Ingrid Schmitz Autor 

henrystorm

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Ingrid Schmitz

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Ingrid Schmitz, geb. 1955 in Düsseldorf, ist gelernte Speditionskauffrau und arbeitete bei einer kanadischen Reederei und im sowjetischen Außenhandel. Seit 2000 ist sie hauptberufliche Autorin und hat mittlerweile an die 60 Kurzkrimis und mehrere Kriminalromane veröffentlicht. Ihre Serienheldin in bislang fünf Romanen ist die private Ermittlerin Mia Magaloff.
Ingrid Schmitz gibt regelmäßig Krimianthologien heraus, bei KBV zuletzt Suche Trödel, finde Leiche und ist Mitglied bei »Mörderische Schwestern«, im »Syndikat« und bei der »International Association of Crime Writers«.

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Ingrid Schmitz - Mord im Krimihotel
Ingrid Schmitz - Mordsdeal
Ingrid Schmitz - Muscheln, Mousse und Messer
Ingrid Schmitz - Porridge, Pies and Pistols (Kulinarische Krimi-Anthologie)
Ingrid Schmitz - Spiekerooger Utkieker
Ingrid Schmitz - Suche Trödel, finde Leiche!
Ingrid Schmitz - Tortillas, Tapas und Toxine

Mord im Krimihotel:
Lea Schein war kein Pseudonym, sondern ihr echter Name. Leider bringt es nicht immer etwas, wenn man einen so wohlklingenden Namen hat, aber das stellte sie erst sehr viel später fest.
Sie nahm sich vor, mit diesem Namen groß rauszukommen und Karriere zu machen. Das sei sie sich, aber auch den Eltern schuldig, meinte sie an ihrem neunundzwanzigsten Geburtstag, den sie – wie all die Jahre zuvor – in ihrem Elternhaus gefeiert hatte. Diesmal jedoch ohne Freunde, denn die waren ihr auf dem Lebensweg abhandengekommen, weil sie ihr nicht geglaubt, nicht an sie geglaubt hatten. Was jedoch das Schlimmste war: Sie hatten ihr kein Geld mehr leihen wollen.

Muscheln, Mousse und Messer:
»Ahhh, Bernard! Heute schon so früh?« Charlot goß einen Fingerbreit Ricard ins Glas und stellte es neben die Wasserkaraffe auf den Tresen. »Darfst dich wohl zu Hause gar nicht mehr blicken lassen, was?«
Bernard brummte, goß Wasser ins Glas und zwirbelte es zwischen den Fingern, bis der rotzweiße Pastis Blasen schlug.
»Läßt sie dich denn noch ins Schlafzimmer?« Charlot hielt ein Bierglas unter den Zapfhahn und ließ den Zahnstocher wippen, auf dem er kaute. »Ins Bad offenbar nicht, sonst hättest du dich mal rasiert, oder?«

Suche Trödel, finde Leiche!:
Ich bin ja Ende Juni geboren. Sternzeichen Krebs, erste Dekade. Einen Aszendenten hab ich auch. Welchen genau, das weiß ich jetzt nicht, aber Sternzeichen Krebs.
Krebse? Dankbare Menschen. Ganz dankbare Menschen! Sensibel, hilfsbereit, häuslich, sparsam, aber nicht geizig. Ein zartes Wesen und meist sehr, sehr gut aussehend.
Trifft auf mich alles zu.
Und ein Sammler ist er, der Krebs. Grundsätzlich. Jetzt vom Sternzeichen her. Bin ich auch. Also … weniger sammeln, sondern mehr: behalten. Im Sinne von: horten, aufbewahren. Nicht wegschmeißen.
Meine Mutter sagte immer: Klaus, Hebbe kömmt van Halde. Haben kommt von Halten!
Da ist was dran. Definitiv.

Tortillas, Tapas und Toxine:
Stella schaute hinaus auf das Touristengewimmel in der Rúa do Vilar. Sie schloss die Augen und zog genüsslich den Duft des köstlichen Kaffees ein, ließ den Geschmack der Mandeltorte langsam auf der Zunge zergehen. Nirgends schmeckt die Tarta de Santiago besser als im Café Casino, hatte ihr eine Mitreisende im Hotel gesagt, und obwohl sie keine Vergleichsmöglichkeit hatte, da dies ihr erstes und einziges Stück Mandeltorte war, das sie seit ihrer Ankunft in der galizischen Hauptstadt zu sich nahm, konnte sie sich eine bessere Version dieser spanischen Spezialität nicht vorstellen.
Stella musterte eingehend den Raum, der eine teils mondäne, teils nostalgische Atmosphäre besaß, mit einem Hauch jener Morbidität, die ihr immer schon angenehme Schauer über den Rücken gejagt hatte: in den Wiener Kaffeehäusern, den Prager Cafés, den Pariser Bistros.
 
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