trivialliteratur zugeordnet. In den 1950er-Jahren trat er energisch gegen eine deutsche Wiederbewaffnung ein, was zu heftigen Attacken des neuen Bundesverteidigungsministers Franz Josef Strauß führte. 1960 und 1962 konnte er mit den Romanen Fabrik der Offiziere und Die Nacht der Generale noch zwei weitere Welterfolge landen, die ebenfalls verfilmt wurden. 1961 heiratete er die Schauspielerin Ruth Müller (13. Juli 1932 – Januar 2012) und lebte mit ihr und der gemeinsamen Tochter in Feldafing am Starnberger See. 1987 übersiedelte der von einer Krankheit schwer Gezeichnete mit seiner Familie von Bayern nach Werdum in Ostfriesland. Am 23. Februar 1989 erlag Kirst in Bremen seinem Krebsleiden. Er wurde in Werdum beigesetzt.

--> Weiterführende Informationen und Bezugsquellen per Konversation <--
  • Keine Nachfrage von Neulingen (User mit weniger als 6 Beiträgen)
  • Nette Konversation mit Titel: Hans Hellmut Kirst
  • Threadlink mit in die Konversation! Was ist ein Threadlink?
  • Bedanken per Daumen hoch nicht vergessen
 
Titel: (wenn nichts anderes angegeben in deutscher Sprache)

Kirst, Hans Hellmut - 0815 - 01 - In der Kaserne - Roman
Kirst, Hans Hellmut - 0815 - 02 - Im Krieg - Roman
Kirst, Hans Hellmut - 0815 - 03 - Bis zum bitteren Ende - Roman
Kirst, Hans Hellmut - 0815 - 04 - Heute - Roman
Kirst, Hans Hellmut - 0815 - 05 - In der Partei - Roman
Kirst, Hans Hellmut - 0815 Trilogie - In der Kaserne, Im Krieg, Bis zum bitteren Ende - 3 Romane in einem
Kirst, Hans Hellmut - Aufruhr in einer kleinen Stadt - Roman - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Aufstand der Soldaten - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Bedenkliche Begegnung - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Blitzmädel - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Der unheimliche Freund - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Der unheimliche Mann Gottes - Eine heitere Erzählung aus Ostpreußen
Kirst, Hans Hellmut - Deutschland deine Ostpreussen - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Die Ermordung des Rittmeisters - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Die letzte Karte spielt der Tod - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Die Nächte der langen Messer - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Die seltsamen Menschen von Maulen - Heitere Geschichten aus Ostpreußen
Kirst, Hans Hellmut - Fabrik der Offiziere - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Faustrecht - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Geld Geld Geld - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Gott schläft in Masuren
Kirst, Hans Hellmut - Held im Turm - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Kein Vaterland - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Keiner kommt davon - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Kultura 5 und der Rote Morgen - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Letzte Station Camp7 - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Menetekel'39 - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Mit diesen meinen Händen - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Verdammt zum Erfolg - Roman
Kirst, Hans Hellmut - Verfolgt vom Schicksal - Roman

***
Buchbeschreibung:0815 Trilogie - In der Kaserne, Im Krieg, Bis zum bitteren Ende
08/15 Trilogie In der Kaserne, Im Krieg, Bis zum bitteren Ende. Drei Romane in einem Band Hans Hellmut Kirst: Geboren am 5. Dezember 1914 in Osterode in Ostpreußen, war vom 1. April 1933 bis wenige Tage über den 1. April 1945 hinaus – mithin fast genau zwölf Jahre lang – Berufssoldat; Waffengattung Artillerie; Rang Oberleutnant. Nach neun Monaten Kriegsgefangenschaft, danach Straßenarbeiter und Gärtner, versuchte sich Kirst journalistisch zu betätigen. Hierbei entstanden die ersten literarischen Notizen und der Entwurf eines Romans, aus dem 08/15 entstand. Die Trilogie wurde 1954 als viertes Werk veröffentlicht zum ersten Welterfolg des Autors. Die Trilogie wurde mit großem Erfolg verfilmt und erreichte allein in deutscher Sprache eine Gesamtauflage von 1,760.000 Exemplaren. Null-acht-fünfzehn war ein Universalwort des deutschen Soldaten über ständig wiederkehrende Typen, Dinge und Geschehnisse seines Alltags, Routinehandlungen, die ihren Sinn längst verloren hatten, über Schikanen und Qualen, die man hinnahm, ohne nach dem „Warum“ zu fragen. Hass und Eulenspiegelei, Tragik und ein grimmiger Humor, Anklage und ein unerschütterlicher Glaube an die Würde des Menschen und den Sieg des gesunden Menschenverstandes geben diesem einmaligen Buch vom deutschen Soldaten das Gepräge. Anscheinend aber bleibt die bedingungslose Absage des Autors an den Krieg, an die Unmenschlichkeit und an die Mächte des Chaos.
 

Ähnliche Themen

Zurück
Oben Unten