Infos zu Falschüberweisung geschlossen 

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Hudson

Registered +
Registriert
Mai 2008
Beiträge
276
Hallo,

wer von Euch hatte schon mal ne Faslchüberweisung auf seinem Konto erhalten? Was hast Du dann gemacht?

Bei nem Freund häuft sich das Ganze in den letzten 3 Monaten. Mittlerweile zählen wir 11 Vorgänge und das mit kontinuierlich steigenden Beträgen. Letzte Woche waren es ~12T€ und in Summe sind wir bei 20T€.

Bisher wurde alles brav zurück überwiesen (mal n Studiumsbeitrag, mal n Parkettverleger, mal n Modeversandhandel, ...). "Was Du nicht willst dass man Dir tu....". Aber wenn das so weiter geht, wird es bald einen Punkt geben, an dem die moralische Grenze überschritten wird... ;)

Wenn er es nicht selber vorher feststellt, erhält er meist 2-7Tage später einen Brief der Bank, mit der Summe die zurück bezahlt werden soll. Er kann auf Seite 2 des Schreibens zustimmen oder ablehnen, dass die Bank seine Daten an den "Geschädigten" weiter gibt.
I.d.R. ist er vor Beantwortung des Schreibens schon zur Filiale gegangen und hat die Summe gleich zur Rücküberweisung freigeben.

Ein Gespräch mit dem Filialleiter ergab, es könne sich mal um Irrtümer der Bank und mal um die des Überweisers handeln. Aber er müsse die Gelder in jedem Fall zurück geben. Malte Szenarios von Anwalt, Gebühren, Zinsen etc. an die Wand. Aus Unkenntnis der Rechtslage und zuwenig kriminellen Gedankengängen war er beeindruckt und beeinflusst.

Inet Recherchen führen immer zu dem Az. 3 U 11/05 aus Celle. Aber an der Aktualität ist zuzweifeln. Texte auf Bank-Homepages scheinen häufig von der selben Quelle zu kopieren. Außerdem wird sehr häufig von "Onlineüberweisungsfehlern" geredet. Sind auch anderen Formen (klassisch "Ü-schein", direkt am Automaten etc.) betroffen bzw. eingeschlossen? Sowas hier ist oberflächlich, ungenau und hilft kein bisschen. Forenbeiträge enden mal mit nem positiven mal mit nem negativen Ergebnis. Eine einheitliche Linie ist da nicht erkennbar.
Kennt jemand was konkretes? Ab Betrag X, passiert dies zwangsläufig... ab Y jenes. Schafft man es, dass die Bank zahlen muss? Also wenn es ihr Fehler war, sie auch dafür haften muss?

Leider ist nicht ersichtlich, ob es sich um einen Fehler der Bank oder des Überweisers handelt. Was doch die Rechtslage verändern würde?

Ein Anwalt zu fragen kostet 150€ und ist es nicht wirklich wert. Die Widersprüche der Bank (ihm wurde schon geraten, das Geld zu behalten) helfen auch nicht.
Gesucht ist eine objektive Konsequenzschilderung für den Fall "Bankfehler" und deshalb "behalten".

Aus eigener Erfahrung, weiß ich wie schön es ist aus einem Zahlendreherfehler mit nem blauen Auge davon zu kommen.
Doch die sich erhöhenden Beträge und die abnehmende Zeit zwischen den Vorkommnissen machen stutzig. Der Bank ist dies bereits bekannt, da so gemeldet.
Sollte man dies auch der Polizei wegen Verdachts auf Geldwäsche melden?
Oder wem sonst?

Wäre über Hilfe, am besten von Betroffenen sehr erfreut.

Danke :)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ist mir auch schon passiert (1 Mal), ich habe das Geld behalten und NICHTS ist passiert.
 
geld wird nicht generiert, sondern transferriert. wenn man geld bekommt, was einem nicht zusteht muss man es rückzahlen. (vgl. 812 BGB)

das ist nicht betragsabhängig. das gilt für 1 € genauso wie für 1000 €. spätestens wenn dich der "geschädigte" vor gericht zerrt, wirst man es mit zinsen zurückzhahlen müssen. zuzüglich gebühren und kosten. ob jetzt jemand einen für 1 € vor gericht zerrt ist unwahrscheinlich.

wo jetzt die persönliche schmerzgrenze liegt, hängt wohl vom jeweiligen individuum ab. aber meiner persönlichen meinung nach : ehrlich währt am längsten.
 
@ MikeB: welche Summe?
Kanntest Du den Falschüberweiser? Privatperson/Firma?

@ Zweistein:
Schon klar und ich stimm Dir 100% zu. (Zinsen generieren Geld ... aber das ist was anderes ;)) Achso Lottomillionen stehen mir eigentlich auch nicht zu... gehören meist eh Menschen, die das Geld sinnvoller hätten anlegen sollen, als monatlich einen nicht allzukleinen Teil ihrer staatlich erhalten Unterstützung, neben dem flüssigen Daseinsvergesser, in die Winzigkeit der Wahrscheinlichkeit eines Traums zu investieren. Ist wie Drogengeld, nur legaler, hat aber trotzdem die positive Entwicklung vieler Menschen gekostet.
Huch OT. Sorry.

Back:
Ich möchte nicht den kleinen Mann/Frau schädigen, dem/der im Stress etwas passiert ist, was jedem von uns auch passieren kann.

Nur wenn das soweiter geht mit den Falschüberweisungen könnte sich die Einführung einer moralischen Unterstützungsprämie rechtfertigen :D
Nein, quatsch.
Die Bank handelt oftmals willkürlich und nicht, dass ich was gegen Banken hätte, aber wenn sichergestellt wäre, dass der Fehler nicht vom "Kunden" verursacht wurde und seine Summe quasi durch die Bank versichert ist, dann würde ich schon gern, auch rechtliche Schritte unternehmen, das Geld (oder einen Teil) zubehalten.
Überall schlägt die Bank Gebühren drauf. Kann ich das nicht auch?

@muesli:
ach mist... etz hast Du unsere aktuelle "best practice" verraten: Tagesgeld :D ;)
aber mehr als n Bier springt da leider nicht raus...
und auch erst zu Silvester :(
(10Tage bei aktuell 2% macht 6,5€, wenn wir die 12T€ "parken"). Verzögern wir das Verfahren, könnten man sicher 20 und mehr schinden :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
hudson :D
Die einzige "lukrative", aber auch nicht ganz hasenreine, Methode diese "Hin-und Herschieberei" zu "vereinfachen" wäre eventuell folgende:

Du wartest auf Regressansprüche (Bank/Kunden)
und schiebst die Summen eventuell sogar bis dahin auf ein gesondertes Unterkonto (zinsfähig) deines Hauptkontos.

Alles Weitere siehe Zweistein.

Ich hatte einen ähnlichen Fall zweimal mit rel. größeren Summen,
allerdings mit der gleichzeitigen Ahnung, dass es sich dabei um eine Falsch-UE eines Verwandten handelte, was sich nach ca. 8/9 Wochen (wg. Urlaub) auch als richtig herausstellte)

muesli
 
Überweise mir das Geld, gebe dir die Daten per PN und wir machen halbe halbe :)

Naja, wie Muesli schon sagte, überweise doch einfach mal alles auf ein Tagesgeldkonto und sichere dir noch ein paar Zinsen ;)

Wäre vllt. eine nette Art um einwenig Eigentkapital aufzubauen :)
 
Überweise mir das Geld, gebe dir die Daten per PN und wir machen halbe halbe... ... ... :)

Und dann ist es am Ende doch Geldwäscherei und Ihr hängt mitt drinn :D
Ich hatte zwar noch nicht dieses Gück oder Pech, je nachdem wie man es nun anschauen möchte.

Eine Bekannte hat allerdings etwas ähnliches am laufen. Schon seit über 4 Jahren bekommt Sie monatlich um die 300 Euro vom Staat auf Ihr KTO überwiesen. Sie hat am Anfang immer brav versucht das Geld zurück buchen zu lassen. Da es aber nicht aufgehört hat und sich keiner einen Reim machen konnte, bzw. sich für das Geld verantwortlich fühlt, bunkert Sie das Geld inzwischen wie Dagobert Duck. Inzwischen müssten dort schon über 15.000 Euro auf dem Konto liegen. Für die beiden Kinder eine fette Erbschaft wenn sich bis dato keiner meldet und Ansprüche geltend zu machen. :D:D :drum:
Gibt es eigentlich so etwas wie eine Verjahrungsfrist für derartiges?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben Unten