Inzest legalisieren unter mündigen Volljährigen ?? geschlossen 

Streichung der Strafbarkeit von Inzest ??

  • Ja solang freiwillig voll okay

    Stimmen: 60 28,6%
  • Nein (bitte begründen im thread)

    Stimmen: 134 63,8%
  • keine ahnung

    Stimmen: 16 7,6%

  • Umfrageteilnehmer
    210
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
muesli schrieb:
Die Gefahr, das aus inzestuösen Verbindungen Missbildungen beim daraus entstehenden Nachwuchs entstehen,
ist NUR dann relevant hoch,
wenn die Eltern beider (aktuell inzestuöser)Partner diesbezüglich auch schon eindeutig vorbelastet waren,
also auch inzestuösen Nachwuchs erzeugten beziehungsweise aus Inzest praktizierenden Vorfahren/Gruppen hervorgegangen sind.

Das ist so schlicht falsch.

Viele tragen die Anlagen für Erbkrankheiten in sich. Diese werden aber meist rezessiv vererbt, treten also nur auf, wenn beide Eltern den gleichen Gendefekt vererben. Dies ist sehr selten, wenn man sich einen Partner sucht, mit dem man nicht verwandt ist. Bei Geschwistern, ist die Wahrscheinlichkeit aber wesentlich höher.
Biologisch bedingt ist es wohl auch so, dass man verwandte nicht sexuell attraktiv findet, daher ist Inzest auch ein eher seltenes Phänomen.

Beschäftige dich mal ein wenig mit Genetik, bevor Du hier sowas schreibst.
 
Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viele Leute ein lupenreines Schwarz/Weiß-Denken haben.

Entweder ist es pervers oder es ist total normal.

Ich finde die aktuelle Gesetzgebung zum Inzest absolut gerechtfertigt und sie liegt auch absolut im Rahmen unserer gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung.
Sprich: Ich bin gegen die Legalisierung zum jetzigen Zeitpunkt!

Aber die Gesellschaft und die Kultur verändern sich oder entwickeln sich in bestimmte Richtungen, deshalb auch die Formulierung "zum jetzigen Zeitpunkt".
Hier Menschen als pervers zu bezeichnen, weil sie eine Rechtslage hinterfragen, finde ich zu destruktiv - egal, welche Gründe sie für das Hinterfragen dieser Rechtslage haben!

Früher war Homosexualität auch strafrechtlich verboten!
Und eine gesellschaftliche Entwicklung hat dazu geführt, daß es mittlerweile nicht mehr verboten ist - und das ist auch gut so!
Also hat eine gesellschaftliche Entwicklung durchaus Auswirkungen auf Gesetze!
Und war nicht am Anfang der Akzeptanz homosexueller Lebensweisen auch einer, der die gültige Rechtslage in Frage gestellt hat ;)

Von daher finde ich es unpassend, Personen, die aus welchen Gründen auch immer gegen ein gesetzliches Verbot von Inzest sind, als pervers oder Inzest praktizierend hinzustellen!

Rosenrot schrieb:
es gehört zur freien Entscheidung des Menschen

Das hingegen geht mir deutlich zu weit. Wenn das alleiniger Maßstab gesetzlicher Regelungen wäre, dann geht die Gesellschaft zu Grunde :rolleyes:
Es gibt Menschen, die nach dem Sex getötet und gegessen werden wollen und es gibt Menschen, die das auch tatsächlich machen würden (gab ja schon ein medienwirksames Verfahren).
Auch legalisieren??? - war ja auf beiden Seiten die freie Entscheidung :confused:

Tolerant und liberal ist ja ok - aber alles der freien Entscheidung des Menschen zu überlassen, geht deutlich über das Ziel hinaus...

Edit:

@babe33
Das ist das, was ich mit "liegt auch absolut im Rahmen unserer gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung" meinte!
Unsere Gesellschaft und Moral ist nicht so weit - vielleicht noch nicht, vielleicht aber auch nie ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
wetten dass es hier keinen gibt der dieses Thema (pro Inzest zwischen mündigen Erwachsenen) auch im RealLife anschneidet :D , man kann es ja versuchen , die nächste Familiengeburtstagsfeier böte sich an, sind eh immer so langweilig *hüstel*
 
Nein!
Inzest sollte verboten, im großen und Ganzen verboten bleiben.
Sowas kann und darf man dem familiären Umfeld nicht antuen. Erst recht keinem durch Inzest erzeugtem Kind!!!
Sollte es dem ganzem familären Umfeld egal sein, so kann man von mir aus Sex haben oder was weiß ich..., aber es darf zu keinem Kind kommen.
MFG Leo89
 
definitiv nein,

was ne frage^^

wer will schon seine mutter bu..., egal ob 17 oder 35^^

zudem ists ja wohl erwiesen, das dies zu genetischen störungen führt!
 
Uludag schrieb:
wieso gibt man(Frau *g*) erst die Bonbons und danach denn Hinweis dazu. :ööm:

Das halte ich für ein Gerücht. Du hast die Punkte und den Grund für die Verwarnung zeitgleich erhalten. Sieh mal in Dein Postfach.

Uludag schrieb:
Mein Beitrag war am 02.10. kurz nach dem Start von diesem Thread , Bonbons erhielt ich erst am 04.10.

Kommt's Dir jetzt auf diese 2 Tage an? :confused: Sorry, wenn ich nicht 24/7 vorm Rechner sitze und innerhalb von einer Minute reagiere. Dann wäre ich keine Tante sondern ein Roboter.

So, und jetzt bitte wieder zurück zum Thema. Verwarnungen werden hier nicht weiter öffentlich diskutiert.


Danke,
Linda
 
twinky schrieb:
Kann hier irgendjemand belegen, daß Inzest langfristige Schäden an einer Bevölkerung verursacht?

Jeder Arzt... Und es ist definitiv wahr, dass es bei inzestiösen Beziehungen häufiger (und zwar deutlich) zu Fehlbildungen bei den Nachkommen kommt
 
Das Problem ist mMn. nicht das Gesetz selbst, sondern die Legitimation. Wenn ich begründe, dass Inzest verboten ist, weil daraus entstehende Kinder überproportional oft an genetischen "Fehlern" leiden dann müsste ich rein Objektiv das auch bei allen anderen "Risikogruppen" machen.

Versuch aber mal Frauen über 40 den Sex zu verbieten, oder Menschen mit vererblichen Krankheiten. Dazu findet man keine Lobby also bleibt es Legal.

Inzest selber find ich auch irgendwie komisch, allerdings sehe ich keine sinnvolle Grundlage in unseren Gesetzen, die ein Verbot rechtfertigen, zumal der Missbrauch schon durch andere Gesetze unter Strafe steht. Ergo Legalisierung muss her auch wenn es nicht objektiv gesehen ein sehr strittiges Thema ist.

Aber wir leben in keiner Wunschwelt und schlecht begründete Gesetze gibt es viele, dazu zählte z.B. das Verbot von Homosexualität. Anderes Beispiel ist der Wehrdienst.

DragonFly44
 
also ich finde, wenn man ein kondom benutzt bzw darauf achtet keine kinder zu bekommen, dann ist es vertretbar, also wer meint es machen zu müssen hat bestimmt seine gründe, auch wenn das wohl nicht so gern gesehen wird in der familie zb oder so.
kurz um: wer meint es muss sein, sollte sich wenigstens schützen!

meiner meinung nach,
lg nino
 
die menschen die wissentlich inzest betreiben ,haben einen an der waffel...
und wenn daraus auch noch neues leben ensteht ,dann hat dieses meist irgendwelche missbildungen oder ist geistig nicht voll auf der höhe...
das verbot ist vollkommen richtig
 
Muss mal wieder direkt eine Frage stellen. Ist eigentlich eine nicht platonische Beziehung zwischen Cousin und Cousine ersten Grades auch schon unter Inzest zu sehen?
Nein, ich habe keine Beziehung zu meinem Cousin oder zu meinem Bruder.

Die Gesellschaft prägt uns alle doch enorm. Daher ist es bei vielen auch als absolut abartig angesehen, wenn man mehr für seinen Bruder/seine Schwester empfindet, als es "normal" ist.
Sicher hat das unter anderem mit den genetischen Hintergründen zu tun, sobald man an Kinder denkt. Ich persönlich finde, dass das der einzig trifftige Grund ist, von einer solchen Beziehung eher abzuraten.
Klar es gibt Verhütung, aber auch damit können "Unfälle" passieren und dann? Abtreiben? Risiko eingehen und behalten? Denn ein Risiko für eine Fehlbildung wäre da.
Oder wenn sich Beide ein Kind wünschen? Adoption? Ist ja schon für viele nicht miteinander verwandten Paare nur die allerletzte Lösung, wenn es so nicht klappt.
Aber was will man machen, wenn der Mensch den man liebt das Kind der eigenen Eltern ist? Nichts. Die Liebe macht da doch nicht wirklich einen Unterschied und schaut vorher in welchem Verwandschaftsverhältnis zum Partner steht.
Glaub bei dem Thema halt ich mich an den Satz Leben und leben lassen.
 
jahlchen schrieb:
... eine nicht platonische Beziehung zwischen Cousin und Cousine ersten Grades auch schon unter Inzest zu sehen? ...

Nein, zumindest nicht laut deutschen Gesetzen. Selbst die katholische Kirche kann auf Antrag ihr Einverständnis geben für eine (kirchliche) Heirat unter Cousin und Cousine.
 
Zitat Alatah: "Und das ist ganz klar eine Frage der Moral. Die Frage, die sich Menschen stellen sollten ist aber: Nur weil etwas machbar ist - ist es auch o.k. ?

Wo kommen wir OHNE "Grenzen" und abgesteckte Verhaltensweisen hin?
Die gesamte Unreife der menschlichen Spezies hat im Rahmen des Versuches die "Angelegenheiten" hier auf der Erde selbst in die Hand zu nehmen, bisher nur zu einem globalen Desaster geführt."

Ich gebe dir völlig recht. Nicht alles Machbare ist auch gut. Trotzdem denke ich, dass es nicht nur eine Frage der Moral, sondern auch eine Frage des degenerierenden Erbguts ist; also auch eine rechtliche Frage. Ehrlich gesagt bin ich beim Betrachten von Lindas Karte schon erstaunt, wieviele Länder es noch gibt, welche diesbezüglich keine Gesetze verfügt haben. Ueber Frankreich wundere ich mich am meisten.

Gruss freefloating
 
Trotzdem denke ich, dass es nicht nur eine Frage der Moral, sondern auch eine Frage des degenerierenden Erbguts ist;

freefloating

Absolut! Tatsächlich zeigt Freefloating hier ein wichtiges Problem auf (Danke für den Beitrag!) : Nämlich wie leicht es für die meisten Menschen ist, essentielle Fakten zu ignorieren... (Was leider nicht sehr für die Fähigkeit unserer Gesellschaft spricht logische Entscheidungen zu fällen.)

Wer nämlich über die "Möglichkeiten" genetischer Fehler überhaupt nur diskutiert, nimmt diese offensichtlich billigend in Kauf.

Leute: Schaut euch doch mal in einigen dörflichen Gegenden Deutschlands die Menschen an. Familienähnlichkeiten sind dort NICHT zufällig oder unbeabsichtigt.

Und die dazugehörige Retardierung ist ein wissenschaftlicher Fakt. So etwas sollte nicht mehr diskutiert werden. Es IST so.

und so etwas DÜRFEN wir in unserer heutigen Zeit nicht zulassen. Wir haben schon genug Probleme gegen Zivilisationskrankheiten, psychischen und emotionalen Störungen zu kämpfen, als das wir da überhaupt noch in Erwägung ziehen sollten Inzest zu legalisieren. Die damit verbundenen Risiken sind es einfach nicht wert. Und der damit verbundenen Werteverfall auch nicht.

Wir sollten vielleicht auch an die bemitleidenswerten "Opfer" denken.
Mentalretardierte Kinder haben in unserer Leistungsgesellschaft so gut wie keine Chancen. Aber jedes Kind, sollte das bestmögliche Leben bekommen.

Mit dem Leben (auch mit ungeborenem) spielt man nicht Lotto.

(Neuer Thread über Nikotin, Drogen und Alkohol in der Schwangerschaft ?)
 
Ich habe jetzt nochmal alle Beiträge gelesen und ich bin wie in Post #4 schon erwähnt, noch immer gegen Inzest.

Ich denke ganz einfach daß der Reiz für viele nur am Verbotenen liegt.
Es kann aber auch sein, daß viele weder ihre Eltern noch ihre Geschwister jemals nackt gesehen haben und daß das auch irgendwie die Fantasie beflügelt.
In meinem Elternhaus war es üblich, nach dem Duschen oder baden nackt durch die Wohnung zu laufen und sich im Wohnzimmer anzuziehen.
Wir Kinder haben es als als völlig normal betrachtet.

Würde der Gesetzgeber aber alles erlauben, würde es bestimmt in ein Chaos ausarten.

MfG
knitspacer
 
also inzest ist evolutionstechnisch auf jeden fall schadhaft. viel zu groß die gefahr von missbildungen im vergleich zu normalen beziehungen.

in kleinen dörfern, die weit abgelegen von der außenwelt sind, kommt auch oft inzucht vor. (is ja mehr oder weniger klar warum)

zu zeiten hitlers wurden solche inzest dörfer "ausradiert" um die arische rasse rein zu halten und eben möglichst keine gen defekte reinzukriegen.
 
Rosenrot schrieb:
Liest man sich deine anderen Posts durch ahnt man schnell asu welcher Richtung da der (braune) Wind weht...
Tja mein Freund da wo es übel riecht kommt auch der Braune Wind, aber um dir das zu erklären solltest du lieber ein paar Jährchen später kommen. ;)

Rosenrot schrieb:
Und an alle die sagen "Ihh, ihr seid ja pervers":
Toleranz zu fordern, dann aber bei solchen Sachen den Schwanz einziehen?

Wo fängt den bei dir der Toleranz an, Inzest ist für mich kein Toleranz sondern Pervers.

linda schrieb:
So, und jetzt bitte wieder zurück zum Thema. Verwarnungen werden hier nicht weiter öffentlich diskutiert.

Meine Liebe, wir sind bereits beim Thema, oder siehst du irgendwelche Phänomen, das ich eventuell diskutieren möchte, ich spende doch gerne um verwarnt zu werden, darüber diskutiere ich nicht ;)


Uludag
 
Hi FSBler,

Ich schau mir dieses Thema schon seit einiger Zeit an und find es seltsam, dass hier nur über Genetik und Moral diskutiert wird.

Niemand hat das ganze mal geschichtlich betrachtet.
Sieht man es nämlich so, könnte es sein dass bei jedem von uns in der älteren Familiengeschichte Inzucht schon einmal vorgekommen ist. Zumindest in einer Zeit in der es üblich war Bruder und Schwester zu verheiraten um Macht und Besitz in der Familie zu halten. Zwar größtenteils bei den Herrscherfamilien aber auch das einfache Volk hat es "nachgemacht". Früher dachte man sogar man veredele die guten Erbeigenschaften und tilge die schlechten heraus.
In den ersten Jahrhunderten unserer Zeit war das heiraten von Schwester, Mutter oder Tochter in Persien rein religiös gesehen sogar die vollkommenste Eheschließung. Die Ptolemäerkönige im alten Ägypten heirateten immer ihre Schwester. Auch die allseits bekannte Kleopatra war die Frau ihrer beiden Brüder. Auf Hawai lässt sich Geschwisterinzest als Privileg der Herrscher sogar bis in die Neuzeit verfolgen. Und dazu gibts noch eine Menge andrer Beispiele.

Um jetzt hier keine weiteren hitzigen Diskussionen auszulösen möchte ich mal ein Beispiel anführen in dem wir Menschen Inzest bewusst herbei führen. Pflanzen und auch Tiere neigen natürlicherweise nicht dazu Inzucht zu betreiben. Der Mensch kreuzt aber Pflanzen und Tiere immer wieder bewusst inzestuös um bestimmte gute Eigenschaften weiterzuvererben und eben andere schlechte Eigenschaften genau dadurch auszumerzen. Denn bei Tieren und Pflanzen sterben ganz einfach jene die genetisch gesehen nicht lebensfähig sind entweder dadurch dass sie nicht normal lebensfähig sind oder sich einfach nicht vermehren können. Das ist beim Menschen durch unsere Medizin ganz anders.

Begründet man das Inzestverbot jetzt wie einige hier nur genetisch müsste man auch die künstliche Befruchtung verbieten bzw. auch das Fortpflanzen von geistig oder körperlich behinderten Menschen.

Unsere heutige Sichtweise geht höchstwahrscheinlich auf das alte Testament zurück. Das 3. Buch Mose verbietet den Israeliten die Ehe UND den außerehelichen Geschlechtsakt zwischen dem ersten Verwandschaftsgrad und auch bei Schwagerschaft. Das ganze wurde dann irgendwann vom kirchlichen Recht übernommen und sogar noch ausgeweitet auf den 7 Verandschaftsgrad ( deutlich weiter als heute ). Im Zuge der christianisierung wurde es dann auch auf unsere weltliche Welt übertragen.

Ich finde wenn man schon über solche Dinge diskutiert sollte man den geschichtlichen Aspekt auch betrachten.

Ich selber praktiziere keinen Inzest und finde es auch anstössig. Kann allerdings nicht wirklich begründen warum. Meine Einstellung ist wohl sowohl in meiner elterlichen als auch kirchlichen Erziehung begründet.

Der reine Inzest ( also frewillige Inzest ) scheint aber sowieso so gut wie ausgestorben oder eben soweit in die Verschwiegenheit verdrängt dass man nichts mehr davon hört. Nach den beiden Weltkriegen gab es das letzte Mal starke Anstiege von verurteiltem reinen Inzest danach aber gingen die Zahlen gegen Null zurück. Heute hört man nur noch von missbräuchlichem Inzest welcher natürlich aufs schärfste zu verurteilen ist.

LG

DeeCee
 
DeeCee schrieb:
...Das 3. Buch Mose verbietet den Israeliten die Ehe UND den außerehelichen Geschlechtsakt zwischen dem ersten Verwandschaftsgrad und auch bei Schwagerschaft.

DeeCee

Vielen Dank für Deinen Beitrag DeeCee!

Es ist wirklich wichtig zu verstehen wo die Wurzeln für unser heutiges Verständnis eines Inzestverbotes liegen...
Natürlich heizt das jetzt wieder eine neue Diskussion an: Wenn in der Bibel das Inzestverbot so präzise und deutlich definiert ist (obwohl es wie Du richtig ausführst zu dieser Zeit in Ägypten nicht unüblich war Geschwisterehen zu praktizieren), aus welchem Grund wurde es den Israeliten verboten. Und woher kommt die Bewertung des Inzests (Vergiss Mendel - Frag Moses?)...?

Die naturwissenchaftliche Erklärung kam ja offensichtlich erst viele tausend Jahre später....

Übrigens war die "Schwagerehe/Leviratsehe" dagegen durchaus legitim und plausibel, um einen Namen nicht "aussterben" zu lassen...

Liebe Grüße

Alatah
 
Von mir auch ein klares NEIN. Es sind nicht nur die Missbildungen usw. Klar könnte man verhüten. Aber, wenn es zulässig ist würde das ganze ausarten. Ist die Hemschwelle einmal weg würde es fast jeder machen und was würde das dann für eine Welt werden? Der normale Verstand sagt schon das es abartig ist...wenn aber Inzest erlaubt ist..ändert sich auch die Einstellung gegenüber Inzest und darum ist es wichtig das sowas unter Strafe steht.

gruss, spooky
 
Alatah schrieb:
Wenn in der Bibel das Inzestverbot so präzise und deutlich definiert ist

Hmm..verstehe ich nicht ganz, wenn doch die Bibel sagt, dass Adam der Erste Mensch war und daraufhin Eva kam.

1 Timotheus 2,13: Denn Adam ist am ersten gemacht, darnach Eva.

Wenn das so ist oder sein sollte, sind wir dann nicht alle Inzest Kinder. :rolleyes:



Uludag
 
Alatah schrieb:
Vielen Dank für Deinen Beitrag DeeCee!

Es ist wirklich wichtig zu verstehen wo die Wurzeln für unser heutiges Verständnis eines Inzestverbotes liegen...
Natürlich heizt das jetzt wieder eine neue Diskussion an: Wenn in der Bibel das Inzestverbot so präzise und deutlich definiert ist (obwohl es wie Du richtig ausführst zu dieser Zeit in Ägypten nicht unüblich war Geschwisterehen zu praktizieren), aus welchem Grund wurde es den Israeliten verboten.
Liebe Grüße

Alatah

Naja so ganz in einen Topf werfen darf man das nicht. Bei größeren Völkern diente die Geschwisterehe ja zum größten Teil dazu Macht bzw. Besitz in der Familie zu halten. Bei den Israeliten lag es wohl auch daran dass die Israeliten ein relativ kleines Volk war. Ich habe mal etwas darüber gelesen wieviele verheiratete Israeliten miteinander enger verwandt waren und da war die Zahl gemessen an den gesamten Ehepaaren relativ hoch. Leider find ich die Quelle so auf Anhieb nicht mehr. Möglicherweise gab es zur damaligen Zeit aus welchem Grund auch immer vermehrt Missbildungen oder die Kindersterblichkeit war höher. Das könnte dazu geführt haben, dass man sich entschied dieses Gesetz einzuführen.

@ Uludag:

Rein vom biblischen Standpunkt aus betrachtet, ist dem wohl so. Selbst wenn wir davon ausgehen dass der Mensch sich aus dem Affen entwickelt hat, gab es da wohl auch damals eine sehr begrenzte Anzahl an sexual Partnern.

LG

DeeCee
 
Ich find es auch falsch.

Sollte man es aber machen wollen, dann kann man es ja heimlich tun.
Wenn beide damit einverstanden sind, kommt es ja nie raus und stört niemand.

Nur Kinder sollte es nicht geben.
Wie gesagt wegen den genetischen Problemen, aber auch wegend er Zukunft der Kinder.

Stellt euch vor die Klassenkameraden erfahren, dass die Eltern von Kind x seine Mutter und sein Bruder sind^^
Das is dann nich mehr lustig

Aber viell gibs in Zukunft da ja ne größere Toleranz oder die Gentechnik erlaubt es die defekten Gene der Kinder zu deaktivieren oder sonstwas.
Von daher würd ich auch sagen zum heutigen Zeitpunkt ist es falsch, wer weiß wies in 100 Jahren aussieht.

Wer aber zb. meint: Man hat ne natürliche Abneigung gegenüber Inzest, dadurch dass man die Familienmitglieder nicht anziehend findet.
Dann würde ja auch Homosexualität ein Verbrechen sein, weil es unnatürlich ist, dass 2 gleiche Geschlechter sich anziehend finden.

Das ist ein super Beispiel, wie die Toleranz einfach nur von der Zeit abhängt.

Normalerweise müsste man dann nämlich sagen: Entweder Homosexualität und Incest ohne Kinder richtig oder beides verboten und falsch.
Aber Schwule werden mittlerweile einfach akzeptiert von den meisten und Inzestleute nicht.

Das Problem ist halt:
Die wenigsten Menschen oder kein Mensch kann 100%ig neutral denken.
Alle sind durch ihr Umfeld und durch die irgendwelche Ideale determiniert.

Aber wer wirklich mal versucht ein bischen von Grund auf neu zu denken, der ist seinen Mitmenschen einen Schritt voraus.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
...wäre es richtig, volljährige Menschen selbst entscheiden zu lassen, mit wem sie verkehren wollen bzw. nicht wollen. ABER: Dessen unbenommen würde ein Aufheben des Tabus (nichts anderes stellt die gegenwärtige Regelung ja dar) zu einer allgemeinen gesellschaftlichen Akzeptanz und "Salonfähigkeit" inzestuöser Beziehungen führen. Das allein wäre als Effekt noch harmlos. Ein wesentlich größeres Problem wäre allerdings die durch eine solche größere gesellschaftliche Akzeptanz inzestuöser Beziehungen begünstigte "Grauzonenbildung". So wird es einem dominanten Familienvater, der skrupellos genug ist, seine psychische Dominanz auszuspielen, bei entsprechender Gesetzeslage leichterfallen, seine eigene Tochter zu vögeln, auch wenn diese erst 15 ist, weil er ihr sagen kann: "Hey, warum sollen wir noch warten bis du 18 bist? Wir sind doch schon jetzt spitz aufeinander." Und die Tochter, die ihn als Vater (!) liebt und respektiert, wird vielleicht nicht wollen, daß er böse wird und es mit sich machen lassen, zumal sie weiß, daß es gesellschaftlich ab 18 ja eh akzeptiert ist.

Das Problem ist also eine Begünstigung von Kindesmißbrauch, die durch eine solche Legalisierung m. E. zustandekäme.

Deshalb bin ich GEGEN eine Legalisierung von Inzestbeziehungen.

Gruß
rumbero
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Da hast du auch recht.

Das Problem von Inzest is halt:
Es gibt ja keinen festen Bruchstrich in der Entwicklung eines Kindes.

Eltern die zu Inzest bereit wären, würden ja ihr Kind nicht erst komplett neutral erziehen und wenn es dann 18 ist das Kind ja nicht auf einen Schlag reif genug es selbst zu entscheiden.
Die Eltern haben ja von Grund auf einen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes.

Und ein Kind, was so erzogen wird, das Inzest O.K. ist, wird es dann auch eher mit den Eltern machen.
Und da das heutzutage einfach noch gesellschaftlich verpönt ist, schadet es dem Kind ohne dass sich das Kind wehren kann.

Deshalb sollte es zum heutigen Zeitpunkt verboten bleiben.

Es ist halt nicht so wie bei Schwule zb., wo sich 2 reife finden, sich toll finden und zusammen bleiben.
Sondern die Beziehung zw. Eltern und Kind gibt es von Anfang an, auch wo das Kind noch nicht reif genug war, selbst zu entscheiden.

Wenn in 100 Jahren alle wild durcheinander vögeln, egal ob Familie, Tiere, Menschen usw., dann is es auch nich mehr schlimm, wenn die Kinder dann den Einfluss haben.
Aber zum heutigen Zeitpunkt ist es nicht richtig.
Und wie gesagt, wers unbedingt machen muss und wenn beide reif sind und selbst entscheiden können, dann machen dies halt heimlich.

Ok dann könnte man auch wieder sagen: Kinder von Schwulen, werden dann auch eher schwul usw.
Ach das is halt ein schweres Thema, es gibt kein richtig oder falsch, sondern nur verschiedene Ansichten^^
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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