Titel:
Hubert Wolf - Ankunft 24. Dezember
Hubert Wolf - Der römische Blick
Hubert Wolf - Der Unfehlbare
Hubert Wolf - Die Nonnen von Sant’Ambrogio (Roman)
Hubert Wolf - Index - Der Vatikan und die verbotenen Bücher
Hubert Wolf - Konklave - Die Geheimnisse der Papstwahl
Hubert Wolf - Krypta
Hubert Wolf - Papst & Teufel - Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich
Hubert Wolf - Verdammtes Licht
Die Nonnen von Sant’Ambrogio:
Rom, im Juli 1859: Eine Nonne ruft um Hilfe, man will sie vergiften, doch sie kann fliehen. Es kommt zu einem Prozess, in dem die Inquisition Unglaubliches aufdeckt: Im Kloster Sant’Ambrogio werden seit Jahrzehnten Nonnen als Heilige verehrt. Visionen, Dämonenaustreibungen, Segnungen per Zungenkuss, lesbische Initiationsriten und Wunder sind an der Tagesordnung. Zweiflerinnen werden beseitigt. Und hinter den Nonnen steht ein Netzwerk von Jesuiten mit besten Kontakten zum Papst.
Hubert Wolf hat in den Vatikanischen Archiven die Akten eines einzigartigen Skandals aufgespürt, der in diesem Buch erstmals publik gemacht wird. In seiner meisterhaften Erzählung des Falles geht es nicht nur um Mord, sexuellen Missbrauch und angemaßte Heiligkeit vor den Toren des Vatikans, sondern auch um die Macht des Papstes.
Ankunft 24. Dezember:
Da war doch noch was?! Ausgerechnet zwischen Weihnachtsmärkten, Geschenktüten und Dezember-Deadlines hat jemand sein Kommen angekündigt - und wird nur allzu oft vergessen. Der bekannte Theologe Hubert Wolf ruft deswegen dazu auf, sich in den Wochen vor Weihnachten freie Zeit zu erkämpfen. Für kindliche Träumereien, die Suche nach dem Stern und für Worte, die vielleicht das Leben verändern. Zeit für sich und für andere. Aber auch für schöne Lieder und leckere Plätzchen.
Der Vatikan und die verbotenen Bücher:
Das Christentum ist eine Buchreligion - und doch oder gerade deshalb verbrennt es Bücher: die Heilige Schrift genauso wie medizinische, juristische, naturwissenschaftliche, belletristische, klassische, theologische und philosophische Literatur. Das Medium Buch ist so gefährlich, daß sich die kirchliche Autorität lange nur mit Bücherverboten zu helfen wußte. Im Vatikan lagert dazu eine Fülle von höchst aufschlußreichem Material: ein einmaliges Archiv neuzeitlicher Wissenskultur mit negativem Vorzeichen. Hubert Wolf leitet eine Forschungsgruppe, die erstmals die geheimnisumwitterten Unterlagen systematisch erforscht. In diesem Buch teilt er seine Ergebnisse und Funde einer breiteren Leserschaft mit. Er bietet einen Überblick über Entstehung, Geschichte und Arbeitsweise der Indexkongregation und beschreibt, wie Bücher in ihr Visier gerieten, wer die Zensoren waren, die die "gefährlichen" Bücher lasen, und welche Folgen eine Verurteilung hatte. Nicht zuletzt erzählt er von überraschenden Prozessen und Urteilen, etwa gegen den Knigge und Onkel Toms Hütte, gegen Leopold von Rankes Papstgeschichte oder Werke von Heinrich Heine und Karl May. Hubert Wolf hat sich in den unübersichtlichen geheimen Archiven als hochbegabter Kriminalist erwiesen. In diesem Buch zeigt er, daß er obendrein die Begabung eines wahren Krimi-Autors hat.
Der Unfehlbare:
Alles sprach dagegen, dass aus dem kleinen Giovanni Maria Mastai Ferretti (1792 - 1878) etwas wird. Hubert Wolf schildert den erstaunlichen Weg des kränkelnden jungen Adligen aus der Provinz zum mächtigsten und am längsten amtierenden Papst der Geschichte (1846 - 1878), der den Katholizismus neu erfand. Das fesselnd und anschaulich geschriebene Buch ist eine kalte Dusche für alle, die im Papst den Repräsentanten uralter Traditionen sehen.
Nach der Französischen Revolution lag das prächtige, aber jahrhundertelang krumm und schief gewachsene Gebäude des Katholizismus in Trümmern und musste neu errichtet werden. Doch in welchem Stil? Romantisch-mittelalterlich? Oder zeitgemäß-modern? Während die einen noch stritten, bauten die anderen schon neu: Hubert Wolf beschreibt, wie der Katholizismus im Namen erfundener Traditionen ganz auf Rom ausgerichtet wurde. Mit Pius IX. wurde 1846 der richtige Papst für dieses Programm gewählt: Im Bewusstsein eigener Machtvollkommenheit verkündete er das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Mariens, schottete die Kirche mit dem «Syllabus errorum» von Demokratie und Moderne ab und ließ sich auf dem Ersten Vatikanischen Konzil für unfehlbar erklären. Traditionalistischen Kritikern beschied er kühl: «La tradizione sono io», die Tradition bin ich! Als kurz darauf der Kirchenstaat endgültig verloren ging, konnte das die weltweite Verehrung des «Gefangenen im Vatikan» nur noch steigern. Das Buch macht eindrucksvoll deutlich, wie seither alles mit dem Papst steht - und mit ihm fällt.
Papst & Teufel:
Der Umgang des Heiligen Stuhls mit Weimarer Republik und «Drittem Reich» ist von Spekulationen und Mythen umrankt. Im Jahr 2006 wurden endlich die entscheidenden Akten für die Zeit bis 1939 freigegeben. Damit werden erstmals die harten Kämpfe hinter den hohen Mauern des Vatikans sichtbar.