Hugo Bettauer Autor 

henrystorm

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Hugo Bettauer

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Hugo Bettauer, * 18. August 1872 Baden bei Wien, † 26. März 1925 Wien, Journalist, Schriftsteller.
Hugo Betthauer war der Sohn des Börsenarrangeurs Arnold Bettauer und seiner Gattin Anna, geborene Wecker. Nach dem Besuch des Franz-Joseph-Gymnasiums (1., Stubenbastei), an dem zeitweise Karl Kraus sein Mitschüler war, trat er am 20. Juli 1890 vom jüdischen zum evangelischen Glauben über. Im Zuge der Konversion beantragte er die Änderung der Schreibweise seines Namens von Hugo Betthauer in Maximilian Hugo Bettauer. Im selben Jahr ging er als Einjährig-Freiwilliger zu den Kaiserjägern nach Tirol, desertierte jedoch nach fünf Monaten und floh nach Zürich. Nach dem Tod seiner Mutter wanderte Bettauer mit seiner ersten Gattin Olga Steiner in die USA aus, wo er durch eine Fehlinvestition das väterliche Erbe verlor, jedoch in New York die amerikanische Staatsbürgerschaft erlangte. Dieser Ehe entstammte der Berliner Versicherungsvertreter Gustav Hellmuth (Helmut) Bettauer (*1899), der 1944 im Konzentrationslager Auschwitz verstarb.

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Titel: (alle Ausgaben in DE)

Hugo Bettauer - Bobbie oder die Liebe eines Knaben
Hugo Bettauer - Das blaue Mal
Hugo Bettauer - Der Kampf um Wien
Hugo Bettauer - Gesammelte Werke (AIO)

Format: epub, mobi


Das blaue Mal:
Der Roman eines Ausgestoßenen: Ein historischer Roman aus dem Jahr 1922 gegen die Diskriminierung der farbigen Bevölkerung in den USA: „Gutes Land, in das Sie fahren, Herr, nur zu viel verdammte Neger! Wenn wir da für je zehn von den schwarzen Teufeln einen Dutchman von euerer blonden Sorte hätten, wär’s Paradies. Ein gesegnetes Land, Sir, dieses Georgia, das Juwel des Südens, und damit das Juwel der Welt überhaupt!“
Bereits 1922 erschien der antirassistische Roman des österreichischen Schriftstellers Hugo Bettauer (1872-1925). Bettauer wandte sich mit diesem Roman sowie seinen journalistischen Texten immer wieder gegen den aufkommenden Rassismus und die sexuelle Doppelmoral seiner Zeitgenossen und zählte zu den umstrittensten, zugleich aber auch meistgelesenen Schrifstellern seiner Zeit. Nach einer wochenlangen Medienkampage wurde Bettauer am 25. März 1925 in seiner Redaktion ermordet. Der Täter, ein ehemaliges NSDAP-Mitglied, wurde bereits nach einem 18monatigen Psychatrieaufenthalt wieder entlassen. Die Themen Bettauers sind stets aktuell geblieben und werden auch heute viel gelesen.

Der Kampf um Wien:
Als Ralph O´Flanagan Wien, die Heimatstadt seiner verstorbenen Mutter, zum ersten Mal besucht, ahnt er nicht, wie sehr seine Ankunft für Furore sorgen wird. Der durch die Erbschaft seines amerikanischen Vaters reiche Jungunternehmer meldet sich samt schwarzen Diener Sam im Hotel Imperial als Präsident eines amerikanischen Trusts an – und schnell macht seine Anwesenheit die Runde. Die noch junge Erste Republik Österreich ist so gut wie pleite. Neureiche Börsenspekulanten, alter Adel, der sein Vermögen retten konnte oder auch nicht, eine Politik, die sich zwischen reaktionär-monarchistischen Strömungen und republikanisch-sozialistischen Utopien zerreibt: Alle wollen sich mit dem Vermögen des attraktiven Multimillionärs sanieren. Schnell gerät der selbstlose Ralph, der in Wien mit seinem vielen Geld wirklich helfen will, in einen Strudel von Anträgen, Einladungen, Geschäftsverbindungen und Kontakten in einer ziemlich korrupten und berechnenden Gesellschaft. Nur Hilde, der jungen bescheidenen Wienerin, die ihm so gut gefällt, hat er einfach nichts von seinem Vermögen erzählt. Ein heiterer Schlüsselroman über ein entfesseltes Wien zwischen den Weltkriegen – Band 1 einer sechsbändigen Reihe Hugo Bettauers über Wien und Österreich zwischen den Weltkriegen.
 
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