Joachim Fernau (John Forster) Autor 

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Joachim Fernau

Über den Autor

Joachim Fernau war ein deutscher Journalist, Kriegsberichterstatter der Waffen-SS, Bestseller-Autor und Kunstsammler. Ein Teil seiner Werke erschien unter dem Pseudonym John Forster.

Fernaus Vater war Beamter in Bromberg in der Provinz Posen. Die Familie zog 1919 nach Worms[1] und 1920 nach Schlesien. Nach dem Abitur im Jahr 1929 am evangelischen Humanistischen Gymnasium in Hirschberg studierte Fernau an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin Philosophie und Geschichte, ohne ein Examen abzulegen. Er arbeitete in Berlin als auf Sportreportagen spezialisierter freier Journalist vor allem für den Ullstein Verlag und für die Telegraphen-Union. In Berlin lernte er Gabriele Kerschensteiner kennen, Enkelin des Pädagogen Georg Kerschensteiner, die er 1943 heiratete. Fernau war einer der sechs verantwortlichen Redakteure für die Olympia Zeitung der Olympischen Sommerspiele 1936.

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Fernau, Joachim - Cäsar lässt grüssen - Die Geschichte der Römer
Fernau, Joachim - Ein Frühling in Florenz - Roman
Fernau, Joachim - Rosen für Apoll - Die Geschichte der Griechen
Fernau, Joachim - Und sie schämeten sich nicht - Eine Geschichte der Liebe

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Buchbeschreibung: Cäsar lässt grüssen
Mit »Caesar läßt grüßen« erreicht Joachim Fernau einen neuen Höhepunkt seines unverwechselbaren Stils. Die ganz persönliche Art, Geschichte zu erzählen, läßt seine Leser zu einer Gemeinde und seine Gemeinde zu Freunden werden.Bei Fernau beginnt die Römische Geschichte als heiter bukolische Sage noch vor Romulus und Retnus und endet mit einem Paukenschlag bei den Soldatenkaisern. Hier werden tausend Jahre Geschichte zu einem...
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Buchbeschreibung: Ein Frühling in Florenz
In "Ein Frühling in Florenz" von Joachim Fernau spielt die Handlung in der malerischen Stadt Florenz, die im Mai besonders verzaubernd wirkt. Die Geschichte dreht sich um drei Studenten der Kunstgeschichte: einen Deutschen namens Hans, einen Franzosen namens Maurice und einen Engländer namens Leslie. Alle drei verlieben sich in die junge und bildschöne Italienerin Gabriella Bellini, die Schwester ihres Freundes Carlo. Die drei Freunde verbergen ihre Gefühle voreinander und versuchen, Gabriella für sich zu gewinnen, was zu eifersüchtigen Konflikten führt. Die Erzählung ist eine heitere und melancholisch-ironische Liebesgeschichte, die sich vor dem Hintergrund der toskanischen Landschaft und der kulturellen Schönheit Florenz abspielt.
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Buchbeschreibung: Rosen für Apoll
Joachim Fernau entstaubt die griechische Geschichte.Eine Reise in die Vergangenheit ist ein großes Abenteuer - ein liebevolles, sarkastisches und melancholisches Abenteuer, wenn man es mit Joachim Fernau unternimmt. Von den Ursprüngen der Griechen in Mykene bis in die großen Stadtstaaten Athen und Sparta führt uns dieses Hörbuch. Dabei kommentiert Fernau bissig und voller Humor die "Ilias" und die "Odyssee" und versucht, dem Rätsel "Homer" näherzukommen. Mit ihm streifen wir durch die Gassen Athens, erleben politische Machtkämpfe und...
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Buchbeschreibung: Und sie schämeten sich nicht
Die Geschichte des deutschen Liebeslebens, schamlos-scharfsinnig und provokant kommentiert von Bestsellerautor Joachim Fernau: Warum ist die Nacht das lichteste Kapitel der germanischen Geschichte? Weshalb wechselte man vom Minnegesang so schnell zum Minnedienst? Was verbarg sich hinter der Prüderie des Biedermeier? Diese und viele andere Fragen beantwortet Joachim Fernau mit großem erzählerischem Elan. Die funkensprühende Geschichte der Liebe, von den alten Germanen bis zur sexuellen Befreiung.
 
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Weitere Titel:

Fernau, Joachim - Die jungen Männer - Roman
Fernau, Joachim - Die treue Dakerin - Erzählung
Fernau, Joachim - Ein wunderbares Leben - Roman
Fernau, Joachim - Ernst und Schabernack - Erzählungen
Fernau, Joachim - Herztöne - Aphorismen, Zitate
Fernau, Joachim - In dem Hause auf dem Berge - Briefwechsel
Fernau, Joachim - Komm nach Wien ich zeig dir was - Erzählungen
Fernau, Joachim - Liebe hin, Liebe her - Erzählungen
Fernau, Joachim - Mein dummes Herz - Lyrik
Fernau, Joachim - Sappho - Ein griechischer Sommernachtstraum
Fernau, Joachim - Suite Nr. 1 - Lyrik
Fernau, Joachim - Tausend Tage - Fragmente eines Soldatenlebens 1939 und 1940
Fernau, Joachim - Was halten Sie vom Alten Fritz - Aphorismen, Erzählungen, Lyrik
Fernau, Joachim - Wie es euch gefällt - Eine lächelnde Stilkunde
Fernau, Jochaim - Wo bitte geht's zu Raffael - und andere Kunst-Geschichten
Forster, John (Fernau, Joachim) - Heldentum nach Ladenschluss - Soldatengeschichten

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Buchbeschreibung: Die treue Dakerin
„Die treue Dakerin“ hat eine scheinbar bedeutungslose Begebenheit zum Inhalt: das Eintreffen eines Briefes. Er wird für den Empfänger, einen berühmten französischen Schriftsteller, zum Ausgangspunkt einer geheimnisvollen Bekanntschaft und unabsehbarer Handlungen. Eine Unbekannte verwickelt den Dichter in eine Korrespondenz, macht ihn neugierig und ruhelos, und als er das Rätsel der Briefschreiberin zu entdecken versucht, zerrinnt es ihm in den Händen.

„Man kann diese flüssig geschriebene Erzählung als amüsantes Rätsel lesen, als Puzzle ansehen. In der Geschichte steckt ein Stück von dem Bestseller-Autor Joachim Fernau. Er bietet - etwa in ‚Rosen für Apoll‘, ‚Cäsar läßt grüßen‘ und ‚Disteln für Hagen‘ - nicht eigentlich Sachbücher über die Griechen, die Römer und die Deutschen im strengen, nüchternen Sinne. Fakten fehlen bei Fernau nicht, aber Sie sind ‚romantisch‘ verpackt, bald humorhaft, bald mit liebevollem Spott gewürzt; ein Hauch von Nostalgie durchweht sie.
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Buchbeschreibung: Tausend Tage - Fragmente eines Soldatenlebens 1939 und 1940
Der Soldat Joachim Fernau diente vom 1. September 1939 bis zum 30. April 1945 im deutschen Heer. Er war in Posen, im Frankreichfeldzug, an der Ostfront und ab Herbst 1943 in Frankreich eingesetzt und machte im Westen den Rückzug bis an den Tegernsee mit, wo er Ende April sich und seine Soldaten demobilisierte. Der Gefangenschaft entging er. Über seine Zeit als Soldat diktierte Fernau unmittelbar nach dem Krieg seiner Frau Gabriele ein Erinnerungsprotokoll. Er gab ihm den Arbeitstitel "Tausend Tage" und plante einen vollständigen Bericht bis zum Ende. Das Stenogramm, das Gabriele Fernau schrieb, bricht jedoch mit April oder Mai 1940 ab, es geriet in Vergessenheit. Nach dem Tod ihres Mannes übertrug Frau Fernau ihr Stenogramm und schrieb das Fragment ins Reine. Es erscheint hier unter dem Arbeitstitel, den Fernau wählte. Fernaus Bericht trägt alle Kennzeichen eines noch unfertigen Erinnerungsprotokolls: Er ist stilistisch nicht durchgearbeitet, und die Teile dieser autobiographischen Anlage sind noch nicht untereinander austariert.
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Buchbeschreibung: Heldentum nach Ladenschluß
"Heldentum nach Ladenschluß" von Joachim Fernau, geschrieben unter dem Pseudonym John Forster, enthält heitere Soldatengeschichten, die in der Endzeit des Zweiten Weltkriegs angesiedelt sind. Im Mittelpunkt stehen geschlagene Wehrmachtssoldaten im Frühjahr 1945, die nach Hause wollen, wobei verschiedene Episoden ihre Flucht und Überlebenskünste schildern. Die Geschichten handeln unter anderem von einer Gruppe Landser, die auf einer alten Lokomotive vor den Alliierten fliehen, einem Hobbyzauberer, der mit russischen Soldaten ein Verbrüderungsfest zur Rettung der eigenen Kameraden inszeniert, sowie weiteren Episoden mit humorvoller und paradoxer Note trotz des ernsten Kriegshintergrunds. Die Erzählungen verbinden Humor und die Absurditäten des Krieges.
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Buchbeschreibung: Die jungen Männer
Joachim Fernau über "Die jungen Männer": "Wir leben in einer Zeit, die das beständige Gerede über Freiheit zum Ersatzglück der Menschen gemacht hat. Tatsächlich ist unsere geistige Freiheit so erbärmlich, wie nur noch in wenigen Epochen. Ein Shakespeare von heute bekäme von den Machthabern eins übergezogen, daß ihm Hören und Sehen verginge; Marx würde im Zuchthaus enden, Ossietzky in der Zelle nebenan. Niemand könnte heute mehr ein Werk wie Fichtes Revolutionsschrift veröffentlichen, er würde sein Leben gefährden. Das Wachs für die Ohren des Odysseus wird heute jedem Bürger mit dem Stimmzettel, dem Schnuller unserer Zeit, mitgeliefert. Die Hälfte der Nation sitzt beim Schweinebraten und hat die Fensterläden geschlossen, die anderen sind, wie immer, Büttel; der Rest Trappisten. Seien Sie, meine Freunde, nicht enttäuscht, wenn ich in diesem Buch, das genauso auf der Barrikade geschrieben ist, wie alles, was aus meinem Herzen kommt, zum „Kryptogramm“ des Romans gegriffen habe. Denn je mehr uns ein Thema auf der Haut brennt, desto besser ist es, sich zum Spaßvogel zu machen. Und die Kulisse dieses Buches ist das Jahr 1933."

Joachim Fernaus autobiografisch gefärbter Roman "Die jungen Männer" erstreckt sich über den Zeitraum eines Jahres vor und nach dem 30. Januar 1933, dem Tag, an dem Hitler die Macht übernahm. Dieser Tag gilt heute als ein Schlüsseldatum in der deutschen Geschichte. Für Fernaus "junge Männer" hingegen war es zunächst nur der Tag, an dem die Weimarer Republik erneut eine neue Regierung erhielt, während der Alltag ungestört weiterging. Man diskutierte die Ereignisse, doch die Zukunft erschien ungewiss. Fernau vermittelt eindrücklich, wie die "jungen Männer" in ihrer Zeit Ereignisse erleben, die sie nicht vollständig erfassen können, und nicht wissen, ob diese Zeit einmal als besonders wahrgenommen wird. Fernaus Werk bietet hier eine detaillierte Beschreibung der Jahre 1932/1933 aus der Perspektive von Intellektuellen der bürgerlichen Mittelschicht, die einen engen Kontakt zum wohlhabenden Bürgertum hatten. Dabei erfolgt eine differenzierte Betrachtung der gesellschaftlichen Verhältnisse, einschließlich der jüdischen Mitbürger, die im Alltag akzeptiert wurden, aber nicht explizit als solche wahrgenommen wurden. Die umfassende Zeitbeschreibung von 1933 stellt allein jedoch kein vollständiges Bild des Wie und Warum der Machtergreifung dar, sondern fordert eine tiefere Auseinandersetzung mit den komplexen Zusammenhängen jener Zeit.
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Buchbeschreibung: Ernst & Schabernack
In diesem Buch beschreibt Joachim Fernau unter anderem in acht kurzen Kapiteln acht Bilder/Gemälde, die 1945 für immer verloren gingen. Im zweiten Weltkrieg diente der Flakbunker Friedrichshain in Berlin, dessen Reste heute unter dem Großen und dem Kleinen Bunkerberg im Volkspark Friedrichshain liegen, als Depot für Kunstwerke der Berliner Gemäldegalerie, darunter 434 meist großformatige Gemälde, die 1942 dorthin ausgelagert wurden, um sie vor Bombenschäden zu schützen. Am 6. Mai 1945, also vier Tage nach der Kapitulation der Berliner Garnison unter General Helmuth Weidling, dem Befehlshaber des Verteidigungsbereichs Berlin, brachen in diesem Bunker aus ungeklärten Umständen zwei Brände aus, bei denen ein Großteil dieser Kunstwerke vernichtet wurde. Darunter befanden sich Meisterwerke von Botticelli, Rembrandt, Rubens und anderen bedeutenden Künstlern. Die acht beschriebenen Bilder gehören auch dazu.
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Buchbeschreibung: Sappho - Ein griechischer Sommernachtstraum
Das Lexikon sagt nüchtern: »Sappho (sprich Sap-fo), griechische Dichterin. Geboren in Eresos auf Lesbos, lebte um 600 v. Chr. Sie war die größte Lyrikerin des Altertums. In Mytilene auf Lesbos versammelte sie im Kult der Aphrodite und der Musen Freundinnen und Schülerinnen um sich.«
Den Griechen der archaischen Zeit, kaum zweihundert Jahre nach Homer, muß Sappho wie ein Wunder erschienen sein. Kaum faßbar für sie, daß da plötzlich eine Frau ganz Hellas bezauberte, eine Dichterin von bisher nie gehörter Schönheit der Worte, von zartester Empfindung und von größter sinnlicher Glut. Die Hauptgestalten um Sappho sind geschichtlich: Pittakos, zu ihrer Zeit Herrscher auf Lesbos, Alkaios, der andere große Dichter aus Mytilene und mit Sappho befreundet, und Larichos, der liebste ihrer Brüder.

Joachim Fernaus Buch „Sappho – Ein griechischer Sommernachtstraum“ ist eine poetische und einfühlsame Annäherung an das Leben und Wirken der antiken Dichterin Sappho. Fernau gelingt es, die Atmosphäre des alten Griechenlands lebendig werden zu lassen und die emotionale Tiefe von Sapphos Lyrik spürbar zu machen. Das Werk ist in einem flüssigen, bildhaften Stil geschrieben, der den Leser in eine fast traumhafte Welt entführt. Besonders beeindruckend ist die Verbindung von historischen Fakten mit einer fast märchenhaften Erzählweise, die das Buch sowohl informativ als auch unterhaltsam macht. Die Darstellung von Sappho als starke, leidenschaftliche Frau hebt sich wohltuend von stereotypen Biografien ab. Insgesamt vermittelt Fernau eine zeitlose Botschaft über Liebe, Kunst und Inspiration. Für Leser, die sich für antike Literatur und Geschichte interessieren, ist dieses Buch eine lohnenswerte Empfehlung.
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Buchbeschreibung: Komm nach Wien, ich zeig dir was
Die Wienerin - eine besonders reizvolle Spielart unter den Töchtern Evas. Die Mädchen und Frauen Wiens durch zweitausend Jahre, zur Römerzeit, zur Stauferzeit, zur Türkenzeit, unter Maria Theresia, Metternich und Franz Joseph, in Hitlers und »Herrn von Chruschtschows« Tagen - in den witzigen, zärtlichen, frechen Szenen dieses Buches treten sie lebendig vor uns: temperamentvoll, anmutig, süß-naiv, von natürlicher Klugheit und gewinnender Herzensgüte, kurz, ganz weiblich ...

Eine charmante Huldigung von Bestseller-Autor Joachim Fernau.
"Komm nach Wien, ich zeig dir was" wurde auch verfilmt. Es handelt sich dabei um eine im Sommer 1969 vor Ort entstandene, österreichisch-deutsche Erotikfilmrevue im Gewand einer Sittengeschichte. Regie führte Rolf Thiele, Joachim Fernau schrieb das Drehbuch, Dietmar Schönherr führte durch die Episoden. Das Lexikon des Internationalen Films urteilte darüber ganz im Sinne seines Herausgebers, der Katholischen Filmkommission für Deutschland: "Sittengeschichte der Wiener Maderln, genannt ‚Mizzis‘, die Ereignisse aus den verschiedenen Jahrhunderten einfallslos aneinanderreiht: von der Römerzeit bis zum Abzug der Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg. Plumper Sexfilm, der mangelnden Witz durch Eindeutigkeit ersetzt."
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Buchbeschreibung: Ein wunderbares Leben
Der neue große Roman Joachim Fernaus erzählt das Leben einer Frau. Ein Leben, wie es das Schicksal für das Gros der Menschen, gestern und heute und morgen, parat hat: wenig Glück, viel Unglück, Warten, Liebe, Angst, Freude, Einsamkeit. Wie die Hauptgestalt des Buches, Martha Vanseloh, daraus ein "wunderbares Leben" macht, wie die Kraft des Herzens alles bewältigt, ist das tief zu Herzen gehende Thema dieses Buches. Es spielt zwischen 1888 und 1928, in einem kleinen Ostsee-Nest, in Bromberg und in Hirschberg. Es ist etwas sehr Seltsames mit diesem Roman: Er ist so unpathetisch, so schlicht, so gänzlich fern vom »literarischen Konstruktionsbüro«, daß man nicht liest, sondern erlebt. Das macht die Faszination des Buches aus. »Weißt du, was ich denke?« schreibt Martha einmal an ihren Sohn. "Ich denke, daß wir alle das wirkliche, das richtige Leben nur in Gedanken leben. Alles, die Liebe, die Treue, das Glück, alles liegt allein dort. Wo soll es denn auch sonst liegen?" Was gibt uns dieses Buch? Wie alle Bücher Joachim Fernaus, ob Geschichte oder Roman, etwas Wichtiges: Es tröstet, es heilt, denn es repariert unsere falschen Wünsche ans Schicksal und richtet den Kompaß des Lebens wieder auf den Pol. Der Schluß des Buches ist eine große und sehr eindrucksvolle Überraschung.

Joachim Fernaus "Ein wunderbares Leben" ist weit mehr als nur eine biografische Romanerzählung über das Leben seiner Mutter, im Roman "Martha Vanseloh" genannt. Das Buch beeindruckt mit seiner reflektierten Sprache und der für Fernau typischen Mischung aus Ironie, Distanz und Ernsthaftigkeit. Der scheinbar positive Titel wirkt bei der Lektüre vielschichtig und fast schon zynisch angesichts des Leids und der Tragik, denen sich die Mutterfigur – an Fernaus eigene Familiengeschichte angelehnt – stellen muss. Fernau gelingt es jedoch, das Schicksalhafte und Unerträgliche auf eindrucksvolle Weise mit Poesie und einer beinahe romantischen Flucht in Fantasie zu verweben. Inhaltlich ist das Werk geprägt von einer besonderen Balance zwischen persönlichem Leid und bewundernswerter poetischer Bewältigung. Der Autor spielt mit dem autobiografischen Material, geht aber auch literarisch darüber hinaus, indem er einen Raum für "zweite Leben" öffnet und alternative Verläufe imaginiert. Gerade diese Mischung aus schonungsloser Ehrlichkeit und erzählerischer Fabulierlust hebt das Buch von oberflächlicher Biografie-Literatur ab. Stilistisch zeichnet sich "Ein wunderbares Leben" durch Fernaus bekömmlichen, jedoch pointierten Stil aus. Er verzichtet bewusst auf Fußnoten und akademische Abschottung, sodass der Text zugänglich bleibt, aber dennoch Tiefe besitzt. Fernau beherrscht das Spiel zwischen Melancholie, feinem Spott und emotionaler Direktheit – sein Erzählen bleibt unverwechselbar und nachhaltig wirkungsvoll.
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Buchbeschreibung: Herztöne
Dieses Lesebuch ist sozusagen ein Joachim-Fernau-»Konzentrat«. Es enthält, liebevoll und kenntnisreich ausgewählt aus seinem gesamten Werk, nicht nur all die Stellen, an denen sich immer das Pro und Contra entflammte: seine Gedanken zur Geschichte und Politik, über die Deutschen, über Freiheit, Fortschritt, Gleichheit, Ideologie, Links und Rechts, sondern es läßt den Leser auch noch einmal Fernaus Herztöne hören, wenn er über die Liebe, über Größe, über die menschlichen Tugenden, von Kunst und Gott und der Welt spricht. Peisistratos, Caesar Augustus, der Alte Fritz sind mit von der Partie, die Deutschen, die Griechen, die Römer; der 75jährige Goethe macht einen Abschiedsbesuch. Kriemhild findet Siegfried tot vor der Türe ihrer Kemenate, Sappho schreibt einen Brief, Bele und Hannes inspizieren die »Weibertreu«, Gabriella läßt sich die Kunst Giottos erklären – kurz, der ernste und der heitere Fernau in vielen funkelnden Facetten.
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Buchbeschreibung: Suite Nr. 1
"Suite Nr. 1" ist ein schmales Büchlein, in dem sich Joachim Fernau als Lyriker vorstellt. In 21 Gedichten gelingen ihm knappe, sehr eingängige Verdichtungen von Gedanken, Erinnerungen und Bildern. Zwanzig Jahre später, 1980, erschien ein weiterer Lyrik-Band von ihm mit dem Titel "Mein dummes Herz".

Joachim Fernau wurde am 11. September 1909 in Bromberg geboren, ging in Hirschberg (Riesengebirge) zur Schule und studierte nach dem Abitur in Berlin. Hier schrieb er als Journalist für Ullstein, bis er 1939 zur Wehrmacht eingezogen wurde. Seit 1952 lebte er als freier Schriftsteller in München und in der Toskana. Fernau, der temperamentvolle Konservative, hat über zwanzig Bücher geschrieben – die meisten haben über 200.000, manche über eine Million Auflage. Vor allem seine Werke zur Geschichte (»Rosen für Apoll«, »Cäsar läßt grüßen«, »Disteln für Hagen«) und Zeitgeschichte (»Halleluja«) lösten stets heftiges Für und Wider aus und sorgten für ebensoviel Jubel bei den Lesern wie für Ärgernis bei den Kritikern. Fernau über sich: »Man nennt mich (richtiger: schimpft mich) konservativ. Das stimmt, wenn man darunter einen Mann versteht, dem das Bewahren des Vernünftigen und Guten im Geistigen ebenso wie im Alltäglichen wichtiger ist als das Ändern um des Änderns und das Verwerfen um des »Fortschritts« willen und der nicht um jeden Preis »in« sein will, wie man heute zu sagen pflegt. In allen Büchern habe ich mich bemüht, wahrhaftig und unabhängig im Denken zu sein…« Joachim Fernau starb am 24. November 1988 in Florenz.
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Buchbeschreibung: Wie es euch gefällt
»Dies Buch soll kein professorlicher Leitfaden, kein wissenschaftliches Lehrbuch sein, sondern eher eine Art »Erkennungsbuch«, ein – wie die Zoologen es nennen würden – Bestimmungsbuch. Noch besser könnte man sagen »Begreifungsbuch«, wenn es das Wort gäbe; was es leider nicht tut. Begreifen ist mehr als Erkennen, auf jeden Fall schöner. Es ist für einen Sohn keine besondere Leistung, seinen Vater zu erkennen; ihn zu begreifen dagegen sehr.
Er trägt einen Schnurrbart, gut, aber warum trägt er einen Schnurrbart?
Oder er ist verschwenderisch; also – warum? Er hat Lebensangst – warum?
***
Buchbeschreibung: Was halten Sie vom Alten Fritz
In diesem Buch, das sich an alle Fernau-Freunde richtet, sind heitere ebenso wie ernste, spöttische und tröstliche Texte aus dem Nachlass von Joachim Fernau versammelt, ergänzt durch Zeichnungen des Autors. Es ist ein sehr empfehlenswertes Werk für alle, die Fernau bereits ins Herz geschlossen haben. Für Einsteiger in Fernaus Werk könnte dieses Buch allerdings etwas irritierend wirken, da es in Stil und Ton deutlich von seinen bekannten Bestsellern wie „Deutschland, Deutschland über alles …“ oder „Rosen für Apoll“ abweicht. Dennoch offenbart „Was halten Sie vom Alten Fritz …“ viel über Fernau als Mensch. Mit seinem typischen Blick öffnet er auch hier unsere Augen für die Schwierigkeiten und Ärgernisse der Welt und schenkt uns durch seinen augenzwinkernden Esprit das Lächeln, das den Tag erhellt.
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Buchbeschreibung: Mein dummes Herz
Wütend über die supermoderne Lyrik hat Joachim Fernau ihren »Machern« einmal entgegengehalten: »Ein Gedicht war einst ein Wunder, unerklärlich in seiner Einfachheit, aber erleuchtend wie ein Blitz. Es erlöste die Stummen, es wurde im Munde geführt, es war die Trompete der Fröhlichen und die Viola da gamba der Beladenen…«

Unter diesem Gesetz steht seine eigene Lyrik, an der man seine ganze Spannweite, seine Sprachkraft, seine Sensibilität ermessen kann, kurz, sein Herz, das unverhüllt im Kosmos eines Vierzeilers steckt.
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Buchbeschreibung: Wo bitte geht's zu Raffael - und andere Kunst-Geschichten
Diese Anthologie vereint eine Reihe bisher in Buchform unveröffentlichter Betrachtungen Joachim Fernaus mit bekannten Texten des Autors zu einem höchst originellen Lesebuch über die Kunst. Neben Betrachtungen zu Literatur und Musik bilden die Texte zur bildenden Kunst das Herzstück dieses Buches. Dabei spielt der Autor gekonnt, oft auch provokant, mit der Erwartungshaltung des Lesers, indem er stets einen überraschenden Blickwinkel wählt oder einen ungewohnten Aspekt beleuchtet, der auch das scheinbar Bekannte in neuem Licht erscheinen läßt. Ernsthaft und augenzwinkernd zugleich führt er uns durch Stile und Zeiten, läßt Goethe ein Kunstgespräch über Nasen führen oder diskutiert selbst leidenschaftlich mit verstorbenen Malern über ihre Bilder. Besonderes Augenmerk gilt dabei einigen im Krieg zerstörten Meisterwerken, deren Verlust er beklagt und deren Wesen er uns in ebenso unterhaltsamen wie verblüffenden Bildbeschreibungen näherbringt.
***
Buchbeschreibung: In dem Hause auf dem Berge
Es werden wohl an die fünftausend Leserbriefe gewesen sein, die im Laufe der Jahre ins »Haus auf dem Berge« geflattert kamen und hier ein kurzes Liedchen sangen wie »Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar«. Auch schwarze Raben waren darunter, Turteltauben und Käuze und weise Marabus, schillernde Aras und Spatzen natürlich, die Lieblinge Joachim Fernaus, viele hungrige, bettelnde Spatzen. Er hat oft gestöhnt über diese Postflut und hat doch, aus Achtung vor den Menschen, geduldig geantwortet, zurechtweisend, wenn es sein mußte, empört manchmal, viel öfter lächelnd und sehr oft beschwichtigend, mitfühlend, tröstend und helfend. Die nachfolgende Auswahl von Leserbriefen und Antworten ist durch einige einschränkende Faktoren bedingt: Es gibt keine Kopien von den handschriftlichen Antworten und nur noch wenige Durchschläge von Antworten per Schreibmaschine. Manche Leserbriefe enthalten zudem Geständnisse, auf denen kein fremdes Auge ruhen soll. Sie mußten daher beiseite gelassen werden. Und dann gibt es die Briefe von Lesern, aus denen schließlich herzliche nahe Freunde wurden.

Eine repräsentative und zugleich sehr persönlich gehaltene Auswahl aus Joachim Fernaus Briefwechsel mit seinen Lesern.
Die Abrundung des Werkes eines der vielseitigsten und erfolgreichsten deutschen Schriftsteller.
 

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