Grrr :flag:
Also Leute

da klappen mir doch bald die Zehnägel hoch.
@back 2 topic
Vllt. hätte auch ich mich nicht so verkürzt, sprich wesentlich deutlicher ausdrücken sollen...
Ad 1
Die expansorischen Hintergründe von
Napoleon
- ob nun innen- wie außenpolitisch bewertet -
oder
die Mittel und Beweggründe - inkl. der fundamentalen Unterstützung nicht nur der deutschen Wirtschaft - bei der Machtergreifung
Hitlers,
hier mit der Ausrufung des Notstands von Afghanistans Präsidenten
Karzai zu vergleichen, hinkt ja dermaßen...

Ich dachte dies bzgl., mein früherer eher ironischer Kommentar wäre da schon Antwort genug.
Man kann zwar auch die demokratische Legitimation eines afghanischen Präsidenten dies bzgl. anzweifeln...
Er wurde ja nur auf Grund massiver internationaler (auch UN) Interventionen als auch daraus folgender int. politischer Unterstützung,
sowie auch durch die vorherige Beeinflussung/Auswahl der Kandidaten der am "Taliban"krieg beteiligten, ausländische Mächte aufgestellt,
und zudem mit wirtschaftlichen wie auch militärischen Zusagen massiv unterstützt,
und selbst danach auch nur mit (sehr xD) relativer Mehrheit gewählt,
aber diesem Mann jetzt daraufhin diktatorische Gründe bei dieser Maßnahme zu unterstellen, ist doch mehr als abwegig.
Nebenbemerkung:
Einen immerhin - auch durch internationale Kontrolle/Beteiligung - gewählten Präsidenten Karzai hier noch mit Hussein zu vergleichen
bzw. auch noch einen lediglich durch CIA und Geheimpolitik unterstützten, ausländischen 'Guerillakämpfer' wie Osama Bin Laden in den Vergleich mit einzubeziehen...
halte ich eigentlich keines weiteren Kommentars wert.
Zudem...das sprengt hier den Rahmen und wurde auch schon in anderen threads behandelt.
Klar

...bei allen Dreien waren immer mal wieder us-amerikanische Einflussnahmen deutlich zu bemerken...
aber weitere eher platte Vergleiche dazu möchte ich hier nicht ziehen
Diese o.g. Themen sollte man also als beendet ansehen !
Ad 2
Zum politischen Mittel der
Ablenkung von innenpolitischen Schwierigkeiten durch stärkeres außenpolitisches Engagement habe u.a. ich mich ja schon geäußert.
Dies trifft allerdings hier bestimmt nicht auf Karzai zu...
sondern eben evtl./vllt. nur auf die am dort (vorher) stattfindenden Krieg beteiligten Nationen zu.
Bzgl. Bush und auch anderen beteiligten Nationen kann man gewiss geteilter Meinung sein, welches die wirklichen Beweggründe waren, sich sowohl in Afghanistan, im Irak, am Horn von Afrika sowie sonstwo an Kriegen gegen die sogenannte "Achse des Bösen" zu beteiligen.
Aber allein schon die Wortwahl, die teils offensichtliche Demagogie sowie andere inzwischen offen gelegte Fehler im Umgang mit diesen alten, tw. aber auch erst neu hervorgerufenen, Konflikten legt auch die Vermutung nahe, dass nicht nur philantropische Gründe (innen- wie außenpolitisch) für den Beginn dieser Kriege standen
Ad 3 a
Bzgl. der Beweg- bzw. Hintergründe innen- und außenpolitischen Wirkens einzelner Staaten bzw. der dort herrschenden Menschen/Interessensgruppen kann man wiederum sehr geteilter Meinung sein
U.a. das Beispiel USA macht allerdings im geschichtlichen Vergleich überdeutlich,
dass der Anspruch von eigener Verfassung
und damit verbundenen ethischen Werten bestimmt NICHT immer
mit den tatsächlich, daraus begründeten und später erfolgten, politischen, wirtschaftlichen UND militärischen Aktivitäten übereinstimmen

Alles weitere zu diesem Thema wäre allerdings wohl besser einen eigenen Thread wert und
ist hier eher nebensächlich auf die Threadfrage bezogen.
Ad 3b
Das Bevölkerungen beteiligter Staaten immer bei langwierigen, verlustreichen und/oder vom Ende dann kaum absehbaren "Kriegen" ihre anfängliche "Euphorie" bzw. Unterstützung vermehrt aufsagen,
ist nun auch wieder eher eine Binsenweisheit...
So etwas taugt in der Analyse auch wohl eher zu dem Statement, dass die Bevölkerungen derartiger Staaten einfach noch nicht reif sind, um den absoluten Unsinn kriegerisch geführter "Konfliktlösungen" deutlich und auch rechtzeitig zu erkennen...
Hier zwar eher nebensächlich, allerdings auch durchaus bemerkenswert, ist die dabei immer wieder zu beobachtende Durchhalteprogramatik der Kriegsbefürworter bzw. der ausführenden Machthaber.
Fehler in eigenen Einschätzungen zu suchen, ist diesen Verantwortlichen so gut wie immer unmöglich.
Insofern wird auch alles getan, um die eigene Borniertheit zu kaschieren, und es wird weiterhin mit Durchhalteparolen "argumentiert",
auch wenn darin weder Sinn noch Verstand zu erkennen sind.
Resumé
Wer nach einem zwangsläufig sich abzeichnenden 'Patt/Remis' oder 'Schachmatt'
immer noch "weiterspielt", ist ja im normalen Leben vllt. "nur" ein gut oder schlecht manipulierender Ignorant,
aber in derartigen, hier genannten, kriegerischen Auseinandersetzungen durchaus auch mit wesentlich schlimmeren Bezeichnungen zu titulieren.
Denn ein Festhalten bzw. in Kauf nehmen von Konsequenzen wie Tot und Zerstörung, lässt doch stark vermuten,
dass dann dahinter noch ganz andere Beweggründe stecken, die vmtl. bisher nur nicht so populistisch und publikumswirksam "verkauft" werden konnten.
Nachbemerkung und Beispiel
Wenn ein Staat wie die USA,
hier einmal 'NUR' bezogen in Relation auf dessen Landfläche (weltweit) schon mehr als das Doppelte an Ressourcen (Energie, Rohstoffe, Nahrungsmittel) als andere Länder verbraucht, muss man sich doch die Frage stellen, wo kommen diese fehlenden "100%" her

...
bzw. auch, wer "verzichtet" dann auf eigentlich ihm gehörende "Überlebensmittel".
Denn ein Ausgleich dieser Ressourcen ist ja auf einem - auf diese Mittel bezogenen - endlichen Planeten ohne Verzicht, Einschränkung bzw. Erzwungen durch strukturelle, wirtschaftliche bzw. militärische Gewalt ja logischerweise kaum möglich.
Wenn man hier also "freiwilligen" Verzicht ausschließt und sich vergegenwärtigt, dass Informationen über diese "Defizite" in einer zunehmend besser informierten Welt, also auch zunehmend in diesen sogenannten "Geber"ländern, sich immer mehr verbreiten,
ist es doch eher verwunderlich, dass nicht noch mehr offener Konfliktstoff weltweit existiert.
Das aus einer derartigen "Ohnmacht" auch wieder "altbewährte" Widerstandsformen (neuerdings mal Terrorismus genannt) entstehen, ist analytisch eigentlich doch auch kaum verwunderlich....
Oder ???