Hi, simon,
das mit dem Maya-Kalender habe ich schon so verstanden, wie du es gemeint hast!
Da du dir ja ernsthaft Gedanken um unsere Zukunft machst und nach praktikablen Lösungen suchst - tut mir Leid, ich muß da passen.
Als wir noch den real existiernden Kommunismus = Klassenfeind hatten, war die rücksichtslose Abzocke der Kapitalbesitzer und deren Erfüllungsgehilfen noch einigermaßen erträglich. Da hatten die Kapitalisten wohl noch Angst, daß man ihnen den Besitz streitig machen bzw. enteignen könnte. Heute zählt nur noch Raffen auf Teufel komm raus.
Alles was Sozial ist, hat sich dem kapitalistischen Wachstumswahn unter zu ordnen. Was kann man dem entgegen setzen? Unsere Demokratie hat ihre Grenzen erreicht. Eine Kontrolle bzw. Veränderung durch Wahlen kann man getrost vergessen, zu sehr haben sich die politischen Lager angeglichen. Alle Parteien ordnen sich dem Kapital unter. Einzig die Linken wären eine Alternative. Die zerstreiten und beschäftigen sich lieber mit sich selbst, statt die handwerklichen Fehler der Regierenden schonungslos und konsequent an zu prangern.
Weltweit gesehen ist nur China in der Lage, dem Kapitalismus paroli zu bieten. Noch ist das System kommunistisch, auch wenn es mit dem Westen nach rein kapitalistischen Methoden handelt. Vielleicht haben sie doch den Satz von Lenin im Kopf, wo der sagt: "wir müssen den Kapitalisten dazu bringen, daß er uns den Strick verkauft, mit dem wir ihn anschließend aufhängen!"
Möglich wäre das schon, denn "wir" sind ja tatsächlich so blöd, und machen uns wirtschaftlich von China abhängig. Wenn die Chinesen dann plötzlich nichts mehr an uns liefern, oder dem Ami den Geldhahn zu drehen, bricht doch hier das Chaos aus! Nur, in einer Diktatur nach chinesischem Muster möchte ich eigentlich nicht leben. Das wäre also für mich werde eine Hoffnung, noch Alternative.
Vielleicht bewirkt der Freiheitsdrang und der Umbruch in den arabischen Staaten etwas bei uns. Die deutsche (europäische) Bevölkerung müßte auch gegen ihre Ausbeuter auf die Straße gehen. Unser demokratisches System unterscheidet sich doch gar nicht so sehr von den Diktaturen der arabischen Despoten. Da haben die Diktatoren das Volkseigentum in Beschlag genommen, bei uns ist das ganz demokratisch passiert: knapp 10% der Bevölkerung besitzen 90% des Geldvermögens!
Nur wenn die große Masse bereit ist, für ihre Rechte auf die Straße zu gehen und zu kämpfen, läßt sich bei uns vielleicht etwas ändern. Nur, mir fehlt der Glaube. Wenn ich an die Gleichgültigkeit in meinem Bekanntenkreis denke, wird mir übel. Da ist kein Aufbäumen, kein selber Denken: "die" werden es schon richtig machen, die wissen schon, was sie machen. Das sagen doch alle. Und wir können doch so wie so nichts ändern....
Gute Nacht, Deutschland!