henrystorm
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Johannes Mario Simmel

Johannes Mario Simmel (* 7. April 1924 in Wien; † 1. Jänner 2009 in Luzern) war ein österreichischer Schriftsteller.
Simmels Eltern stammten aus Hamburg. Sein jüdischer Vater Walter Simmel war Chemiker, seine Mutter Lisa, geb. Schneider, Lektorin bei der Filmgesellschaft Wien-Film. Sein Vater floh vor den Nationalsozialisten nach London, während fast alle Verwandten väterlicherseits von den Nazis ermordet wurden. Simmel wuchs in Österreich und England auf und machte an der Höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt für chemische Industrie in Wien die Matura als Chemieingenieur. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er in der elektrochemischen Forschungsabteilung des Elektrokonzerns Kapsch in Wien eingesetzt. Am 5. April 1945 erlebte er mit, wie Wissenschaftler ermordet wurden, die ein Elektronenmikroskop vor der befohlenen Zerstörung retten wollten. In seinem Roman Wir heißen Euch hoffen ging er 1980 darauf ein.
Zu den bekanntesten Romantiteln zählen unter anderem "Und Jimmy ging zum Regenbogen" (1970; verfilmt 1971), "Hurra, wir leben noch"(1978; verfilmt von Peter Zadek 1983 unter dem Titel "Die wildenFünfziger als Zeitrevue"), "Bitte, laßt die Blumen leben" (1983;verfilmt 1986), "Und mit den Clowns kamen die Tränen" (1987;Fernsehverfilmung 1990), "Im Frühling singt zum letzten Mal die Lerche" (1990), "Träume den unmöglichen Traum" (1996), "Der Mann, der die Mandelbäumchen malte" (1998) oder "Liebe ist die letzte Brücke"(1999). Der Literaturbetrieb stufte Simmels Romane teilweise noch als Trivialliteratur ein. Die Kritik an seinen Werken betraf die literarische Ästhetik, aber nicht die Inhalte. Die Absicht seiner Bücher stand im Zeichen der Aufklärung. Ihr Erfolg beruhte auf einer hohen Identifikation mit den Lesern, die zumeist aus der Mittelschicht stammten.
Im Jahr 1996 konnte dem Schriftsteller nicht der Vorwurf übler Nachrede gegen Jörg Haider nachgewiesen werden. Simmel hatte den FPÖ-Vorsitzenden mit der "skrupellosen und mörderischen Hetze" gegen Ausländer in Verbindung gebracht. Im März 2005 bekam der österreichische Schriftsteller in der Deutschen Botschaft zu Bern das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.
Johannes Mario Simmel starb am 1. Januar 2009 im Alter von 84 Jahren bei Zug in der Schweiz.

Johannes Mario Simmel (* 7. April 1924 in Wien; † 1. Jänner 2009 in Luzern) war ein österreichischer Schriftsteller.
Simmels Eltern stammten aus Hamburg. Sein jüdischer Vater Walter Simmel war Chemiker, seine Mutter Lisa, geb. Schneider, Lektorin bei der Filmgesellschaft Wien-Film. Sein Vater floh vor den Nationalsozialisten nach London, während fast alle Verwandten väterlicherseits von den Nazis ermordet wurden. Simmel wuchs in Österreich und England auf und machte an der Höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt für chemische Industrie in Wien die Matura als Chemieingenieur. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er in der elektrochemischen Forschungsabteilung des Elektrokonzerns Kapsch in Wien eingesetzt. Am 5. April 1945 erlebte er mit, wie Wissenschaftler ermordet wurden, die ein Elektronenmikroskop vor der befohlenen Zerstörung retten wollten. In seinem Roman Wir heißen Euch hoffen ging er 1980 darauf ein.
Zu den bekanntesten Romantiteln zählen unter anderem "Und Jimmy ging zum Regenbogen" (1970; verfilmt 1971), "Hurra, wir leben noch"(1978; verfilmt von Peter Zadek 1983 unter dem Titel "Die wildenFünfziger als Zeitrevue"), "Bitte, laßt die Blumen leben" (1983;verfilmt 1986), "Und mit den Clowns kamen die Tränen" (1987;Fernsehverfilmung 1990), "Im Frühling singt zum letzten Mal die Lerche" (1990), "Träume den unmöglichen Traum" (1996), "Der Mann, der die Mandelbäumchen malte" (1998) oder "Liebe ist die letzte Brücke"(1999). Der Literaturbetrieb stufte Simmels Romane teilweise noch als Trivialliteratur ein. Die Kritik an seinen Werken betraf die literarische Ästhetik, aber nicht die Inhalte. Die Absicht seiner Bücher stand im Zeichen der Aufklärung. Ihr Erfolg beruhte auf einer hohen Identifikation mit den Lesern, die zumeist aus der Mittelschicht stammten.
Im Jahr 1996 konnte dem Schriftsteller nicht der Vorwurf übler Nachrede gegen Jörg Haider nachgewiesen werden. Simmel hatte den FPÖ-Vorsitzenden mit der "skrupellosen und mörderischen Hetze" gegen Ausländer in Verbindung gebracht. Im März 2005 bekam der österreichische Schriftsteller in der Deutschen Botschaft zu Bern das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.
Johannes Mario Simmel starb am 1. Januar 2009 im Alter von 84 Jahren bei Zug in der Schweiz.
--> Weiterführende Informationen und Bezugsquellen per Konversation <--
- Nette Konversation mit Titel: Johannes Mario Simmel
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