Herbstgedicht + eins von heinrich heine geschlossen 

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cheffe

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Rilke, Rainer Maria (1875-1926)

Die Blätter fallen, fallen wie von
weit,
als welkten in den Himmeln ferne
Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere
Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses
Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

2.
Heinrich Heine

Und ist man tot, so muss man lang
Im Grabe liegen; ich bin bang,
Ja, ich bin bang, das Auferstehen
Wird nicht so schnell vonstatten gehen.


Hey leute


hier seht ihr 2 Gedichte, eins von Rainer Maria Rilke, eins von Heinrich Heine.
Mein Arbeitsauftrag ist es rauszuinterpretieren, wie der Tod in diese jeweiligen Gedichten gesehen wird.

Ich hab schonmal mich reinerarbeitet, aber finde dazu keine richtige Interpretation.

Zum 1. Gedicht ist Meine Meinung, dass der Tod düster vorgestellt wird.
die Blätter stellen die Seelen dar und der Garten den Himmel.

Beim 2. Gedicht: der Tod ist ewig. vllt. auch düster ?

Hoffe auf ne nette Hilfe eurerseits ;)

mfg cheffe
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Beide haben einen ähnliche Beginn.
Doch der letzte Vers jeweils zeigt eine Wendung: Hoffnung, denn das Fallen wird sanft in Händen gehalten (Rilke), und demgegenüber den ewigen Verlust (Heine), wie du ja schon erkannt hast.
Daneben zeigen auch die Metaphern, die Rilkes Gedicht deutlich "belebter" erscheinen lassen, auch die umfassendere Auseinandersetzung mit dem Sterben und Tod. Denn es wird nicht nur das "letzte Liegen" im Grab beschrieben (Heine), sondern mit Naturbildern der Vorgang des Sterbens gleichsam inszeniert und verliert dadurch doch seinen Schrecken. Es betrifft ja schließlich alle Menschen.

Nachtrag an Artete88:
Du hast meinen - zugegeben kompliziert formulierten - Satz missverstanden. Wie es aber auch mit meiner Interpretation der Gedichte selbst gegangen sein mag ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
unqualifiziert:
aber sehr schöne Gedichte. Dachte für sowas ist in dem heutigem Unterrichtsplänen keine Zeit mehr.

Dem Vorgänger post kann ich nicht zustimmen wo zeigt denn bei Heine der letzte Vers Hoffnung???? Im Gegensatz zum zu Bett gehen wird auf die Auferstehung aus dem Grab ewig gewartet. Für mich drückt dies doch eher Angst vorm Tod aus. Besser gesagt vor dem Danach.
Rilke entzieht sich dieser Frage vorm Danach.

Meine schnellen und müden Gedanken.
 
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